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Libyen Meldungen 01

präsentiert von Michael Palomino

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20.4.2012: Nordafrika hat viel Grundwasser, aber keinen Zugang - LIbyen, Algerien, Ägypten, Sudan, Tschad
Ressourcen: Afrika sitzt auf riesiger Menge Grundwasser
http://www.welt.de/wissenschaft/article106207029/Afrika-sitzt-auf-riesiger-Menge-Grundwasser.html

<Millionen Afrikaner können vom Zugang zu Trinkwasser nur träumen. Forscher haben unter dem Kontinent hunderte Millionen Kubikmeter Wasser ausgemacht. Die Reservoirs können nur schwer angezapft werden.

Im von Trockenheit geplagten Afrika gibt es einer britischen Studie zufolge riesige Grundwasservorkommen. Während drei Millionen Bewohner des Kontinents immer noch keinen Zugang zu Trinkwasser hätten, gebe es unter der Erde Wasservorkommen mit einem geschätzten Volumen von  660 Millionen Kubikmetern, hieß es in der in der Fachzeitschrift „Environmental Research Letters“ veröffentlichten Studie. Das wäre 20 Mal so viel wie das Süßwasser in den afrikanischen Seen.

Um den versteckten Wasserreserven in Afrika auf die Spur zu  kommen, werteten die Forscher des British Geological Survey in  Edinburgh und des University College in London bereits erstellte  Karten, vorhandene Daten und verschiedenste Veröffentlichungen aus.

Meist nur mit manuellen Pumpen anzapfbar

Demnach sind die größten Grundwasservorkommen in Libyen, Algerien,  Ägypten, dem Sudan und dem Tschad zu finden. Sie ließen sich aber nur schwer nutzen.

Der Studie zufolge lassen sich die Vorkommen in den meisten  Regionen nur mit manuellen Pumpen anzapfen. Dies entspricht einer Förderkapazität von 0,3 Litern pro Sekunde. In diesen Gegenden gebe  es somit aber genügend Wasser, um die dortige Bevölkerung zu versorgen.

Dagegen seien die Möglichkeiten nur sehr beschränkt,  Vorkommen mit Bohrungen kommerziell anzuzapfen und so fünf Liter pro Sekunde zu fördern.>


Dasselbe Thema im Standard:

Der Standard
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20.4.2012: <Dürregeplagtes Nordafrika birgt gewaltige Grundwasservorkommen>

aus: Der Standard online; 20.4.2012;
http://derstandard.at/1334795730749/Studie-Duerregeplagtes-Nordafrika-birgt-gewaltige-Grundwasservorkommen

<Unter dem trockenen Nordafrika gäbe es genügend Grundwasser, um Dürreperioden zu überstehen - doch muss die Ressource nachhaltig genutzt werden.

Forscher des British Geological Survey sehen "Puffer"-Potenzial für Trockenperioden, warnen jedoch vor Übernutzung.

London - Am Horn von Afrika waren im vergangenen Jahr Millionen Menschen von der schwersten Dürre seit 60 Jahren betroffen. Nun befürchten Experten, dass dem westafrikanischen Teil der Sahelzone ein ähnliches Schicksal droht, etwa 15 Millionen Menschen in der Region könnten nach UN-Angaben von einer anschließenden Hungerkrise bedroht sein. Während die Staaten der Region ihre "Grüne Mauer" aus Baumpflanzungen gegen die Wüstenbildung verstärken wollen, veröffentlichten Wissenschafter eine Studie, derzufolge unter der Oberfläche gewaltige Grundwasservorkommen schlummern.

Der Sahel bildet den Übergangsbereich zwischen der Sahara im Norden und der Savannenregion im Süden und ist von langen Trocken- und kurzen Regenzeiten geprägt. Obwohl er heute sogar um einiges grüner ist als noch vor 30 Jahren, können sich diese Trockenperioden katastrophal auswirken. Die von Forschern des British Geological Survey und des University College London durchgeführte Studie legt jedoch nahe, dass die vorhandenen Grundwasserressourcen bei nachhaltiger Nutzung ausreichen würden, um solche Perioden zu überstehen.

Karten geben Einsicht

Im Fachjournal "Environmental Research Letters" veröffentlichten die Forscher um Alan MacDonald und Helen Bonsor die bislang detailliertesten Karten der Grundwasserverteilung auf dem afrikanischen Kontinent (siehe die untenstehenden Links), basierend auf hydrogeologischen Karten der nationalen Regierungen und insgesamt 283 Studien über Grundwasserleiter bzw. Aquifere. In Summe kommen sie zu dem Ergebnis, dass die Grundwasservorkommen etwa 100 Mal so groß sind wie das an der Oberfläche zur Verfügung stehende Wasser.

Die größten Vorkommen liegen in nordafrikanischen Sedimentbecken in Libyen, Algerien und dem Tschad. Wie Bonsor gegenüber der BBC erklärte, entsprächen diese einer 75 Meter hohen Wassersäule auf der Fläche dieser Regionen: "Es ist eine gewaltige Menge".

Genug, aber nicht zu viel entnehmen

Bonsor weist auf das Potenzial dieser Ressource hin, zugleich warnen die Forscher vor großangelegten Bohrungen. Die Sahara hat sich im Lauf der letzten paar Millionen Jahren mehrfach ausgedehnt und wieder zusammengezogen und dabei die Sahelzone, in der zumindest zeitweise ausreichend Regen fällt, verschoben. Die Aquifere enthalten daher hauptsächlich altes Wasser - viele wurden den Forschern zufolge zum letzten Mal vor 5.000 Jahren aufgefüllt. Eine Nutzung im großen Stil könnte daher eine Ressource aufbrauchen, die dann für immer verloren wäre.

Eine gangbare Möglichkeit, auf die Grundwasserreservoirs zuzugreifen, sehen die Forscher jedoch in lokaler Nutzung mit manuellen Pumpen. Diese haben zwar nur eine Förderkapazität von 0,3 Litern pro Sekunde - im Gegensatz zu kommerzieller Nutzung mit bis zu fünf Litern pro Sekunde -, würden jedoch ausreichen, die örtlichen Bevölkerungen mit genügend Wasser zu versorgen und als "Puffer" für Dürreperioden zu fungieren. Manchmal sei die langsame Entnahme eben die effektivere, schließt Bonsor. (red, derStandard.at, 20.4.2012)


Links


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31.7.2013: Das rekolonisierte Afrika, terrorisiert und beraubt bis zum Gehtnichtmehr
GADDAFIS LIBYEN WAR DAS TOR NACH AFRIKA
aus: Facebook: Klar-Text; 31.7.2013;
https://www.facebook.com/pages/Klar-Text/1398328250383311

<GADDAFIS LIBYEN WAR DAS TOR NACH AFRIKA

Afrika ist der reichste Kontinent der Erde mit gewaltigen natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig ist Afrika auch der ärmste Kontinent. 57 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, das heißt, von weniger als 1,25 Dollar pro Tag.

Wie erklärt sich dieser Widerspruch? Der Grund ist, die Multis bezahlen diese Rohstoffe nicht. Sie stehlen sie. Sie plündern die Ressourcen Afrikas, erzwingen niedrige Löhne, Handelsabkommen, die für Afrika mit Nachteilen verbunden sind, Privatisierungen, die Afrika schädigen. Sie üben jede Form von Druck und Erpressung auf die schwachen Staaten aus, erwürgen sie mit einer Schuldenlast, für die es keine Rechtfertigung gibt, installieren willfährige Diktatoren, provozieren Bürgerkriege in den Regionen, die sie am meisten begehren.

Afrika hat für die Multis eine strategische Bedeutung. Ihr Reichtum basiert auf der Plünderung dieser Ressourcen. Würden angemessene Preise für Gold, Kupfer, Platin, Coltan, Phosphat, Diamanten und die landwirtschaftlichen Produkte bezahlt, wären die Multis viel weniger reich und die lokale Bevölkerung könnte ihre Armut überwinden. Für die Multis in den USA und Europa ist es deshalb entscheidend, zu verhindern, dass sich Afrika vereint und emanzipiert. Afrika soll abhängig bleiben.

DIE "REVOLUTIONEN"

Den Krieg gegen Libyen mit der Vorstellung erklären zu wollen, Washington und Paris seien nach der Erfahrung mit Tunesien und Ägypten „zur Einsicht gekommen“, wollten sich ein gutes Gewissen schaffen oder zumindest ihr Image aufpolieren, ist nichts anderes als ein großer Trugschluss. Tatsächlich ist die westliche Politik gegenüber der arabischen Welt als ein Ganzes zu sehen. Sie wird mit drei Maßnahmen umgesetzt:

1. Aufrechterhaltung der repressiven Diktaturen.

2. Mubarak und Ben Ali werden von Figuren ersetzt, die man unter Kontrolle hat.

3. Sturz der Regierungen in Tripolis, Damaskus und Teheran, um diese „verloren gegangenen“ Länder wieder zu kolonisieren.

Die drei Maßnahmen haben ein gemeinsames Ziel: die arabische Welt unter der eigenen Herrschaft zu halten, um sie weiter ausplündern zu können. Demokratie ist gefährlich, wenn man nur die Interessen einer sehr kleinen gesellschaftlichen Minderheit repräsentiert. Es macht den USA Angst, dass die soziale Unzufriedenheit in fast allen arabischen Diktaturen ausgebrochen ist

Ein Beispiel hat der afrikanische Autor Jean Paul Pougala schön dargelegt:

„Es begann 1992, als 45 afrikanische Staaten die RASCOM (Regional African Satellite Communication Organization) gründeten. Afrika sollte seinen eigenen Satelliten bekommen und dadurch die Kommunikationskosten auf dem Kontinent deutlich gesenkt werden. Damals waren Telefonate nach oder aus Afrika die teuersten auf der Welt. Das lag an den jährlichen Gebühren von 500 Millionen Dollar, die Europa für die Nutzung seiner Satelliten wie Intelsat selbst für Inlandsgespräche verlangte. Ein eigener afrikanischer Satellit hätte nur 400 Millionen Dollar gekostet und dem Kontinent die jährlichen Gebühren von 500 Millionen erspart. Welcher Banker würde ein solches Projekt nicht finanzieren? Aber das größte Problem war: Wie soll sich ein Sklave von der Ausbeutung durch seinen Herrn befreien können, wenn er dazu eben diesen Herrn um Unterstützung bitten muss?

In der Tat hielten Weltbank, Internationale Währungsfonds, die USA und Europa die Afrikaner über 14 Jahre hinweg mit vagen Versprechungen hin. Gaddafi hat 2006 dieses sinnlose Betteln bei den westlichen »Wohltätern« mit ihren exorbitanten Zinssätzen beendet. Der libysche Staatsführer legte 300 Millionen Dollar auf den Tisch. Die Afrikanische Entwicklungsbank steuerte weitere 50 Millionen bei. Die Westafrikanische Entwicklungsbank beteiligte sich mit 27 Millionen. So bekam Afrika am 26. Dezember 2007 seinen ersten Kommunikationssatelliten. Anschließend stellten China und Russland ihre Technologie zur Verfügung und halfen beim Start von Satelliten für Südafrika, Nigeria, Angola, Algerien. Ein zweiter Satellit für ganz Afrika wurde im Juli 2010 ins All geschossen. Der erste Satellit, dessen Technologie zu 100 Prozent aus Afrika kommt und in Afrika, vor allem in Algerien, hergestellt wird, ist für 2020 geplant. Man erwartet, dass dieser Satelliten mit den Besten in der Welt konkurrieren kann und nur ein Zehntel kostet.
Eine echte Herausforderung!

Eine symbolische Geste von lediglich 300 Millionen Dollar hat so das Leben für einen ganzen Kontinent verändert. Durch Gaddafis Libyen hat der Westen nicht nur die 500 Millionen Dollar pro Jahr verloren, sondern auch die Milliarden an Schulden und Zinszahlungen, die für den ursprünglichen Kredit in alle Ewigkeit in exponentieller Weise zu zahlen gewesen wären. Sie hätten dazu beigetragen, das verdeckte System der Ausbeutung des Kontinents aufrecht zu erhalten.

Es war das Libyen Gaddafis, das ganz Afrika seine erste wirkliche Revolution in der modernen Zeit ermöglichte: die Erschließung des ganzen Kontinents für Telefon, Fernsehen, Radio und viele andere Anwendungsbereiche, wie Telemedizin und Fernstudium. Zum ersten Mal gibt es dank des WiMax-Systems kostengünstige Internetverbindungen über den ganzen Kontinent bis in die ländlichen Zonen.“

Das ist eine Information, die man uns über den bösen Gaddafi nicht erzählt hat! Dass er den Afrikaner half, sich von der erstickenden Bevormundung durch den Westen zu befreien. Gibt es noch andere Informationen dieser Art, die man verschwiegen hat?

Gaddafi hat den IWF herausgefordert

Jawohl! Gaddafi hat die Entwicklung des „Afrikanischen Währungsfonds“ (AWF) unterstützt. Er hat somit das Verbrechen begangen, den „Internationalen Währungsfonds“ (IWF) herauszufordern. Es ist bekannt, dass der IWF die Entwicklungsländer voll erpresst. USA und Europa kontrollieren und Dominique Strauss-Kahn leitet ihn. Der IWF verleiht nur Geld an Entwicklungsländer, wenn sie bereit sind, ihre Unternehmen zum Profit der Multis zu verkaufen, Aufträge vergeben, die ihnen selbst keinen Nutzen bringen und ihre Gesundheits- und Bildungsausgaben senken. Kurz, den IWF als Bankier zu haben, bringt erheblichen Schaden.

Nun gut. Genauso wie die Südamerikaner ihre eigene Bank, die Banco del Sur, gegründet haben, um den anmaßenden Erpressungen des IWF die Stirn bieten zu können und selbst zu entscheiden, welche Projekte für sie nützlich sind und sie finanzieren wollen, so würde der Afrikanische Währungsfonds (AWF) den Afrikanern mehr Unabhängigkeit bringen. Wer aber finanziert den AWF? Algerien hat 16 Milliarden beigesteuert, Libyen 10 Milliarden, zusammen sind das 62 Prozent seines Kapitals.

DIE NATO

Die weltweite Ausdehnung der NATO hat nichts zu tun mit Gaddafi, Saddam Hussein oder Milosevic. Es handelt sich vielmehr um einen weltweit angelegten Plan mit dem Ziel, die Herrschaft über den Planeten und seine Reichtümer sowie die Privilegien für die Multis aufrechtzuerhalten. Die Völker sollen gehindert werden, ihren eigenen Weg zu wählen. Die NATO hat Ben Ali, Mubarak und die Tyrannen in Saudi Arabien beschützt. Die NATO wird auch ihre Nachfolger beschützen und nur gegen die gewaltsam vorgehen, die dem Empire Widerstand leisten.

Um Gendarm für die ganze Welt zu werden, geht die NATO Schritt für Schritt vor. Ein Krieg in Europa gegen Jugoslawien, ein Krieg in Asien gegen Afghanistan und jetzt in Afrika ein Krieg gegen Libyen. Das sind schon drei Kontinente! Die NATO war scharf darauf, auch in Lateinamerika zu intervenieren und hat dazu vor zwei Jahren Manöver gegen Venezuela inszeniert. Aber dort waren die Risiken zu groß, weil sich Lateinamerika zunehmend zusammenschließt und die „Gendarmen“ der USA ablehnt.

Warum spricht man nicht über Africom?

Am meisten beunruhigt Washington die wachsende Stärke Chinas. China bietet den asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern fairere Beziehungen, kauft ihre Rohstoffe zu höheren Preisen und ohne Erpressung, bietet Kredite zu besseren Bedingungen, übernimmt Infrastrukturarbeiten, die für ihre Entwicklung hilfreich sind. China bietet ihnen eine Alternative zur Abhängigkeit von Washington, London oder Paris. Also, was tun, um China entgegenzuwirken?

Das Problem: eine Macht im wirtschaftlichen Niedergang hat auch gegenüber den afrikanischen Ländern weniger finanzielle Druckmittel zur Verfügung. Die USA haben deshalb beschlossen, ihre stärkste Karte auszuspielen: die militärische Karte. Man muss wissen, dass ihre Militärausgaben höher sind, als die aller anderen Länder des Globus zusammengenommen. Seit einigen Jahren schieben sie ihre Figuren auf dem Schachbrett des afrikanischen Kontinents immer weiter voran. Am 1. Oktober 2008 haben sie „Africom“ (Kommando für Afrika) geschaffen.

Der ganze afrikanische Kontinent (mit Ausnahme von Ägypten) wurde unter ein einheitliches US-Kommando gestellt, dem US-Armee, Marine, Luftwaffe, Marinetruppen und Spezialeinheiten (für Landungen, Staatsstreiche, verdeckte Operationen) unterstehen. Um die US-Truppen unterstützen zu können, soll das Gleiche bei der NATO passieren. Washington, das überall Terroristen sieht, hat solche auch in Afrika gefunden, zufälligerweise in den Gegenden, wo es das nigerianische Erdöl und andere begehrte Rohstoffe gibt. Wer wissen will, wo die nächsten Etappen ihres berühmten „Krieg gegen den Terror“ stattfinden werden, muss nur auf der Karte nach den Lagerstätten von Öl, Uran und Coltan suchen. Der Islam hat sich in zahlreichen Ländern, darunter Nigeria, verbreitet. Damit steht das nächste Szenario schon fest.

Das eigentliche Ziel von Africom ist es, die Abhängigkeit Afrikas aufrecht zu erhalten, zu verhindern, das sich Afrika emanzipiert und eine eigenständige Kraft wird, die sich mit China und Lateinamerika verbünden könnte. Africom bildet eine unverzichtbare Waffe in den Plänen der Vereinigten Staaten für die Beherrschung der Welt. Sie möchten sich bei der großen Auseinandersetzung, die um die Herrschaft über Asien und seine Seewege begonnen hat, auf Afrika und ihre exklusive Kontrolle seiner Rohstoffe stützen können. In der Tat ist Asien der Kontinent, wo bereits jetzt der entscheidende Wirtschaftskrieg des 21. Jahrhunderts stattfindet. Angesichts der Stärke Chinas und einer Reihe aufsteigender Volkswirtschaften, deren Interesse es ist, einen gemeinsamen Block zu bilden, ist das eine große Herausforderung.

Washington möchte deshalb Afrika vollständig kontrollieren und den Chinesen die Türe versperren. Der Krieg gegen Libyen ist folglich die erste Etappe, um Africom dem ganzen Kontinent aufzuzwingen. Sie eröffnet keine Phase der Befriedung für die Welt, sondern von neuen Kriegen, in Afrika, im Mittleren Osten, aber auch im Indischen Ozean zwischen Afrika und China. Warum der indische Ozean? Weil, er, wie ein Blick auf die Karte zeigt, die Türe nach China und zum ganzen asiatischen Kontinent bildet. Um diesen Ozean zu kontrollieren, versucht Washington mehrere strategische Zonen in den Griff zu bekommen: 1. Den Mittleren Osten und den persischen Golf. Daher seine Nervosität bei Länder wie Saudi-Arabien, Jemen, Bahrain und Iran. 2. Das Horn von Afrika, daher seine Aggressivität gegenüber Somalia und Eritrea.

Quelle: Nachtwandler>


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Der Standard
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9.8.2013: Libyen mit Anschlägen, Angst, schweigenden Zeugen und machtloser Justiz
Libyens Polizei machtlos gegen politische Attentate
http://derstandard.at/1375626153748/Libyens-Polizei-machtlos-gegen-politische-Attentate

<Neuer Bericht von Human Rights Watch: immer mehr Angriffe auf Richter und Sicherheitskräfte.

In den ostlibyschen Städten Bengasi und Derna kommt es immer häufiger zu Mordanschlägen mit politischem Hintergrund, berichtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Polizei und Justiz seien  angesichts der zunehmenden Gewalt machtlos, weil sie keine Möglichkeit haben, Verdächtige und Zeugen zur Aussage zu bewegen.

51 Opfer zählt der Bericht auf, darunter 44 Mitarbeiter der Sicherheitskräfte und zwei Richter.  Sechs Mordopfer bekleideten bereits unter der Herrschaft des 2011 gestürzten Machthabers Muammar Gaddafi hohe Ämter.

Verdächtiger entkommen

Obwohl  Innen- und Justizministerium betonen, die Täter würden zur Rechenschaft gezogen und sogar die Beiziehung ausländischer Ermittler erwägen, kam es bisher nur zu einer Verhaftung. Dem festgenommenen Verdächtigen Ali al-Fezzani gelang allerdings die Flucht aus einem Gefängnis in Tripolis, nachdem er mehrere Morde gestanden hatte.

Bengasis oberster Polizeiermittler beklagte gegenüber Human Rights Watch, dass mögliche Zeugen oft eingeschüchtert werden und deshalb Gerichtstermine nicht wahrnehmen.  Ein Staatsanwalt gab an, dass er lediglich Haftbefehle ausstellen könne, es aber niemanden gebe, der diese dann vollstrecke.

Ölförderung halbiert

Streiks auf libyschen Ölfeldern zeigen indes Auswirkungen auf die Fördermenge: am Mittwochabend  kündigten die Arbeiter der "Arabian Gulf Oil Company" an, sie würden jeden Tag 10.000 Barrel (1,6 Millionen Liter) weniger Öl fördern, bis ihre Lohnforderungen erfüllt sind. Die Streikwelle, die Ende Juli begann, betrifft auch die beiden größten Ölverladeanlagen das Landes, Es Sider und Ras Lanuf, weshalb mehrere große Ölfelder am Dienstag die Förderung einstellten.

Die Tagesproduktion liegt derzeit bei 600.000 Barrel am Tag, noch im Juli wurde die doppelte Menge gefördert. (red, derStandard.at, 9.8.2013)

Link

Human Rights Watch: Libya: Wave of Political Assassinations Lack of Accountability Risks Escalating Violence >

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Deutsche Wirtschaftsnachrichten online, Logo

4.12.2013: Libyen wird islamische Scharia-Republik
Islamismus nach Nato-Bomben: Libyen führt die Scharia ein
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/12/04/libyen-fuehrt-die-scharia-wieder-ein/

<Nachdem der Westen den Diktator Gaddafi vertrieben hat, wird Libyen zur islamistischen Republik. Die EU bildet die Soldaten aus. Die Politik der globalen Einmischung bringt giftige Früchte hervor.

In Libyen soll künftig die Scharia Basis der gesamten Gesetzgebung sein. Die Nationalversammlung stimmte am Mittwoch dafür, das Islamische Recht zur „Quelle der Gesetzgebung in Libyen“ zu machen. Sämtliche staatliche Institutionen hätten sich daran zu halten. Ein Sonderausschuss soll alle existierenden Gesetze überprüfen, um sicherzustellen, dass sie mit dem Islamischen Recht vereinbar sind.

Die Folgen der Entscheidung waren zunächst nicht klar. Sie dürfte aber unter anderem Auswirkungen auf das Finanz- und Strafrecht haben. Die Einführung der Scharia ist ein weiterer Hinweis darauf, dass zwei Jahre nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi in Libyen Islamisten zunehmend Einfluss auf die Gestaltung des Staats haben. Das Land hat noch immer keine Verfassung.

Die EU ist in Libyen vor allem aufgefallen, weil sie die Soldaten ausbildet. Doch ob diese tatsächlich nur zur Regelung des Straßenverkehrs eingesetzt wird, wie man in Brüssel hofft? (mehr hier).

Die Einführung der Scharia ist ein Beleg, dass die Einmischung in innere Angelegenheiten in der Regel nicht zu dem Ergebnis führt, das man sich erhofft. Die EU hat bei ihrer unkontrollierten Außenpolitik bereits Milliarden an Steuergeldern versenkt (Palästinensische Gebiete, Kongo, Ägypten und viele mehr).

Derzeit betätigt man sich in Brüssel als stolzer Player in der Ukraine. Der Linke Abgeordnete Andrej Hunko hat zu Recht auf die Absurdität hingewiesen: Neben dem Demonstrationsrecht müsse auch „das Recht des demokratisch gewählten Parlaments und der Regierung verteidigt werden, das EU-Assoziierungsabkommen nicht zu unterzeichnen“. Hunko weist die „Aufrufe zum gewaltsamen Sturz der Regierung durch die Opposition“ zurück.

Tatsächlich ist eines der ältesten Gesetze des Völkerrechts immer noch eines der besten: Jenes von der Selbstbestimmung der Völker.

Auch in Libyen wäre es besser, wenn sich fremde Nationen fernhalten.

Möglicherweise wäre die Scharia zu verhindern gewesen, wenn die Libyer wirklich selbst über ihr Schicksal hätten bestimmen können.

Nun aber wird das Land in die Hände der Islamisten getrieben. Und Libyen, das mit europäischen Steuergeldern „befreit“ wurde, muss vermutlich schon bald als Schurkenstaat und Hort des Terrorismus als neues Feindbild herhalten.>

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3.9.2015: Kriege in Afrika zerstören Schulsysteme - Millionen Kinder bleiben ohne Schule, auch in Libyen
Träume und Zukunftsaussichten liegen in Trümmern Fehlende Schulen in Konfliktgebieten führen laut UNICEF zu Flucht
http://www.news.ch/Fehlende+Schulen+in+Konfliktgebieten+fuehren+laut+UNICEF+zu+Flucht/672498/detail.htm

<Köln - Die blutigen Konflikte im Nahen Osten und Nordafrika halten nach UNICEF-Angaben 13 Millionen Kinder vom Besuch einer Schule ab. Für die betroffenen Familien sei dies ein wichtiger Grund, die Krisengebiete zu verlassen und nach Europa zu flüchten.

Darauf wies das UNO-Kinderhilfswerk Unicef am Donnerstag bei der Vorlage seines Berichts «Education Under Fire» hin. «Nicht nur Schulen liegen in Trümmern, sondern auch die Träume und Zukunftsaussichten einer ganzen Generation von Schulkindern», erklärte der für den Nahen Osten und Nordafrika zuständige UNICEF-Regionaldirektor Peter Salama bei der Vorstellung des Berichts. «Die zerstörerischen Folgen von Konflikten bekommen Kinder in der ganzen Region zu spüren».

Der mit Abstand grösste Teil der rund vier Millionen syrischen Flüchtlinge halte sich in den Nachbarländern Libanon, Jordanien, Irak und Türkei auf. Diese bemühten sich mit Unterstützung von UNICEF, die Kinder in die Schule zu bringen. Trotzdem habe dort mehr als die Hälfte der Mädchen und Jungen keine Chance auf Bildung.

Lebensgefährlicher Schulweg

Länder wie der Libanon, die besonders viele Flüchtlinge aufgenommen haben, sind laut UNICEF überlastet und nicht fähig, alle Kinder in Schulen aufzunehmen. Immer mehr von ihnen müssten zudem aus Geldnot arbeiten oder würden schon als Teenager verheiratet.

In der Türkei, im Libanon, im Irak, in Jordanien und Ägypten hätten durchschnittlich 53 Prozent der syrischen Flüchtlingskinder im Schulalter keinen Zugang zu Bildung.

Fast 9000 Schulen in Syrien, im Irak, im Jemen und in Libyen sind laut UNICEF zerstört oder nicht benutzbar. Tausende Lehrer seien geflohen, vielerorts schickten Eltern ihre Kinder nicht zum Unterricht, weil der Schulweg lebensgefährlich sei.

(jbo/sda)>

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Libyen wird zur Station des Menschenhandels zwischen ganz Afrika und Europa:

Epoch Times online, Logo

Libyen 11.4.2017: Afrikaner aus Ghana und Nigeria betreiben Sklavenmarkt
Migrationsorganisation prangert „Sklavenmärkte“ in Libyen an
http://www.epochtimes.de/politik/welt/migrationsorganisation-prangert-sklavenmaerkte-in-libyen-an-a2093626.html

<In Libyen gibt es regelrechte "Sklavenmärkte", sagt ein Vertreter der Internationale Organisation für Migration in Genf. "Sie gehen zum Markt, und dort können sie für 200 bis 500 Dollar einen Migranten kaufen", sagte er. Die Käufer könnten ihn dann für "ihre Arbeiten benutzen".

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat einen modernen Sklavenhandel mit Migranten und Flüchtlingen in Nordafrika angeprangert. In Libyen gebe es regelrechte „Sklavenmärkte“, sagte der IOM-Vertreter in Libyen, Othman Belbeisi, am Dienstag in Genf. „Sie gehen zum Markt, und dort können sie für 200 bis 500 Dollar einen Migranten kaufen“, sagte er. Die Käufer könnten ihn dann für „ihre Arbeiten benutzen“.

Einigen der Migranten gelinge nach dem Kauf die Flucht, andere blieben im Zustand der Knechtschaft, berichtete Belbeisi. Der Leiter der IOM-Sondereinsätze Mohammed Abdiker sprach von „katastrophalen Zuständen“. Die Migranten, die den Menschenhändlern in die Hände fielen, seien „konfrontiert mit systematischer Mangelernährung, sexuellem Missbrauch bis hin zum Mord“.

Von der IOM eingeholte Zeugenaussagen besagen zudem, dass Frauen sexuell missbraucht oder als Sexsklavinnen eingesetzt wurden. Der IOM-Vertreter Leonard Doyle sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Menschen würden „in der Öffentlichkeit verkauft, während sie auf dem Boden hocken“.

[Opfer aus Senegal sagt aus]

In dem IOM-Bericht ist die Rede von einem senegalesischen Migranten, der zunächst umgerechnet 300 Dollar an einen Schlepper zahlen musste, um mit einem Geländewagen von Agadez im Niger nach Libyen zu kommen. Der Fahrer des Wagens gab dann an, kein Geld von dem Menschenschmuggler bekommen zu haben, und brachte den Senegalesen zu einem „Sklavenmarkt“ auf einem Parkplatz in Sabha im Südwesten Libyens.

Der IOM zufolge wurden auf dem von Libyern mit Unterstützung von Ghanaern und Nigerianern betriebenen Markt Menschen aus Afrika südlich der Sahara verkauft und gekauft. Der Senegalese wurde nach seinem Verkauf an gefängnisartige Orte gebracht. Dort wurden Migranten gefoltert, und von ihren Familienangehörigen wurde Lösegeld erpresst. Der Senegalese wurde später als Dolmetscher eingesetzt, so dass ihm schlimmere Prügeleien erspart blieben. (afp)>

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RT online, Logo

Libyen 8.5.2017: IS aus Hafen rausgeschmissen
Libysche Soldaten erobern Hafen von Islamisten zurück
https://deutsch.rt.com/newsticker/50319-libysche-soldaten-erobern-hafen-von/

<Militäreinheiten aus dem Osten Libyens haben nach eigenen Angaben einen wichtigen Hafen in der Stadt Bengasi von Islamisten zurückerobert. Ein Sprecher der Einheiten, die dem einflussreichen General Chalifa Haftar unterstehen, sagte am Montag, dass weitere Gebiete in der Nähe des Hafens ebenfalls von den Al-Kaida-nahen Extremisten befreit worden seien.

Der Hafen war seit gut drei Jahren außer Betrieb, nachdem die Extremisten ihn und Teile der Stadt Bengasi überrannt hatten.

Aus Militärkreisen hieß es, dass die Kämpfe in der Nähe des Hafens noch andauerten und Explosionen zu hören seien. In Libyen herrscht Bürgerkrieg seit dem mit westlicher Militärhilfe erreichten Sturz von Muammar al-Gaddafi im Jahre 2011. Zahlreiche Gruppen und Milizen kämpfen um die Herrschaft in dem ölreichen, von Stammesstrukturen geprägten nordafrikanischen Staat.

Die Armee von General Haftar wird dabei von dem Parlament in der ostlibyschen Stadt Tobruk unterstützt. Das Parlament hat eine Gegenregierung zu der in der Hauptstadt Tripolis sitzenden international anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch ausgerufen. Immer wieder kam es zuletzt zu schweren Kämpfen um wichtige Ölhäfen in Libyen.>

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Der Freitag online, Logo

Süd-Libyen 29.6.2017: Goldminen-Funde seit 2011 provozieren neue Konflikte
Tibu kontrollieren Goldminen-Gebiete
https://www.freitag.de/autoren/gela/tibu-kontrollieren-goldminen-gebiete

<Libyen/Tschad/Sudan. Neue Studie: Westen sollte sich nicht militärisch einmischen.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Angelika Gutsche

Eine Studie über das Stammesgebiet der Tibu im Grenzdreieck Südlibyen, Nord-Tschad und Westsudan berichtet über große Goldfunde seit 2011 in den Gebieten der südsaharischen Zone vom Sudan bis Südalgerien, der zum sogenannten Tibesti-Goldrausch in Nord-Dafur (Sudan) und im Stammesgebiet der Tibu im Grenzdreieck führte.[1]

2011 kam es im Zuge des Nato-Krieges gegen Libyen zu einer Flutung der betreffenden Gebiete mit Waffen. Im nördlichen Tschad florieren auch heute noch die Waffenmärkte. In den Goldfundgebieten beidseits der Grenzen entstanden neue Siedlungen mit mehreren tausend Einwohnern. Libyen lieferte das Wasser, aber auch neben dem Sudan Generatoren und Arbeitsgerät für die Goldminen.

Der Zugang zu den Goldminen wird von Tibu-Milizen kontrolliert, die von den Schürfern und Goldhändlern Steuern erheben. Dabei sind die Regierungen der Nationalstaaten Tschad, Sudan und Libyen außen vor. Sicher ein Ärgernis für die korrupten Regierungen dieser Länder, (sofern vorhanden, Libyen ist ein failed state), die sich das Gold gern unter den Nagel reißen würden und denen die Tibu feindlich gegenüber stehen.

Die Lage in Libyen wird als der Hauptgrund für die Destabilisierung der Länder der Sahelzone beschrieben, in deren saharischen Weiten der Staat nicht mehr präsent ist. Aus diesem Grund müsse unbedingt wieder ein starker libyscher Staat entstehen, in dessen Macht es steht, seine Südgrenze zu kontrollieren. Um wirklich Stabilität zu schaffen, müssten dabei aber die Bedürfnisse der dortigen Bevölkerung Berücksichtigung finden.

Der Krieg in Libyen und die Anwesenheit von Dschihadisten in der Sahara könnten nicht mit militärischen Interventionen oder mit der Stationierung westlicher Soldaten gelöst werden. Denn die Grenzen dieser Wüstengebiete sind durchlässig und nicht zu kontrollieren, d.h. sie existieren nur auf der Landkarte.

Die Sahara mit dem Tibesti-Gebirge wird wegen ihrer unermesslichen Bodenschätze für den Westen immer interessanter. In diesen Weiten Kriege gegen die einheimischen Stämme zu führen, um sich deren Reichtümer anzueignen, dürfte der westlichen Öffentlichkeit nur schwer zu vermitteln sein, auch in Anbetracht des verursachten Fiaskos in Afghanistan, Irak und Libyen.

[1] Tubu Trouble: State and Statelessness in the Chad-Sudan-Libya-Triangle (J. Tubiana/C. Gramizzi, Juni 1017:

The report: Tubu Trouble: State and Statelessness in the Chad– Sudan–Libya Triangle by Jérôme Tubiana and Claudio Gramizzi>

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12.7.2017: Horror in Libyen mit Asylanten: Menschenhandel, Gewalt und Tod
Berichte von Augenzeugen: Was Flüchtlinge auf der gefährlichsten Fluchtroute der Welt erleben
http://www.migazin.de/2017/07/12/berichte-augenzeugen-was-fluechtlinge-fluchtroute/

<Menschenhandel, Gewalt und Tod. Die gefährlichste Fluchtroute der Welt führt durch Libyen über das Mittelmeer nach Europa. Was die Menschen bei ihrer Flucht durchmachen und welche Rolle Europa dabei spielt, fasst Jutta Geray zusammen.

Libyen ist das Haupttransitland für Menschen aus afrikanischen Ländern, die über das Mittelmeer in die EU flüchten. Im vergangenen Jahr gelangten 180.000 Menschen über Libyen nach Italien, 4579 Menschen starben auf der zentralen Mittelmeer-Route. Im ersten Halbjahr 2017 kamen bereits 85.150 Menschen über die Route von Libyen nach Italien, 2150 Menschen verloren ihr Leben auf dieser gefährlichsten Route der Welt. Nirgendwo sonst sterben mehr Menschen auf dem Fluchtweg, als an der südlichen EU-Grenze.

Bereits in Libyen droht Flüchtlingen Gewalt und Lebensgefahr von allen Seiten. Sie sind begehrte Beute im libyschen Menschenhandelssystem. Milizen, rein kriminelle Banden aber auch staatliche Flüchtlingsgefängnisse versuchen das maximale aus ihnen heraus zu pressen und „motivieren“ sie mit Misshandlung und Folter zu weiteren Geldzahlungen oder zwingen sie zur Sklavenarbeit, wenn nichts mehr zu holen ist. Nach einem UN Bericht vom April 2017 gibt es in Libyen inzwischen in aller Öffentlichkeit Sklavenmärkte, auf denen Flüchtlinge verkauft werden.

Ende 2016 unterstanden nach UN Kenntnissen, 24 Internierungseinrichtungen dem Innenministerium der neuen Einheitsregierung, darin waren bis zu 7000 Menschen wegen „illegalen Grenzübertritt“ auf unbestimmte Zeit gefangen.

Aus den Zeugenaussagen, die Amnesty seit 2011 von Flüchtlingen sammelt und aus dem Bericht der UN zu Libyen vom Dezember 2016 wird klar: Alle bislang entstandenen staatlichen Institutionen – vom Gefängnis bis zur Küstenwache – sind direkt oder indirekt Teil eines brutalen Menschenhandelssystems.

In der Hand krimineller Banden

Ahmed, ein 18-Jähriger aus Somalia erlebte, wie ein 19- jähriger Syrer verdurstete, weil die Menschenhändler den zur Arbeit gezwungenen Gefangenen das Wasser verweigerten. Ein 24-jähriger Eritreer erlebte, wie Menschenhändler einen behinderten Mann aus dem Bus warfen und in der Wüste zum Sterben zurückließen. Eine 22-Jährige aus Eritrea erzählt, wie sie Zeugin einer Gruppenvergewaltigung wurde. Die Menschenhändler behaupteten, die Frau hätte das Reisegeld nicht bezahlt und ließen sie von Mitgliedern einer kriminellen Bande vergewaltigen. Die 22-jährige Ramya aus Eritrea, erzählt, wie Bewacher sich jeden Abend unter den Gefangenen Frauen aussuchten und vergewaltigten. Eine Frau aus Eritrea berichtet von ihrer Gefangenschaft in der Gewalt einer islamistischen Miliz. Sie schlugen die Frauen bis sie zum Islam konvertierten, anschließend nahmen sie die Gefangenen als Sexsklavinnen und nannten es „Heirat“. Frauen berichten, dass Vergewaltigung in Libyen Alltag ist. Viele wussten vor der Abreise davon und verhüteten, um nicht schwanger zu werden.

Ein interner Bericht von deutschen Diplomaten aus Niger an das Auswärtige Amt, der Ende Januar 2017 der Öffentlichkeit zugespielt wurde und Handy-Fotos und -Videos von Überlebenden als Quelle nennt, erzählt von einem Privatgefängnis in dem „fünf Erschießungen wöchentlich“ stattfanden. Mit Ankündigung, um „Raum für Neuankömmlinge zu schaffen.“ Der „menschliche Durchsatz“ sollte erhöht werden, für den Profit der Betreiber.

Folter in staatlicher Haft

Alle Zeugen berichten, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt aus einem staatlichen Flüchtlingsgefängnis wieder heraus zu kommen: Freikauf oder Flucht. Ein Ehepaar aus Eritrea berichtet, dass der Mann regelmäßig ausgepeitscht, mit heißem Wasser verbrüht oder in eine Kiste gesperrt wurde. Seine Frau wurde regelmäßig vom Leiter des Gefängnisses geschlagen. Das Ehepaar konnte sich mithilfe von Verwandten freikaufen.

Ein Zeuge erzählt, wie er täglich misshandelt wurde, hungerte und versalzene Wasserrationen bekam. Sie gaben ihm immer wieder ein Telefon mit der Aufforderung, seine Familie anzurufen, die Geld überweisen sollten. Seine Familie war tot, da verliehen sie ihn als Arbeitssklaven in der Landwirtschaft und auf Baustellen. Nach 3 Monaten konnte er den Aufsehern entkommen.

Eine Untersuchung der UN in Libyen von November 2015 dokumentiert, dass auch Schwangere die in den staatlichen Gefängnissen ein Kind zur Welt brachten, keinen Zugang zu medizinischer Hilfe hatten. Die UN erfuhr von mehreren Fällen, bei denen die Mutter oder ihr neugeborenes Kind starben.

Auch die NGO „Ärzte ohne Grenzen“, die noch Zugang zu ein paar staatlichen Flüchtlingsgefängnissen hat, kommt zu dem Schluss, dass staatliche Gefängnisse ebenso in den Menschenhandel involviert sind wie private Milizen und Banden: „Sie betreiben ein kriminelles Geschäft mit Erpressungen. Die Leute müssen sich freikaufen. Die Lager haben eine Art Belegungsminimum. Wenn im Winter weniger Transitmigranten nachkommen, werden andere Ausländer verhaftet, die regulär im Land leben. Dieses Geschäft ist sehr genau dokumentiert.“

Der einzige Fluchtweg nach Europa

Trotz dieser brutalen und lebensgefährlichen Bedingungen für Flüchtlinge, die sich auch in den Herkunftsländern der Überlebenden herumgesprochen haben, flüchteten im Jahr 2016 mehr Menschen über Libyen in die EU als zuvor und der Trend setzte sich im ersten Halbjahr 2017 fort. Nur das im Chaos versunkene Libyen ist noch offen, die anderen Nordafrikanischen Staaten haben ihre Grenzen für Transitflüchtlinge mit Hilfe der EU schon längst dichtgemacht. Sichere und legale Wege nach Europa gibt es für Flüchtlinge nicht.

Land der Milizen

Seit dem Sturz des alten Regimes ist Libyen Staats- und Rechtsfreie Zone, Städte und Regionen werden von Milizen beherrscht, die in der Revolution gegen das Gaddafi-Regime kämpften und von rein kriminellen Banden. Sie konkurrieren um ihren Anteil im Handel mit Waffen, Drogen und Menschen – die legale Wirtschaft ist inzwischen fast vollkommen zusammengebrochen – langfristig geht es aber auch um die Teilhabe an der Macht eines künftigen libyschen Staates.

Der gewählte Parlamentsrat aus Tobruk und die selbst ernannte „Regierung zur nationalen Rettung“ (National Salvation Government), die Tripolis eroberte, kämpften um Kontrolle im Osten beziehungsweise Westen Libyens und seit 2014 gegeneinander mit dem Ziel, Kontrolle über das ganze Land zu erlangen. Für Tobruk kämpft die Koalition „Operation Dignity“, die sich aus traditionellen Stammesmilizen und während der Revolution desertierten früheren Armeeeinheiten zusammensetzt. Für die Regierung in Tripolis kämpfte die Koalition „National Dawn“ aus städtischen Milizen im Westen. Nach einem militärischen Patt und unter hohem ausländischen Druck vereinbarten die beiden Konkurrenten am 17. Dezember 2015 eine Einheitsregierung unter Fayiz as-Sarradsch. Doch sobald die Ministerliste fertig war, versagten beide Lager der „Einheitsregierung“ die Unterstützung und sahen ihre jeweils eigenen Interessen und Anteile an der künftigen Regierung nicht genügend berücksichtigt.

Die „Einheitsregierung“ hat noch nicht einmal über die ganze Hauptstadt Kontrolle und ist auf die Loyalität der Milizen aus Tripolis angewiesen. Mit ihr gibt es nun drei konkurrierende „Regierungen“ im Land und noch bevor die „Einheitsregierung“ innerhalb Libyens anerkannt oder mit neuen Verhandlungen tatsächlich legitimiert wird, bildet die EU bereits die staatliche Küstenwache aus und plant die Bildung einer Marine und einer Garde, zur Stärkung und zum Schutz der neuen Regierung. Das Hauptziel der EU: Libyen soll Transitflüchtlinge künftig in libyschen Gewässern aufhalten und zurückbringen.

Teil 2
Berichte von Augenzeugen: Die libysche Küstenwache ist Teil des Menschenhandels
http://www.migazin.de/2017/07/12/berichte-augenzeugen-was-fluechtlinge-fluchtroute/2/

<Nach Informationen von Amnesty und der UN „rettet“ und verhaftet die Küstenwache bereits Bootsflüchtlinge. Im Gefängnis werden sie wieder auf unbestimmte Zeit inhaftiert und entkommen Misshandlung und Folter erst, wenn sie sich erneut freikaufen.

Nach UN Recherchen bringt die libysche Küstenwache die verhafteten Flüchtlinge auch in private Häuser und Farmen, und erhält dafür ein Entgelt. In den privaten Häusern werden die Flüchtlinge zur Sklavenarbeit gezwungen und Frauen häufig vergewaltigt. Angehörige der libyschen Küstenwache konfiszieren außerdem Boote und Außenbordmotoren und verkaufen sie anschließend weiter.

Flüchtlinge, die Amnesty International im May 2017 befragte, erzählten, dass Schmuggler Beamte der Küstenwache bezahlten, um den Start der Boote zu gewährleisten. Andere erfuhren, wie Schmuggler von der Küstenwache verhaftete Flüchtlinge erneut frei kaufte und ein zweites Mal – gegen ein weiteres Reisegeld – auf einem Schlauchboot losschickte.

Ein Zeuge aus Bangladesch berichtete Amnesty, wie ihr Boot von der Küstenwache aufgebracht wurde und der Schmuggler, der noch an Bord war, mit der Küstenwache verhandelte. Die Küstenwache wollte 50 Prozent der Reisegelder. Als der Schmuggler ablehnte, inhaftierte die Küstenwache die 170 Flüchtlinge. Im Gefängnis fragten sie die Flüchtlinge nach Geld und sagten: Wenn ihr bezahlt stoppen wir euch dieses Mal nicht – wir sind die Küstenwache.

Brutales Vorgehen gegen Bootsflüchtlinge

Ein Zeuge erzählt, wie ihr Boot nach Libyen zurückgeschleppt wurde. Sie schlugen alle und schossen einem in den Fuß, fragten ihn, wer das Boot gesteuert habe. Er wusste es nicht, da schossen sie weiter auf ihn und sagten, dann war er es wohl. Ein 17-Jähriger aus Guinea erzählt, wie ein Boot der Küstenwache auf die Flüchtlinge in seinem Boot schoss. Drei Menschen starben. Die Überlebenden wurden in ein staatliches Gefängnis gebracht. Ein 14-jähriges Mädchen erzählt, wie die Küstenwache ihr Boot aufbrachte und alle schlug. Einen, den sie für den Steuermann hielten, erschossen sie.

Am 17. August 2016 griff die Küstenwache ein Rettungsschiff von Ärzte ohne Grenzen 24 Seemeilen von der Küste entfernt an. Sie schossen auf die Brücke, enterten das Boot und verließen es nach einer Stunde wieder. Die Crew hatte sich in einem sicheren Raum versteckt.

Im November 2016 unterbrach die libysche Küstenwache eine Rettungsaktion der „Sea Watch 2“ in internationalen Gewässern und ging vor den Augen der internationalen Seenotretter brutal gegen die havarierten Flüchtlinge vor. Die Organisation zeigte die libysche Küstenwache an und veröffentlichte den Vorfall auch auf ihrer Homepage. Bei dem Übergriff auf das Schlauchboot mit 150 Flüchtenden starben 15-25 Menschen.

Bereits seit Sommer 2016 bilden Schiffe des europäischen Militäreinsatzes „Operation Sophia“ libysche Küstenwächter aus. Die libysche Küstenwache und die libysche Marine sollen künftig von der EU so aufgerüstet werden, dass sie möglichst viele Flüchtlingsboote abfangen können und zurück nach Libyen bringen können. Bei der Dominanz der Milizen und ihrer Geschäfte in allen, auch den „staatlichen“ Strukturen Libyens und den Erkenntnissen insbesondere auch der UN zur Beteiligung der Küstenwache am Menschenhandel, ist eine Kooperation der EU mit der Küstenwache als Beihilfe zum Menschenhandel und Beihilfe zu schwersten Menschenrechtsverletzungen an Flüchtlingen zu werten.

Der militärische Kampf gegen Schmuggler gefährdet Flüchtlinge

Bereits seit 2015 überwacht die „European Naval Forces“ (EUNAVFOR) militärisch die zentrale Mittelmeerroute in internationalen Gewässern mit dem Ziel, Schmuggelnetzwerke zu identifizieren und Schmuggler zu verhaften.

Im gesamten Jahr 2016 waren trotz der militärischen Mission mehr Flüchtlinge als im Vorjahr auf der Route unterwegs, im ersten Halbjahr 2017 noch einmal mehr als im Vergleich zu 2016. Der italienische Befehlshaber der Operation, Enrico Credendino bezeichnete in einem Bericht von 2016 die „Operation Sophia“ als Erfolg – der Bericht wurde von Wikileaks veröffentlicht. Demnach schrecke die Operation Schleuser ab und mache das Mittelmeer sicherer, so sein Fazit. Zu Recht fragte die NGO „Statewatch“ in Bezug auf den Bericht, welche Abschreckung und welche Sicherheit gemeint sei, da 2016 sowohl mehr Flüchtlinge als je zu vor auf der nun überwachten zentralen Mittelmeer Route unterwegs waren, als auch wesentlich mehr Menschen dabei starben.

Kampf gegen Holzboote

Die Operation bringt in internationalen Gewässern verdächtige Boote auf, verhaftet einzelne der Schleuserei Verdächtige und konfisziert und zerstört Boote von geretteten Flüchtlingen. Ärzte ohne Grenzen beobachtete, dass seit dem militärischen „Kampf gegen Schleuser“ kaum noch Holzboote, sondern mehrheitlich billige Schlauchboote zum Einsatz kommen, die nicht wetterfest, geschweige denn hochseetauglich sind.

Auch Amnesty International sieht einen Zusammenhang zwischen der militärischen Operation und einer höheren Todesrate. In einem Bericht vom Juli 2017 heißt es: „Ein Grund für die höhere Todesrate sind die schlechteren Bedingungen, mit denen die Flüchtlinge starten. Teilweise als Reaktion auf die EU geführten Maßnahmen (…), laden Schmuggler in Libyen noch mehr Menschen auf kleine Schlauchboote, die zu wenig Sprit, keine Schwimmwesten und keine Satellitentelefone mehr haben.“

Fähren statt Schlauchboote

Der „Kampf gegen irreguläre Migration“ und das offiziell erklärte Ziel der EU, damit auch das Sterben auf dem Mittelmeer zu beenden, könnte mit einem anderen Ansatz ganz einfach erreicht werden. Reguläre Einreisemöglichkeiten für Flüchtlinge. Die Einreise ohne Visum über Land wurde mit Schließung der Balkanroute unmöglich gemacht und die Nutzung regulärer Fähren oder Flugzeuge in die EU wurde bereits 2001 mit der EU-Richtlinie 2001/51/EG verwehrt, schon damals mit dem erklärten Ziel, „die illegale Migration“ zu bekämpfen. Bis dahin gab es reguläre Asylverfahren an Flughäfen für Flüchtlinge, die über diesen Weg einreisten. Aber seit 2001 müssen Beförderungsunternehmen, die Menschen ohne Einreisepapiere in ein EU-Land bringen, die Kosten für Aufenthalt und Rückreise von nicht Asylberechtigten oder Flüchtlingen nach der Genfer Konvention selbst zahlen und zusätzlich ein Strafgeld (in Deutschland etwa 2.000 Euro) entrichten. Kein privates Unternehmen geht das Risiko ein. Laut Genfer Konvention wäre es hingegen legal und außerdem geboten, Flüchtlinge ohne Visum einreisen zu lassen, damit diese ein sicheres Zielland erreichen und dort Schutz beantragen können.

Mit regulären Einreisemöglichkeiten für Flüchtlinge würden Schmugglernetzwerke über Nacht arbeitslos und das Sterben im Mittelmeer wäre beendet. Denn kein Flüchtling würde 1.000 bis 5.000 Dollar an Schmuggler zahlen, um sich in Libyen foltern zu lassen und in einem kleinen Schlauchboot sein Leben auf dem Mittelmeer zu riskieren, wenn er für 50 bis 500 Euro in ein reguläres Verkehrsmittel wie Flugzeug oder Fähre steigen könnte.>

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Libyen 26.7.2017: Waffenstillstand und 10-Punkte-Plan - unter Führung von F-Präsident Macron
Zehn-Punkte-Plan Libyens Kontrahenten einigen sich auf Waffenruhe
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/zehn-punkte-plan-libyens-kontrahenten-einigen-sich-auf-waffenruhe-15122455.html

<Ein Spitzentreffen bei Paris nährt die Hoffnung auf eine Stabilisierung Libyens. Das nordafrikanische Land ist auch zur Bewältigung der europäischen Flüchtlingskrise von zentraler Bedeutung.

Die wichtigsten Gegenspieler im libyschen Bürgerkrieg haben sich unter Vermittlung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf einen Zehn-Punkte-Plan mit einer Waffenruhe und baldigen Wahlen verständigt. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung des Ministerpräsidenten der international anerkannten Übergangsregierung, Fajis al-Sarradsch, und des mächtigen Generals Chalifa Haftar hervor. „Die Sache des Friedens hat einen großen Fortschritt gemacht“, sagte Macron am Dienstag nach dem Spitzentreffen im Schloss La Celle Saint-Cloud bei Paris.

Der seit gut zwei Monaten amtierende Macron wollte zu einer Krisenlösung in dem ölreichen nordafrikanischen Land beitragen. Bei der angestrebten Waffenruhe - deren Details unklar blieben - ist der Antiterrorkampf ausdrücklich ausgenommen. Die libyschen Teilnehmer engagieren sich dafür, so bald wie möglich Parlaments- und Präsidentenwahlen abzuhalten. Macron nannte als Termin den kommenden Frühling. An der Zusammenkunft nahm auch der neue UN-Sondergesandte für Libyen, Ghassan Salamé, teil.

Migrationsströme sollen kontrolliert werden

„Die Lösung der libyschen Krise kann nur politisch sein(...)“, heißt es in der Erklärung. Die libysche Armee solle von „regulären Streitkräften“ gebildet werden, die die Verteidigung des Landes gewährleisten sollten. Die Migrationsströme in dem Land sollten kontrolliert werden.

Mehr zum Thema

2015 legte ein von den UN vermitteltes politisches Abkommen die Basis für Al-Sarradschs Einheitsregierung, um zwei konkurrierende Führungen im Westen und Osten des Landes zu ersetzen. Sie konnte sich in den vergangenen eineinhalb Jahren jedoch nicht durchsetzen.

Haftar, ein ausgewiesener Gegner von Islamisten, weitete seinen Einfluss als starker Militärmann im Osten des Landes erheblich aus. Die Einigung des tief gespaltenen Landes, in dem Hunderte Milizen unbehelligt agieren, gilt als Schlüssel zur Lösung der Flüchtlingskrise im Mittelmeer. Von der libyschen Küste stechen jedes Jahr Zehntausende Menschen mit Booten Richtung Europa in See. Die EU-Staaten beschlossen in Brüssel, vor der libyschen Küste weiter Migranten aus Seenot retten und die Operation „Sophia“ fortzusetzen.

Zur Homepage
Quelle: dpa>

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Libyen 27.9.2017: Einreiseverbote für alle "US"-Bürger
Libyen verbietet US-Amerikanern Einreise
https://de.sputniknews.com/politik/20170927317624990-libyen-usa-einreise-verbot/

<Die libysche Übergangsregierung, die den Osten des Landes kontrolliert, hat die Einreise von US-Bürgern ins Land gesperrt. Damit reagierte sie auf die neuen Einreiseeinschränkungen, die US-Präsident Donald Trump vor kurzem eingeführt hatte.

Am Sonntag hat Trump die Bürger von Venezuela, Nordkorea und Tschad auf die Verbotsliste gesetzt. Das Einreiseverbot für die drei genannten Staaten soll am 18. Oktober in Kraft treten. Auf der schwarzen Liste bleiben der Iran, der Jemen, Libyen, Syrien und Somalia, wobei die Einschränkungen für die Bürger dieser Länder ab dem 18. Oktober verschärft werden sollen. Der Sudan und der Irak sind von der Liste gestrichen worden.

„Das ist eine gefährliche Eskalation, die unter anderem auf die libysche Bürger abzielt und diese in einen Korb mit den Terroristen setzt, gegen die unsere Streitkräfte kämpfen", hießt es in einer Erklärung, die, auf der Webseite der Regierung veröffentlicht ist. „Sie (die Eskalation — Anm. d. Red.) stellt die libysche Interimsregierung vor die einzige alternativlose Wahl, nämlich nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit zu handeln".

Deshalb habe die Regierung es den US-Bürgern verboten, „den libyschen Boden zu betreten".

Nach dem Sturz und der Ermordung des langjährigen libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi im Oktober 2011 entstand eine Doppelherrschaft zwischen dem Parlament, das in allgemeiner Wahl gewählt wurde und in Tobruk im Osten des Landes seinen Sitz hat, und der mit Unterstützung der Uno und Europas gebildeten pro-islamischen Regierung in Tripolis. Dabei befinden sich mehrere Gebiete des Landes außerhalb der Kontrolle der Zentralbehörden.

Die Behörden im östlichen Teil des Landes arbeiten mit der von Feldmarschall Chalifa Haftar befehligten Nationalarmee zusammen, die einen Krieg gegen die Islamisten führt.>

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Der Freitag
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Libyen 7.11.2017: Kriminelle NATO löschte die ganze Familie aus - Khalid al-Hamedi klagt die NATO an
Ein Libyer klagt gegen die NATO
https://www.freitag.de/autoren/gela/ein-libyer-klagt-gegen-die-nato

"Tripolis/Brüssel. Bei einem Bombenangriff auf sein Haus verlor Khalid al-Hamedi dreizehn Familienmitglieder, darunter seine schwangere Frau und seine zwei Söhne. Nun will er Vergeltung.

Khalid al-Hamedi ist Präsident der International Organisation for Peace, Care and Relief OPCR (Internationale Organisation für Frieden, Fürsorge und Hilfsleistungen). Er allein verlor durch Nato-Bombardements dreizehn Familienmitglieder, darunter seine schwangere Frau, seine zwei Söhne, seine Nichte, Tante und Kusine. Weitere Familienmitglieder wie seine Mutter, sein Vater und seine Schwestern, die zum Zeitpunkt des Angriffs zuhause waren, erlitten Verletzungen.

Vivalibya veröffentlicht ein Interview, das Sputnik mit al-Hamedi führte.[1] Hamedi weist darin noch einmal auf die vielen von der NATO 2011 begangenen Kriegsverbrechen durch die Tötung von Zivilisten hin. So starben in Bani Walid dutzende Menschen bei Angriffen auf Zivilisten, darunter eine ganze Familie, die zum Dschefara-Clan gehörte. Bei schweren Bombardements auf Zliten mussten viele Zivilisten ihr Leben lassen, einschließlich der Mustafa al-Morabit-Familie. Und in Sirte waren junge Gaddafi-Unterstützer das Ziel, die ganze Diab-Familie fand den Tod. Bei den Bombenangriffen auf die Konvoys von Saif al-Islam Gaddafi und Muammar al-Gaddafi wurden neben den prominenten Opfern auch hunderte junger Freiwilliger getötet.

Insgesamt flog die NATO in Libyen 26.000 Einsätze und zerstörte bei 9.500 Angriffen 6.000 Ziele. Frankreich allein flog 5.316 Einsätze, warf tausend Bomben und schoss hundert Missiles ab.

Hamedis Vater, Generalleutnant al-Khuwaildi, war ein Vertrauter Gaddafis und Mitglied des Nationalen Kommandorevolutionsrats. Hamidi sagt, sein Vater habe „im Mai 2011 einen Anruf vom Büro des damaligen Präsidenten Sarkozy erhalten. Ihm und seiner Familie wurde ein sicherer Fluchtweg über das tunesische Dscherba nach Paris angeboten.“ Sein Vater hätte dieses Angebot wütend ausgeschlagen. „Wegen der Weigerung meines Vaters, sich mit dem Feind zu verbünden, wurde er Ziel der NATO-Angriffe. Sein Büro in Tripolis und unser Haus in Sorman wurden später bombardiert.“ Laut einem NATO-Kommuniqué war die Bombardierung gerechtfertigt, da das Haus als legitimes militärisches Ziel betrachtet worden war. TV-Antennen hätten das Vorhandensein eines Kommunikationszentrums vermuten lassen. Allerdings hatte Hamedis Vater zu diesem Zeitpunkt keinerlei exekutiven Aufgaben, sondern arbeitete für die Kontroll- und Justizbehörde. „Es war klar, mit den Bomben sollte mein Vater getötet und das Regime geschwächt werden. Im Westen des Landes sollte Chaos verbreitet und die Übernahme durch die Milizen möglich gemacht werden, um deren Marsch auf Tripolis und die Machtübernahme zu erleichtern." In Libyen begann der militärische Kampf gegen die NATO.

In Brüssel brachte der französische Anwalt von Hamedi den Fall vor Gericht, 2012 fand die erste Anhörung statt. Es ging dabei um die Aufhebung der Immunität der NATO. Brüssel war deshalb als Gerichtsort gewählt worden, weil Belgien Mitglied der NATO ist und sich in Brüssel das NATO-Hauptquartier befindet. Im Oktober 2012 entschied das Gericht, die Klage zurückzuweisen und die Immunität der NATO nicht aufzuheben, weil die Klägerin kein europäischer Bürger ist und deshalb nicht befugt, den Fall in Brüssel zu verhandeln.

Im Januar 2013 wurde Berufung eingelegt, am 12. Oktober 2017 sollte die Verhandlung stattfinden, um die Rechtmäßigkeit der Berufung zu prüfen. Der Fall ist jetzt auf den 30. November 2017 verschoben.

Erst nachdem geprüft ist, ob die Immunität aufgehoben werden kann, kann der Fall selbst zur Verhandlung kommen. Hamdis Fall steht stellvertretend für die vielen zivilen Opfer, die Libyen durch die NATO-Bombardements zu beklagen hat: „Das ist das Mindeste, was ich für meine Frau, meine Kinder und Verwandten und für alle anderen libyschen Familien, die unter den Bombenhagel der mörderischen Kriegsallianz starben, tun kann. Es ist meine moralische Verpflichtung, mit allen mir zur Verfügung stehenden legalen Mitteln bis an mein Lebensende Vergeltung für die Ermordung meiner Kinder und all der anderen zu suchen. Libysche Familien haben mich damit beauftragt, die NATO auch in ihrem Namen zu verklagen. Das ist mir eine große Ehre. Ich plane mit Hilfe eines juristischen Experten für internationales Recht, Dr. Mohamed Zubaida, in Libyen eine Vereinigung von NATO-Opfern zu gründen.“

„Wir bekommen Unterstützung von Freunden und Verwandten aus verschiedenen Ländern. Dies ist nicht der persönliche Fall von Khalid al-Khuwaildi, sondern es ist der Fall des gesamten libyschen Volkes, das durch die unmittelbare Aggression und deren Konsequenzen, den Einfall der Milizen und das Auftauchen islamistischer terroristischer Gruppen, betroffen ist.“

„Ich wünsche mir mediale, humanitäre und juristische Unterstützung für unseren ehrenvollen Fall. Mit Gottes Hilfe werden wir die Ersten sein, die eine historische Anklage gegen die NATO erheben.“

[1] https://vivalibya.wordpress.com/2017/11/03/khaled-k-al-hamedi-prosecuting-nato-for-war-crimes-in-libya/

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Kronenzeitung
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16.11.2017: Libyen ist in der Steinzeit angekommen: Sklavenhandel in Libyen
Schockierende Bilder: Flüchtlinge auf Sklavenmarkt wie Vieh verkauft
http://www.krone.at/598897

<Es sind schockierende Aufnahmen, die dem Nachrichtensender CNN zugespielt wurden: Auf einem "Sklavenmarkt" in Libyen werden afrikanische Flüchtlingen wie Vieh versteigert. Immer wieder waren die unmenschlichen Bedingungen für Miganten in dem nordafrikanischen Land, das zahlreiche europäische Politiker zur Bastion gegen die Flüchtlingsbewegungen aufrüsten wollen, thematisiert worden. Für Sklavenhandel fehlte allerdings ein endgültiger Beweis - bis jetzt!

Für rund 600 Euro "pro Stück" werden die Männer versteigert. "Dieser hier ist stark, er kann graben und für Erdarbeiten eingesetzt werden", preist der Auktionator, dessen Gesicht nicht erkennbar ist, seine "Ware" an. Die Aufnahmen zeigen Männer aus Afrika, die meisten sind wohl Anfang bis Mitte 20. Das Handyvideo stammt vom August 2017 und wurde CNN von einem Informaten zugeschickt.

Ein Reporterteam wollte die Echtheit der Aufnahmen überprüfen und begab sich nach Libyen. Unter einem Vorwand schaffte es die Journalistin Nima Elbagir mit versteckter Kamera zu einer Sklavenauktion. Dabei wurden sie und ihr Team Zeugen, wie innerhalb von sieben Minuten ein Dutzend Männer verkauft wurden. CNN übergab das Videomaterial an die libyschen Behörden - ob diese angesichts der chaotischen Zustände in dem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land tätig werden, ist fraglich.

"Libyen-Lösung" für Flüchtlingsfrage?
Libyen wird von diversen Politikern immer wieder als Lösungsansatz in der Flüchtlingskrise propagiert. Kritiker, etwa der österreichische Flüchtlingsexperte Gerald Knaus, meinen allerdings, die derzeitige "Lösung" sei aufgrund der Machtverhältnisse im krisengebeutelten Libyen "extrem instabil", zudem seien die Zustände in den Lagern, in die Geflüchtete gebracht werden, "katastrophal".

Erst am Dienstag hatte der UNO-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad al-Hussein die Umstände, unter denen Flüchtlinge in Libyen leben müssen, als "grausam" und die EU-Politik als "unmenschlich" bezeichnet. "Das kann keine europäische Lösung sein", so Knaus. "Das Modell, das wir jetzt haben, genügt weder unseren moralischen Ansprüchen, noch ist es praktisch oder effizient."

"EU geht Fragen aus dem Weg"
Obwohl die EU seit zwei Jahren intensiv über Migration diskutiere, stünden zwei zentrale Grundfragen weiter nicht im Mittelpunkt: "Wie schaffen wir es, Asylanträge fair, schnell und einfach zu bearbeiten, und wie können jene, die keinen Schutz benötigen, schnell in ihre Heimat zurückgebracht werden?" Solange man diesen Fragen aus dem Weg gehe, "drehen wir uns im Kreis", so Knaus.

Derzeit seien die Debatten "extrem ideologisch aufgeladen, teilweise populistisch und emotional - weil das ein Thema ist, mit dem man Wahlen gewinnen oder verlieren kann", urteilt er. Alles drehe sich um "kurzfristige Scheinlösungen, die zum Teil nicht durchdacht sind". Insofern sei Europa ein "Wunderland", weil die Diskussionen "extrem stark polarisieren, gleichzeitig aber die wirklich wichtigen Fragen nicht besprochen werden".>

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20 minuten
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16.11.2017: Libyen mit Sklavenhandel und Versteigerungen wie auf dem Rindermarkt
Sklavenmärkte in Libyen: Schmuggler verkaufen Flüchtlinge wie Vieh
http://www.20min.ch/ausland/news/story/27552099

"Statt sie nach Europa zu schleusen, verkaufen libysche Schlepper Migranten als Arbeitssklaven. CNN hat eine Auktion mit versteckter Kamera gefilmt.

«900 ... 1000 ... 1100» – wie an einer Rinderauktion wiederholt der Versteigerer die Gebote der potenziellen Käufer. Angeboten werden hier aber keine Tiere, Möbel oder Häuser – sondern Menschen. Das Handy-Video, auf dem «grosse, starke Jungs für Landarbeit» feilgeboten werden, wurde dem Sender CNN zugespielt. Es soll afrikanische Migranten zeigen, die in Libyen verkauft werden. CNN-Reporter machten sich auf den Weg nach Tripolis – und sahen ihre Befürchtungen bestätigt.

Mit versteckter Kamera filmten sie, wie ausserhalb der libyschen Hauptstadt ein Dutzend Menschen unter den Hammer kommen – innerhalb weniger Minuten und für einen Preis, der nur wenigen hundert Franken pro Person entspricht. Opfer dieser Praxis sind offenbar Migranten, die ihr letztes Hemd dafür gegeben haben, dass Schlepper sie über Libyen nach Europa bringen. Die libysche Küstenwache greift härter durch als früher, deshalb schaffen es weniger Boote aufs offene Meer. Die Lagerhäuser, in die die Schleuser ihre Kundschaft pferchen, sind überfüllt. Um Platz zu schaffen und an Geld zu kommen, versteigern sie die Flüchtlinge als Sklaven.

«Ja, ich wurde verkauft»

In mindestens neun libyschen Städten finden solche Sklaven-Auktionen statt, vermutlich ist das Problem aber viel verbreiteter. In einem offiziellen Auffanglager für afrikanische Migranten in Tripolis treffen die Reporter auf viele Menschen, die ihnen den Menschenhandel bestätigen. «Ja, ich wurde verkauft», sagt ein Nigerianer, der aus den Fängen der Schleuser befreit wurde und nun darauf wartet, in sein Heimatland zurückgeschickt zu werden. Die Schlepper versprachen ihm, die Kosten für seine Überfahrt würden sich dadurch verringern. Sie verkauften ihn mehrmals, erpressten sogar Geld von seiner Familie, nach Europa kam er nie. Andere zeigen vernarbte Wunden von Schlägen und Tritten, die ihnen von ihren «Besitzern» zugefügt wurden.

Den libyschen Behörden ist das Problem gemäss CNN bewusst. Allerdings habe man keine Handhabe, da es an Beweisen mangle. «Ich höre viele Geschichten», sagt etwa Anes Alazabi, Aufseher in dem Auffanglager. «Ich leide mit ihnen. Was ich hier jeden Tag sehe, lässt mich ihren Schmerz fühlen.»

Die CNN-Reporter haben ihr im Oktober gedrehtes Filmmaterial den Behörden übergeben, diese wollen nun ermitteln. «Die Situation ist fatal», sagt auch Mohammed Abdiker von der Internationalen Organisation für Migration. Die Berichte über Migranten-Sklavenmärkte reihten sich ein in eine lange Liste von Schandtaten im Zusammenhang mit dem Schleuser-Geschäft.

UNO prangert Bedingungen an

Die Lebensumstände der in Libyen gestrandeten Migranten sorgen international für Kritik. Erst am Dienstag handelte sich die EU eine scharfe Rüge der UNO ein – für ihre Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache beim Aufgreifen von Flüchtlingen im Mittelmeer. UNO-Menschenrechtskommissar Said Raad al-Hussein kritisierte das Vorgehen der EU als «unmenschlich». Sie trage dazu bei, dass die Flüchtlinge zurück nach Libyen gebracht würden, wo sie unter «grausamen» Umständen leben müssten.

«Das Leiden von Flüchtlingen, die in Libyen festgehalten werden, ist ein Verbrechen am menschlichen Gewissen», erklärte der Menschenrechtskommissar. Die internationale Gemeinschaft dürfe nicht länger die Augen verschliessen vor dem «unvorstellbaren Grauen, das Flüchtlinge in Libyen ertragen».

Dem Kommissar zufolge waren UNO-Mitarbeiter kürzlich beim Besuch von Auffanglagern in Libyen «schockiert»: Sie hätten «ausgemergelte und traumatisierte Männer und Frauen» gesehen, die «übereinandergestapelt» und eingesperrt gewesen seien. «Das Haftsystem für Flüchtlinge in Libyen ist irreparabel zerstört», sagte Said. Trotz zugesagter EU-Hilfe verschlimmere sich die Situation und sei inzwischen «katastrophal». Nach Angaben der libyschen Regierung waren Anfang November 19'900 Menschen in Auffanglagern – 7000 mehr als noch Mitte September.

(mlr)"

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Gewusst? Zuwara in Libyen ist die größte Schlepperhochburg – Hier sterben jeden Tag Menschen

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Sputnik Newsticker online, Logo

Kriminelle NATO 13.7.2018: Uranmunition auch in Libyen 2011 eingesetzt - auch Libyen wird atomar verseucht - Bericht von libyschen Atomwissenschaftlern
Nato setzte bei Bombardements von Libyen Uranmunition ein - Bericht
https://de.sputniknews.com/politik/20180713321538556-nato-uran-bombardement-libyen/

<Im Jahr 2011 hat die Nato Libyen massiv bombardiert. Laut einem nun veröffentlichten Bericht von Atomwissenschaftlern setzte das nordatlantische Bündnis dabei Munition mit abgereichertem Uran ein. Die Munition wird wegen ihrer langandauernden Einwirkung auf die Umwelt im Zielgebiet international geächtet.

Eine Gruppe libyscher Atomwissenschaftler hat der "Regierung der Nationalen Einheit" in Tripolis einen Bericht übergeben, aus dem hervorgeht, dass die Nato bei ihrem Militäreinsatz gegen Libyen im Jahr 2011 Munition mit abgereichertem Uran eingesetzt hat.

Wie ein Berater des libyschen Ausschusses für Umwelt und des Ausschusses für Atomfragen, Nuri al-Druki, Sputnik mitteilte, wurde „der offizielle Bericht, der die Verwendung von abgereichertem Uran seitens der Koalition beweist, am Donnerstag an die Regierung übergeben.“

[Verseuchte Orte in Libyen]

"Wir haben eine Untersuchung an einem der Hauptquartiere der libyschen Armee, das
von der Nato bombardiert wurde, durchgeführt. Dort wurden Orte mit erhöhter Radioaktivität registriert. Nach genaueren Messungen konnten wir feststellen, dass diese Radioaktivität das Ergebnis des Einsatzes von Raketen mit abgereichertem Uran durch die Nato ist", erklärte Nuri ad-Druki gegenüber Sputnik.

Er und seine Kollegen würden die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) sowie andere Weltorganisationen um Unterstützung bitten bei den sorgfältigen Untersuchungen des Gehalts des abgereicherten Urans, die sie auch in anderen Teilregionen Libyens durchführen wollten, die den Bombardements der westlichen Koalition ausgesetzt worden seien, sagte al-Druki.

Unter natürlichen Bedingungen besteht Uran aus verschiedenen Isotopen. Die wichtigsten darunter sind U-238 und U-235. Im abgereicherten Uran ist der Anteil der spaltbaren Isotope U-234 und U-235 geringer, denn diese sind aus dem natürlichen Isotopengemisch entfernt worden. Abgereichertes Uran wird in der Medizin- und der Rüstungsindustrie verwendet. Allerdings gibt es Hinweise auf die Gefährlichkeit der Substanz, die Krebs und andere schwere Erkrankungen auslösen kann.>

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Libyen 5.12.2018: Kriminelle NATO tötet mit Drohnen:
"Ihr greift Zivilisten an und tötet unsere Söhne" - Libyer protestieren gegen US-Luftangriffe
https://deutsch.rt.com/afrika/80462-libyer-protestieren-gegen-luftangriffe-usa/

<Am Dienstag gingen in Libyen Menschen auf die Straßen, um gegen Luftangriffe der USA im Südwesten des Landes zu protestieren. Washington dementiert jedoch zivile Opfer. Die USA bauen ihre Stützpunkte in Nordafrika aus und setzen dabei vor allem auf Drohnen.

Es war der dritte Luftangriff der USA seit März gegen die Terrororganisationen al-Qaida und Islamischer Maghreb (AQIM). Beim jüngsten Luftangriff nahe der algerischen Grenze kamen laut US-Angaben 11 al-Qaida Mitglieder ums Leben. In den drei Fahrzeugen, die zerstört wurden, hätten sich nach Aussagen des US-Kommandos in Afrika (AFRICOM) keine Zivilisten befunden. Die Tuareg aber protestierten am Dienstag und forderten Nachforschungen der Regierung in Tripolis.

Auf den Protestplakaten war zu lesen: 

AFRICOM griff Zivilisten an. AFRICOM tötet unsere Söhne. 

Der Direktor des US-Africa Command US Marine Corps, General Gregg P. Olson, sagte: 

AFRICOM wird Präzisionsangriffe vornehmen, um Terroristen einen sicheren Hafen in Libyen zu verwehren. Wir werden den Druck auf ihr Netzwerk aufrechterhalten, und sie werden, wo auch immer sie sich befinden, verletzlich bleiben.

Unter der Regierung Trumps gab es bis März acht Luftangriffe in Libyen. AFRICOM besteht seit 2007 und ist eines von zehn Unified Combatant Commands des US-Militärs. Die US-Streitkräfte unterhalten auf dem afrikanischen Kontinent 34 Stützpunkte, die höchste Konzentration davon am Horn von Afrika und im Norden des Kontinents. In Libyen befinden sich drei davon. Aus Washington heißt es, die USA hätten eine "leichte Basis" in Afrika. Dies widerspricht jedoch der Tatsache, dass die USA in Agadez, Niger, eine große Drohnenbasis bauen.>

Links:
Kriminelle NATO nistet sich immer mehr in Afrika ein:
Krieg ohne Kriegserklärung: Die wachsenden Tentakel des US-Militärs in Afrika


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25.12.2018: Tote bei Selbstmordanschlag auf libysches Außenministerium

Die Männer trugen Sprengstoff, als sie das libysche Außenministerium angriffen. Die bislang Unbekannten töteten mehrere Menschen. Die Reaktion der Regierung zeigt, wie groß das Chaos im Land ist. Mehr»


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16.1.2019: Gaddafi hatte sein Land gut organisiert - OHNE Flüchtlinge aus Zentralafrika:
„Jemals gehört, dass jemand unter Gaddafi ein Boot aufblies und in Europa strandete?“


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Frankreich missbraucht laut dem russischen Analysten Andrew Korybko sein Anti-Terror-Mandat in Afrika, um seinen Einfluss in Libyen auszuweiten. Paris ziele darauf ab, Italien auszustechen und sich Sonderrechte in der libyschen Energiewirtschaft zu sichern.

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6.4.2019: Lawrow: Russland setzt auf keine der Konfliktparteien in Libyen

7.4.2019: Libyen: Regierung schickt Bomber gegen vorrückende Haftar-Armee


7.4.2019: Bürgerkrieg in Libyen ist perfekt: Libyen wird in Ruinen enden:
Libyen: Regierungsarmee beginnt Gegenoffensive gegen Haftar-Truppen


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Der italienische Innenminister Matteo Salvini macht Frankreich für die militärische Eskalation der Libyen-Krise verantwortlich. Rom droht mit dem Fall von Tripolis zu den Verlierern bei der wirtschaftlichen Ausbeutung des ölreichen Landes zu gehören.

8.4.2019: "US"-NATO verlässt Libyen:
Zersplittertes Libyen: US-Kriegsschiff verlässt Tripolis wegen Sicherheitsbedenken



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9.4.2019: Präsident Zuma von Südafrika soll Gaddafi Asyl angeboten haben - und 30 Millionen Dollar mitgenommen haben - die er nun für Prozesse gegen Korruptionsvorwürfe braucht:
Wo befinden sich Gaddafis Millionen? Zeitung legt eigene Ermittlungsergebnisse vor
https://de.sputniknews.com/politik/20190409324637781-gaddafi-millionen-suedafrika-zuma-ermittlungen/

<Südafrikas Ex-Präsident Jacob Zuma steht in Verdacht, sich Geld des ermordeten libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi angeeignet zu haben, schreibt die Zeitung „The Sunday Times“. Gaddafi soll kurz vor seinem Tod 30 Millionen US-Dollar in Bargeld an Zuma übergeben haben.

Das Geld soll in Zumas Residenz in Nkandla aufbewahrt und vor kurzem nach Eswatini (früher Swasiland) ausgeführt worden sein. Laut den Journalisten-Ermittlungen soll Zuma der letzte Staatschef gewesen sein, der sich mit Gaddafi traf. Das sei während des Bürgerkriegs und der internationalen Intervention in Libyen geschehen, als das Schicksaal von Gaddafis Regime schon klar war. Zuma sei nach Libyen gekommen, um Gaddafi zu überreden, das Land zu verlassen, und bot ihm Schutz in seinem Land an. 

Gaddafi soll nach Worten eines Sprechers, der ungenannt bleiben wollte, auf das Angebot verzichtet haben.

„Er sagte, er werde in seinem Land sterben. Er übergab Zuma das Geld und bat ihn: ‚Finde für mich einen guten Anwalt, wenn ich festgenommen und an den Internationalen Strafgerichtshof übergeben werde‘“, zitiert die Zeitung den Sprecher. Im Falle von Gaddafis Tod sollte Zuma das Geld an Gaddafis Familie übergeben.

Doch das Geld blieb laut der Zeitung in Zumas Residenz liegen und nun braucht es nicht Gaddafi, sondern Zuma selbst, um die Gerichtskosten zu bezahlen. Zuma wird der Korruption beschuldigt. Im letzten Jahr wurde der Prozess über 783 Korruptionsfälle und Schutzgelderpressung bei Waffenkäufen in Frankreich Ende der 1990er Jahre wiederaufgenommen – damals war Zuma Vizepräsident des Landes. Das Gericht verpflichtete ihn, alle Kosten für die verlorenen Verfahren zu decken, die die Opposition in den letzten drei Jahren seiner Präsidentschaft gegen ihn initiiert hatte.

Die Zeitung beteuert, dass Gaddafis Millionen nun in der Zentralbank von Eswatini liegen, damit Zuma davon Gebrauch machen kann.

Die südafrikanische Außenministerin hat als erste offizielle Person den Beitrag kommentiert. Ihr zufolge schwirren Gerüchte über Gaddafis Millionen seit einigen Jahren durch das Land, doch es sei immer noch keinem gelungen, jegliche Beweise dazu zu finden. „Wir sind bereit, zu ermitteln, wenn die Libyer sich mit dieser Bitte an uns wenden“, zitiert die Zeitung „Pretoria News“ ihre Worte.

Link:
„Jemals gehört, dass jemand unter Gaddafi ein Boot aufblies und in Europa strandete?“
Regierungsskandal in Kanada: Wie Gaddafi-Millionen Premier Trudeau stürzen könnten
Der lange Arm der CIA: Libyen-Krieg will nicht enden

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Die Offensive des von Frankreich unterstützten General Haftar ist zum Scheitern verurteilt, erklärt der Analyst Abdulkader Assad im Exklusiv-Interiview mit RT Deutsch. Vor allem aber konkurrieren Paris und Italien um Einfluss und Zugriff auf Energiequellen.

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3.10.2019: Kriminelle NATTO tötete Gaddafi, um Goldwährung zu stoppen:
Deklassierte E-Mails enthüllen, dass die NATO Gaddafi getötet hat, um die libysche Einführung der Gold-Backed Currency zu stoppen.
https://news-for-friends.de/deklassierte-e-mails-enthuellen-dass-die-nato-gaddafi-getoetet-hat-um-die-libysche-einfuehrung-der-gold-backed-currency-zu-stoppen/

<Gaddafis letzte Worte, als er um Gnade flehte: „Was habe ich dir getan?

Deklassierte E-Mails enthüllen Ghadaffi wurde brutal ermordet, weil Frankreich seinen finanziellen Würgegriff auf afrikanische Nationen beibehalten wollte.

Einer der letzten :3,000 new Hillary Clinton emails released by the State Department on 2016

Silvester, enthalten vernichtende Beweise dafür, dass westliche Nationen die NATO als Instrument nutzen, um den libyschen Führer Muammar al-Gaddafi zu stürzen. Der Sturz der NATO diente nicht dem Schutz des Volkes, sondern sollte Gaddafis Versuch, eine von Gold unterstützte afrikanische Währung zu schaffen, vereiteln, um mit dem westlichen Zentralbankmonopol zu konkurrieren.

Die E-Mail vom April 2011, die der inoffizielle Berater und langjährige Clinton-Vertraute Sidney Blumenthal an den Außenminister Hillary geschickt hat, mit der Betreffzeile „Frankreichs Kunde und Qaddafis Gold“, zeigt räuberische westliche Absichten.

Die E-Mails deuten darauf hin, dass die von Frankreich geführte Militärinitiative der NATO in Libyen auch von dem Wunsch getrieben wurde, Zugang zu einem größeren Teil der libyschen Ölproduktion zu erhalten und einen langfristigen Plan von Gaddafi zu untergraben, Frankreich als dominante Macht in der frankophonen Region Afrika zu verdrängen.

Das Journal für Außenpolitik reports:

In der E-Mail wird der französische Präsident Nicholas Sarkozy als Anführer des Angriffs auf Libyen identifiziert, der fünf spezifische Ziele verfolgt: die Beschaffung von libyschem Öl, die Sicherung des französischen Einflusses in der Region, die Erhöhung des Ansehens von Sarkozy im Inland, die Durchsetzung der französischen Militärmacht und die Verhinderung des Einflusses von Gaddafi im sogenannten „frankophonen Afrika“.

Am erstaunlichsten ist der lange Abschnitt, der die große Bedrohung beschreibt, die die Gold- und Silberreserven von Gaddafi, die auf „143 Tonnen Gold und eine ähnliche Menge an Silber“ geschätzt werden, für den französischen Franken (CFA) darstellen, der als wichtigste afrikanische Währung zirkuliert.

Die E-Mail macht deutlich, dass Geheimdienstquellen darauf hindeuten, dass der Impuls hinter dem französischen Angriff auf Libyen ein kalkulierter Schritt zur Konsolidierung größerer Macht war, der die NATO als Instrument für die imperialistische Eroberung und nicht als humanitäre Intervention nutzte, wie die Öffentlichkeit fälschlicherweise glauben machte.

Laut der E-Mail:

Dieses Gold wurde vor der aktuellen Rebellion angesammelt und sollte dazu verwendet werden, eine panafrikanische Währung auf der Grundlage des libyschen goldenen Dinars zu etablieren. Dieser Plan sollte den frankophonen afrikanischen Ländern eine Alternative zum französischen Franken (CFA) bieten.

(Quellkommentar: Nach Angaben sachkundiger Personen wird diese Menge an Gold und Silber auf mehr als 7 Milliarden Dollar geschätzt. Französische Geheimdienstler entdeckten diesen Plan kurz nach Beginn der aktuellen Rebellion, und das war einer der Faktoren, die die Entscheidung von Präsident Nicolas Sarkozy, Frankreich zum Angriff auf Libyen zu verpflichten, beeinflussten….)

Die E-Mail gibt einen Blick hinter den Vorhang, um zu zeigen, wie die Außenpolitik in der Praxis oft betrieben wird. Obwohl in den Medien berichtet wurde, dass die westlich unterstützte libysche Militärintervention notwendig ist, um Menschenleben zu retten, erwies sich die Tatsache, dass Gaddafi mit einer neuen panafrikanischen Währung ein hohes Maß an wirtschaftlicher Unabhängigkeit schaffen wollte, was den französischen Einfluss und die Macht in der Region verringern würde.

Gaddafi plante, mit einer neuen panafrikanischen Währung ein hohes Maß an wirtschaftlicher Unabhängigkeit zu schaffen.
Die Beweise deuten darauf hin, dass, als der französische Geheimdienst auf die libysche Initiative zur Schaffung einer Währung im Wettbewerb mit dem westlichen Zentralbanksystem aufmerksam wurde, die Entscheidung, den Plan mit militärischen Mitteln zu untergraben, begann, letztendlich einschließlich des NATO-Bündnisses.

Sources: TheFreeThoughtProject, TheGuardian, Nypost

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Libyen 26.12.2019: Nach Bündnis mit Türkei: Türken-Armee soll kommen, um Tripolis zu "befreien":
Libyen: „Einheitsregierung“ in Tripolis beantragt offiziell türkische Militärhilfe „in der Luft, am Boden und auf See“


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28.12.2019: Regierung in Tripolis will keine türkische Armee im Land:
Libysche Einheitsregierung lehnt ausländische Truppen ab – aber Deutschland soll vermitteln

Ein Sprecher der Nationalen Einheitsregierung ist gegen eine ausländische Intervention in Libyen. Mehr»

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31.12.2019: Türkei schickt Söldner: Libyen – ein zweites Syrien vor Europas Toren?

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Ankara 2.1.2020: Parlament will Türkei-Truppen nach Libyen schicken mit 325 : 184 Stimmen:
Militäreinsatz: Türkisches Parlament stimmt Truppenentsendung nach Libyen zu

Das türkische Parlament hat der Entsendung von Truppen nach Libyen mit einer Mehrheit von 325 Abgeordneten zugestimmt. 184 Abgeordnete stimmten gegen den Antrag. Das Mandat für den Militäreinsatz ist für ein Jahr gültig. Mehr»

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Die Türkei hat damit begonnen, Truppen nach Libyen zu entsenden, um "Koordination und Stabilität" zu gewährleisten. Das teilte der türkische Präsident mit. Erdoğan erklärte zudem, dass Ankara ein Operationszentrum in dem nordafrikanischen Land einrichten wird.

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12.1.2020: Macrons Waffenindustrie bereichert sich in Libyen?
Türkei wirft Frankreich Waffenlieferungen an Konfliktparteien in Libyen vor


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Chaos in Libyen 18.1.2020: Ölhäfen durch General Haftar und seine Armee blockiert:
Libyens Ölgesellschaft erklärt nach Schließung der Ölhäfen durch Haftars Truppen "Notstand"
https://deutsch.rt.com/afrika/96995-libyens-olgesellschaft-erklart-nach-schliessung/

<Einen Tag vor dem nächsten libyschen Friedensgipfel, der diesmal in Berlin stattfinden soll, haben Streitkräfte des Generals Chalifa Haftar die östlichen Ölhäfen Libyens geschlossen. Das teilte die nationale Ölgesellschaft Libyens mit und erklärte den "Notstand".

Die nationale Ölgesellschaft Libyens hat den "Notstand" ausgerufen, nachdem ihre Ölexporte aus den Häfen im Osten des Landes von den General Chalifa Haftar treuen Kräften blockiert wurden.

Die Petroleum Facilities Guard – eine Miliz, die die großen Exportterminals im Osten Libyens kontrolliert – hat die lokalen Tochtergesellschaften der National Oil Corporation (NOC), die sie betreiben, angewiesen, alle Operationen einzustellen, so der Konzern in einer Erklärung.

Der Schritt macht jeden Ölexport aus Libyen unmöglich, warnte das Unternehmen und fügte hinzu, dass die Schließung zu Verlusten bei der Rohölproduktion in Höhe von 800.000 Barrel pro Tag sowie zu täglichen finanziellen Verlusten in Höhe von schätzungsweise 55 Millionen US-Dollar führen würde.

Die im Chaos des libyschen Konflikts im Jahr 2012 gegründete Petroleum Facilities Guard, die 2013 die Kontrolle über die Ölexportterminals übernahm, hat während des libyschen Bürgerkriegs wiederholt die Seiten gewechselt und sich kurzzeitig sowohl mit Haftars Libyscher Nationalarmee (LNA) bzw. der von der UNO unterstützten Regierung der Nationalen Übereinkunft (GNA) verbündet als auch versucht, Öl aus eigener Kraft zu verkaufen. Im Juli 2019 schloss die Garde erneut ein Bündnis mit der LNA.

Der Schritt erfolgt weniger als eine Woche, nachdem sich die Anführer der zwei größten libyschen Kriegsparteien in Moskau trafen, um einen Waffenstillstand zu diskutieren. Obwohl Haftar und Fayiz as-Sarradsch, der Premierminister der GNA, schließlich keine Einigung erzielen konnten, hielten beide Seiten den Waffenstillstand zumindest bis jetzt noch ein.

Die Schließung der Häfen erfolgte nur einen Tag vor dem nächsten libyschen Friedensgipfel, der in Berlin stattfinden wird und an dem voraussichtlich wieder Vertreter der Großmächte und der rivalisierenden Lager Libyens teilnehmen werden. Die UN-Unterstützungsmission in Libyen zeigte sich "tief besorgt" über die Unterbrechung der Ölförderung. Die UN-Beamten warnten vor den "verheerenden Folgen", die ein solcher Schritt für die Wirtschaft und die Bevölkerung des Landes hätte, und forderten alle Seiten zu "maximaler Zurückhaltung" auf.

Mehr zum Thema - Lawrow: Libysche Staatlichkeit wurde von NATO zerbombt

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19.1.2020: Libyen-Konferenz in Berlin:
Trotz Verhandlungen in getrennten Räumen – Einigungen auf der Berliner Libyen-Konferenz



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20.1.2020: Libyen-Konferenz in Berlin:
Ischinger: Berliner Libyen-Erklärung erst nach Bekräftigung durch UN-Resolution bindend


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Libyen-Konferenz in Berlin 20.1.2020: Haftar verweigert Waffenstillstand:
Berliner Konferenz: Haftar verzichtet auf Unterzeichnung von Waffenstillstandsabkommen - Quelle


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Libyen-Konferenz in Berlin 20.1.2020: Große Konferenz in Berlin beendet: Waffenembargo und Schritte für Frieden in Libyen beschlossen


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20.1.2020: CIA-Agent Haftar ist der Darling der EU, um Libyen unter Kontrolle zu bringen

<Kanzlerin Merkel lud ein zum Sondergipfel über Libyens Zukunft. Auch Putin kam.

Die EU will in Libyen notfalls militärisch eingreifen, die dortigen Warlords umfunktionieren zu einer hübsch aussehenden Pseudoregierung, natürlich sollen die Flüchtlingsströme per Gummiboot enden und die EU will sich zu einer Mittelmeerunion ausweiten.

Der Darling der EU ist General Haftar; dieser führt die Libysche Nationalarmee (LNA) an und kontrolliert 90 Prozent des Landes und alle wichtigen Erdölvorkommen, Raffinerien sowie Exporthäfen. Haftar wurde einst  US-Staatsbürger und arbeitete einige Jahre lang für die CIA. In Libyen wurde er in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Aus dem US-amerikanischen Exil unterstützte er 1996 einen erfolglosen Umsturzversuch gegen Gaddafi.

2011 kehrte Haftar in seine Heimat zurück und beteiligte sich am Aufstand gegen Gaddafi. Er hat anscheinend auch bedeutende Kontakte zu Russland, weshalb Putin wohl auch keinen nennenswerten Protest übte bei dem Sondergipfel.

Die große Mehrheit der Migranten/Flüchtlinge, die über das Mittelmeer Italien erreicht hatten, reisten aus Libyen an. Libyen wird von Schutzsuchenden aus vielen anderen Ländern wie Eritrea, Syrien, Ägypten, Nigeria und Somalia als Transitstaat genutzt. Nach offizieller Lesart handelte es sich bei dem Chaos in Libyen um das Ergebnis einer außer Kontrolle geratenen Regimewechsel-Aktion der USA und Großbritannien. Im Endeffekt müsste man aber sehr wohl in der Lage sein, die verschiedenen Gruppierungen, die sich in Libyen miteinander konkurrieren, zu steuern.

Die Obama-Administration hatte den Krieg gegen Libyen frühzeitig begonnen mit der Unterstützung der sogenannten “Nationalen Libyschen Befreiungsfront” (NFSL). Die Publikation Pakistan Observer berichtete, dass hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten der USA, Großbritannien und Frankreich am  in “amerikanischen und französischen Kriegsschiffen und kleinen Marinebooten an den libyschen Häfen von Bengasi und Tobruk landeten.” Britische und französische “Sicherheitsberater” sollen ebenfalls Ausbildungslager in der von den Rebellen besetzten Region des Landes aufgebaut haben. Die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton gestand öffentlich ein, dass die Vereinigten Staaten die Rebellen mit allen erdenklichen Mitteln unterstützen.

Die NFSL erhielt in den internationalen Medien erhebliche Aufmerksamkeit; sie lancierte auch die Vorwürfe über Greueltaten. Eine Woche vor Beginn der großen Unruhen war es die National Conference of Libyan Opposition (NCLO) mit Sitz in London die den “Tag der Wut” forderte; nicht etwa die Libyer in den Straßen von Bengasi oder Tripoli. Die NCLO wurde 2005 in London geschaffen von Ibrahim Sahad und seiner National Front for the Salvation of Libya (NFSL), eine der führenden libyschen Oppositionsgruppen seit den 1980ern. Die Zeitungen Daily Mail und Daily Globe hatten berichtet, dass Sahads NFSL bereits in den 80ern mehrere bewaffnete Aufstände und Attentate gegen Gaddafi versucht hatte, während Aufzeichnungen in der US Library of Congress darauf hindeuten, dass die NFSL Unterstützung und Ausbildung von der CIA erhielt. Sahad leitete dann den Aufstand in Libyen von Washington D.C. aus, während er vor dem Weißen Haus den Konzernmedien zahlreiche Interviews gab.

Der letzte Nationalkongress der NFSL wurde in den Vereinigten Staaten im Juli 2007 abgehalten. Der Nachfolger der Nationalfront wurde 2012 die Partei der Nationalen Front.

Am 9. August 2012 wurde der Vorsitzende der Nationalen Front, el-Magariaf, zum Präsidenten des Nationalkongresses, und damit interimistischen Staatsoberhaupt, gewählt. Die Partei für Gerechtigkeit und Aufbau der islamistischen Muslimbruderschaft hatte el-Magariaf aus taktischen Gründen unterstützt, um später ihren Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten durchzusetzen. wikipedia

Inzwischen kämpfen die Muslimbruderschaft, die beiden Allianzen „Würde” und „Morgenröte“ und die Terrororganisation „IS“ um die Macht im Land. Dazu gesellen sich verschiedene Milizen.

Muslimbrüder

Wie Peter Goodgame ausführlich dokumentiert hat, ist die Muslimbruderschaft eine geschätzte Geheimwaffe der Angloamerikaner. Sowohl die CIA als auch die britischen Geheimdienste hatten die Gruppe penetriert und benutzten sie im Kampf  gegen arabischen Nationalismus

“Die CIA folgte dem Beispiel des britischen Geheimdienstes und versuchte den Islam für die eigenen Ziele zu gebrauchen.” “Sie wollten einen charismatischen religiösen Führer finden, den sie bewerben und kontrollieren konnten und man fing an, mit Gruppen wie der Muslimbruderschaft zusammenzuarbeiten. Während des Aufstiegs von Nasser wurde die Bruderschaft verstärkt umworben von den westfreundlichen arabischen Regimen in Saudi-Arabien und Jordanien. Sie brauchten sämtliche mögliche Unterstützung von der Bevölkerung gegen den Aufstieg des von Nasser inspirierten arabischen Nationalismus um ihre Regime intakt zu halten.”

Offiziell galt die Bruderschaft als verbotene Organisation, aber sie blieb einflussreich und aktiv in Ländern wie Ägypten und arbeitete gegen das säkulare Regime, oftmals Hand in Hand mit dem britischen Geheimdienst. Im Juni 1955 verhandelte der MI6 bereits mit der Bruderschaft in Syrien um gegen die neue Regierung zu agitieren, die starke linksliberale Tendenzen zeigte sowie die Bereitschaft, mit Ägypten zu verschmelzen. Die Bruderschaft wurde ein noch wichtigerer Partner nachdem Nasser die Übernahme des Suez-Kanal durch Ägypten angekündigt hatte. Vor dem ersten Weltkrieg pflegte der britische Geheimdienst Verbindungen mit der Bruderschaft durch den Agent Freya Stark, ein britischer Abenteurer und Autor.

“Diese verdeckten Verbindungen wurden benutzt um die wachsende Präsenz der Deutschen in Nordafrika zu verfolgen und um informiert zu bleiben über die vielen unterschiedlichen politischen Bewegungen die entstanden,”

hält der Aangirfan Blog fest.

“Die Muslimbruderschaft hat sich in der muslimischen Welt verbreitet und sich verwandelt in eine Art muslimisches Äquivalent der westlichen Freimaurer-Bruderschaft. Sei wurde eine der ersten fundamental-islamischen Terrororganisationen.”

Es ist gut dokumentiert dass Israel ebenfalls die Bruderschaft durch die Hamas unterstützt und finanziert hat, aber dieser unbequeme Fakt wird geflissentlich von den Konzernmedien ignoriert. Israels Untestützung der Hamas “war ein direkter Versuch, die Unterstützung für eine starke säkulare PLO zu spalten und zu verwässern durch eine konkurrierende religiöse Alternative,” erklärte ein ehemaliger ranghoher CIA-Funktionär gegenüber Richard Sale von UPI im Jahr 2002. UPI beschaffte Dokumente von dem israelischen Institute for Counter Terrorism, die enthüllen wie sich die Hamas aus Zellen der Muslimbruderschaft gebildet hatte. Der ursprüngliche UPI-Bericht wurde interessanterweise inzwischen aus den Archiven gelöscht. Israel und Jordanien unterstützten das Unterfangen der Bruderschaft, um Syriens säkulare Regierung im Jahr 1976 zu stürzen. Israel unterstützte Ausbildungslager für die Muslimbruderschaft im Libanon und in Jordanien nahe der syrischen Grenze. Innerhalb einer Zeitspanne von fünf Jahren tötete die Bruderschaft hunderte Alawit-Mitglieder von Assads regierender Ba’ath-Partei samt deren Angehörigen, Assads Leibarzt sowie mehrere sowjetische Berater, meldete Newsweek.

Al-Kaida verurteilte offiziell die sogenannte Reform der Bruderschaft hin zur Gewaltlosigkeit und warf ihr vor, “den Islam verraten  und ihren Dschihad beendet zu haben um politische Parteien zu bilden und moderne staatliche Einrichtungen zu unterstützen.” Die angebliche Nummer zwei der durch die CIA geschaffenen al-Kaida, Ayman al-Zawahiri, war als Teenager in Ägypten der Bruderschaft beigetreten.

Osama Bin Ladens Mentor Abdullah Azzam war verbunden mit der Bruderschaft und der CIA. Azzam wurde laut Professor Barnett Rubin von der Columbia University als ein enorm wichtiger Partner betrachtet wegen dessen “engen Verbindungen zu der Muslimbruderschaft, dem saudischen Geheimdienst und der Muslim World League.” Osamas Famile hat ebenfalls Verbindungen: Mohammed Jamal Khalifa, sein Schwäger, war ein ranghohes Mitglied der Muslimbruderschaft im Libanon und leitete das Büro der Muslim World Legaue im pakistanischen Peschawar, von wo aus er in den 1980er Jahren Rekruten aussandte um die Sowjets in Afghanistan zu bekämpfen. Der angebliche Anführer der 9/11-Flugzeugentführer Mohammed Atta trat der Bruderschaft 1990 bei.

“An jedem wichtigen Punkt auf Attas Reise steht die Muslimbruderschaft,”

sagte ein ehemaliger CIA-Funktionär zu Seymour Hersh vom New Yorker im Jahr 2003. Die Muslimbruderschaft ist ein wichtiger Teil des globalen Geheimdienstkonglomerates und dessen langanhaltender Kampagne um islamischen Terror zu starten und auszubeuten.

Quellen:

The Muslim Brotherhood Sharks Are Circling In Egypt, Joseph Klein, NewsRealBlog, February 1, 2011.

Richard Mellon Scaife: Who Is He Really? Edward Spannaus, The Executive Intelligence Review, March 21, 1997.

Horowitz Funding Sources, University of Cincinnati Chapter AAUP, April 6, 2005.

Report: Post-Mubarak regime seen as anti-West, aligned with Al Qaida, World Tribune, February 1, 2011.

A democratic Egypt or a state of hate? Richard Cohen, The Washington Post, February 1, 2011.

Peter D. Goodgame, The Globalists and the Islamists: Fomenting the “Clash of Civilizations” for a New World Order, Red Moon Rising, 2001.

The use of the Muslim Brotherhood by MI6 and the CIA in Egypt, Syria and Iran, Aangirfan, November 29, 2005.

Hamas history tied to Israel, Richard Sale, United Press International, June 18, 2002.

Robert Dreyfuss, Devil’s Game: How the United States Helped Unleash Fundamentalist Islam, Metropolitan Books, October 13, 2005.

Muslim Brotherhood vs Al Qaeda, IkhwanWeb (the official Muslim Brotherhood website), January 19, 2010

The Syrian Bet, Seymour M. Hersh, New Yorker, July 28, 2003.

Peter Lance, Triple Cross: How bin Laden’s Master Spy Penetrated the CIA, the Green Berets, and the FBI–and Why Patrick Fitzgerald Failed to Stop Him, William Morrow, 2006, p. 19.

1987-1991: Bin Laden’s Brother-in-Law Khalifa Sets Up Al-Qaeda Fronts in Philippines, History Commons.

Why Were Government Propaganda Experts Working On News At CNN? Fairness & Accuracy in Reporting, March 27, 2000.

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Der libysche General Chalifa Haftar hat erklärt, dass er die Macht im Bürgerkriegsland Libyen beansprucht. Die von den UN anerkannte Regierung in Tripolis sei tot, so der Feldherr. Seine Truppen kontrollieren einen Großteil des Landes.

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7.5.2020: Russische Sicherheitsfirma kämpft in Libyen gegen Regierung

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1.7.2020: Libyens Stämme übergeben Öleinrichtungen an Libysche Nationalarmee und Parlament


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6.7.2020: Erdogan ist in Libyen nicht so beliebt:
Libyen: Tausende protestieren gegen türkische Intervention und "widerlichen Muslimbruder Erdoğan"


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10.7.2020: Syrien: Türkisch-gestützte Kräfte sollen Hunderttausenden Menschen das Wasser abgedreht haben

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21.8.2020: Ägyptens rote Linie hat gewirkt: Libysche Regierung verkündet Waffenstillstand

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Die rivalisierenden Parteien in Libyen haben eine Waffenruhe vereinbart. Ausländische Kräfte müssten zudem innerhalb von 90 Tagen unter UN-Aufsicht das Land verlassen. Die EU hat anschließend die Einigung auf den Waffenstillstand in Libyen begrüßt.

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Libyen 30.5.2021: Der erste Drohnenkrieg mit künstlicher Intelligenz KI:
Autonome Drohnen haben offensichtlich ohne menschliche Kontrolle Truppen in Libyen „gejagt“ und angegriffen – UN-Bericht
https://uncutnews.ch/autonome-drohnen-haben-offensichtlich-ohne-menschliche-kontrolle-truppen-in-libyen-gejagt-und-angegriffen-un-bericht/

rt.com: Ein UN-Bericht stellt fest, dass autonome Drohnen die mit Sprengkörpern bewaffnet waren fliehenden Rebellenkämpfer in Libyen im vergangenen Jahr "gejagt haben". Sollte dieser Bericht der Wahrheit entsprechen, so der Bericht, wäre dies weltwei..



18.9.2023: Libyen mit Ghaddafi und seine Gesetze
AUS GCR WIEDERHERGESTELLTE REPUBLIK: VOM MITTWOCH, 14. SEPTEMBER 2023
https://t.me/c/1292545312/46736

 16 WAHRE GRÜNDE, WARUM MUAMMAR GADDAFI GETÖTET WURDE:

1. Libyen hat keine Stromrechnung, der Strom war für alle Bürger kostenlos.

2. Es gab keine Zinssätze für Kredite, die Banken waren in Staatsbesitz, der Kredit der Bürger betrug gesetzlich 0 %.

3. Gaddafi versprach, seinen Eltern kein Haus zu kaufen, bis jeder in Libyen ein Haus besitzt.

4. Alle frisch verheirateten Paare in Libyen erhielten 60.000 Dinar von der Regierung und kauften dafür ihre eigenen Wohnungen und gründeten ihre Familien.

5. Bildung und medizinische Behandlung in Libyen sind kostenlos. Vor Gaddafi gab es nur 25 % Leser, während seiner Herrschaft waren es 83 %.

6. Wenn Libyer auf einem Bauernhof leben wollten, erhielten sie kostenlos Haushaltsgeräte, Saatgut und Vieh.

7. Wenn sie in Libyen keine Behandlung erhalten können, würde der Staat ihnen mehr als 2.300 US-Dollar für Unterkunft und Reisekosten für die Behandlung im Ausland finanzieren.

8. Wenn Sie ein Auto kaufen, finanziert der Staat 50 % des Kaufpreises.

9. Der Benzinpreis betrug 0,14 US-Dollar pro Liter.

10. Libyen hatte keine Auslandsschulden und die Reserven beliefen sich auf 150 Milliarden US-Dollar (jetzt weltweit eingefroren).

11. Da einige Libyer nach der Schule keine Arbeit finden, zahlt die Regierung das Durchschnittsgehalt, wenn sie keine Arbeit finden.

12. Ein Teil der Ölverkäufe in Libyen ist direkt mit den Bankkonten aller Bürger verknüpft.

13. Die Mutter, die das Kind zur Welt gebracht hat, erhält 5.000 US-Dollar

14. 40 Brote kosten 0,15 $.

15. 25 % der Libyer hatten alle Ilisna-Diplome.

16. Gaddafi hat das weltweit größte Bewässerungsprojekt namens „BIG MAN PROJECT“ umgesetzt, um die Wasserverfügbarkeit in der Wüste sicherzustellen.

Wenn man das „DIKTATUR“ nennt, frage ich mich, was Demokratie ist?

Anmerkung: War das bereits die Vorstufe von NESARA ?





19.9.2023: Libyen-Expertin: Staudamm war mit Erde und nicht mit Zement gebaut

Mindestens einer der beiden Dämme, deren Bruch in Libyen zu einer Flutkatastrophe mit Tausenden Toten führte, war nach Angaben einer Expertin aus...


https://www.swissinfo.ch/ger/libyen-expertin--staudamm-war-mit-erde-und-nicht-mit-zement-gebaut/48825430


Libyen am 19.9.2023: Staudamm nicht aus Zement, sondern aus "Sand und Steinen":
Geborstener Staudamm in Libyen war mit Erde gebaut

https://orf.at/stories/3331757/

Mindestens einer der beiden Dämme, deren Bruch in Libyen zu einer Flutkatastrophe mit Tausenden Toten führte, war nach Angaben einer Expertin aus Erde und nicht aus Zement gebaut. „Der Damm, der kollabierte, war nur aus Sand und Steinen gebaut“, schrieb Claudia Gazzini von der Denkfabrik International Crisis Group gestern auf Twitter (X). „Der Kontrollturm und der riesige Abwasserkanal waren aus Zement, und beide stehen noch.“

Gazzini veröffentlichte auch Fotos von ihrem Besuch an einem der beiden Dämme rund zehn Kilometer südlich der Hafenstadt Darna, die besonders schwer von der Katastrophe getroffen wurde. Zu sehen sind Überreste eines Damms in einem ausgetrockneten Flussbett. Das Becken habe sich einem Anrainer zufolge am Abend des 10. September bei den schweren Regenfällen schnell gefüllt, nach nur fünf Stunden sei Wasser über die Oberkante des Damms getreten.

In Folge des Sturms „Daniel“ waren zwei Dämme in Darna gebrochen. Ganze Viertel der 100.000 Einwohner zählenden Stadt wurden durch die Wassermassen weggespült. Den Behörden wird vorgeworfen, die Dämme nicht ordnungsgemäß instand gehalten und somit zur Katastrophe beigetragen zu haben.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden rund 4.000 Todesopfer identifiziert. Die Regierung im Osten bezifferte die Zahl der offiziell registrierten Toten bisher mit 3.338. Zehntausende Menschen wurden durch die Katastrophe obdachlos.





Libyen ist in der Steinzeit angekommen 3.10.2023: Im Osten die Familie Haftar mit Schmuggel und Piraterie - im Westen Menschenschmuggel+Folter:
Der neue UN-Bericht zu Libyen hat es in sich

https://gela-news.de/der-neue-un-bericht-zu-libyen-hat-es-in-sich
https://uncutnews.ch/der-neue-un-bericht-zu-libyen-hat-es-in-sich/

Der Bericht der UN-Expertenkommission vom 29.09.2023 rechnet mit den unhaltbaren Zuständen in Libyen und den Machthabern im Osten und Westen des Landes ab.  

Unzweifelhaft war Libyen vor dem Nato-Krieg 2011 das am höchsten entwickelte Land Afrikas, ein Land, in dem man in Sicherheit leben konnte. Die Dschamahirija arbeitete unter Federführung von Saif al-Islam Gaddafi an einer Verfassung, die schon bald verabschiedet werden sollte und an deren Ausarbeitung alle Libyer beteiligt wurden. Muammar al-Gaddafi, der hierzulande immer noch als „Diktator“ bezeichnet wird, ging zwar hart gegen vom Ausland gesponserte und dem islamistischen Extremismus anhängende Gegner vor, seine Landsleute hingegen, und hier insbesondere die Frauen, genossen weitreichende Rechte. Sie verfügten über einen Spielraum an Freiheiten, der in anderen arabischen Ländern wie Saudi-Arabien oder auch den Vereinigten Arabischen Emiraten gänzlich unbekannt ist.

Bekannterweise beendete 2011 die Nato mit einem Krieg die Fortschritte, die Libyen auch in Sachen Menschenrechte auszeichneten. Oberst Gaddafi wurde brutal ermordet, die staatlichen Organe aufgelöst und das Land in ein sich immer mehr verschlimmerndes Chaos mit Bürgerkriegen und rivalisierenden Milizen gestürzt, das seinen Höhenpunkt in der Dammkatastrophe von Derna mit bisher geschätzt mehr als 10.000 Todesopfern fand.

Der ehemalige deutsche Innenminister Verteidigungsminister de Maizière hatte noch im März 2011 am Rande der Beratungen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel gewarnt: „Militärische Aktionen müssen bis zu Ende gedacht werden. Man darf nicht in etwas hineinschliddern, von dem man hinterher nicht überzeugt ist und was man dann nicht durchsetzen kann“.[1] Zu dieser Zeit hatten Frankreich, die USA und Großbritannien längst beschlossen, Libyen dem Chaos zu überantworten. Daran änderte auch die deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat unter der Merkel-Regierung nichts.

Seit 2011 haben in Libyen extremistische Islamisten, Kriminelle, Banden und Milizen das Sagen, deren einziges Ziel die persönliche Bereicherung ist. Auf Libyen und die Menschen dort wird gepfiffen. Dies wird nun durch einen aktuellen Expertenbericht der Vereinten Nationen belegt, der schockierende Details offenlegt.

Die östliche Region und die Haftar-Familie

Der Bericht des UN-Expertengremiums zeigt auf, welchen Plan die Haftar-Familie entwarf, um verstärkt Kontrolle über „die militärischen, finanziellen und strategischen Operationen der libyschen Armee“ sowie über das soziale und wirtschaftliche Leben im Osten Libyens zu erhalten. Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum vom 25. April 2022 bis zum 17. Juli 2023.

Khalifa Haftar ist der Oberkommandierende der Libyschen Nationalarmee (LNA), die militärisch den Osten und Süden Libyens kontrolliert. Sein zweitältester Sohn Khaled hat das Kommando über die 106. Brigade, während die 155. Brigade unter dem Kommando von Ayoub Bousif al-Ferdschani, dem Schwiegersohn von Khalifa Haftar, und Bassem al-Buaischi, dem Cousin von Khalifa Haftar, steht.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass „diese Positionen nicht nur den Einfluss der Familie Haftar auf das Militär stärkten, sondern auch darauf abzielen, den möglichen Aufstieg einer militärischen Persönlichkeit außerhalb von Haftars Kreisen in den Reihen des Militärs zu erschweren“.

Das jüngste Beispiel für diese Strategie zeigte sich am 3. Mai, als Haftar den Befehl erließ, die 115. Brigade dem Kommando der 106. Brigade zu unterstellen, wodurch der Kommandeur Abdel Fattah an-Naduri, der Sohn des Generalstabschefs Abdelrazek an-Nadouri, direkt der Aufsicht von Khaled Haftar unterstellt wurde. Abdelrazek an-Nadouri versuchte nach Angaben von UN-Experten vergeblich, sich dem Schritt zu widersetzen und die Unterstützung der Stämme zu mobilisieren.

In einigen Gebieten wie Tobruk bewahrten sich die lokalen Stämme ein gewisses Maß an Autonomie und Einfluss, so dass es ihnen möglich ist, gegen die Autorität des Generalkommandos aufzubegehren. Allerdings gibt es derzeit keine nennenswerte militärische Kraft im Osten, die nicht unter der direkten Kontrolle von Haftars innerem Kreis steht.

Der UN-Bericht verweist auf den Druck, den ein anderer Sohn von Khalifa Haftar, Belgasim Haftar, auf das Parlament und der von ihr benannten Regierung ausübt, um die Dominanz der Haftar-Familie auch auf diese Institutionen zu stärken: „Die Haftar-Familie hat ein Patronage-Netzwerk aufgebaut, das ihr die Möglichkeit gibt, schnelle militärische Bewegungen auszuführen sowie den öffentlichen Sektor und den politischen Entscheidungsprozess zu kontrollieren. Das bedeutet, dass sie direkten Einfluss auf den nationalen politischen Prozess hat, der ohne ihre Zustimmung nicht vorankommen kann“.

Somit übt in den östlichen Gebieten die Haftar-Familie die Kontrolle über das Militär, die Finanzen und die politischen Gremien, ebenso wie über weite Teile des sozialen und wirtschaftlichen Lebens im noch nie dagewesenen Umfang aus.

Der alte Hafen von Bengasi dient dem Schmuggel von subventionierten Erdölerzeugnissen. Seit Mai 2022 wurden 24 kleine Öltanker beobachtet, die sich mit abgeschaltetem Trackingsystem Bengasi näherten. Dem Bericht zufolge zeigen Satellitenbilder, wie der alte Hafen nach und nach in eine improvisierte Tankstelle umgewandelt wurde. Haftars Militär soll in den von ihm kontrollierten Meeresgebieten immer noch Handelsschiffe beschlagnahmen, um anschließend Lösegeld für die Freilassung zu fordern.

Laut dem UN-Bericht unterstützte die LNA im Sudan die Rapid Support Forces (RFS/Schnelle Eingreiftruppe) von Mohamed Dagalo (alias Hemeti) über eine Luftbrücke vom Flughafen Benina (Bengasi) nach Kufra. Daneben wurde Militärausrüstung über Land über den Grenzübergang Ain Zuwit für die RFS in den Sudan transportiert.

Und während im ostlibyschen Derna immer noch Leichen unter den Trümmern und im Meer geborgen werden, sonnt sich Haftars Sohn Khaled auf glamourösen Empfängen in Tripolis.[2]

Die westliche Region und die Milizen

Laut dem UN-Expertenbericht nutzen bewaffnete Gruppen die derzeitige schlechte Sicherheitslage ebenso wie die politische Zersplitterung aus, um ihre eigenen Profitinteressen durchzusetzen. Sie sind vor juristischer Verfolgung geschützt und können ungestört ihren kriminellen Aktivitäten nachgehen und die libysche Politik, Wirtschaft beeinflussen. In der westlichen Region stellen sie nach wie vor die wichtigste Kraft im politischen Prozess dar.

Die Dabaiba-‚Regierung‘ klammert sich an die Macht und die Haltung der Milizen gegenüber abzuhaltender Wahlen hängt davon ab, wie sie die Risiken beziehungsweise Vorteile für sich selbst einschätzen.

Der größte Teil des libyschen Territoriums steht immer noch unter der Kontrolle bewaffneter Gruppen, wobei der Ölsektor im Mittelpunkt des Machtkampfes steht. Die Milizen wenden systematisch willkürliche Inhaftierungen gegen die Gegner ihrer politischen Verbündeten und Behörden an.

In dem Bericht wird auf den berüchtigten Menschenhändler Abdel-Rahman Milad Bidja Bezug genommen, der gefälschte Reisedokumente verwenden konnte, um das gegen ihn verhängte Reiseverbot zu umgehen. 2018 wurde Bidja von der UN wegen Schleusertums sanktioniert, ein Reiseverbot erlassen und sein Bankvermögen eingefroren. Dem Generalstaatsanwalt liegt nun ein Dokument der Generaldirektion für Grenzsicherheit vor, auf dem angeordnet wurde, dass Bidjas Name nicht auf dem Überwachungssystem über An- und Abflüge aufgeführt werden sollte, so dass er trotz seines Reiseverbots ungehindert in Libyen aus- und einreisen konnte. Somit könnte es Bidja möglich gewesen sein, Libyen mit Vermögenswerten zu verlassen. Am 11. April 2021 wurde Bidja aus der Untersuchungshaft entlassen und erhält seitdem einen militärischen Sold, was eine Verletzung der UN-Resolutionen darstellt. Zwischenzeitlich wurde er sogar in der Marineakademie von Dschanzur von der Daibaba-‚Regierung‘ in einen militärischen Rang erhoben.

Al-Bidja, Muhammad Kashlaf al-Qasab und Osama al-Koni werden für Folterungen von inhaftierten Migranten verantwortlich gemacht. Bidja und ein weiterer Offizier der libyschen Küstenwache, Haitham at-Toumi, missbrauchten ihre Positionen, indem sie Migranten auf See festnahmen und sie in illegale Haftanstalten zurückbrachten. Sie koordinierten ihre Aktionen mit ortsansässigen Schleusern und Schmugglern in den Küstengebieten von Sabrata, az-Zawija und Zuwara.

Aus acht bekannten Haftanstalten wurden Vergewaltigungen, sexuelle Übergriffe, Folter und die grausame Behandlung von Migranten bekannt. Die Netzwerke von Schleusern erzielen große finanzielle Gewinne.

Unheilvolle ausländische Militärpräsenz

Der UN-Expertenbericht stellt auch klar, dass die fragmentierte Sicherheitslage, mangelndes Vertrauen zwischen verschiedenen Parteien und externer Einfluss den effektiven Abzug ausländischer Kämpfer aus Libyen behindern.

Trotz des UN-Waffenembargos steigen die Waffenvorräte in Libyen weiter an, so dass zukünftige Konflikte ausgetragen werden können. Auch Terrorgruppen sind in Libyen immer noch aktiv. Die Türkei bildet Milizen der Dabaiba-‚Regierung‘ militärisch aus, was ebenfalls  einen Verstoß gegen die Resolutionen des Sicherheitsrats darstellt. In Tripolis sind immer noch syrische Söldner anwesend, die der Türkei treu ergeben sind.

Libyen wurde als Zwischenstopp für Flüge genutzt, um Migranten und Söldner zu transportieren.

Der Expertenbericht zeigt die ganze politisch verfahrene und für die libysche Bevölkerung unhaltbar katastrophale Lage auf.  Der Nato-Krieg gegen Libyen des Jahres 2011 kann nur als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bewertet werden, die dafür Verantwortlichen setzten sich hemmungslos über das Schicksal Libyens und tausender Menschen hinweg und bereiteten ihn den Tod oder ein Leben in einer Hölle auf Erden.

Eine Lösung für Libyen kann nur in der Abhaltung baldiger Wahlen, von denen keine politische Partei ausgegrenzt wird, liegen.

[1] https://www.spiegel.de/politik/ausland/buergerkrieg-in-libyen-merkel-verlangt-gaddafis-sofortigen-rueckzug-a-750300.html

[2] https://twitter.com/elseddikhaftar/status/1707733764682424731

—–

https://en.alwasat.ly/news/libya/413854
https://libyareview.com/38075/notorious-libyan-trafficker-circumvents-travel-ban-using-forged-documents/
https://en.alwasat.ly/news/libya/413858
https://twitter.com/alwasatengnews/status/1707793084447182946
https://twitter.com/SaifFuture/status/1708279348443136178
https://twitter.com/SaifFuture/status/1707862257072251229
https://twitter.com/SaifFuture/status/1707879936281706991
https://twitter.com/SaifFuture/status/1708101774316368349
https://twitter.com/SaifFuture/status/1708279238783070599

 





Libyen 14.3.2024: Neue bis 10m tiefe Risse in der Wüste: Verdacht unterirdischer Vulkanismus:
IN LIBYEN REIßT DER ERDOBERFLÄCHE AUF! - 14.3.2024
Video-Link: https://t.me/standpunktgequake/137106

Im Gebiet Ouled Abu Aisha in der Gemeinde Al-Subaia, südlich von Tripolis bilden sich gerad massive Risse in der Erdoberfläche, die teils 10 m und mehr in die Tiefe führen. Geologen sind im Moment noch ratlos, besonders weil es sich nich um streng lokal begrenzte Risse handelt, - sie ziehen sich viele Kilometer durch die Wüste! Ich würde vermuten, dass es mit dem Magma Aufstieg einerseits, aber hauptsächlich mit der Rotationsstörung zu tun hat, die sich besonders stark in äquatornahen Regionen auswirkt und man müsste den Unterwasservulkanismus besser erforschen, denn die Ausdehnng der Erde, die zu derlei Rissen führen könnte, hängt maßgeblich von den Vulkanen auf den ozeanischen Rücken ab, wo die Errdkruste „gespreizt“ wird, bevor die austretende, erkaltete Magma sie dann zementiert!





Libyen 22.3.2024: UNO: Massengrab mit 65 Leichen in Libyen gefunden
https://orf.at/stories/3352385/

In Libyen ist nach UNO-Angaben ein Massengrab mit den Leichen von mindestens 65 Migrantinnen und Migranten entdeckt worden. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) teilte heute mit, die Todesumstände und die Nationalitäten der Toten in dem Massengrab im Südwesten des nordafrikanischen Landes seien noch unklar.

„Aber es wird angenommen, dass sie beim Schmuggel durch die Wüste ums Leben kamen“, erklärte die IOM. Libyen ist ein wichtiges Transitland für Migrantinnen und Migranten, die aus Ländern im südlichen Afrika kommen und vor politischer Instabilität, Armut oder Auswirkungen des Klimawandels fliehen. Von Libyen aus versuchen sie dann über das Mittelmeer Richtung Europa zu gelangen.


Libyen am 22.3.2024: Leichen von 65 Menschen in Massengrab in Libyen gefunden: UN-Migrationsbehörde
Bod­ies of 65 peo­ple found in mass grave in Libya: UN mi­gra­tion agency

https://www.aljazeera.com/news/2024/3/22/bodies-of-65-people-found-in-mass-grave-in-libya-un-migration-agency




24.3.2024: "Nicht enden wollende Demütigung": Erinnerung an die Schrecken in Libyens Migrationszentren
‘Nev­er-end­ing hu­mil­i­a­tion’: Re­call­ing hor­rors in Libya’s mi­gra­tion cen­tres




Libyen am 1.7.2024: Wasser ist teurer als Benzin:
In Libya, gasoline is literally cheaper than water
https://x.com/NikoTheAwakened/status/1807371848855802346
https://t.me/Ungeimpfte_Schweiz_kennenlernen/78753

The price of a liter of gasoline is around 0.03 USD (or 0.11 USD per gallon), it will cost you about 2$ to fill your whole tank up and they still make profit on it!

You can only imagine how dirt cheap barrel of oil actually is, and how much we're getting ripped off.





Libyen und Ölpreis am 16.8.2024: pro Tankfüllung 1,50 Euro - und in Europa ca. 50 Euro?
https://t.me/Ungeimpfte_Schweiz_kennenlernen/80769

Libyen: Benzin ist billiger als Wasser - der Preis für einen Liter Benzin beträgt umgerechnet etwa 0,03 Euro, das sind etwa 1,50 Euro für eine Tankfüllung. Man kann sich vorstellen, woe spottbillig ein Barrel Öl tatsächlich ist und wie sehr wir abgezockt werden.



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Libyens Zentralbank stoppt Arbeit

https://www.nau.ch/news/ausland/libyens-zentralbank-stoppt-arbeit-neue-krise-im-land-66814132




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Libyens Zentralbank nimmt Betrieb wieder auf

https://www.nau.ch/news/ausland/libyens-zentralbank-nimmt-betrieb-nach-entfuhrung-wieder-auf-66814803



https://orf.at/stories/3368038/





20.9.2024: Diplomatisches Versagen und "Eliten-Deals" verlängern die Unruhen in Libyen: Analysten
Diplomatic failings and ‘elite bargains’ prolonging Libya turmoil: Analysts

https://www.aljazeera.com/news/2024/9/20/diplomatic-failings-and-elite-bargains-prolonging-libyas-turmoil-analysts



Kalergiplan Libyen-Italien am 9.2.2025: Migrantenboom aus Libyen! 700.000 wollen nach Italien

https://exxpress.at/politik/migrantenboom-aus-libyen-700-000-wollen-nach-italien/



9.2.2025: Libyen findet zwei Massengräber mit den Leichen von fast 50 Migranten, Flüchtlingen
Libya finds two mass graves with bodies of nearly 50 migrants, refugees

https://www.aljazeera.com/news/2025/2/9/libya-finds-two-mass-graves-with-bodies-of-nearly-50-migrants-refugees



Al Jazeera
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13.5.2025: Libyens Premierminister behauptet nach tödlicher Gewalt in Tripolis die Kontrolle
Libya’s prime minister asserts control after deadly Tripoli violence

https://www.aljazeera.com/news/2025/5/13/libyas-prime-minister-asserts-control-after-deadly-tripoli-violence

After clashes kill six in Tripoli, Prime Minister Abdul Hamid Dbeibah says a military operation restored calm in the capital.

A day after deadly clashes shook Tripoli, Libya’s United Nations-recognised government in the west of the country has begun asserting control following the reported killing of powerful militia leader Abdelghani al-Kikli, also known as Gheniwa.

The Emergency Medicine and Support Centre confirmed it retrieved six bodies from the Tripoli neighbourhood of Abu Salim on Tuesday, after heavy fighting erupted across the capital the previous night and into the early morning. Explosions and gunfire echoed through the southern part of the city as rival armed factions clashed for several hours.

The fighting stemmed from the killing of al-Kikli, commander of the Stability Support Authority, SSA, on Monday by a rival militia, a senior government and health official told the Associated Press news agency.

An official and local media say al-Kikli was killed during a meeting at the 444 Brigade’s base, a group loyal to Prime Minister Abdul Hamid Dbeibah.

Al-Kikli had been accused by Amnesty International of war crimes and other serious rights violations over the past decade.




Libyen am 4.6.2025: Plötzlich Leichenfunde in Tripolis:
Dutzende von Leichen, die in von Milizen betriebenen Einrichtungen im libyschen Tripolis gefunden wurden; UNO alarmiert
Dozens of bodies found in militia-run sites in Libya’s Tripoli; UN alarmed

https://www.aljazeera.com/news/2025/6/4/dozens-of-bodies-found-in-militia-run-sites-in-libyas-tripoli-un-alarmed




Libyen Analyse am 13.6.2025: Krimineller GB-MI6 zerstörte Libyen:
Für König und British Petroleum: Wie der MI6 Libyen infiltrierte

https://uncutnews.ch/fuer-koenig-und-british-petroleum-wie-der-mi6-libyen-infiltrierte/



Krimineller Macron gegen Afrika am 14.6.2025: WAS macht Macron wirklich?
1) Migranten nach Italien zurückschicken
2) Libyen bombardieren und den Migrantenstrom von Afrika nach Europa provozieren
3) Afrika plündern, Kinderarbeit in Afrika organisieren und Afrikaner ohne Strom leben lassen usw.:

Giorgia Meloni knöpft sich den Oberheuchler MACRON vor
https://t.me/antiilluminaten/79709

MELONI: „Emmanuel Macron hat ITALIEN als ekelhaft, zynisch und unverantwortlich bezeichnet.”

UNVERANTWORTLICH sind diejenigen, die Libyen bombardiert haben, weil sie befürchteten, dass Gaddafi Energieabkommen mit Italien schließen würde und uns das Chaos der illegalen Migration beschert haben.

ZYNISCH sind die Franzosen, die Gendarmerie einsetzen, um jeden Flüchtling, der die Grenze überschreiten will, nach Ventimiglia zurückzuschicken.

EKELHAFT sind die Franzosen, die Bodenschätze in 14 afrikanischen Ländern ausplündern, Minengebühren verlangen und Kinderarbeit in den Minen dulden. Wie z.B. in Niger, wo 30% des Urans herkommt, um die französischen Atomkraftwerke zu betreiben, aber 90% der Bevölkerung ohne Strom sind.

Kommen sie nicht, um uns Lektionen zu erteilen, MACRON. Die Afrikaner verlassen WEGEN IHNEN ihren Kontinent. Die Lösung ist nicht, die Afrikaner nach Europa zu bringen, sondern Afrika von einigen Europäern zu befreien.

Wir werden keine Lektionen von Ihnen akzeptieren. Ist das klar?“

Quelle (https://twitter.com/Georg_Pazderski/status/1929080161598844958)





2.9.2025: Spannungen in Libyen: UNO "zutiefst beunruhigt"

https://orf.at/stories/3404308/

Die UNO-Unterstützungsmission in Libyen (UNSMIL) hat sich „zutiefst beunruhigt“ über wachsende Spannungen in dem krisengebeutelten nordafrikanischen Land geäußert. Die jüngsten „rasch eskalierenden Spannungen und militärischen Mobilisierungen“ in der Hauptstadt Tripolis könnten „zu bewaffneten Auseinandersetzungen führen“, erklärte UNSMIL heute.

Schüsse in der Hauptstadt

In den vergangenen Tagen waren Medienberichten zufolge mit Waffen ausgerüstete Fahrzeuge aus der rund 200 Kilometer entfernten Hafenstadt Misrata nach Tripolis vorgerückt. Laut Augenzeugenberichten und online verbreiteten Videos waren gestern Abend in der Hauptstadt Schüsse zu hören. In den vergangenen Wochen hatten sich in Libyen die Spannungen zwischen regierungsnahen Gruppen und der mächtigen Radaa-Miliz verschärft.

Die Anrainerin Sabiha Mohamad sagte der Nachrichtenagentur AFP, es herrsche in erster Linie Angst, Schäden seien bisher weniger entstanden. Beim Verlassen ihrer Häuser seien die Bewohner jedoch vorsichtig, da „jederzeit alles Mögliche ausbrechen könnte“. Die UNSMIL rief „alle Beteiligten auf, jegliche Vorbereitungen für Gewalt einzustellen“, und warnte vor der Eskalation zu einem „Krieg, bei dem alle verlieren“.

Tagelange Gefechte im Mai

Bereits im Mai war es in Tripolis zu tagelangen Gefechten zwischen rivalisierenden Gruppen gekommen, bei denen nach UNO-Angaben mindestens acht Menschen getötet wurden.

Libyen ist seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Schauplatz von gewaltsamen Konflikten und Machtkämpfen. Die von der UNO anerkannte Regierung in Tripolis im Westen ringt um die Macht mit einer Gegenregierung im Osten, die vom dort ansässigen Parlament und dem mächtigen General Chalifa Haftar unterstützt wird.






https://orf.at/stories/3408105/



https://orf.at/stories/3409945/



23.12.2025: Signal mit libyschem Armeeführer über Ankara verloren gegangen, sagt Türkei
Signal lost with jet carrying Libyan army chief over Ankara, Turkiye says

https://www.aljazeera.com/news/2025/12/23/signal-lost-with-jet-carrying-libyan-army-chief-over-ankara-turkiye-says




24.12.2025: Libyscher Armeechef bei Flugzeugabsturz getötet: Was kommt als Nächstes?
Libyan army chief killed in plane crash: What next?

https://www.aljazeera.com/news/2025/12/24/libyan-army-chief-killed-in-plane-crash-what-we-know-so-far

https://orf.at/stories/3415311/




27.12.2025: Libyen hält eine Beerdigung für Militärangehörige ab, die bei dem Absturz in der Türkei getötet wurden
Libya holds funeral for military officials killed in Turkiye crash

https://www.aljazeera.com/news/2025/12/27/turkiye-holds-military-ceremony-for-libyan-army-chief-killed-in-crash




28.12.2025: Begräbnis: Libyen legt den Generalstabschef der Armee in Misrata zur Ruhe
Libya lays army chief of staff to rest in Misrata

https://www.aljazeera.com/news/2025/12/28/libya-lays-army-chief-of-staff-to-rest-in-misrata




Libyen am 4.2.2026: Nun haben sie auch den Sohn von Gaddafi umgebracht - Täter waren "Unbekannte":
Sohn des früheren Staatsoberhaupts al-Gaddafi in Libyen getötet
https://de.rt.com/afrika/269264-sohn-frueheren-staatsoberhaupts-al-gaddafi/

Saif al-Islam Gaddafi, der Sohn des langjährigen Staatsoberhaupts Libyens, wurde am Dienstag von Unbekannten erschossen. Laut Medien wurde Gaddafi in privaten Räumen in der westlibyschen Stadt Az-Zintan von mehreren Tätern attackiert.

Saif al-Islam Gaddafi, der Sohn des langjährigen Staatsoberhaupts Libyens, wurde am Dienstag durch ein Attentat in der westlibyschen Stadt Az-Zintan ermordet. Libysche Medien berichten, dass die Tat in seiner Privatresidenz stattfand, wo demnach vier unbekannte Personen eindrangen, nachdem zuvor die Überwachungskameras vor Ort deaktiviert worden waren. Der persönliche Anwalt bestätigte im libyschen Fernsehen, dass der Gaddafi-Sohn durch Schüsse maskierter Täter getötet worden sei.

In Libyen ist der Sohn des früheren Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi durch eine Gruppe maskierter Täter getötet worden. In den letzten Jahren fiel der Name Saif al-Islam in der libyschen Politik und Gesellschaft nur in Verbindung mit Gerüchten über eine mögliche Kandidatur für ausstehende Präsidentschaftswahlen. Der letzte Wahltermin war seitens des Parlaments final im Jahr 2021 abgesagt worden (RT DE berichtete).

Laut libyschen Medien hat die zuständige Generalstaatsanwaltschaft eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet. Die Umstände der Ermordung durch unbekannte Täter sind laut Berichten jedoch weiterhin unklar, da die Behörden demnach noch keine offizielle Bestätigung herausgegeben haben.

Auf Facebook informierte Moussa Ibrahim, ehemaliger Sprecher der Regierung unter Muammar al-Gaddafi:

"Sie haben ihn heimtückisch ermordet, obwohl er sich ein vereintes, souveränes Libyen wünschte, das für alle seine Bürger sicher ist … sie haben die Hoffnung und die Zukunft ermordet und Hass und Feindseligkeit gesät."

Das Ziel des Attentats sei laut Ibrahim "Blutvergießen, die Spaltung Libyens und die Zerstörung jedes Projekts zur nationalen Einheit, um den Interessen der Ausländer im Land zu dienen". Ein direkter Berater Gaddafis, Abdullah Othman Abdurrahim, erklärte gegenüber dem Fernsehsender al-Ahrar, dass das Opfer "in seinem Haus von einer Gruppe von vier unbekannten Männern getötet worden sei".

So wären "vier bewaffnete Männer in die Residenz gestürmt, nachdem sie die Überwachungskameras außer Betrieb gesetzt hatten, und richteten ihn dann hin", wurde Abdurrahim zitiert.

Seit seiner Gefangennahme während des politischen Umsturzes im Jahr 2011, lebte Saif al-Islam laut Berichten ab 2017 nach einem Gefängnisaufenthalt in der Stadt Az-Zintan, rund 130 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tripolis.



Libyen und der Mord am Gaddafi-Sohn am 10.2.2026: Gaddafi-Sohn störte die Elite:
Warum musste Saif al-Islam Gaddafi sterben?
Why did Saif al-Islam Gaddafi have to die?


By Anas El Gomati -- His name offered an alternative line of succession that Libya’s rival elites could neither control nor neutralise.

Anas El Gomati is the Founder and Director General of the Sadeq Institute, Libya's first public policy think tank based in Tripoli.

Saif al-Islam Gaddafi was shot 19 times inside his compound in Zintan, a mountain town in western Libya, where he had lived since his capture in 2011. Four masked men entered the compound after disabling the security cameras. Roughly 90 minutes earlier, his guards had withdrawn from the area for reasons that remain unexplained. When the shooting ended, the assailants did not flee. They left. No gunfight. No pursuit. No claim of responsibility. The perpetrators vanished into the kind of silence that, in Libya, usually means the killers have nothing to fear from an investigation.

Saif was the son of Muammar Gaddafi, who ruled Libya for more than four decades before being overthrown and killed in the 2011 revolution. Since 2014, the country has been divided between two rival power centres. In the west, successive governments in Tripoli, the latest led by Prime Minister Abdul Hamid Dbeibah, derive their authority from United Nations recognition. In the east, renegade military commander Khalifa Haftar controls territory through military force, backed by the United Arab Emirates, Russia, and Egypt, while a paper government in Benghazi provides civilian cover for what is effectively military rule. Neither side has faced a national election, nor intends to.

The mechanics of the killing tell their own story. This was not violence born of chaos. It was an operation, executed within a narrow window by actors who understood Saif’s movements, his protection, and the informal rules governing both. Members of his inner circle have described it as an inside job. Reaching him required more than weapons. It required access to his routines, to his guards, and to the layered arrangements that had kept him alive in secret. For years, Saif had lived in varying degrees of concealment, protected by local understandings and, at times, by Russian-linked security support. By the night of the attack, all that protection had been withdrawn. Whoever planned the operation knew it would be.
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Motive alone is not evidence. But method and capability narrow the field.

When Abdelghani al-Kikli, the commander of Tripoli’s largest militia, Stabilisation Support Apparatus (SSA), was assassinated last year by a rival brigade, the result was immediate chaos. Armed clashes shut down large parts of the capital – factional and noisy, and instantly legible. The Zintan operation bears no resemblance. Its precision and the silence that followed point to a different kind of actor. Critics, liabilities, and inconvenient figures within Haftar’s orbit have often been removed quietly. Mahmoud al-Werfalli, a senior officer in Haftar’s forces and a man wanted by the International Criminal Court, was shot dead in broad daylight in Benghazi in 2021. No serious investigation followed. Others have disappeared in a similar fashion. These operations do not require total territorial control. They rely on networks, intimidation and the expectation of impunity.

None of these constitutes proof. Libya rarely offers proof. Only patterns. But patterns have infrastructure.

The political order Muammar Gaddafi built did not disappear in 2011. It was disassembled and repurposed. Haftar took its fragments, tribal patronage networks, security hierarchies, and the militia economy, and reassembled them around his own family, anchored by a praetorian guard, the Tariq bin Ziyad Brigade, commanded by his son Saddam, the recently appointed deputy general commander of the self-styled Libyan National Army and the most likely successor to his father.

Former loyalists of the old regime were not excluded from this system, but they were never trusted within it. Pro-Gaddafi political figures and commanders were encouraged to return under Haftar and absorbed after 2014 only on strictly conditional terms. Figures such as Hassan Zadma, once aligned with Saif’s brother Khamis’s infamous 32nd Brigade, were coopted for their utility, not integrated as partners. When their presence threatened Haftar’s control, they were marginalised or dismantled.

Saif himself was never offered even that conditional inclusion. He remained outside the system, tolerated, contained, and watched, a reminder of an alternative line of inheritance that could never be fully neutralised. He had lived under the persistent threat of assassination since 2017.

Saif did not represent change. He represented an alternative. The danger he posed was structural. Haftar’s coalition is held together not by ideology but by patronage, and patronage is distributed unevenly. Some tribes and armed groups receive more than others. Loyalty is transactional, calibrated to what each faction can extract. In the event of Haftar’s death, those who feel short-changed would see succession as an opportunity to renegotiate their terms, or defect to whoever offers a better deal. The only figure with a history and surname symbolic enough to draw them in was Saif, heir to the very system Haftar had repurposed. He would not have dismantled it. He would have ruled through it, with the same patronage logic and the same authoritarian reflexes. Same system, different family.

That made him extraordinarily difficult to accommodate. Forty-eight hours before the killing, Saddam Haftar met Ibrahim Dbeibah, the prime minister’s nephew and head of Libya’s national security apparatus, secretly at the Elysee Palace in Paris. There was no official readout. Leaks suggest a single agenda: whether Libya’s rival camps could form yet another interim unity government, one that would bring the LAAF formally under the state, divide ministries and institutions between the Haftar and Dbeibah families, and postpone elections for what would now be over a decade. Libyans have not voted since 2014. That grievance has deepened with every failed transition, every broken promise of elections, every new interim arrangement designed to keep the same people in power. A family carve-up negotiated in Paris would have made it volcanic. Saif did not need a programme to exploit that. He only needed to be on the ballot. In the aborted 2021 presidential election, he polled significantly ahead of Haftar. If the only viable candidates are authoritarians, the anti-establishment authoritarian wins. He could not be absorbed into such an arrangement without destabilising both sides, and he could not be left outside it without becoming the vehicle for every Libyan’s rage against it.

Five days after his killing, Saif’s tribe buried him in Bani Walid, a town long associated with loyalists of his father. They had wanted Sirte, his father’s tribal seat. Haftar’s forces denied them. Condolence receptions were blocked. Public mourning was prevented. Saif spent a decade being told where he could live, who he could see, and when he could speak. His killers decided where he could die. His rivals decided where he could be buried. No one has been arrested. No one will be. In Libya, silence after a killing is never the absence of an answer. It is the answer.

The views expressed in this article are the author’s own and do not necessarily reflect Al Jazeera’s editorial stance.




Al Jazeera
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11.2.2026: Libyen erteilt von den wenigen Öl-Lizenzen auch einige an ausländische Unternehmen
Libya issues rare oil exploration licences to foreign firms

https://www.aljazeera.com/news/2026/2/11/libya-issues-rare-oil-exploration-licences-to-foreign-firms

By News Agencies -- Winning bidders include Chevron, Eni, QatarEnergy and Aiteo.

Libya has assigned new oil and gas exploration rights to foreign firms, aiming to revamp the sector after years of civil strife.

The country’s National Oil Corporation (NOC) announced the results of its first licensing round since 2007 on Wednesday. Winners included US oil giant Chevron and Africa’s largest privately-owned energy company, Nigeria’s Aiteo.

Other winning bidders were consortia: Spain’s Repsol with British Petroleum, Eni North Africa with QatarEnergy, and Repsol with Hungary’s MOLGroup and Turkiye Petrolleri.

The licensing awards signal some renewed interest in Libya’s oil sector, which foreign investors had long been wary of after the country erupted into conflict in 2011 with the overthrow of longtime ruler Muammar Gaddafi. But experts said the response was smaller than expected.

“It is likely that lingering uncertainty over Libya’s political dysfunction and insecurity in the areas around the blocks on offer were factors in the underwhelming response,” Hamish Kinnear, an analyst with UK-based risk consultancy Verisk Maplecroft, told the AFP news agency.

Libya remains politically divided between rival administrations in the east and west, and disputes over the central ‌bank and oil revenues often disrupt production at key oil fields.

‘Return of trust’
The licensing round, in which five of 20 blocks on offer were awarded, follows a $20bn deal last month with France’s TotalEnergies and ConocoPhillips to boost oil production over 25 years.

Prime Minister Abdelhamid Dbeibah, who announced the deal, said the goal was to increase daily oil production by 850,000 barrels within that timeframe. Libya currently produces approximately 1.4 million bpd.

The round used a new, more investor-friendly contract model to replace the rigid terms that previously deterred investment.

NOC chief Masoud Suleman said a committee will be created to further “improve the terms” of the bidding system and negotiate with candidates to grant unallocated blocks.

Speaking at the bid’s announcement ceremony, he said “a return of trust and resuming institutional work in one of the country’s most important sectors after a long period of pause and challenges.”

“They are part of a broader national path that aims for prosperity, growth, the return of normalcy,” he added.




Libyen am 16.2.2026: Gaddafi-Sohn ermordet - abgekartetes Spiel von "USA" und Frankreich:
Die Ermordung von Saif Gaddafi: Wie ein geheimes US-französisches Abkommen in Paris Libyens letzten Hoffnungsschimmer auslöschte

https://uncutnews.ch/die-ermordung-von-saif-gaddafi-wie-ein-geheimes-us-franzoesisches-abkommen-in-paris-libyens-letzten-hoffnungsschimmer-ausloeschte/
https://ansage.org/die-ermordung-von-saif-gaddafi-wie-ein-geheimes-us-franzoesisches-abkommen-in-paris-libyens-letzten-hoffnungsschimmer-ausloeschte/

48 Stunden nach dem Pariser Deal gegen China und Russland wurde der fähige und antiislamistische Sohn Saif des einstigen libyschen Herrschers Muammar Gaddafi, Saif al-Islam Gaddafi, für immer zum Schweigen gebracht Es war ein staatlich orchestrierter Mord, der quasi Libyens Zukunft umschrieb: Denn innerhalb nur weniger Tage nach der Vermittlung eines Machtteilungs-Duopols, das die westliche Dominanz zementieren und China sowie Russland entgegenwirken sollte, waren es nicht gewöhnliche Milizionäre – von denen Libyen reichlich hat –, sondern hochtrainierte, maskierte Spezialkräfte, die mit unverkennbarer staatlicher Präzision die Ermordung der einzigen säkularen Figur durchführten, die in der Lage gewesen wäre, die einstige politische Stabilität der Gaddafi-Ära wiederherzustellen. Dadurch bleibt den Libyern der endlose Preis für die sogenannte „Befreiung“ durch die NATO weiterhin auferlegt.

Die Ermordung von Saif al-Islam Gaddafi am vergangenen Dienstag in der Bergstadt Zintan sandte Schockwellen durch ganz Libyen – nur wenige Tage nach einem geheimen, von den USA vermittelten Gipfel, der darauf abzielte, die zerrissene Führung des Landes neu zu gestalten.

Der geheime Pariser Gipfel Ende Januar
Gemeinsam von den Vereinigten Staaten und Frankreich organisiert, fand in Paris am 28. Januar 2026 ein geheimes Treffen statt, an dem Saddam Haftar, der als stellvertretender Kommandeur und Sohn von Khalifa Haftar die ostlibysche Libysche Nationalarmee vertrat, Ibrahim Dbeibah, derSicherheitsberater des westlibyschen Premierministers Abdul Hamid Dbeibah und dessen Cousin, teilnahmen. Als Gesprächsinhalt wurde offiziell die Förderung von Stabilität und Vereinigung dargestellt. Eine einheitliche Regierung könnte Libyens Ölinfrastruktur sichern (Afrika produziert als viertgrößter Produzent, mit erheblicher Kontrolle unter Haftars Einfluss), europäische Investitionen insbesondere aus Italien und Frankreich ermöglichen, “grüne” Wasserstoffprojekte wiederbeleben und Gasverbindungen stärken, hieß es.

Die Diskussionen wurden von Massad Boulos koordiniert, der als Vermittler auftrat. Boulos ist Sonderberater des US-Präsidenten für afrikanische Angelegenheiten, nach seiner strategischen Tour durch regionale Hauptstädte wie Tunis und Algier, um Unterstützung für diesen Prozess abzustimmen. Das Ziel ist die Schaffung eines „Duopols“, das nationale Institutionen vereinigt, Öleinnahmen, militärische und finanzielle Macht teilt – während “alte” Akteure ausdrücklich ausgeschlossen werden, um die Region unter westlichem Einfluss zu „stabilisieren“ und chinesischen sowie russischen Firmen den Zugang zu libyschen Märkten möglichst zu blockieren.

Protektionismus des “Wertewestens“
Im Wesentlichen ging es nicht primär um die Förderung von Demokratie, den Schutz von Frauenrechten oder die Eindämmung des Islamismus (Begründungen, die der Westen oft für seine gewaltsamen und illegalen Interventionen anführt, wobei das Lager von Dbeibah in Tripolis selbst erhebliche islamistische Elemente umfasst, während Saif sich als säkulare, anti-Milizen-Alternative positionierte). Nein: das wahre Ziel war, China und Russland vom Geschäft in Libyen abzuhalten, die westliche Kontrolle über die enormen Ressourcen des Landes zu sichern und jeden “Wildcard”-Faktor – wie eine populäre Wiederbelebung der Gaddafi-Familie – zu eliminieren, der diese Vereinbarung stören könnte. Offensichtlich ist für die westlichen Mächte ein geteiltes, chaotisches Libyen – das anhaltende Migrationsströme nach Europa antreibt – allemal lieber als einem vereintes, souveränes Libyen unter einem säkularen Führer wie Saif.

Nur 48 Stunden nach den Pariser Gesprächen dann wurde Saif in einer hochprofessionellen Operation getötet, die alle Merkmale staatlicher oder ausländischer Geheimdienstplanung trug. Dafür spricht vor allem die taktische Präzision: Vier maskierte Operatoren schalteten hochentwickelte Überwachungskameras aus, stürmten seine Residenz, richteten ihn hin (zusammen mit anderen Anwesenden, darunter einem Wächter und einem lokalen Milizenführer mit seinem Sohn) und entkamen spurlos; ein Grad an Koordination, der weit über die Fähigkeiten typischer libyscher Milizen hinausgeht.

Gezielte Hinrichtung mit Folgen
Die symbolische Bedrohung der Kommandoaktion ist nicht zu unterschätzen: Trotz seiner teilweise durchaus kontroversen Vergangenheit blieb Saif die einzige Figur, die in der Lage war, Schlüsselstämme wie Warfalla, Qadhadhfa und Zintan zu vereinen, welche die Gaddafi-Ära noch immer mit wirtschaftlicher Sicherheit und souveräner Stabilität verbinden. Der hohe Rückhalt zeigte sich auch in den Reaktionen auf seine Liquidierung: Tausende Trauernde versammelten sich in Bani Walöd zu seiner Beerdigung, was seine anhaltende regionale Unterstützung und die Tiefe der pro-Gaddafi-Nostalgie inmitten des libyschen Chaos nach 2011 unterstreicht.

Entscheidend ist aber vor allem, dass Saif eine säkulare, anti-fanatische und gemäßigte Alternative in einer politischen Landschaft verkörperte, die zunehmend von Fraktionen mit islamistischen Neigungen geprägt wird. Seine Plattform fand Anklang bei Libyern, die vom islamistischen Einfluss in der Tripolis-Regierung enttäuscht sind und die Milizenherrschaft fürchten; sein säkularer Appell richtete sich indirekt gegen radikal-islamische Kräfte. Durch seine Beseitigung wurde ein großes „drittes Rad“ eliminiert, von dem Analysten schätzten, dass es bei den geplanten Wahlen im April 2026 bis zu 40 Prozent der Stimmen hätte erreichen können – genug, um das binäre Machtteilungsabkommen zu stören. Seine Eliminierung ebnet den Weg für die in Paris vermittelte Vereinbarung und lässt den nostalgischen pro-Gaddafi-Block ohne glaubwürdigen, säkularen Führer zurück. Der Mord war damit klar als politische Säuberungsaktion gedacht.

Gaddafis Libyen – bevor der Westen es zerstörte
Unter der Herrschaft von Muammar Gaddafi 1969 bis 2011 finanzierten die Öleinnahmen ein umfassendes Wohlfahrtssystem: kostenlose oder stark subventionierte Bildung (die Alphabetisierungsrate stieg von etwa 25 Prozent vor dem Regime auf über 80 bis 89 Prozent; es gb kostenlose Gesundheitsversorgung, günstigen oder kostenlosen Strom und Energieversorgung, zinsfreie Kredite, Wohnen war als Menschenrecht kodiert (durch subventionierte Projekte, Zuschüsse für Neuvermählte und Umverteilung von Eigentum, die Obdachlosigkeit ausrottete), billiger Treibstoff und Grundnahrungsmittel sowie massive Verbesserungen des Lebensstandards waren ebenfalls auf der Habenseite zu verbuchen.

Beispielhaft bestimmte Gesetz Nr. 4 von 1978, dass jeder Bürger das Recht auf ein eigenes Haus oder ein Baugrundstück habe und dieses Eigentum „heilig“ sei. Gaddafis Philosophie – niedergelegt im “Grünen Buch” – sah vor, dass niemand in einem fremden Haus leben und Miete zahlen solle, da dies die persönliche Freiheit einschränke.

Libyen erreichte eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen Afrikas (über 11.000 US-Dollar nominal, über 30.000 US-Dollar Kaufkraftparität in Spitzenzeiten) und Spitzenplätze im kontinentalen Human Development Index. Frauen und Mädchen wurden aktiv zu höherer Bildung und beruflichen Karrieren ermutigt, was zu hoher weiblicher Universitätsbeteiligung und vielen erfolgreichen Berufstätigen führte.

Fackel der Hoffnung ausgelöscht
Für ein vormordernes, tribalistisch organisierte Gesellschaftsordnung waren dies enorme politische Fortschritte. Doch dass das Land – aus einseitiger westlicher Sicht – Demokratiedefizite und Menschenrechtsverstöße aufwies (was allerdings in traditionellen Stammesgesellschaften zwangsläufig unvermeidlich ist), lieferte den Vorwand für die westliche Intervention vor 15 Jahren. Später räumte sogar die britische Staatsfernsehanstalt BBC ein, dass Libyen, einst eines der „wohlhabendsten Länder Afrikas“, nach Jahren der Gesetzlosigkeit infolge dieser westlichen Einmischung in einen „fragilen, geteilten Staat“ abstieg. Die von den USA geführte NATO-Kampagne von 2011 und der Sturz Gaddafis stürzten das Land in Chaos, Konflikt und Instabilität. Alles, was damit vorgeblich beendet werden sollte, nahm erst richtig an Fahrt auf: Weit verbreiteter Menschenhandel entstand – einschließlich berüchtigter offener „Sklavenmärkte“, auf denen Migranten, insbesondere subsaharische afrikanische Frauen und Mädchen, gekauft, verkauft, erpresst, zur Zwangsarbeit gezwungen oder zur sexuellen Ausbeutung genötigt wurden – ein düsterer Kontrast zur relativen Stabilität und zum sozialen Fortschritt der vorherigen Ära.

Dies war der harte Preis der sogenannten „Freiheit“, die die Intervention des von der Schimäre des “Arabischen Frühlings” berauschten “Wertewestens” versprochen hatte. Tatsächlich wurde Libyen um seine Stabilität, Eigenständigkeit und Zukunft betrogen. Und nun, mit der Ermordung des Sohnes von Muammar Gaddafi und damit des letzten fähigen Führers, der die weit verbreitete Nostalgie für die Gaddafi-Ära in eine echte nationale Erneuerung hätte kanalisieren können – wurden die schwach lodernde Fackel der Hoffnung, die für ein stabiles, prosperierendes und wirklich souveränes Libyen zu leuchten begonnen hatte, erneut brutal ausgelöscht. Die gewöhnlichen Libyer zahlen weiterhin einen immer höheren Preis für die Kriegsverbrechen des Westens, ohne dass ein Ende der ihnen auferlegten Dunkelheit in Sicht wäre.




https://de.rt.com/meinung/273221-auf-nato-folgte-jeffrey-epstein/

Von Mustafa Fetouri

Während im Sommer 2011 noch NATO-Bomben auf Tripolis fielen, kreiste aus der Sicherheit eines Stadthauses in Manhattan ein anderes Raubtier um die libysche Hauptstadt. Neu veröffentlichte Dokumente des US-Justizministeriums aus dem Jahr 2026 enthüllen, dass Jeffrey Epstein, der in Ungnade gefallene Finanzier und mutmaßliche israelische Geheimdienstmitarbeiter, auch ein geopolitischer Aasgeier war, der sich an den Überresten des libyschen Staates bereichern wollte.

Die private Korrespondenz des verurteilten Sexualstraftäters offenbart eine kaltblütige Kalkulation, internationales Recht zu umgehen und an die in den USA eingefrorenen libyschen Vermögenswerte in Höhe von 32,4 Milliarden US-Dollar zu gelangen. Die Tragödie des libyschen Volkes wurde als Geschäftsmöglichkeit präsentiert.

Am 18. September 2011, als die Straßen Libyens noch im Chaos versanken, wurde in New York ein geheimer Plan ausgeheckt, um sich das Staatsvermögen des Landes anzueignen. In einer E-Mail mit dem Betreff "New York – Der Schein trügt" drängte Jeffrey Epsteins Mitarbeiter Greg Brown den Finanzier dringend, ein hochrangiges Treffen mit künftigen libyschen Führungskräften während der UN-Generalversammlung zu finanzieren. Die Zielpersonen waren keine unbedeutenden Akteure; darunter Dr. Mohamed Magariaf, der bald darauf Libyens Staatsoberhaupt werden sollte, und seine wichtigsten Berater, Dr. Noah und Fadel Hshad.

Brown identifizierte dieses Trio als die Männer, die bald das Mandat für Verhandlungen mit globalen Giganten wie Goldman Sachs erhalten würden. Der Hauptgrund: sage und schreibe 40 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten der Libyschen Investitionskommission (LIA, Libyan Investment Authority), die in ganz Subsahara-Afrika angelegt waren, zusätzlich zu den in US-Banken eingefrorenen Geldern. Indem Epsteins Umfeld anbot, diese Gelder zu "identifizieren, zu verwalten und zu monetarisieren", wollte es sich als die eigentlichen Kontrollinstanzen der libyschen Nachkriegswirtschaft positionieren – ein Schachzug, der laut Brown Hunderte von Millionen in die eigenen Taschen spülen sollte.

Die Operation war in Wirklichkeit ein privatisierter Geheimdiensteinsatz, der das Machtvakuum im libyschen Staat ausnutzen sollte. Weitere E-Mails aus derselben Zeit belegen, dass Epsteins Netzwerk nicht isoliert agierte. Ehemalige Agenten des britischen MI6 und des israelischen Mossad seien bereit, bei der Jagd nach Libyens Milliardenvermögen zu helfen. Dieses dubiose Bündnis betrachtete die in den USA eingefrorenen 32,4 Milliarden US-Dollar – sowie das weitere afrikanische Portfolio im Wert von 40 Milliarden US-Dollar – nicht als geschütztes Staatsvermögen, sondern als bedeutende Chance zur Rückgewinnung gegen Erfolgshonorar. Indem sie Epsteins Ruf der Furchtlosigkeit nutzte, wollte die Gruppe die junge libysche Führung davon überzeugen, dass nur ihr Netzwerk aus Spionen und Vermittlern über die nötigen Mittel verfüge, um sich im globalen Finanzgeflecht zurechtzufinden und die "gestohlenen" Vermögenswerte des Landes zurückzuholen.

Um diese beispiellose Finanzintervention zu rechtfertigen, stützte sich Epsteins Netzwerk auf eine sorgfältig konstruierte Erzählung, die sämtliche libyschen Auslandsvermögen als von der Gaddafi-Familie "gestohlen und veruntreut" darstellte – eine Behauptung, die auch 15 Jahre später noch nicht bewiesen ist. Dies war eine bewusste Falschdarstellung; in Wirklichkeit handelte es sich bei diesen Vermögenswerten um legitime Bestände libyscher Staatsfonds, investiert in erstklassige Aktien wie Pearson und globale Bankenriesen. Indem Epsteins Leute und ihre Geheimdienstmitarbeiter ein diversifiziertes Staatsportfolio als "kriminelle Erträge" darstellten, suchten sie nach einer rechtlichen Lücke, um UN-Sanktionen zu umgehen und eine "Erfolgsgebühr" aus dem Vermögen des libyschen Volkes – und nicht einer einzelnen Familie – zu erheben.

Diese Strategie der Kriminalisierung von Staatsvermögen wurde auf dem afrikanischen Kontinent besonders aggressiv verfolgt. Während des Chaos von 2011 kursierten hartnäckige Gerüchte (oftmals von westlichen Geheimdiensten geschürt), das Portfolio  von Libya Africa Investment sei Gaddafis persönlicher Schmiergeldfonds und kein legitimes Entwicklungsinstrument.

Diese Erzählung erreichte ihren Höhepunkt mit den Anschuldigungen gegen den ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma. Es kamen Behauptungen auf, Zuma habe 30 Millionen Dollar in bar (und sogar Gold- und Diamantenschätze) vom verstorbenen libyschen Machthaber zur "Verwahrung" erhalten. Obwohl Zuma diese Behauptungen wiederholt und sarkastisch zurückwies und anmerkte, er habe mit diesem Vermögen kaum Probleme mit Anwaltskosten, erfüllte die Legende von den "Gaddafi-Milliarden" einen wichtigen Zweck. Sie ermöglichte es zwielichtigen Akteuren wie Epstein, die Staatsinvestitionen als "verschollenen Schatz" zu behandeln, der zur freien Verfügung stand, anstatt als staatliches Eigentum, das unter dem Schutz des Völkerrechts hätte stehen sollen.

Die eigentliche Gefahr von Epsteins "New Yorker Intrige" lag in dem Versuch, eine Art Schattenherrschaft über Libyens souveräne Institutionen zu etablieren, noch bevor diese wiederaufgebaut werden konnten. Indem er die Personen ins Visier nahm, die mit den Verhandlungen zum Vergleich mit Goldman Sachs betraut waren, wollte Epstein einen Präzedenzfall schaffen, in dem private, nicht rechenschaftspflichtige Strippenzieher die Rechtsstreitigkeiten des Landes lenken würden.

Dies war ein direkter Angriff auf Libyens finanzielle Souveränität, nach dem Angriff auf seine politische Souveränität durch die NATO-Invasion. Während die UN-Mission (UNSMIL) und die internationale Gemeinschaft von einem "Übergang zur Demokratie" sprachen, offenbaren Epsteins Dokumente eine Parallelwelt: einen Wettlauf darum, die Libysche Investitionskommission (LIA) als Blackbox unter der Kontrolle von in Manhattan ansässigen Vermittlern zu erhalten. Diese Einmischung trug wahrscheinlich zu den jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und internen Spaltungen bei, die Milliarden von Dollar an Staatsvermögen faktisch lahmlegten – und das libysche Volk den Preis für einen "Wiederaufbauprozess" zahlen ließen, der von Profiteuren für Profiteure konzipiert wurde.

Die wohl vernichtendste Kritik an dieser Intervention ist, dass sie auf einem finanziellen Phantom basierte. Seit 15 Jahren wird die internationale Gemeinschaft mit Geschichten über "Gaddafis versteckte Milliarden" unterhalten – ein Narrativ, das Epsteins Netzwerk bereitwillig nutzte, um seine "Rückgewinnungsdienste" zu rechtfertigen. Doch die Realität im Jahr 2026 bleibt ernüchternd: Kein einziges persönliches Bankkonto oder geheimes Vermögen des verstorbenen Muammar Gaddafi wurde jemals gefunden. Die im Westen eingefrorenen Milliarden sind und waren schon immer das dokumentierte institutionelle Vermögen der LIA. Die LIA wurde 2006 gegründet, um unter anderem Öleinnahmen für arme Familien im Land anzulegen.

Ironischerweise wurde Gaddafi im Westen als ein Mann dargestellt, der den Reichtum des Landes hortete, doch die historischen Fakten belegen ganz andere Absichten. Bereits im Februar 2009 sprach sich Gaddafi öffentlich für einen radikalen Plan zur Bekämpfung der Korruption in der Staatsverwaltung aus, indem er die Öleinnahmen direkt an die libysche Bevölkerung verteilte. Er argumentierte, der Reichtum solle in die Hände der Bürger gelegt werden, damit diese ihre Angelegenheiten selbst regeln könnten – ein Vorschlag, der auf heftigen Widerstand ebenjener Bürokratie stieß, die 2011 zusammenbrach. Indem Epsteins Komplizen diesen Verfechter der Vermögensverteilung als gewöhnlichen Dieb darstellten, schufen sie die notwendige moralische Rechtfertigung, um das Staatskapital ins Visier zu nehmen. Sie ersetzten einen Plan zur Stärkung der Bevölkerung durch ein Komplott zur privaten Plünderung.

Das räuberische Interesse von Figuren wie Epstein war lediglich die Spitze eines viel größeren Eisbergs in einer Landschaft nach 2011, die von systematischer, staatlich geförderter Plünderung geprägt war. Während die internationale Gemeinschaft sich öffentlich auf die "eingefrorenen" Auslandsvermögen konzentrierte, sah die Realität im Inland so aus, als ob der nationale Reichtum massiv abfloss. Berichten des libyschen Rechnungshofs und verschiedener Transparenzorganisationen zufolge sind seit dem Zusammenbruch des Staates im Jahr 2011 schätzungsweise 100 bis 200 Milliarden US-Dollar in einem Sumpf aus Korruption, institutioneller Verschwendung und direktem Diebstahl verschwunden.

Diese Korruption ist nicht bloß ein internes Versagen; sie wird vielmehr durch den Mangel an Kontrolle befeuert, den die westliche "Befreiung" Libyens ermöglichte – und den Epsteins "private Sanierungspläne" auszunutzen suchten. Ein Hauptmotor dieses massiven Diebstahls ist die libysche Zentralbank mit ihrem berüchtigten Akkreditivsystem. Experten argumentieren, dass dieser Mechanismus instrumentalisiert worden sei, um Milliarden durch betrügerische Importe abzuzweigen – dabei werden Devisen zu offiziellen Kursen für Lieferungen von "Waren" beschafft, die oft nie ankommen. Das Ausmaß dieses Abflusses ist erschreckend: Allein in einem 13-wöchigen Zeitraum im Jahr 2021 wurden Akkreditive im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar ausgestellt, wobei ein Großteil dieses Vermögens einfach in der Schattenwirtschaft verschwand.

Es ist historisch belegt, dass Libyen, wie viele Entwicklungsländer, bereits vor 2011 mit erheblichen Korruptionsproblemen zu kämpfen hatte. Das darauffolgende Machtvakuum und die Zersplitterung der Verfassung haben dieses Problem jedoch in eine systemische Katastrophe verwandelt. Im Februar 2026 belegte Libyen im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International Platz 177 von 182 Ländern. Mit nur 13 von 100 Punkten zählt Libyen nun offiziell zu den sechs korruptesten Nationen der Welt, in einer Reihe mit kriegsgebeutelten Staaten wie Syrien und Jemen. Dieser Wandel von einem zwar fehlerhaften, aber funktionierenden Staat zu einem globalen Ausreißer in Sachen Korruption beweist endgültig das Scheitern der NATO-Intervention von 2011. Die von Epsteins Umfeld angestrebten Bereicherungsmaßnahmen haben die Institutionen des Landes ausgehöhlt und die libysche Bevölkerung in eines der gesetzlosesten finanziellen Umfelder der modernen Geschichte gestürzt.

Übersetzt aus dem Englischen.

Mustafa Fetouri ist ein libyscher Akademiker sowie preisgekrönter Journalist und politischer Analyst.







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