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Wasser Meldungen 02

Was geschieht mit dem Wasser in der Welt? - Wassergeschichten

Brasilien und den "USA" geht zum Teil bereits das Wasser aus: Sao Paulo, Phoenix, Las Vegas, Tucson etc. -- 20.5.2017: Chile hat Wasser privatisiert+Politiker sind Plantagenbesitzer - nun hat die Bevölkerung kein Wasser mehr (!) -- Experiment: Destilliertes Wasser: Stahlwolle rostet - aktiviertes Wasser: Stahlwolle rostet nicht -- kriminelle NWO-Weltbank erpresst ganze Staaten: Kredite nur gegen Wasserprivatisierung --

Siehe auch: Hormone in Gewässern

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Kopp-Verlag online, Logo

6.12.2014: Brasilien und "USA" geht zum Teil bereits das Wasser aus: Sao Paulo, Phoenix, Las Vegas, Tucson etc.

aus: Kopp-Verlag online: Läutet es bereits Alarm für die menschliche Zivilisation? Der zwölftgrößten Stadt der Welt wird in 60 Tagen das Wasser ausgehen; 6.12.2014;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/mike-adams/laeutet-es-bereits-alarm-fuer-die-menschliche-zivilisation-der-zwoelftgroessten-stadt-der-welt-wird.html

Mike Adams

In der Stadt São Paulo leben 20 Millionen Brasilianer, es ist die zwölftgrößte Metropole auf unserem von sehr kurzsichtigen Menschen bewohnten Planeten. Und jetzt der Schock: Die Wasserreserven der Stadt reichen nur noch für 60 Tage. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, bleiben São Paulo »ungefähr 60 Tage gesicherter Wasserversorgung; mittlerweile wird schon die zweite von drei Notreserven angezapft.«

Technische Reserven wurden bereits freigegeben, da in der Stadt die Feiertags-Saison mit traditionell hohem Wasserverbrauch beginnt; den 20 Millionen Einwohnern drohen eine drastische Wasser-Rationierung und katastrophale Ausfälle.

Aber dies hier ist keine Story über São Paulo, sondern vielmehr ein Bericht, der darauf hinzuweisen wagt, dass die menschliche Gesellschaft unglaublich kurzsichtig und schwerlich in der Lage ist, die Erde nachhaltig zu bevölkern. In vielen Regionen der Welt – Kalifornien, Indien, Oklahoma, Brasilien, China und vielen anderen – überfordert das Bevölkerungswachstum die Kapazität der lokalen Wasserversorgung. Um eine Bevölkerung am Leben zu erhalten, braucht es Nahrungsmittel … und um Nahrungsmittel anzubauen, braucht es Wasser … aber kaum ein Land oder eine Regierung der Welt scheint in der Lage zu sein, den Wasserverbrauch ihrer Menschen langfristig und nachhaltig zu begrenzen.

Vielmehr lässt die endlose Gier des weltbeherrschenden Wirtschaftsmodells »Wachstum-Konsum-Profit« keinen Raum für ein Gleichgewicht mit der Natur. Die Philosophie der modernen Wirtschaft ist die Beherrschung der Natur mit Chemikalien, Rohstoffabbau und Monokultur zur Maximierung des Profits; jedes größere Problem wird der nächsten Generation zur Lösung überlassen.

Das Ergebnis ist eine Welt, in der sich niemand Gedanken über die langfristigen Folgen heutiger Trends macht, weil jeder viel zu sehr damit beschäftigt ist, seine ein oder zwei Dollars aus einem System zu melken, das die eigene Zukunft zerstört.

Auch Las Vegas, Phoenix und Tucson werden bald auf dem Trockenen sitzen

Denken Sie dabei an Las Vegas: Hier ist eine Stadt, die zukünftig kein Wasser mehr haben wird, in der aber weiter neue Kasinos gebaut werden und deren Einwohnerzahl wächst, obwohl der Wasserspiegel des Lake Mead bereits auf einen bedenklichen Tiefstand gesunken ist (und weiter sinkt). Was wollen die Leute in Las Vegas trinken, wenn all das billige, leicht verfügbare Wasser nicht mehr da ist? Werden sie Staub schlucken und sich einreden, es wäre Wasser?

Die ernüchternde Wahrheit lautet: Kaum einer, der in Las Vegas wohnt, macht sich darüber Gedanken. Jemand, der wirklich versteht, dass Nevada, Arizona und Kalifornien tatsächlich das Wasser ausgeht, hätte längst sein Haus verkauft und wäre weggezogen. Wer noch immer in einer Region mit ungesicherter Wasserversorgung – wie der Stadt São Paulo – lebt, tut lieber so, als gäbe es das Problem gar nicht.

Diese Illusion zeigt sich in der gesamten modernen menschlichen Zivilisation, wo gefügige Massen tagtäglich illusionärer Rhetorik und Fantastereien über »endloses Wirtschaftswachstum« anhängen und auf eine Zukunft hoffen, die bereits mit einer unbezahlbaren Hypothek belastet ist.

Schwindende Wasserreserven sind wie das Deficit Spending einer Regierung

Mit allen Tricks macht man uns weis, die Regierung werde all diese Probleme für uns lösen. Nun ja, mancher Amerikaner glaubt auch, dieselbe Regierung, die gerade Anleihen über eine Milliarde Dollar aufgelegt hat, um die Zinsen für bestehende Schulden zu bezahlen, sei irgendwie auch gut darin, für die Zukunft zu planen, anstatt sie mit schweren Hypotheken zu belasten.

Wäre Frischwasser ein Bankkonto, so wäre es durch das Deficit Spending der Welt tief in den roten Zahlen und näherte sich dem Punkt der Zahlungsunfähigkeit. Genauso, wie sich die US-Regierung Geld borgt, um heutige Ausgaben zu decken, ohne dass sie vorhätte, es je zurückzuzahlen, borgt sich die menschliche Gesellschaft Wasser, um den heutigen Bedarf zu decken, ohne zu beabsichtigen oder in der Lage zu sein, es jemals zurückzugeben.

In Kalifornien und überall auf der Welt pumpen Landwirte Wasser aus dem Boden, das dort bis zum Jahr 2030 hätte verbleiben sollen. Und indem sie die Wasserleiter leerpumpen, verbrauchen sie 2015 bereits die Reserven, die eigentlich bis (mindestens) 2050 reichen sollten.

Genauso werden Wasserleiter, die 100 bis 200 Jahre hätten reichen sollen, schon in naher Zukunft trockenfallen. Farmen, die einst Nahrungsmittel produzierten, produzieren heute einen neuen Dust Bowl [wörtlich übersetzt: Trockenschüssel; so wurden in der Zeit der Großen Depression in den USA Teile der Great Plains genannt, in denen aufgrund großer Trockenheit verheerende Staubstürme tobten].

Menschen, die bisher von billigem Essen abhängig waren, um ihre übrigen Lebenshaltungskosten aufbringen zu können, werden bankrott sein und hungern (und von staatlichen Lebensmittelmarken leben, mit all dem Verlust an Freiheiten, die mit staatlichen Sozialleistungen einhergehen). Die Regierungen der Welt – die sich allesamt auf niedrige Nahrungsmittelpreise verlassen, um die Bevölkerung einigermaßen gefügig zu halten – sehen sich mit Massenrevolten und sozialem Chaos konfrontiert.

Sie werden schon bald einen Meilenstein in der Geschichte unserer Welt erleben

Sofern nicht ein wundersamer Regen der extremen Dürre ein Ende macht, wird die Stadt São Paulo in nicht einmal 60 Tagen buchstäblich »austrocknen«. Es ist in der Geschichte der Menschheit noch nie vorgekommen, dass einer Stadt mit 20 Millionen Einwohnern das Wasser ausging, und niemand kann sagen, wie solch ein Szenario genau ablaufen wird. Aber was auch immer geschieht, viel schlimmer wird sich die Krise unweigerlich in Las Vegas, Süd-Kalifornien, Nord-Texas und den Städten Phoenix und Tucson in Arizona auswirken. (In Tucson nennen sie ausgetrocknete Wasserwege noch immer »Flüsse«, obwohl darin fast nie Wasser fließt.)

Die Menschen unserer Tage nehmen die Realität erst zur Kenntnis, wenn sie ihnen hart ins Gesicht schlägt. Ob es um die chemische Kontaminierung der Welt geht, die Überfischung der Weltmeere, die Verunreinigung der Wasserwege mit Pharmazeutika, das Aufbrauchen der Erdölreserven, die genetische Verschmutzung von Feldfrüchten mit GVO, das Abpumpen tiefer Wasserleiter oder das nicht aufrechtzuerhaltende staatliche Deficit Spending, auf das sich Regime weltweit stützen – nur wenige Menschen sind so ehrlich, sich die zukünftigen Folgen des heutigen Handelns einzugestehen. Den meisten reicht es, sich mit dem Status quo »einzurichten«. Ach übrigens, gibt es nicht gerade wieder tolle Sonderangebote bei Best Buy?

Es ist ja auch viel bequemer, die Lügen zu glauben, die uns Regierung und Massenmedien auftischen. »Alles ist unter Kontrolle« ist dabei die größte Lüge, immer wieder vorgebracht von Regierungen, die fast alle bankrott und inkompetent sind. Die wirklich große Lüge, die fast jeder glaubt, ist die, es gebe keine radikalen, plötzlichen Veränderungen – alles werde so weiterlaufen wie bisher, aus dem einfachen (unlogischen) Grund, dass es schon immer so war. Nur wenige können sich eine Welt ohne fossile Treibstoffe vorstellen, ohne funktionierendes Stromnetz, ohne funktionierende Notrufnummern, ohne billige, problemlos erhältliche Lebensmittel, die auf magische Weise in den Supermarktregalen auftauchen…

Also werden die Bürger dieser Welt gierig den letzten verbleibenden Tropfen Wasser ausschlürfen. Sie werden ihren Tank mit dem letzten Liter Benzin betanken, den letzten verbleibenden Wald abholzen, die Meere leerfischen, die letzten seltenen Erden abbauen und den letzten Fluss auf der Welt eindämmen. Der Appetit der Erdlinge auf sofortige Sättigung und schnellen Profit kann nur in der Selbstzerstörung enden.

Machen Sie sich nichts vor: Wenn der Sauerstoff in der Luft zu Gold gemacht werden könnte, würden Menschen überall auf der Welt die Atmosphäre des Profits wegen so lange abbauen, bis die gesamte Menschheit erstickt. Mit dem letzten Atemzug würden sie noch sagen: »Aber ich bin REICH!«

Wenn São Paulo – die zwölftgrößte Stadt der Welt – in den nächsten Monaten auf die Realität gestoßen wird, geht sie den Weg der Osterinseln, der Anasazi-Indianer, der Assyrer der Antike und anderer Zivilisationen, die vor langer Zeit untergingen.

Sie, der Sie dies lesen, leben in einer Zeit von großer historischer Bedeutung: Sie werden Zeuge eines »Zeitalters des Zusammenbruchs« der menschlichen Zivilisation sein. Dieses Zeitalter hat bereits begonnen, und auch wenn es vielleicht noch ein Jahrhundert dauert, bis es sich voll entfaltet, werden es zukünftige Historiker betrachten als eine Zeit der ungehemmten Zerstörung der Erde durch eine überforderte Gesellschaft, die sich selbst etwas vormachte.>

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Epoch Times online, Logo

24.3.2016: Quecksilber-Flüsse in Deutschland:
Bundesregierung: Zu viel Quecksilber in deutschen Flüssen
http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/bundesregierung-zu-viel-quecksilber-in-deutschen-fluessen-a1316708.html

<Der chemische Zustand aller Oberflächengewässer in der Republik wird als "nicht gut" eingestuft, wie es in einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Parlamentsanfrage heißt.

Die Quecksilber-Belastung in den deutschen Flüssen liegt nach Angaben der Bundesregierung deutlich über dem Grenzwert. Der chemische Zustand aller Oberflächengewässer in der Republik wird als "nicht gut" eingestuft, wie es in einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Parlamentsanfrage heißt, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Die Umweltqualitätsnorm von 20 Mikrogramm Quecksilber je Kilogramm Fisch werde in den großen Flussgebieten Rhein, Elbe und Donau "dauerhaft und flächendeckend" um das fünf- bis 15-fache überschritten, heißt es in dem Papier.


Teilweise lägen die Werte bei mehr als 300 Mikrogramm. Laut einer Risikoabschätzung wird die Norm auch 2027 nicht eingehalten werden. Quecksilber in Gewässern entsteht vor allem durch den Ausstoß von Kohlekraftwerken. So gelangt es in die Nahrungskette – und kann vor allem bei Embryos und Kinder zu Nervenschäden führen. Der grüne Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald fordert Konsequenzen. "Die vorliegenden Zahlen der Bundesregierung bestätigen uns schwarz auf weiß, dass all unsere Flüsse weit über das erlaubte Maß mit gesundheitsschädlichem Quecksilber belastet sind", sagte Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik seiner Fraktion, den Funke-Zeitungen. "Es ist unglaublich, während die Kohlekraft ungebremst unsere Umwelt vergiftet, verlegt sich die Bundesregierung auf abwarten und prüfen."

(dts Nachrichtenagentur)>

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Amerika 21 online, Logo

20.5.2017: Chile hat Wasser privatisiert+Politiker sind Plantagenbesitzer - nun hat die Bevölkerung kein Wasser mehr (!)
Verheerende Folgen durch Avocado-Boom in Chile
https://amerika21.de/2017/05/176516/folgen-avocado-booms

<Die Produktion von Avocados benötigt in trockenen Regionen wie Petorca in Chile Unmengen an Frischwasser

Großplantagen und Wasserdiebstahl zerstören Existenzen von Kleinbauern. Menschen müssen mit Wasserlieferungen notversorgt werden
  - amerika21

Santiago de Chile. In der Region Petorca, in der Chiles größte Avocadoplantagen ansässig sind, haben die Menschen mit verheerenden Folgen zu kämpfen: Das Wasser ist in der Region beinahe komplett verschwunden. Der gleichnamige Fluss ist ausgetrocknet, die lokale Bevölkerung muss über Tanklaster mit Wasser notversorgt werden und Kleinbauern verlieren ihre Existenzgrundlagen. Einzelne große Plantagen wurden bereits wegen Missachtung von Wasserrechten verurteilt. Doch weitreichende Veränderungen sind nicht abzusehen.

Ein kürzlich von dem dänischen Medien- und Forschungszentrum Danwatch in Zusammenarbeit mit einer lokalen Aktivistengruppe (MODATIMA) erarbeiteter Bericht stellt die Folgen der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Avocados dar, die Chile als einer der größten Exporteure mit befriedigt: Viele lokale Familien erhalten durch die staatlichen Hilfslieferungen gerade einmal genug Wasser, um ihren Haushalt zu versorgen, lokale Kleinbauern mussten ihre Avocadobäume abholzen und haben ihre Nutztiere auf Grund der Trockenheit verloren oder verkaufen müssen.

Laut Matias Guiloff, Menschenrechtsanwalt und Universitätsprofessor, hat es die Regierung mindestens seit 2013 nicht geschafft, das Menschenrecht der lokalen Bevölkerung auf Wasser angemessen zu schützen. Eine adäquate Wasserversorgung ist auch bis heute nicht gewährleistet, sagt Guiloff: "Wir sprechen hier von täglicher Wasserknappheit und einer ständigen Abhängigkeit von wöchentlichen Hilfslieferungen. Dies behindert nicht nur ein menschenwürdiges Leben, sondern verhindert auch, dass die Bevölkerung ihrer traditionellen Lebensweise und Erwerbstätigkeit in der Landwirtschaft nachgehen kann."

Die Problematik ist vielschichtig: Zum einen ist die Region Petorca ohnehin verhältnismäßig wasserarm und die Produktion von Avocados benötigt in trockenen Regionen umso mehr Frischwasser. Zum anderen sind die Wasserrechte in Chile beinahe gänzlich privatisiert, was dazu geführt hat, dass große Plantagen auf legale Weise große Teile des Wassers abführen konnten. Eine vom ehemaligen Gouverneur der Region, Gonzalo Miquel, in Auftrag gegebene Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass zusätzlich 65 unterirdisch verlegte Leitungen Wasser in private Sammelbecken abführten und so die Flüsse der Region gänzlich austrockneten. Guiloff erklärt, dass die Dirección General de Aguas, die die Wasserrechte vergibt und auch für deren Kontrolle zuständig ist, nur über ein sehr limitiertes Budget und dadurch über zu wenig Personal verfüge. Außerdem seien "die Strafzahlungen für illegale Wassernutzung so gering, dass diese kein reales Abschreckungsinstrument darstellen".

Aus diesem Grunde haben Anwohner die Organisation MODATIMA gegründet, mit der sie seit 2011 versuchen bei chilenischen Politikern Aufmerksamkeit für die Probleme in der Region zu generieren. Doch das Fazit der Organisation ist ernüchternd: "Das Wasser für Kleinbauern und die Anwohner ist weg, aber für die großen Plantagen gibt es weiterhin genug", sagt Hugo Diaz von MODATIMA, der selbst einmal eine kleine Avocadoplantage besaß, von der heute nur noch Brennholz übrig ist. Des Weiteren seien zentrale Akteure von MODATIMA, die von der deutschen, Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt werden, als Folge ihrer Aktivitäten auf der Straße angegriffen und mit ihrem Leben bedroht worden.

"Selbst unter extremer Trockenheit würde es genügend Wasser in der Region geben, wenn es die illegalen Wasserleitungen nicht gäbe", kommentiert Miquel, der Ex-Gouverneur der Region. Er fügt noch hinzu, dass die Politik von den 65 illegalen Wasserleitungen wüsste, sie aber weiterhin existierten und es ganz offensichtlich kein Interesse an deren Beseitigung gebe. Er selbst musste kurz nach der Veröffentlichung der von ihm veranlassten Untersuchungen auf politischen Druck hin seinen Posten räumen und leidet heute als Kleinbauer ebenfalls an der andauernden Wasserknappheit.

Zahlreiche Bürgermeister der Region haben es mittlerweile aufgegeben, bei der Regierung Lösungen der Problematik, bzw. die Beseitigung der illegalen Wasserleitungen zu fordern. Von offizieller Seite geht man derzeit von der Existenz von rund 4.000 illegalen Wasserbecken aus und die Bürgermeister ziehen es vor, auf eine große Entsalzungsanlage zu setzen, die die Bevölkerung mit Wasser des Pazifiks versorgen soll. Dafür sammeln sie nun Spenden und versuchen politische Unterstützung zu mobilisieren.

Sie wissen, dass bekannte Politiker und einflussreiche Personen selbst Eigentümer großer Plantagen in der Region sind. Und genau diese stehen nicht nur im Verdacht des anhaltenden Wasserdiebstahls, sondern wurden bereits zu Strafzahlungen wegen Missachtung der Wasserrechte verurteilt. Darunter befinden sich beispielsweise ein Ex-Senator und auch der Ex-Innenminister Edmundo Pérez Yoma.

In diesen Fällen wurde jedoch kein Urteil wegen Wasserdiebstahls gefällt, sondern lediglich festgestellt, dass die Plantagen Wasser an für sie nicht erlaubten Orten beziehen. Sie wurden zu geringen Geldstrafen verurteilt und so geht das illegale Abzapfen des Wassers weiter.

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26.9.2017: Experiment: Destilliertes Wasser: Stahlwolle rostet - aktiviertes Wasser: Stahlwolle rostet nicht

Sang Whang: "Der Weg zurück in die Jugend"  Sang Whang: "Der Weg zurück in die
            Jugend", Einleitung
Sang Whang: "Der Weg zurück in die Jugend"

aus: Sang Whang: Der Weg zurück in die Jugend
https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=Der+Weg+zurück+in+die+Jugend

Im Buch "Der Weg zurück in die Jugend" beschreibt ein Experiment mit Stahlwolle in Wasser:

Stahlwolle in destilliertem Wasser rostet - in basischem Aktivwasser rostet Stahlwolle NICHT. Es bilden sich dort kleine Cluster.

Destilliertes Wasser:
              Stahlwolle rostet in destilliertem Wasser  Aktivwasser: Stahlwolle rostet nicht
Destilliertes Wasser: Stahlwolle rostet in destilliertem Wasser - Aktivwasser: Stahlwolle rostet nicht

Basisches Aktivwasser ist die Lösung.
Logisch, in einem basischen Wasser kann nix rosten, keine Säure da.

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27.4.2018: Kriminelle NWO-Weltbank erpresst ganze Staaten: Kredite nur gegen Wasserprivatisierung
Der Raubbau des kostbaren Gutes – WASSER – „Willst du Kredite, dann privatisiere dein Wasser.“
https://netzfrauen.org/2018/04/27/wasser-2/

<Süßwasser ist ein globales Gemeinschaftsgut, für dessen Erhalt und nachhaltige Nutzung die internationale Staatengemeinschaft Sorge tragen muss, meint man, denn schon lange ist es in den Händen einiger weniger, die sich einfach das kostbare Gut „geraubt“ haben. Will ein Land Kredite durch die Weltbank, ist eine der Bedingungen die Privatisierung des Wassers. Es sind Strukturen, die man nur bei der Mafia vermuten würde. Bereits 2003 empfahlen sogenannte Experten, dass öffentliche Stellen für die Investitionen der Wasserkonzerne bürgen sollen. Bedeutet: Die Wasserkonzerne verdienen Milliarden Euro und bürgen wird der „kleine“ Steuerzahler. Erschreckend, oder? 

Wasser ist Leben

Slowenien hat es richtig gemacht, denn es ist das erste europäische Land, das das Recht auf Wasser in seine Verfassung aufgenommen hat: „Wasserressourcen sind öffentliches Gut, das vom Staat verwaltet wird.“ Denn schon Bolivien, bekannt durch den „Wasserkrieg“, musste erleben, dass eine der Bedingungen für neue Kredite durch die Weltbank die Privatisierung des Wassers war.

Rohstoff Wasser als Wirtschaftsgut – abschreckendes Beispiel: der Ölmarkt

Wasser verspricht, für das 21. Jahrhundert das zu werden, was das Öl für das 20. Jahrhundert war. Seit Öl einen „Preis“ hat und nur einige wenige den Preis bestimmen und über Öl verfügen, gibt es Kriege um Öl. Die, die nicht über den kostbaren Rohstoff verfügen, lassen Länder wie zum Beispiel Venezuela ausbluten. Das schafft man, wenn man den „Preis“ für Öl niedrig hält. Damit Saudi Arabien mitmacht, wird das Land finanziell oder mit Rüstungsgütern unterstützt. So hat China beim Besuch des saudischen Königs Salman bin Abdulaziz in Peking im März 2017 eine Absichtserklärung und Investitionsvereinbarungen im Wert von 65 Milliarden Dollar unterzeichnet. Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Saudi Arabien soll ebenfalls geschlossen werden.

Mit anderen Worten: Wer natürliche Ressourcen zur Ware erklärt, verfolgt ökonomische Interessen, nichts anderes, und wer sie besitzt, hat die Macht! Seit Jahrzehnten werben immer die gleichen Lobbygruppen für gigantische Investitionen in die Wassergewinnung. Wie Nestlé Wasser in einer Wüste abfüllen kann, haben wir Ihnen bereits erklärt.

Größter Erfolg ist das erst 1999 eingeführte Pure Life. Nestlé verkauft davon in 15 Ländern in Asien und Lateinamerika heute bereits eine halbe Milliarde Liter pro Jahr. Pure Life ist eine Erfindung des damaligen Nestlé-Chefs Peter Brabeck–Letmathe.

Genau der Chef von Nestlé, der einst sagte,

Wasser soll in seinen Augen kein öffentliches Gut sein, sondern benötige auch einen Marktwert wie jedes andere Lebensmittel.

Doch was viele nicht wissen:

Vor dem Nestlé-Chef hatten bereits andere schon bestimmt, dass Wasser einen Marktwert erhalten sollte, und zwar nicht wie jedes andere Lebensmittel, sondern wie Öl. Ein besonderes Interesse hatten auch die internationalen Finanzinstitutionen Weltbank und IWF, wie schon in dem Beispiel Bolivien und seinem Wasserkrieg erwähnt:

„Willst du Kredite, dann privatisiere dein Wasser.“

WASSER: FIT FÜR FINANZEN? Als Rohstoff besaß Wasser anders als die meisten Rohstoffe – noch keinen Marktwert.

Im Original: Fit to Finance? – World Water Council – ist ein Bericht vom April 2015!  Jetzt schauen Sie sich bitte die sogenannten Experten an, dann werden Sie feststellen, dass außer den jeweiligen Entwicklungsbanken der Länder Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas auch Nestlé, Blackrock, der französische Wasserversorgungskonzern Veolia und die Weltbank dieses „Papier“ ausgearbeitet haben. Sie haben nicht mal 20 Jahre gebraucht, um sich den Rohstoff Wasser unter den Nagel zu reißen.

Der World Water Council interessiert sich seit langem für die Finanzierung der Wasserinfrastruktur. Der Rat war maßgeblich an der Gründung des Camdessus beteiligt. Michel Camdessus ist ein französischer Ökonom und Ehrenpräsident der Banque de France – 1984 wurde Camdessus Gouverneur der Banque de France und von 1987 bis 2000 Direktor des Internationalen Währungsfonds.

Michael Camdessus ist der Ansicht: „Der Verbraucher hat noch nie die ‚Gesamtkosten‘ seines Wassers bezahlt und nirgendwo auf der Welt zahlt der Landwirt für sein Wasser eine Summe, die auch nur die Kosten der Ressource deckt.“

Auf die Frage, wie es mit der Privatisierung stehe, meinte Camdessus zwar, das sei nicht sein Problem, sagte aber dann: „Wasserdienstleistungen sind ‚im Allgemeinen‘ öffentliche Versorgungsleistungen, doch heute müssen sie mit dem Privatsektor organisiert werden, weil nur er in der Lage ist, die nötigen Investitionen am kostengünstigsten und effizientesten zu erbringen.“

Der Raubbau des kostbaren Gutes – WASSER – wurde auf der Konferenz von Dublin 1992 „offiziell“ zum „Wirtschaftsgut“ erklärt!

Die Dubliner Erklärung und Agenda 21 1992 war ein wichtiges Jahr für die internationale Süßwasserpolitik. Auf der »Internationalen Konferenz über Wasser und Umwelt« in Dublin, einer vorbereitenden Sitzung zum Erdgipfel von Rio de Janeiro, wurden in der sogenannten »Dubliner Erklärung« vier Leitprinzipien für einen Umgang mit Süßwasser formuliert:

  • Süßwasser ist eine begrenzte und verwundbare Ressource,
    die wesentlich für den Lebenserhalt, Entwicklung
    und die Umwelt ist.
  • Wassermanagement soll Nutzer, Planer sowie politische
    Entscheidungsträger auf allen Ebenen einbeziehen.
  • Frauen spielen eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung,
    dem Management und dem Schutz von Wasser.
  • Wasser hat einen wirtschaftlichen Wert und soll wie
    ein Wirtschaftsgut behandelt werden. !!!!!!!!!!!

Parallel zu den Aktivitäten im Rahmen der Vereinten Nationen wurde 1996 der Weltwasserrat mit Sitz in
Marseille gegründet (www.worldwatercouncil.org/).

Der Weltwasserrat veranstaltet alle drei Jahre ein Weltwasserforum an unterschiedlichen Tagungsorten
mit umfassender Beteiligung der internationalen Staatengemeinschaft sowie der Vereinten Nationen. Auf dem 1. Weltwasserforum (1997) wurde die Erarbeitung einer globalen Wasservision für das 21. Jahrhundert vereinbart, die dann auf der Folgekonferenz in Den Haag im Jahr 2000 unter dem Titel »World Water Vision: Making water everybody´s business« vorgelegt wurde.

Als »wichtigste Politikempfehlung« wurde die Einführung von Preisen für Wasser genannt (zur Kritik siehe Stadtler & Hoering 2003 – Das Wasser-Monopoly: Von einem Allgemeingut und seiner Privatisierung )

Bei der Gestaltung einer nachhaltigen Wasserpolitik soll nach den Vorstellungen der Vision privates Kapital die Belastung der öffentlichen Haushalte reduzieren. Um die Vision des Weltwasserrates zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der globalen Süßwasserressourcen umzusetzen, wird bis 2025 ein jährlicher Investitionsbedarf von 180 Mrd. US-Dollar veranschlagt (Cosgrove & Rijsberman 2000). Die Zahlen sind einfach aus der Luft gegriffen …..

Beispiel aus 2013 – Sponsoren: WWF, Nestlé und PepsiCo

Führungspersönlichkeiten aus aller Welt hatten sich in Stockholm zur 23. Weltwasserwoche versammelt, die zu einer verstärkten Zusammenarbeit für Wasser aufrief. Auch Deutschland war vertreten – und zwar durch GIZ. Weltweit berät die GIZ rund 400 Wasser- und Abwasserunternehmen – bedeutet: Entwicklungshilfe für die sogenannten Profiteure des Wassers. (Siehe: Irrsinn Entwicklungshilfe! In Afrika sterben Menschen an Hunger und Durst und wir sponsern Projekte in China, Saudi Arabien, Türkei, USA…)

Schade, Netzfrau Lisa Natterer hatte sich 2013 mit ihrem Beirag: World Water Week – 2500 Personen werden eine Woche lang über das Wasser der Welt sprechen. Sponsoren: WWF, Nestlé und PepsiCo – so viel Mühe gemacht, Ihnen zu erklären, was mit dem kostbaren Gut Wasser gerade geschieht. Leider stieß dieser Beitrag auf wenig Interesse.

Seit langem warnt der WWF vor einer weiteren Zuspitzung der globalen Wasserkrise. So sei es allein seit der Jahrtausendwende weltweit (bis 2013) zu über 50 Konflikten mit Gewalteinwirkung auf Grund der Nutzung von Wasser gekommen. Die steigende Nachfrage nach Energie, Nahrung und sauberem Wasser werde die ohnehin schon schwelende Wasserkrise noch weiter verschärfen und vermehrt zu Konflikten führen, so der WWF weiter – Sponsor auch Nestlé

2016 – Trotz Dürre-Katastrophe und Kampf ums Land als eines der größten Sicherheitsrisiken – Nestlé gräbt das Wasser ab – neue Abfüllanlagen in Äthiopien und Nigeria

2018 – Um sein Wasser zu verteidigen, kämpft ein kleines Dorf gegen Nestlé

2018 – Versucht Nestlé, die Kontrolle über den Aquifer der Guarani in Südamerika zu bekommen?

Die Faktenprüfung durch AFP – schreibt zwar, dass es sich um ein Fake handeln soll, aber vergessen Sie nicht, dass es sich um einen französischen Nachrichtendienst handelt. Wir haben Ihnen bereits in unserem Beitrag: Ein gefährliches Netzwerk – Das Pharmasyndikat berichtet, dass 2012 Nestlé die Babynahrungssparte von Pfizer für 12 Milliarden Dollar übernahm. Emmanuel Macron hat für Nestlé den Kauf von Pfizer Nutrition eingefädelt und dieser Deal machte ihn zum Millionär. Jetzt ist er Präsident von Frankreich.

  • Suez S.A. (bis 2015 Suez Environnement) mit Sitz in Paris ist ein börsennotierter französischer Konzern in der Umweltbranche.
  • Veolia Environnement S.A. ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Paris und den Geschäftsschwerpunkten in den Bereichen Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft, Energie und Transport.
  • Mehr Informationen zu diesem Thema: „Water Makes Money“ – Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen.

Immer die gleichen Experten – Empfehlung: öffentliche Stellen sollen für die Investitionen der Wasserkonzerne bürgen!

Im gleichen Jahr wurden zwei Institutionen gegründet mit praktisch denselben Geldgebern. Die Globale Wasserpartnerschaft (GWP), die 1996 von dem ehemaligen Vizepräsidenten der Weltbank, Ismail Serageldin, in Stockholm ins Leben gerufen wurde, und der World Water Council.

Die Weltbank hat 2011 eine neue Partnerschaft mit globalen Unternehmen wie Nestlé, Coca-Cola und Veolia gestartet. Das neue Unternehmen, das bei der International Finance Corporation (IFC) der Weltbank beheimatet ist, strebt eine „Transformation des Wassersektors“ an, indem es den Unternehmenssektor in einen öffentlichen Sektor einbindet. Die neue Partnerschaft ist Teil eines breiteren Trends zur Kollusion der Industrie, um die globale Wasserpolitik zu beeinflussen.

Dazu auch Global Water Summit 2017 in Madrid – Schweiz gewinnt zweiten Preis im Global Water Award und dürregeplagtes Kenia den ersten Preis

Einige Zusatzinformationen zum Verständnis:

GWP-Chefin Margaret Catley-Carlson und WWC-Leiter William J. Cogrove nahmen regelmäßig an Sitzungen teil. In seinem auf dem 3. Weltwasserforum in Kyoto im März 2003 vorgelegten Abschlussbericht empfahl das Panel, dass öffentliche Stellen für die Investitionen der Wasserkonzerne bürgen sollen. Cogrove ist der Autor von World Water Vision: Making Water Everybody’s Business 

  • Auf einem Symposium in Stockholm im August 1998 gab der damalige WWC-Präsident Mahmoud Abou-Zeid die Gründung einer „Weltwasserkommission für das 21. Jahrhundert“ bekannt. Mahmoud Abu Zeid war 1997 in der Regierung des ägyptischen Präsidenten Atif Muhammad Nagib Sidqi. Von 2005 bis 2009 saß er dem Rat der African Water Facility (AWF) vor, der afrikanischen Entwicklungsbank.
  • Die meisten der dafür angeheuerten 21 „Experten“ stammten aus Institutionen, die offen für die Privatisierung der Wasserversorgung und den Bau von Großinfrastrukturen eintreten. Die Gruppe unter Vorsitz von Ismil Serageldin zählte zu ihren Mitgliedern Jérôme Monod, Exgeneraldirektor der Lyonnais des Eaux, Exaufsichtsratsvorsitzender von Suez und Sonderberater von Staatspräsident Jacques Chirac, GWP-Chefin Margaret Catley-Carlson, Wilfried Thalwitz, Exvizepräsident der Weltbank, Robert S. MacNamara, Altpräsident der Weltbank, sowie Enrique Iglesias, Präsident der Interamerikanischen Entwicklungsbank und Mitglied des Camdessus-Panels. Quelle – LE MONDE diplomatique
  • Margaret Catley-Carlson war Vorsitzende und ist jetzt Schirmherrin der Global Water Partnership, einer Partnerschaft zwischen allen Akteuren der Wasserwirtschaft, die 1996 von der Weltbank, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und der schwedischen Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit gegründet wurde. Sie kommt aus Kanada.

Die Arbeitsergebnisse dieser Kommission fanden Eingang in zwei Dokumente, die auf dem zweiten Weltwasserforum in Den Haag 2000 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die Foren und Berichte der genannten Wasserinstitutionen favorisieren ausnahmslos eine radikale Privatisierung der Wasserversorgung, wenn nicht gar des Wassers selbst, und befürworten infrastrukturelle Großbauten, die in ihren Augen die einzig mögliche Lösung darstellten.

So monopolisieren einige wenige Entscheidungsträger aus dem neoliberalen Umfeld, die im Namen aller zu sprechen vorgeben, die Wasserdiskussion und die Schlüsselpositionen in diesen Organisationen. Da sie auch in den Medien und Institutionen völlig überrepräsentiert sind, können sie die Nichtregierungsorganisationen und in gewisser Weise auch die UNO und die unabhängigen Organisationen, die durchaus Lösungsvorschläge zu bieten haben, ins Abseits drängen. PDF – Quelle  warnsignal_klima_kap4_4.11_pilardeuax 

Siehe auch: Die Vereinten Nationen (UNO) und die unselige Allianz

Dass Wasser ein Gemeingut ist, das der ganzen Menschheit gehört, wird heute kaum jemand mehr bestreiten wollen. Aber auf die gewählten Begriffe kommt es an.

Der Wasserexperte der Weltbank, John Briscoe, hat in seiner Eröffnungsrede zum 4. Weltwasserkongress im September 2004 in Marrakesch festgestellt, dass man Wasser als „Wirtschaftsgut“ behandeln müsse. Solange sich diese Sichtweise nicht durchsetze, werde sich das Problem der Unterversorgung nicht lösen lassen.

Anfang 2014 erhielt John Briscoe den Stockholm Water Prize – den „Nobelpreis für Wasser“ – für „beispiellose Beiträge zum globalen und lokalen Management von Wasser – Beiträge zu weiten thematischen, geografischen und institutionellen Umgebungen – die das Leben und den Lebensunterhalt von Millionen von Menschen weltweit verbessert haben. Noch Fragen?

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22.6.2018: Rat der EU will endlich die Petition gegen die Privatisierung des Wassers "diskutieren" - 2 Millionen Unterschriften gegen die kriminelle Wasser-Lobby von Weltbank, Nestlé etc.
Dringende Notwendigkeit zum Handeln – Rat der Europäischen Union gefährdet unser Wasser! – Council puts provisions on Right2Water at risk – Urgent need to mobilise
https://netzfrauen.org/2018/06/22/right2water/

<Erinnern Sie sich an die Petition der Europäischen Bürgerinitiative “Wasser ist ein Menschenrecht”? Im Dezember 2013 wurden nach der Phase der Zertifizierung durch die EU-Mitgliedstaaten fast 2 Millionen gültige Unterstützungserklärungen an die EU-Kommission übergeben. Am kommenden Montag, dem 25. Juni, wird der Rat der Europäischen Union zum ersten Mal über die europäische Bürgerinitiative Right2water diskutieren. Fünf Jahre, nachdem WIR, Bürgerinnen und Bürger forderten, dass die Verwaltung der EU-Wasserressourcen nicht den Regeln des EU-Binnenmarktes unterworfen wird. Die Wasserwirtschaft sollte vielmehr von der Liberalisierungsagenda ausgeschlossen werden. Viel ist seitdem geschehen und auch das Wasser wurde in vielen Ländern bereits privatisiert. Der Raubbau des kostbaren Gutes – WASSER, ist im vollen Gange, und will ein Land Kredit vom IWF oder der Worldbank, heißt es: „Willst du Kredite, dann privatisiere dein Wasser.“. Schon lange ist bekannt, dass das Privatisierungsprogramm Teil der Vereinbarung zwischen der griechischen Regierung und der Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) ist. Ein US-Hedgefonds soll  Anteile des Athener Wasser-Versorgers erworben haben. Die Chinesen übernahmen die Versorgung von rund 270 000 Portugiesen mit Trinkwasser.

Seit dem „Weltwassergipfel 2000“ in Den Haag ist Wasser kein Menschenrecht mehr, sondern eine Handelsware

Jahrzehntelang galt die Wasserversorgung als wichtige Staatsaufgabe. Erst in den 1990er-Jahren privatisierten viele Länder die Versorgung mit dem lebensnotwendigen Nass. Wasserressourcen sind öffentliches Gut, das vom Staat verwaltet wird. Sie werden vorrangig und dauerhaft dazu verwendet, die Bürger und Haushalte mit Trinkwasser zu versorgen. Sie sind keine Handelsware, doch dem ist nicht so.

Bereits 2003 empfahlen sogenannte Experten, dass öffentliche Stellen für die Investitionen der Wasserkonzerne bürgen sollen. Bedeutet: Die Wasserkonzerne verdienen Milliarden Euro und bürgen wird der „kleine“ Steuerzahler. Erschreckend, oder?

Mit anderen Worten: Wer natürliche Ressourcen zur Ware erklärt, verfolgt ökonomische Interessen, nichts anderes, und wer sie besitzt, hat die Macht! Seit Jahrzehnten werben immer die gleichen Lobbygruppen für gigantische Investitionen in die Wassergewinnung. Wie Nestlé Wasser in einer Wüste abfüllen kann, haben wir Ihnen bereits erklärt.

WASSER: FIT FÜR FINANZEN? Als Rohstoff besaß Wasser anders als die meisten Rohstoffe – noch keinen Marktwert.

Im Original: Fit to Finance? – World Water Council – ist ein Bericht vom April 2015!  Jetzt schauen Sie sich bitte die sogenannten Experten an, dann werden Sie feststellen, dass außer den jeweiligen Entwicklungsbanken der Länder Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas auch Nestlé, Blackrock, der französische Wasserversorgungskonzern Veolia und die Weltbank dieses „Papier“ ausgearbeitet haben. Sie haben nicht einmal 20 Jahre gebraucht, um sich den Rohstoff Wasser unter den Nagel zu reißen.

Der World Water Council interessiert sich seit langem für die Finanzierung der Wasserinfrastruktur. Der Rat war maßgeblich an der Gründung des Camdessus beteiligt. Michel Camdessus ist ein französischer Ökonom und Ehrenpräsident der Banque de France – 1984 wurde Camdessus Gouverneur der Banque de France und von 1987 bis 2000 Direktor des Internationalen Währungsfonds.

Michael Camdessus ist der Ansicht: „Der Verbraucher hat noch nie die ‚Gesamtkosten‘ seines Wassers bezahlt und nirgendwo auf der Welt zahlt der Landwirt für sein Wasser eine Summe, die auch nur die Kosten der Ressource deckt.“

Auf die Frage, wie es mit der Privatisierung stehe, meinte Camdessus zwar, das sei nicht sein Problem, sagte aber dann: „Wasserdienstleistungen sind ‚im Allgemeinen‘ öffentliche Versorgungsleistungen, doch heute müssen sie mit dem Privatsektor organisiert werden, weil nur er in der Lage ist, die nötigen Investitionen am kostengünstigsten und effizientesten zu erbringen.“

Der Raubbau des kostbaren Gutes – WASSER – wurde auf der Konferenz von Dublin 1992 „offiziell“ zum „Wirtschaftsgut“ erklärt! Siehe Der Raubbau des kostbaren Gutes – WASSER – „Willst du Kredite, dann privatisiere dein Wasser.“

Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen

Trinkwasser ist in vielen Ländern zu einem teuren Gut geworden. Und nicht nur Konzerne wie Nestlé, Danone oder Coca-Cola profitieren von der Wasserprivatisierung, sondern auch Suez, das weltweit größte Unternehmen der Branche, und RWE. Der Konzern belegte bereits 2005 auf der Weltrangliste den dritten Platz. Das französische Unternehmen Veolia Water ist in 67 Ländern im Wasser- und Abwasserbereich tätig. Wir sahen auf unserer Weltreise, ob in Neuseeland oder Australien, stets VEOLIA!

War Ihnen bekannt, dass RWE einer der größten Konzerne im Bereich Wasserversorgung weltweit ist? Sofern Sie zum Beispiel in Bedburg, Bergheim, Elsdorf, Kerpen, Rheurdt oder Wettringen wohnen, ist RWE Ihr Wasserlieferant.

Ende März 2013 sorgte Beijing Enterprises Water Group auch in Europa für Aufsehen. Der chinesische Abwasserspezialist kaufte für 95 Millionen Euro die portugiesische Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung des französischen Großkonzerns Veolia Environnement. Die Chinesen übernehmen damit die Versorgung von rund 270 000 Portugiesen mit Trinkwasser.

Heute beherrschen eine Reihe multinationaler Konzerne die globalen Wassermärkte, angefangen bei der Produktion der nötigen Anlagen für die Wasserproduktion über Abfüllanlagen für Flaschenwasser bis hin zu privaten Wasserversorgern und Großhändlern.

Wasser ist nicht nur Grundlage alles Lebens, sondern besitzt auch große Bedeutung für die Industrie. Im 20. Jahrhundert wurden Kriege um Erdöl geführt, im 21. Jahrhundert könnten uns Kriege ums Wasser drohen. Siehe Wasser ist ein Allgemeingut und gehört der gesamten Menschheit und nicht nur Profiteuren! Nicht nur Nestlé, auch Investmentbanker profitieren vom „blauen Gold“!

Die Verschlechterung der Versorgung bei steigenden Wasserpreisen nach der Privatisierung musste auch London erleben.Seit Oktober 2006 ist Thames Water im Besitz von Kemble Water, einem Konsortium unter Leitung eines australischen Investmentfonds. Es versorgt 8,7 Millionen Kunden im Großraum London und den umliegenden Regionen mit Trinkwasser und betreibt die Abwasserentsorgung. 

Die Folgen der damaligen Wasserprivatisierung gleicht denen der Privatisierung in London. Es gab damals 10 regionale Wassergesellschaften in England und Wales. Diese 10 Gesellschaften wurden privatisiert. 10 private Monopolgesellschaften entstanden – zu extrem günstigen Bedingungen! Nicht nur war der Preis niedrig, sondern die Unternehmen wurden vorher entschuldet und mit Betriebskapital versehen. Außerdem wurden den Anteilseignern Vergünstigungen bei der Besteuerung der Gewinne zugestanden. Die Privatisierung führte zu stark steigenden Wassergebühren für die Kunden, und um Geld zu sparen, wurde nicht weiter in Infrastruktur investiert. Siehe auch „Water Makes Money“ – Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen

Im März 2014 sagte die Europäische Kommission  „ja“ zur ersten erfolgreichen europäischen Bürgerinitiative – „Right2Water“!  Doch schon da erklärte Jan Willem Goudriaan, Vizepräsident der EBI Right2Water:

„Die Reaktion der Europäischen Kommission ist wenig ambitioniert darin, den Erwartungen von 1,9 Millionen Menschen gerecht zu werden. „Ich bedauere, dass es keinen Gesetzesvorschlag für die Anerkennung des Menschenrechts auf Wasser gibt.“

5 Jahre nach der Kampagne und Mobilisierung von fast 2 Millionen Unterschriften diskutiert zum ersten Mal der Europäische Rat!

Am kommenden Montag, 25. Juni, wird der Rat der Europäischen Union zum ersten Mal über die europäische Bürgerinitiative Right2water diskutieren.

Die europäische Bürgerinitiative Right2water befürchtet, dass die Mitgliedstaaten die positiven Teile der Europäischen Kommission, insbesondere in Artikel 13, canceln wollen. Wir bitten Sie, sich an Ihre Minister zu wenden, um sicherzustellen, dass die Stimme der Bürger am nächsten Montag gehört wird.

Bitte schreiben Sie ihnen (siehe Email-Adresse des Ministers unten) mit der folgenden Nachricht:

Die Europäische Kommission hat kürzlich ihren Vorschlag für eine Neufassung der Trinkwasserrichtlinie vorgelegt. Dies trägt den Forderungen der fast 1,9 Millionen europäischen Bürger Rechnung, die die erste erfolgreiche Bürgerinitiative unterstützten, die auf der Grundlage der UN-Resolution von 2010 – die Anerkennung des Menschenrechts auf Wasser- in der EU anstrebte. Die Neufassung der Richtlinie steht am 25. Juni auf der Tagesordnung des Umweltrates. Wir fordern Sie dringend auf, den Vorschlag der Europäischen Kommission, insbesondere die Bestimmungen in Artikel 13, zu unterstützen. Wir bitten Sie, die anderen Mitglieder des Rates zu ermutigen, das Menschenrecht auf Wasser formell anzuerkennen. Die bevorstehende Debatte im Umweltrat ist wichtig. Es ist das erste Mal, dass die Mitgliedstaaten die Möglichkeit haben, die Forderung von fast 1,9 Millionen EU-Bürgern nach dem Menschenrecht auf Wasser zu diskutieren. Wasser ist ein Menschenrecht! Europa muss das endlich anerkennen!

Vielen Dank für ihre Mühe

Senden Sie diese Nachricht an Ihren Minister in Österreich , Belgien , Bulgarien , Kroatien , Zypern , Tschechische Republik , Dänemark , Estland , Finnland , Frankreich , Deutschland , Griechenland , Ungarn , Irland , Italien , Lettland , Litauen , Luxemburg , Malta , Niederlande , Polen , Portugal , RumänienSlowakei , Slowenien , Spanien , Schweden , Vereinigtes Königreich

Wasser und sanitäre Grundversorgung sind ein Menschenrecht! Wasser ist ein öffentliches Gut, keine Handelsware! Um so wichtiger ist, dass wir um unser Wasser kämpfen und die Privatisierung, aber auch die Spekulationen mit Wasser, verbieten lassen.

Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt ist der Privatisierung der weltweit wichtigsten Ressource Wasser Tür und Tor geöffnet worden

Längst bemächtigen sich Wirtschaftsunternehmen der immer knapper werdenden Ressource Wasser. Das Geschäft mit dem Wasser ist in vollem Gange. Wasser ist das wichtigste Gut auf unserer Erde. Wasser ist durch nichts in der Welt zu ersetzen. Ohne Wasser ist keinerlei Leben möglich.

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Quellen


Fotoquellen
Der Weg zurück in die Jugend: https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=Der+Weg+zurück+in+die+Jugend



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