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Afrika. Meldungen Teilung 01

Der Turkana-Graben teilt Kenia und Äthiopien (8.5.2026 - Link)

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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23.3.2023: Afrika teilt sich - Ostafrika bricht weg - der Graben öffnet sich 7mm pro Jahr:
África se está partiendo en 2 y dará origen a un nuevo océano
https://larepublica.pe/ciencia/2023/03/22/africa-se-esta-partiendo-en-dos-y-dara-origen-a-un-nuevo-oceano-2086590

Una grieta de miles de kilómetros se está abriendo a lo largo del continente africano, otra muestra de los misteriosos procesos geológicos de nuestro planeta.

La división de África y el nuevo océano

Como todo proceso geológico, la división del continente africano tomará varios millones de años. Para tener una idea de la lentitud de este proceso, un estudio de 2004 estimó que las placas somalí y nubia se están separando a un ritmo máximo de 7 milímetros por año.






8.5.2026: Der Turkana-Graben:
Neuer Ozean: Afrika bricht schneller auseinander als angenommen
https://www.20min.ch/story/neuer-ozean-afrika-bricht-schneller-auseinander-als-angenommen-103559867

Jean-Claude Gerber -- Der afrikanische Kontinent ist im Begriff, sich zu teilen, wodurch ein neues Meer entstehen wird. Eine neue Studie zeigt, dass dieser Prozess schon weiter fortgeschritten ist als bisher angenommen.
  • ine neue Studie zeigt, dass die Spaltung des afrikanischen Kontinents weiter vorangeschritten ist als bisher angenommen.
  • Im Turkana-Graben in Kenia und Äthiopien wird die Erdkruste seit vier Millionen Jahren immer dünner.
  • Inzwischen ist ein Punkt erreicht, an dem eine Kontinentaltrennung laut den Forschenden praktisch vorbestimmt ist.
  • Die Erkenntnisse werfen auch ein neues Licht auf den Fossilienreichtum der Region, wo ein Drittel aller Hominiden-Funde Afrikas gemacht wurde.

Durch den afrikanischen Kontinent zieht sich eine gewaltige Bruchzone, der sogenannte Ostafrikanische Graben. Er reicht von der Afar-Senke in Äthiopien im Norden bis nach Mosambik im Süden. Dort spaltet sich langsam eine neue tektonische Platte von der Afrikanischen Platte ab. Die in Entstehung begriffene Somalische Platte, auch Somaliaplatte genannt, bewegt sich nach Osten, während die Afrikanische Platte nach Westen driftet. Dieser Prozess wird dazu führen, dass sich ein neuer Ozean bildet. Nun zeigt eine Studie von Forschenden aus den USA und Grossbritannien, dass es früher als bisher angenommen zu einem Auseinanderbrechen des Kontinents kommen könnte.

Was haben die Forschenden genau untersucht?

Das Team um Christian Rowan von der New Yorker Columbia-Universität konzentrierte sich für seine Studie auf das Turkana Rift (Turkana-Graben), auch Turkana-Tiefland genannt, wo die Plattentektonik besonders aktiv wirkt. Der Turkana-Graben erstreckt sich als Teil des Ostafrikanischen Grabens über eine Länge von etwa 500 Kilometern durch Kenia und Äthiopien. In der Turkana-Region driften die afrikanische und die somalische Platte mit einer Geschwindigkeit von etwa 4,7 Millimetern pro Jahr auseinander. Ein Prozess, der «Rifting» genannt wird.

Um herauszufinden, wie weit der Prozess schon fortgeschritten ist, konnten die Forschenden genaue seismische Messungen von Industrieunternehmen auswerten. Für ihre Beurteilung wichtig war vor allem die Dicke der Erdkruste unter den Sedimentschichten des Turkana-Grabens.

Was sind ihre Erkenntnisse?
Die Ergebnisse überraschten die Forschenden. «Wir haben festgestellt, dass die Kontinentaldrift in dieser Zone weiter fortgeschritten ist und die Erdkruste dünner ist, als bisher angenommen», sagt Rowan. Entlang der Mitte des Grabenbruchs ist die Erdkruste nur etwa 13 Kilometer dick. Zum Vergleich: An den Rändern des Grabenbruchs ist die Erdkruste mehr als 35 Kilometer dick.

Was bedeutet das?
Ist die Erdkruste in einer Riftzone dünner als etwa 15 Kilometer, bedeutet das, dass die sogenannte Necking-Phase begonnen hat. Sobald dieser Punkt erreicht ist, ist eine Kontinentaltrennung so gut wie unvermeidlich. «Je dünner die Erdkruste wird, desto schwächer wird sie, was die weitere Spaltung begünstigt», so Rowan.
In den Sedimentablagerungen im Turkana-Graben blieben zahlreiche fossile Überreste von Hominiden erhalten. (Im Bild: Forscher Christian Rowan in der Fossilienfundstätte Lothagam in West-Turkana.)
In den Sedimentablagerungen im Turkana-Graben blieben zahlreiche fossile Überreste von Hominiden erhalten. (Im Bild: Forscher Christian Rowan in der Fossilienfundstätte Lothagam in West-Turkana.)Christian Rowan

Obwohl die neuen Erkenntnisse darauf hindeuten, dass der Spaltungsprozess weiter fortgeschritten ist als bisher angenommen, wird noch einige Zeit vergehen, bis es so weit ist. Der Turkana-Graben begann sich vor etwa 45 Millionen Jahren zu öffnen, und Forschende schätzen, dass das Necking bereits vor etwa 4 Millionen Jahren nach ausgedehnten Vulkanausbrüchen einsetzte. Und es dürfte noch mehrere Millionen Jahre andauern.

Die nächste Phase wird dann die sogenannte Ozeanisierung sein. In diesem Stadium wird Magma durch die Spalten und Brüche aufsteigen und neuen Meeresboden bilden. Setzt sich die Spaltung nach Norden fort, wird der Graben von Meereswasser aus dem Indischen Ozean geflutet und Ostafrika vom Rest des Kontinents abtrennen. Diese Phase hat in der Afar-Senke, die im Nordosten Afrikas nahe dem Roten Meer liegt, bereits begonnen.

Muss die Evolution des Menschen neu gedacht werden?
Die Erkenntnisse der Studie lassen auch den aussergewöhnlichen Fossilienreichtum der Turkana-Graben-Zone in einem neuen Licht erscheinen. Mehr als 1200 Fossilien früher Hominiden aus den letzten vier Millionen Jahren wurden dort gefunden, darunter Lucy. Das entspricht etwa einem Drittel aller derartigen Funde in Afrika, was bisher dahingehend gedeutet wurde, dass die Region ein wichtiger Schauplatz der menschlichen Evolution war.

Lucy lebte als Vertreterin der Art Australopithecus afarensis vor 3,2 Millionen Jahren im Norden des Ostafrikanischen Grabenbruchs. (Im Bild: Lucy in einer Ausstellung des Nationalmuseums in Prag im August 2025.)
Lucy lebte als Vertreterin der Art Australopithecus afarensis vor 3,2 Millionen Jahren im Norden des Ostafrikanischen Grabenbruchs. (Im Bild: Lucy in einer Ausstellung des Nationalmuseums in Prag im August 2025.)IMAGO/CTK Photo

Für Rowan und sein Team muss das aber nicht zwingend der Fall gewesen sein. Der Fossilienreichtum könnte auch einfach daher rühren, dass die geologischen Prozesse besonders günstige Bedingungen für die Fossilisierung geschaffen haben. Denn mit Einsetzen des Neckings vor etwa vier Millionen Jahren senkte sich das Land im Graben ab. Dadurch wurde die Ansammlung von feinkörnigen Sedimenten begünstigt, die ideal für die Erhaltung von Fossilien sind. «Die Bedingungen waren günstig für die Erhaltung eines lückenlosen Fossilienbestands», sagt Rowan. «Andere Forschende können nun unsere Ergebnisse nutzen, um diese Ideen weiter zu untersuchen.»










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