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Saudi-Arabien 02 - ab 7.10.2018

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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7.10.2018: <Trump droht Saudis: Ohne unsere Unterstützung hätte das Königshaus maximal zwei Wochen>
https://deutsch.rt.com/international/77173-trump-droht-saudis-ohne-unsere-unterstuetzung-maximal-zwei-wochen/

Die saudische Monarchie würde "innerhalb von zwei Wochen" fallen, wenn die USA dem Golfstaat die militärische Unterstützung entzögen, die sie dem Königreich über die Jahrzehnte hinweg gewährt hätten, bemerkte Donald Trump in dieser Woche.


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Arabische Botschaft in Ankara 12.10.2018: Angeblich existiert ein Video mit den Schreien des Opfers
Verschwundener Journalist: «Man hört, wie er verhört, gefoltert, getötet wurde»
https://www.20min.ch/ausland/news/story/Tuerkei-soll-Aufnahmen-von-Ermordung-Khashoggis-haben-11842950

<Tonaufnahmen sollen belegen, was mit dem Journalisten Jamal Khashoggi passierte, nachdem er das saudiarabische Konsulat in Istanbul betreten hatte. Das könnte auch Ankara in Erklärungsnot bringen.

Laut der «Washington Post» verfügt die türkische Regierung über Ton- und Videoaufnahmen von der Ermordung Jamal Khashoggis im saudiarabischen Konsulat in Istanbul.

Die Zeitung, für die der saudiarabische Journalist selbst schrieb, beruft sich dabei auf Informationen türkischer und amerikanischer Offizieller.

Die «Washington Post» zitiert eine anonyme Quelle, die Kenntnis von den Aufnahmen hat. «Audioaufnahmen zeigen, was mit Jamal passiert ist, nachdem er das Konsulat betreten hatte», zitiert die «Washington Post» die Quelle. «Man hört, wie Khashoggi erst verhört, dann gefoltert und schliesslich getötet wurde.» Ankara zufolge wurde die Leiche des Journalisten anschliessend zerstückelt und in Koffern aus dem Konsulat geschafft.

Bericht bringt auch Ankara in Erklärungsnot

Zuvor hatte schon die «New York Times» unter Berufung auf türkische Sicherheitskreise berichtet, dass ein Team saudischer Agenten Jamal Khashoggi in dem Konsulat getötet, seinen Körper danach mit einer Knochensäge zerstückelt und die Reste mutmasslich in Koffern aus dem Konsulat geschafft habe.

Nach Informationen der Zeitung scheut die türkische Seite eine Veröffentlichung der Aufnahmen, um nicht zu offenbaren, wie Einrichtungen ausländischer Staaten in der Türkei ausspioniert werden.

Unklar sei deswegen auch, inwiefern amerikanische Stellen das angebliche Beweismaterial bereits einsehen durften. Die türkische Regierung habe US-Regierungsvertretern aber versichert, im Besitz kompromittierender Aufnahmen zu sein, die keinen Zweifel an Khashoggis Schicksal lassen.

Neue Dimension

Sollte sich die Türkei tatsächlich Aufnahmen aus dem Innern der Landesvertretung der Regionalmacht Saudiarabien verschafft oder diese heimlich angefertigt haben, würde der ohnehin bereits zur Staatsaffäre ausgewachsene Fall Khashoggi nochmals neue Dimensionen bekommen.

Khashoggi (59) hatte am 2. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Seitdem wird er vermisst. Den schon nach kurzer Zeit von türkischer Seite erhobenen Vorwurf, der Regimekritiker sei im Konsulat ermordet worden, weist Saudiarabien zurück. Zudem hat die Führung in Riad eine Aufklärung des Falls versprochen.

Im Exil in den USA

Zwar kündigte das türkische Präsidialamt am Donnerstag die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit Saudiarabien an, um den Fall «in all seinen Facetten» zu beleuchten und aufzuklären. Skeptiker, die an der Ernsthaftigkeit dieser Absichten zweifeln, dürften sich durch die jüngsten Medienberichte aber bestätigt sehen.

Khashoggi war vor mehr als einem Jahr aus Angst vor politischer Verfolgung ins US-Exil gegangen. Dort schrieb er unter anderem Artikel für die «Washington Post», die er mit Jamal Kashoggi zeichnete. Der Journalist begrüsste zwar grundsätzlich die Reformen des saudischen Kronprinzen Muhammad bin Salman, kritisierte aber dessen zunehmend autoritäre Herrschaft.

USA erhöhen Druck

Die US-Regierung erhöhte am Donnerstag (Ortszeit) den Druck auf ihren engen Verbündeten Saudiarabien. Zwar weile der saudische Botschafter in den USA derzeit in Riad, sagte Aussenministeriumssprecherin Heather Nauert. Allerdings fügte sie hinzu: «Wir haben ihm gesagt, dass wir bei seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten Informationen erwarten.»

Nauert betonte, sie wolle vor dem Abschluss einer Untersuchung keine Schuldzuweisungen treffen. «Wir wissen nicht, was passiert ist», sagte sie. Die US-Regierung sei jedoch «extrem besorgt über die Situation», die grösste Aufmerksamkeit auf der höchsten Ebene geniesse.

Trump spricht von «furchtbarem Präzedenzfall»

Mehrere republikanische und demokratische US-Senatoren forderten US-Präsident Donald Trump auf zu prüfen, ob in dem Fall eine schwere Menschenrechtsverletzung vorliege und Sanktionen verhängt werden sollten. Hintergrund ist das Magnitski-Gesetz, das die US-Regierung in solchen Fällen zu Strafmassnahmen wie Einreisesperren und dem Einfrieren von Vermögen ermächtigt. Die Senatoren forderten Trump auf, dem Auswärtigen Ausschuss in 120 Tagen zu berichten.

US-Präsident Donald Trump sagte dem Sender Fox News am Donnerstag: «Wir wollen herausfinden, was passiert ist.» Er nannte das Verschwinden Jamal Khashoggis «einen furchtbaren, furchtbaren Präzedenzfall». Khashoggi sei zwar kein amerikanischer Staatsbürger, «aber in diesem Fall spielt das keine Rolle».

(sda)>

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Arabische Botschaft in Ankara 13.10.2018: Tonaufnahme der Vernehmung und des Mordes wurde "per Zufall" durch die Armbanduhr von Apple aufgenommen:
Schwerwiegendes Zeugnis: Saudischer Journalist wurde ermordet
https://de.sputniknews.com/panorama/20181013322620810-journaoist-aufnamen-aufzeichnungen-vernehmung-apple-watch-uhr-mord/

<Die Aufnahmen der Vernehmung des zuvor als vermisst geltenden saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi und seiner Ermordung sind durch Zufall in seiner Apple Watch gelandet. Darüber schreibt die türkische Regierungszeitung „Sabah“ unter Berufung auf Quellen in den Rechtschutzorganen.

Nach Angaben der Zeitung soll Chaschukdschi vor dem Betreten des Konsulats von Saudi-Arabien in Istanbul seiner Braut das iPhone übergeben und seine Apple Watch auf den Aufzeichnungsbetrieb umgestellt haben. Das iPhone habe sich mit der Apple Watch an seiner Hand synchronisiert.

„Dadurch wurde die Audioaufzeichnung der Vernehmung, der Folter und der Ermordung des Journalisten auf das iPhone übertragen und automatisch in die App Apple iCoud geladen. Es wird berichtet, dass saudische Geheimdienstler die Uhr an der Hand des Journalisten gesehen und versucht hätten, die darauf befindlichen Daten zu löschen. Einige Aufzeichnungen blieben jedoch erhalten. Anhand ihrer Auswertung wurde festgestellt, dass ein Mord begangen wurde“, berichtet das Blatt.

„The Washington Post“ schrieb am Donnerstag, dass die Türkei die USA über das Vorhandensein der Audio- und Videoaufzeichnungen in Kenntnis gesetzt hatte, die von der Folter und dem Tod des Journalisten zeugen. Laut einer Quelle der US-Zeitung liefern die Aufzeichnungen Beweise dafür, dass Chaschukdschi getötet und zerstückelt wurde, nachdem er am 2. Oktober das Konsulatsgebäude betreten hatte.

Chaschukdschi, der als Kommentator der US-Zeitung „The Washington Post“ tätig war und seit 2017 in den USA gelebt hatte, verschwand am 2. Oktober in der Türkei. Seiner Braut zufolge war der Journalist zur Ausstellung von Papieren in das saudische Konsulat geladen worden. Nach fünf Stunden ergebnislosen Wartens wurde der Frau mitgeteilt, dass Chaschukdschi bereits gegangen sei.

Die Behörden von Saudi-Arabien behaupten, Chaschukdschi sei verschwunden, nachdem er das Konsulatsgebäude verlassen habe. Die diplomatische Mission arbeite mit den türkischen Behörden zusammen, um die Umstände des Verschwindens des Journalisten zu klären, hieß es.

Nach Angaben des Sprechers des türkischen Außenministeriums, Hami Aksoy, hat die Türkei von Saudi-Arabien eine Erlaubnis für die Besichtigung des Konsulatsgebäudes in Istanbul erhalten.>

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Saudische Botschaft in Ankara 13.10.2018: Die Apple-Uhr von Journalist Khashoggi hat seine eigene Ermordung aufgezeichnet:
Mysteriöses Verschwinden: Apple-Uhr zeichnet Khashoggis Ermordung auf
https://www.20min.ch/ausland/news/story/Apple-Uhr-zeichnet-Khashoggis-Ermordung-auf-29970564


Videotext: Überwachungsbilder zeigen Khashoggi vor dem saudiarabischen Konsulat:

Der Artikel:

<Seit seinem Besuch auf der saudischen Botschaft in der Türkei ist der Journalist und Regimekritiker Jamal Khashoggi spurlos verschwunden. Nun sollen neue Beweise für einen Mord vorliegen.

Der verschwundene saudische Regierungskritiker Jamal Khashoggi soll seine Ermordung mit einer Apple-Computer-Uhr aufgezeichnet haben. Das berichtete die grosse türkische Zeitung «Sabah» am Samstag.

Demnach hatte der Journalist noch vor Betreten des saudi-arabischen Konsulats eine Aufnahmefunktion an seiner Apple Watch eingeschaltet. Sein Handy, das er seiner vor dem Konsulat wartenden Verlobten gegeben habe, sei mit der Uhr an seinem Handgelenk synchronisiert gewesen. So seien die Geräusche während seiner Exekution gespeichert worden.

Daten im iCloud-Speicher

Der türkische Geheimdienst MIT und die Polizei hätten die Daten, die in den iCloud-Speicher übertragen wurden, dann ausgewertet, berichtete «Sabah» weiter. iCloud ist ein Dienst von Apple, mit dem Daten gespeichert und mehreren Geräten synchronisiert werden können.

«Die Momente, in denen sich das Attentäter-Team ... mit Khashoggi beschäftigt hat, wurden Minute für Minute aufgezeichnet», schreiben die Autoren. Die Täter hätten aber versucht, einige Daten zu löschen. «Sabah» beruft sich auf «vertrauenswürdige Quellen».

Saudi-Arabien weist Mordvorwürfe zurück

Saudi-Arabien hatte vor Erscheinen des Berichts jegliche Mitschuld am Verschwinden des Regimekritikers bestritten. Das Königreich sieht sich nach Angaben des Innenministeriums durch falsche Anschuldigungen in ein schlechtes Licht gerückt.

Khashoggi hatte am 2. Oktober das saudiarabische Konsulat in Istanbul betreten, um Papiere für seine Hochzeit mit einer Türkin abzuholen. Seither wird er vermisst.

Diplomatische Vertretung ausspioniert?

Türkische Regierungskreise streuen seit Tagen über Medien die These, dass Khashoggi im Konsulat ermordet worden sei. Sie geben zunehmend grausige Details preis. Als Folge tauchte immer öfter die Frage auf, wie die Ermittler zu ihren Erkenntnissen kamen und ob sie die diplomatische Vertretung womöglich mit Abhörgeräten ausspioniert hatten.

In einem Bericht der «Washington Post» hatte es unter Berufung auf die türkische Regierung in der Nacht auf Freitag noch geheissen, es gebe nicht nur Audio-, sondern auch Videoaufnahmen. Diese bewiesen, dass Khashoggi im Konsulat ermordet worden sei.

(bee/sda)>

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14.10.2018: Nun werden Sanktionen gegen Saudi-Arabien diskutiert - und Saudi-Arabien droht
Fall Chaschukdschi: Riad droht Washington und London mit „ernsthafteren Maßnahmen“
https://de.sputniknews.com/politik/20181014322627689-saudi-arabien-journalist-usa-massnahmen/

<Saudi-Arabien hat den USA und Großbritannien mit „ernsthafteren Maßnahmen“ gedroht, sollten sich diese Länder für Sanktionen gegen Riad nach dem Verwinden des oppositionellen Journalisten Dschamal Chaschukdschi entscheiden. Das geht aus einer Erklärung eines ranghohen Vertreters des Königreichs hervor.

„Das Königreich weist voll und ganz jene Drohungen oder Versuche zurück, es mit Erklärungen über die Verhängung von Wirtschaftssanktionen zu treffen, ebenso die Anwendung von politischem Druck oder falsche Vorwürfe, die das Königreich, seine führende Rolle und Bedeutung in der arabischen und der islamischen Welt nicht ins Schwanken bringen werden. Das Königreich bestätigt, dass es mit ernsthafteren Maßnahmen antworten wird, sollten irgendwelche Schritte gegen das Land unternommen werden“, so der Vertreter.

Wie er weiter betonte, spiele die saudische Wirtschaft eine gewichtige Rolle in der internationalen Arena. Sollte sie beeinträchtigt werden, werde dies einen globalen Einfluss ausüben.  

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass Washington bereit sei, sich für eine „schwere Strafe“ zu entscheiden, sollte bewiesen werden, dass die saudischen Behörden in das Verschwinden des Journalisten Dschamal Chaschukdschi verwickelt seien.

Früher hatten die Medien berichtet, dass Großbritannien eine Liste von saudischen Beamten und Vertretern von Sicherheitsdiensten vorbereite, gegen die das offizielle London potenziell Sanktionen im Zusammenhang mit dem vermissten Chaschukdschi verhängen könnte.

Chaschukdschi soll das saudische Konsulat in Istanbul am 2. Oktober betreten haben, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Er wird seitdem vermisst. Die türkische Seite hatte schon nach kurzer Zeit behauptet, der Regimekritiker sei im Konsulat ermordet worden. Saudi-Arabien bestritt das, lieferte jedoch bisher nicht den Beweis, dass der Journalist das Konsulat wieder lebendig verlassen hat. Riad hat Aufklärung versprochen.>

Links:
Riad an Journalisten-Schwund beteiligt? Trump verspricht „schwere Strafe“
Leiche zerstückelt? – Türkei hat angeblich Beweise für Chaschukdschis Tod

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14.10.2018: Sanktionen der "USA" gegen Saudi-Arabien im Gespräch, damit der Ölpreis auf über 100 Dollar steigt - und Russland wird die Saudis hofieren...
USA wollen das „Öl-Königreich“ Putin überlassen
https://de.sputniknews.com/kommentare/20181014322629072-usa-schenken-putin-saudi-arabien/

Vorher war das:
Schwerwiegendes Zeugnis: Saudischer Journalist wurde ermordet
Fall Chaschukdschi: US-Senator droht Saudi-Arabien mit Sanktionen

Und nun das:

<Iwan Danilow

Amerikanische Senatoren und Kongressmitglieder wollen den Ölpreis weit über 100 Dollar je Barrel hochtreiben. Die Verhängung amerikanischer Sanktionen gegen Saudi-Arabien entsprechend dem so genannten Magnitsky Act wird solche Folgen am Ölmarkt haben, dass der gegenwärtige Preisanstieg dagegen gering und unwesentlich erscheinen wird.

Amerikanische Senatoren und Kongressmitglieder wollen den Ölpreis weit über 100 Dollar je Barrel hochtreiben. Die Verhängung amerikanischer Sanktionen gegen Saudi-Arabien entsprechend dem so genannten Magnitsky Act wird solche Folgen am Ölmarkt haben, dass der gegenwärtige Preisanstieg dagegen gering und unwesentlich erscheinen wird.

Sollten aber die Sanktionen echt stark ausfallen, dann sind selbst 100 Dollar nicht die Grenze. Für die US-Wirtschaft wird  das nicht gerade vorteilhaft sein, doch wenn es darum geht, Verbündeten des Präsidenten Trump eins auszuwischen, versagen bei vielen amerikanischen Politikern und Beamten einfach die Bremsen, der gesunde Menschenverstand und auch der Selbsterhaltungstrieb.

Präsident Trump wird gegen ein solches Szenarium sein, doch unter den gegenwärtigen politischen Bedingungen sind ihm oft die Hände gebunden. Der Skandal um die mutmaßliche Ermordung des saudischen oppositionellen Journalisten Dschamal Chaschukdschi im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul kann hier den idealen Anlass für neue Sanktionen liefern, und es gibt bereits genügend Leute, die das zu tun wünschen. Gewissermaßen sieht sich Riad mit einem Problem konfrontiert, dem Moskau sich in den Beziehungen zur heutigen amerikanischen Elite gegenüber sieht, welche in den Sanktionen eine Methode zur Bewältigung innerpolitischer Konflikte sieht und beliebige außenpolitische Konsequenzen ignoriert.

Hier sei kurz auf die Fabel des Skandals eingegangen: In Istanbul ist nach dem Besuch im saudischen Konsulat der saudische Dissident und Journalist Dschamal Chaschukdschi verschwunden. Die türkischen Behörden, westliche Medien und ebenso manche westlichen Geheimdienste hegen den Verdacht (oder behaupten sogar), dass er auf dem Territorium des Konsulats ermordet worden sei. Der Vorfall hat kraft dessen eine internationale Resonanz gefunden, weil Chaschukdschi nicht einfach ein Gegner der saudischen Führung ist, sondern auch noch einer reichen Familie entstammt, in den Vereinigten Staaten lebt und ein politischer Kolumnist für die bekannte und einflussreiche „The Washington Post“ ist, die als Sprachrohr der Demokratischen Partei der USA gilt. Das Verschwinden des so tief in das amerikanische Establishment integrierten Dissidenten konnte nicht unbemerkt bleiben, doch der Skandal sprengte schnell den diplomatischen Rahmen.

Eingedenk dessen, dass für Trump die Zusammenarbeit und die Erhaltung guter Beziehungen zu Saudi-Arabien kritisch wichtig ist, haben seine Opponenten aus dem amerikanischen Establishment unverzüglich die Möglichkeit genutzt, die amerikanisch-saudischen Beziehungen ins Visier zu nehmen. Ohne die Unterstützung Saudi-Arabiens hätte Trump keine Sanktionen gegen den Iran verhängen können, ohne katastrophale Folgen für den Ölmarkt heraufzubeschwören. Riad  hatte einen Teil des aus dem Markt „herausgefallenen“ iranischen Erdöls ersetzt. Deshalb will Trump den Skandal nicht bemerken und die Beziehungen zu Riad nicht verderben, doch es wird versucht, ihn dazu zu zwingen.

[Sanktionen in 120 Tagen vorgesehen]

Die Senatoren Bob Corker, Bob Menendez (Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses des Senats), Lindsey Graham und Patrick Leahy (Vorsitzender des Senatsausschusses für ausländische Programme und Operationen) haben Donald Trump in einem Brief aufgefordert, eine Untersuchung zum Verschwinden des Dissidenten im Einklang mit dem „globalen Magnitsky Act“ einzuleiten, der in Obamas Amtszeit zwecks der gesetzgeberischen Sicherstellung von Versuchen, Russland für seine unabhängige Außen- und Innenpolitik „zu bestrafen“, verabschiedet worden war. Somit versucht man, dem US-Präsidenten aufzudrängen, einen Prozess zu starten, der in 120 Tagen (eben eine solche Frist sieht der «Magnitsky Act“ vor) in die Verhängung von Sanktionen gegen Riad münden kann.

Journalisten haben bereits Interesse an Trumps Reaktion gezeigt – und diese war, wie nicht anders zu erwarten, negativ. Er verwies auf mehrere wichtige Momente: der verschwundene Dissident sei kein Staatsbürger der USA, Saudi-Arabien kaufe amerikanische Waren und Dienstleistungen (hauptsächlich Waffen) für 120 Milliarden Dollar im Jahr, folglich dürfe man eine solchen Kunden nicht links liegenlassen. Ausgeklammert in der Erklärung des amerikanischen Staatschefs blieb hierbei die Schlüsselrolle Saudi-Arabiens bei der Zügelung der Ölpreise nach der Verhängung harter Sanktionen gegen den Iran. Mehr noch: Es handelt sich bei Weitem nicht um den ersten Skandal, der mit Besonderheiten der Wahrung der Menschenrechte in dieser Region verbunden ist, doch alle Vorgänger von Trump haben vor diesen Skandalen ihre Augen verschlossen. Das bedeutet, dass die jetzige Episode rein politische Beweggründe hat.

Der einflussreiche Republikaner Lindsey Graham hat dem Präsidenten bereits „geantwortet“, wobei er sich auf ein Zitat des verstorbenen republikanischen Senators John McCain berief, der sagte, in manchen Fällen müsse man sich ausschließlich an Werten und Prinzipien orientieren. Der US-Staatschef wird jetzt unter dem Vorwand, die Werte und Prinzipien zu verteidigen, aufgefordert, die Beziehungen zu Riad zu verderben. Mehr noch:

[Erste Unternehmen boykottieren Saudi-Arabien]

Die ersten realen Sanktionen sind bereits verhängt. Wegen des öffentlichen und des medialen Drucks sagen solche westlichen Unternehmen wie die Virgin Group Ltd. des Milliardärs Richard Branson und die Agentur Bloomberg von Michael Bloomberg gemeinsame Projekte mit saudischen staatlichen und privaten Strukturen ab.  Infrage gestellt ist sogar die erste Wrestling Show, an deren Organisation die saudischen Behörden mehrere Jahre gearbeitet haben.

Im Weiteren wird der Druck auf US-Unternehmen, die mit saudischen Partnern arbeiten nur zunehmen. Auch in der Europäischen Union sind bereits ähnliche Appelle zu vernehmen – umso mehr, wo sich in den Skandal der Ausschuss für Menschenrechte des Europaparlaments eingeschaltet hat.

[Russland wird in die Lücke springen]

Sieht man die Dinge pragmatisch (und gerade so sollte man alles sehen, was mit der Außenpolitik verbunden ist), so eröffnen die Isolierung Saudi-Arabiens und ebenso die möglichen amerikanischen und europäischen (formellen und informellen) Sanktionen gegen Saudi-Arabien für Russland recht breite Möglichkeiten.

Ihr konkreter Umriss wird von den konkreten Problemen abhängen, mit denen die Saudis konfrontiert sein werden. Sollte man sie vom SWIFT-System abschalten, so müsste ihnen geholfen werden, das russische Analogon zu nutzen.

Wenn ihnen der Zugang zu den Immobilienmärkten in San Francisco und London gesperrt werden sollte, so kann man ihnen das Potenzial von Sotschi und Sankt Petersburg zeigen.

Sollte man ihnen verbieten, in amerikanische und europäische Wertpapiere zu investieren, so kann und muss man ihnen die ausgezeichneten Möglichkeiten für Investitionen in russische Unternehmen und Wertpapiere, einschließlich der russischen Schuldverschreibungen, vorschlagen.

Und wenn die Amerikaner und Europäer ganz verrückt in ihrem Sanktionsrausch sein werden, so kann sogar die Chance für ein „Ölrubel-System“ auftauchen. Zuweilen schaffen Fehlentscheidungen geopolitischer Opponenten solche Bedingungen, die nicht zu nutzen eine Sünde wäre. Russland wird seine Chance nicht verpassen.>

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15.10.2018:
Leiche in Säure aufgelöst? Polizei prüft Version im Fall von saudischem Reporter
https://de.sputniknews.com/panorama/20181015322644567-saudi-arabien-journalist-verschwinden-version/

<Nach dem Verschwinden des oppositionellen saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi in Istanbul prüft die türkische Polizei nun auch die Version, dass sein Leichnam in Säure aufgelöst worden sein könnte. Das teilte die Zeitung „Haberturk“ am Montag mit.

Wie es heißt, habe die türkische Polizei diese Version zuerst als wahnsinnig bewertet. Nun nehmen Polizei und Geheimdienste sie im Verlauf der Ermittlungen in Betracht.

Chaschukdschi soll das saudische Konsulat in Istanbul am 2. Oktober betreten haben, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Er wird seitdem vermisst. Die türkische Seite hatte schon nach kurzer Zeit behauptet, der Regimekritiker sei im Konsulat ermordet worden. Saudi-Arabien bestritt das, lieferte jedoch bisher nicht den Beweis, dass der Journalist das Konsulat wieder lebendig verlassen hat. Die diplomatische Mission arbeite mit den türkischen Behörden zusammen, um die Umstände des Verschwindens des Journalisten zu klären, hieß es. Nach Angaben des Sprechers des türkischen Außenministeriums, Hami Aksoy, hat die Türkei von Saudi-Arabien eine Erlaubnis für die Besichtigung des Konsulatsgebäudes in Istanbul erhalten.>

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16.10.2018: Über 9 Stunden Untersuchung des Saudi-Konsulats: Bodenproben, UV-Licht-Untersuchung - Beweise für Ermordung von Journalist Chaschukdschi gefunden:
Türkische Polizei entdeckt in saudischem Konsulat Beweise für Journalisten-Mord – Medien
https://de.sputniknews.com/politik/20181016322653303-tuerkei-saudi-arabien/

<Die türkische Polizei hat im Laufe einer Untersuchung des saudischen Konsulats in Istanbul Beweise für die Ermordung des saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi gefunden. Dies meldet der türkische Sender NTV.

Berichten türkischer Medien zufolge entnahmen Spezialisten bei der Inspektion vergangene Nacht Bodenproben im Konsulathof und setzten ultraviolette Strahlung ein, um nach Blutspuren im Inneren des Gebäudes zu suchen. Die Inspektion dauerte mehr als neun Stunden an. Laut einer Quelle von Sputnik im türkischen Außenministerium werden die Ermittler am Dienstag die Residenz des Konsuls von Saudi-Arabien in Istanbul durchsuchen.

Chaschukdschi soll das saudische Konsulat in Istanbul am 2. Oktober betreten haben, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Er wird seitdem vermisst. Die türkische Seite hatte schon nach kurzer Zeit behauptet, der Regimekritiker sei im Konsulat ermordet worden. Saudi-Arabien bestritt das, lieferte jedoch bisher nicht den Beweis, dass der Journalist das Konsulat wieder lebendig verlassen hat. Die diplomatische Mission arbeite mit den türkischen Behörden zusammen, um die Umstände des Verschwindens des Journalisten zu klären, hieß es.>

Link:
Leiche zerstückelt? – Türkei hat angeblich Beweise für Chaschukdschis Tod

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Istanbul Saudi-Konsulat 17.10.2018: Folter und Mord an Chaschukdschi: Finger abgeschnitten und Enthauptung - Leiche zerschnitten:
Enthauptet nach Finger-Abschneiden: Medien erhalten neue Details zu Journalisten-Mord
https://de.sputniknews.com/panorama/20181017322662222-fall-chaschukdschi-mord-details/

<Der verschwundene Journalist Dschamal Chaschukdschi ist im saudischen Konsulat in Istanbul brutal gefoltert und enthauptet worden. Dies meldet die türkische Zeitung Hürriyet unter Berufung auf Tonaufnahmen aus dem Gebäude sowie Informationen der lokalen Polizei.

[Der Bericht der Zeitung Hürriyet über abgeschnittene Finger und Köpfung]

Der verschwundene Journalist Dschamal Chaschukdschi ist im saudischen Konsulat in Istanbul brutal gefoltert und enthauptet worden. Dies meldet die türkische Zeitung Hürriyet unter Berufung auf Tonaufnahmen aus dem Gebäude sowie Informationen der lokalen Polizei.

Dem Blatt zufolge wurden dem Journalisten während der Folter die Finger abgeschnitten. Anschließend sei er enthauptet und sein Körper zerstückelt worden.

Laut Angaben der Tageszeitung Yeni Şafak war auf einer Tonaufnahme von Chaschukdschis „Verhör“ die Stimme des saudischen Konsuls Mohammad Utaybi zu vernehmen.

Utaybi soll den Vernehmern „machen Sie das woanders, sonst werde ich Probleme bekommen“ gesagt und als Antwort „halt den Mund, wenn du nach deiner Rückkehr in Arabien leben willst“ erhalten haben.

Utaybi reiste am 16. Oktober nach Saudi-Arabien zurück, bevor die türkische Polizei seine Residenz in Istanbul durchsuchen konnte.

[Der Bericht von "Al Jazeera" über die Zerstückelung]

„Al Jazeera“ berichtete, die Zerstückelung von Chaschukdschis Leiche habe sieben Minuten gedauert und sei vom saudischen Forensik-Experten Salah Muhammad al-Tubaigy geleitet worden. Seine Stimme war angeblich in den Aufnahmen zu hören, als er den Vernehmern befohlen habe, während der Zerstückelung Musik zu hören.

Laut Informationen der türkischen Polizei war al-Tubaigy einer der 15 Saudis, die mit zwei Flugzeugen nach Istanbul gereist und ins Konsulat gekommen seien, als sich Chaschukdschis dort befunden habe.

[Der Bericht von New York Times: MBS-Leute]

Die New York Times bestätigte am Dienstag die Identität von neun Menschen in der Gruppe und fügte hinzu, dass mindestens vier von ihnen zuvor Teil des Gefolges des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman MBS auf Auslandsreisen gewesen seien.

[Erdogan: "Übermalte" Beweise im Saudi-Konsulat]

Am 15. und 16. Oktober untersuchte die türkische Polizei neun Stunden lang das saudische Konsulat in Istanbul. Der türkische Präsident, Tayyip Erdogan, erklärte, einige Beweise der Ermordung des Journalisten seien übermalt worden.

[Chaschukdschi bleibt vermisst]

Chaschukdschi soll das saudische Konsulat in Istanbul am 2. Oktober betreten haben, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Seitdem gilt er als vermisst. Die türkische Seite hatte bereits nach kurzer Zeit behauptet, der Regimekritiker sei im Konsulat ermordet worden. Saudi-Arabien bestritt dies, lieferte jedoch bisher nicht den Beweis, dass der Journalist das Konsulat wieder lebendig verlassen hat. Riad hat Aufklärung versprochen.>

Link:

Fall Chaschukdschi: Riad droht Washington und London mit „ernsthafteren Maßnahmen“
Riad an Journalisten-Schwund beteiligt? Trump verspricht „schwere Strafe“

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19.10.2018: Saudi-Arabien bestätigt Tötung von Journalist in Istanbuler Konsulat - Staatsmedien


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21.10.2018: Wegen Mord an Khashoggi? Kronprinz Salman feuert Vize-Geheimdienstchef und den königlichen Medienberater
Mord an Khashoggi: Zwei Entlassungen im inneren Zirkel der Macht Saudi-Arabiens
https://www.epochtimes.de/politik/welt/mord-an-khashoggi-zwei-entlassungen-im-inneren-zirkel-der-macht-saudi-arabiens-a2680270.html

<Zwei hochrangige Vertraute von Kronprinz Mohammed bin Salman wurden im Zusammenhang mit dem Mord an Khashoggi ihrer Posten enthoben: Vize-Geheimdienstchef Ahmad al-Assiri und der königlichen Medienberater Saud al-Kahtani.

Die Spuren im Tötungsfall Khashoggi führen bis in den inneren Zirkel der Macht im Königreich Saudi-Arabien. Zwei hochrangige Vertraute von Kronprinz Mohammed bin Salman wurden im Zusammenhang mit diesem Fall ihrer Posten enthoben: Vize-Geheimdienstchef Ahmad al-Assiri und der königlichen Medienberater Saud al-Kahtani.

Beide sind für ihr hartes Durchgreifen gegen unliebsame Kritiker berüchtigt. Ob sie tatsächlich Schuld an Khashoggis Tod tragen oder nur als Sündenböcke für Versagen an höherer Stelle herhalten müssen, ist allerdings unklar.

Saud al-Kahtani – Medienberater des Königshauses

Mit al-Kahtani muss eine Schlüsselfigur im inneren Zirkel des mächtigen Kronprinzen seinen Posten abgeben. Al-Kahtani war ein wichtiger Strippenzieher in Riad: Als Medienberater des Königshauses organisierte er für Mohammed Interviews mit ausländischen Journalisten. Zudem leitete der 40-Jährige das Zentrum für Medienforschung am königlichen Hof.

Al-Kahtani stand seit längerem im Visier des Regierungskritikers Khashoggi: Der Journalist hatte sich immer wieder mit dessen Rolle beschäftigt und ein denkbar düsteres Bild des Medienstrategen gezeichnet. In einem Artikel in der „Washington Post“ beschuldigte er al-Kahtani Anfang des Jahres, „schwarze Listen“ über kritische Journalisten zu führen und Reporter einzuschüchtern.

In einem posthum veröffentlichten Interview mit dem Magazin „Newsweek“ bezeichnete Khashoggi den Vertrauten des Kronprinzen als „Gauner“. „Die Menschen haben Angst vor ihm“, sagte Khashoggi über al-Kahtani. „Wenn Sie ihn herausfordern, riskieren Sie, im Gefängnis zu landen, und genau das ist auch passiert.“

Saudiarabischen Quellen zufolge steuerte al-Kahtani Internetkampagnen gegen Feinde des streng konservativen Königreichs, darunter Katar und Iran. Im Kurzbotschaftendienst Twitter verzeichnete al-Kahtani 1,3 Millionen Follower, denen er deftige Angriffe auf Dissidenten und seine persönlichen Rivalen servierte.

Vergangenes Jahr schrieb al-Kahtani bei Twitter: „Ich mache nichts auf eigene Faust, ohne Anweisungen. Ich bin Angestellter und Ausführender meines Königs und meines Kronprinzen.“

Unklar ist, ob dies auch für den Fall Khashoggi zutrifft. Der Kronprinz wird verdächtigt, hinter der Tötung zu stecken. Er streitet dies jedoch ab.

Ahmed al-Assiri – General und Vizechef des Geheimdienstes

Der General war bislang hochrangiger Berater des Königshauses. Auch er hatte direkten Zugang zum Kronprinzen: Waren ausländische Gäste bei Mohammed zu Gast, wohnte al-Assiri häufig den Gesprächen hinter verschlossenen Türen bei. Er spricht fließend Englisch und Französisch.

Bevor er im Jahr 2017 Vizechef des Geheimdienstes wurde, diente al-Assiri als Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen-Krieg. Der an der renommierten französischen Militärakademie Saint-Cyr ausgebildete General war für seine Attacken auf Journalisten bekannt, die „Irrtümer“ Saudi-Arabiens im Jemen anprangerten.

Kurz vor seiner Entlassung hatte die „New York Times“ al-Assiri für das Verschwinden von bin Salmans Kritiker Khashoggis verantwortlich gemacht. Al-Assiris Ziel sei es gewesen, den Kronprinzen zu „rehabilitieren“. (afp)>

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Schweinzer (schweizer) Fernsehen
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23.10.2018: Computer des ermordeten Journalisten gefunden

Drei Wochen nach dem Verschwinden von Jamal Khashoggi laufen die Ermittlungen in der Türkei auf Hochtouren.

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Kronenzeitung
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25.10.2018: Da flieht einer aus Saudi-Arabien:
In die USA: Khashoggis Sohn flüchtet aus Saudi-Arabien
https://www.krone.at/1796795

<Der Sohn des getöteten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi hat nach Angaben von Human Rights Watch das Königreich verlassen. „Salah und seine Familie befinden sich jetzt in einem Flugzeug nach (Washington) D.C.“, twitterte Sarah Leah Whitson von der Menschenrechtsorganisation am Donnerstag. Salah bin Jamal Khashoggi trat seine Reise nach Aufhebung einer seit Monaten aktiven Ausreisesperre durch das Königreich unverzüglich an, wie CNN berichtet. Die Ausreisesperre dürfte im Zusammenhang mit den kritischen Schriften des ermordeten Vaters gestanden sein.>

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RT deutsch
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26.10.2018: London: Wegen Journalistenmord und Kriegsverbrechen – Dutzende protestieren vor saudischer Botschaft

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27.10.2018: Khashoggi-Ermittlungen: Saudiarabien liefert 18 Verdächtige nicht aus

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28-10-2018: Waffen aus der Schweinz (Schweiz) bei der Saudi-NATO gegen Jemen: Sturmgewehr 552:
Im Jemen-Krieg: Saudische Soldaten feuern mit Schweizer Waffen
https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Saudische-Soldaten-feuern-mit-Schweizer-Waffen-21424100

<Nach Syrien und Libyen nun auch der Jemen: In einem weiteren Konfliktgebiet sind Waffen aus der Schweiz aufgetaucht.

Schweizer Waffen kommen im Jemen-Krieg zum Einsatz. Ein Foto, das dem «SonntagsBlick» vorliegt, zeigt saudische Soldaten, die kurz nach einem Gefecht mit Sturmgewehren aus Schweizer Produktion posieren. Es wurde Ende letzten Jahres in der Provinz Jizan im Grenzgebiet zwischen Saudiarabien und dem Jemen aufgenommen. Dort kämpft die saudische Armee gegen die Huthi-Rebellen.

Bei den Waffen soll es sich um Sturmgewehre des Typs 552 handeln. Sie sind laut Bericht auch auf dem Schwarzmarkt im Jemen zu finden. Hergestellt wurden sie von der Swiss Arms AG in Neuhausen am Rheinfall SH und stammen aus einer vom Bund bewilligten Lieferung. 2006 segnete das Staatssekretariat für Wirtschaft den Verkauf von rund 100 Sturmgewehren des Typs 552 an die saudische Marine ab, wie ein Sprecher bestätigte.

Der neueste Fall von Schweizer Waffen, die in Konfliktgebieten zum Einsatz kommen, könnte die laufende Debatte um ein Waffenembargo gegen Saudiarabien weiter anheizen. Deutschland hat letzte Woche im Zuge der Ermittlungen rund um den Mord an Jamal Khashoggi sämtliche Rüstungsdeals gestoppt. Der Bund wollte von einem Waffenembargo gegen Saudiarabien bisher nichts wissen.

(scl)>

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29.10.2018: Medien: Chaschukdschi wollte Saudi-Arabiens Chemiewaffeneinsatz offenlegen

https://de.sputniknews.com/politik/20181029322787268-chaschukdschi-mord-saudi-arabien-chemiewaffen/

<Nach Berichten des „Sunday Express“ stand der getötete saudische Journalist Dschamal Chaschukdschi (Jamal Khashoggi) offenbar kurz davor, Beweise für die Verwendung von chemischen Waffen im Jemen durch Saudi-Arabien freizugeben.

„Ich traf ihn eine Woche vor seinem Tod. Er war unglücklich und besorgt. (…) Als ich ihn fragte, warum er sich Sorgen macht, wollte er darauf nicht wirklich antworten, aber schließlich sagte er mir, dass er Beweise erhalten hat, dass Saudi-Arabien chemische Waffen verwendet habe“, teilte ein nahestehender Freund Chaschukdschis, der anonym bleiben möchte, der britischen Zeitung mit.

„Er sagte, er hofft, dass er dokumentarische Beweise erhalten wird. Ich kann nur sagen, dass das nächste, was ich gehört habe, war, dass er vermisst wird.“

Diese Meldung kommt inmitten der Behauptungen aus Geheimdienstquellen, Großbritannien habe von den Plänen, den Journalisten zu entführen, gewusst und soll Saudi-Arabien gebeten haben, diese Handlungen zu stoppen.

„Diese Details beinhalteten die ursprünglichen Befehle, Herrn Chaschukdschi zu ergreifen und ihn nach Saudi-Arabien zur Befragung zurückzubringen“, berichtet eine Geheimdienstquelle.

Die Befehle sollen aus der königlichen Umgebung gekommen sein, aber Informationen über eine Verbindung zu Kronprinz Mohammed bin Salman al-Saud gebe es nicht, hieß es außerdem.

Einer anderen hochrangigen Quelle aus dem Geheimdienst zufolge habe der britische MI6 den Kollegen aus Saudi-Arabien geraten, die Operation abzubrechen, aber ihre Empfehlung soll abgelehnt worden sein.

Im Iran wurden kürzlich Behauptungen laut, Saudi-Arabien habe Inhaltsstoffe geliefert, die im Jemen zur Produktion des Nervengifts Sarin verwendet werden könnten. Es sei jedoch wahrscheinlicher, dass Chaschukdschi sich auf Phosphor bezogen hatte, so „Sunday Express“.

Nach Berichten der US-Zeitung „Washigton Post“ setzte Saudi-Arabien von den USA gelieferten weißen Phosphor gegen Truppen und Zivilisten im Jemen ein.

Der saudische Journalist Dschamal Chaschukdschi, der als Kolumnist für die US-Zeitung „The Washington Post“ arbeitete und seit 2017 in den USA lebte, verschwand am 2. Oktober in der Türkei, nachdem er das Gebäude des saudi-arabischen Generalkonsulats in Istanbul betreten hatte. Am 20. Oktober bestätigte das Konsulat die Ermordung des oppositionellen Journalisten.

Die türkische Staatsanwaltschaft hatte einen Antrag auf Auslieferung von 18 Personen an Saudi-Arabien gestellt, die des Mordes an Dschamal Chaschukdschi verdächtig sind.>

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31.10.2018: Istanbul: Chaschukdschi wurde erdrosselt, seine Leiche zerstückelt und vernichtet


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Kronenzeitung
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New York 1.11.2018: Zwei Saudi-Schwestern wollten in den "USA" Asyl - nun tot in einem Fluss gefunden:
Nach Khashoggi-Mord: Gefesselte Saudi-Schwestern tot im Fluss gefunden
https://www.krone.at/1800691

<Der Tod von zwei saudischen Schwestern beschäftigt derzeit die US-Polizei. Tala (16) und Rotana Falea (22) galten seit dem 24. August als vermisst, exakt zwei Monate später, am vergangenen Mittwoch, wurden die beiden tot am Ufer des Hudson River in New York angespült. Ihre Leichen waren mit Panzer-Tape gefesselt, die Körper einander zugedreht. War es Selbstmord oder sogar Mord? Immerhin wollten die beiden Mädchen vor ihrem Verschwinden politisches Asyl in den USA beantragen.

Was ist dran am mysteriösen Todesfall zweier saudischer Schwestern in New York? Die Polizei ermittelt derzeit in alle Richtungen, schließt nichts aus. Lediglich die zuerst verbreitete Theorie, die beiden Mädchen könnten sich gemeinsam von der George Washington Bridge rund zehn Kilometer vom Fundort entfernt gestürzt haben, dementierten die Beamten zuletzt.

Die Leichen von Tala und Rotana Falea wiesen keine Verletzungen, die auf einen so tiefen Sturz hinweisen könnten, auf, so Chefermittler Dermot Shea. Sicher ist mittlerweile hingegen, dass die Schwestern noch am Leben waren, als sie ins Wasser gelangten.

Saudische Botschaft soll Familie gewarnt haben
Pikant sind hingegen die Aussagen der Mutter der jungen Frauen: Wie sie laut „Daily Mail“ den Ermittlern mitgeteilt habe, habe sie nur einen Tag, bevor die Leichen ihrer Töchter gefunden wurden, einen Anruf vom saudi-arabischen Konsulat erhalten. Demnach sei ihr mitgeteilt worden, dass die 16-Jährige und ihre 22-jährige Schwester Asyl in den USA beantragt hätten. Deshalb habe der Anrufer auch verlangt, dass die Familie die Vereinigten Staaten so schnell wie möglich verlassen sollte.

Besteht etwa ein Zusammenhang zwischen dem Tod der Schwestern und den Asylanträgen? Tatsächlich dementierte ein Sprecher aber, dass wegen den Asylanträgen Telefonate mit der Mutter der Frauen gegeben habe, berichtet CNN. Erst nach deren tragischem Tod habe die saudi-arabische Botschaft in Washington „Kontakt zu der Familie aufgenommen und Hilfe in dieser schwierigen Zeit angeboten“.

Uni-Karriere als Grund für Asyl-Antrag?
Schon 2015 kam die Familie von Saudi-Arabien nach Fairfax im US-Staat Virginia. Mehrere Medien berichten, dass die Schwestern bereits mehrmals von daheim davongelaufen sind. Ihr Verschwinden vor zwei Monaten könnte nun jedoch mit der Uni-Karriere der Älteren zu tun haben, spekuliert die „Daily Mail“.

Von 2016 bis Mai 2018 studierte Rotana an der George Mason University in Washington, der enge Verbindungen zu Saudi-Arabien nachgesagt werden. Die saudi-arabische Kulturstiftung soll laut britischer Zeitung rund 56 Millionen Euro gestiftet und die Ausbildung von 270 der 370 saudischen Studenten finanziert haben. Unter ihnen auch die 22-Jährige.

Dass die junge Frau im August nicht an die Uni zurückgekehrt sei, um ihr Studium des Bio-Ingenieurswesens abzuschließen, soll aus der Befürchtung heraus geschehen, dass ihre Familie nach ihrem erfolgreichen Diplom wieder nach Jeddah zurückkehren müsse - unter anderem auch, weil ihre jüngere Schwester ein Stipendium an einer Privatschule in Dar Al-Fikr erhalten habe.

Nächster mysteriöser Todesfall nach Khashoggi-Mord
Es ist schon das zweite Mal innerhalb nur weniger Wochen, dass Saudi-Arabien in mysteriöse Todesfälle verstrickt sein könnte. Im Fall des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi gestand Saudi-Arabien unter internationalem Druck den Tod des Journalisten ein, stellte ihn jedoch zunächst als Folge eines eskalierten Streits dar. Erst später gab Generalstaatsanwalt Al-Mojeb zu, dass die Tötung „vorsätzlich“ geschehen sei.>

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2.11.2018: Saudis mit Mordorgien, Inhaftierungen und Drohungen:
Geld übertrumpft Mord! Saudi Arabien – Raif Badawis Schwester inhaftiert, Frau gehängt, Tod von saudi-arabischen Schwestern in USA und eigene Studenten im Ausland bedroht!
https://netzfrauen.org/2018/11/02/saudiarabien/

Die Polizei in New York untersucht den Tod von zwei Schwestern aus Saudi-Arabien, die im Hudson River gefunden wurden.Sie waren mit Klebeband zusammengebunden. Die Mutter teilte der Polizei mit, dass sie einen Tag vor der Entdeckung der Leichen von einem Beamten der saudi-arabischen Botschaft in Washington angerufen worden seien, der die Familie aufforderte, die USA zu verlassen. Seit dem 02.Oktober 2018, nachdem der regierungskritische Journalist Jamal Khashoggi das saudische Konsulat in Istanbul betreten hat und  „gemäß einem zuvor gefassten Plan erwürgt“ worden sein soll, wächst die weltweite Kritik an Saudi Arabien. Doch bereits  Anfang August 2018  hat Saudi Arabien, die Stipendien von tausenden Studenten, die in Kanada studieren, eingestellt und sie aufgefordert, das Land zu verlassen. Der Grund war die Spannung zwischen Kanada und Saudi Arabien, nachdem die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland auf Twitter Kritik gegen  die Verhaftung von der Schwester des ebenfalls in Saudi Arabien inhaftierten Blogger  sich negativ geäußert hatte.Allein von Mai – Juni wurden  mindestens 13 weitere Menschenrechtsverteidiger inhaftiert. Auch aus Indonesien droht neuer Ärger, denn Saudi Arabien hat eine indonesische Angestellte hingerichtet, die von ihrem Arbeitgeber vergewaltigt werden sollte. Und obwohl bekannt war, dass die Menschenrechtslage in Saudi Arabien noch immer grauenvoll ist, hat sich der deutsche Außenminister Heiko Maas  bei Saudi-Arabien entschuldigt und somit einen längeren diplomatischen Streit beendet, der das Königreich dazu veranlasste, seinen Botschafter Ende 2017 aus Berlin abzuziehen und deutsche Unternehmen verweigerte, in Saudi Arabien tätig zu sein. Und auch der Kanadische Premierminister Justin Trudeau steht in seinem Land in der Kritik, nachdem er den  Verkauf von Waffen an Saudi-Arabien im Wert von 12 Milliarden Dollar nach dem Tod von Khashoggi nicht eingestellt hat. Geld übertrumpft Mord.

Die Polizei in New York untersucht den Tod von saudi-arabischen Schwestern

Die beiden Schwestern waren seit 24.August 2018 verschwunden und wurden etwa 350 km von ihrem Heimatort Virginia letzte Woche aufgefunden. Sie hatten in den USA politisches Asyl beantragt.

Ebenfalls in August 2018 wurden Tausende Studenten, die in Kanada studierten, aufgefordert sofort das Land zu Verlassen. Kanadas Außenministerin hatte auf Twitter  die Verhaftung der saudi-arabischen Aktivistin Samar Badawi, der Schwester von Raif Badawi , der ebenfalls inhaftiert ist, kritisiert. (Siehe dazu:  Bizarr: „Experte“ für UN-Menschenrechtsrat aus Saudi Arabien – Regimekritiker werden geköpft – oder wie Blogger Raif Badawi mit 1000 Peitschenhieben bestraft – 2016 über hunderte Hinrichtungen in Saudi-Arabien)

„Kanada steht in dieser schwierigen Zeit mit der Familie Badawi zusammen und wir fordern weiterhin nachdrücklich die Freilassung von Raif und Samar Badawi“ , schrieb die Außenministerin 

Als Reaktion auf die Kritik brach Saudi-Arabien die diplomatischen Beziehungen zu Kanada ab, sperrte alle neuen Geschäfte und Investitionen und stornierte Flüge über seine nationale Fluggesellschaft nach Toronto.

Omar Abdulaziz, ein saudischer Staatsbürger, der seit 2014 als  politischer Flüchtling in Kanada ist, wurde von saudischen Behörden kontaktiert, die drohten, seine Brüder und Freunde im Königreich zu verhaften, falls er sich weiterhin zum diplomatischen Streit äußere.

„Es ist das erste Mal, dass man so bedroht wird! Es ist einfach verrückt “, sagte Abdulaziz.

In der Stellungnahme am 06.August 2018 betonte die Außenministerin Freeland, dass sie sich auch weiterhin für Menschenrechte, für die Rechte der Frauen und für Meinungsfreiheit einsetzen werde.

Rotana Farea (22) und Tala Farea (16) aus Virginia wurden letzte Woche im Hudson tot aufgefunden.

Wie sie ins Wasser kamen und wie sie gestorben sind, bleibt ein Rätsel. Die Mädchen waren 2015 zusammen mit ihrer Mutter aus Saudi-Arabien in den USA angekommen und ließen sich im Bundesstaat Virginia nieder. Im August 2018 waren die jungen Frauen plötzlich verschwunden und letzte Woche wurden ihre Leichen im 350 km entfernten Manhattan gefunden. Die Schwestern waren an der Taille und den Knöcheln mit einem Klebeband zusammengebunden.Waren aber  komplett bekleidet und trugen sogar Mäntel. Die Behörden vermuteten, dass sie Selbstmord begangen  hätten und von der Brücke gesprungen seien. Das forensische Team wies jedoch darauf hin, dass es noch nicht möglich sei, ihren Tod zu ermitteln.

Die New Yorker Polizei gab bekannt, dass die Mutter der jungen Frauen kurz vor dem Auffinden der Leichen einen Anruf von den saudischen Behörden erhalten hatte, die sie aufforderten, sofort das US-Territorium zu verlassen, wo die Schwestern politisches Asyl beantragt hatten.

Das saudi-arabische Konsulat sagte am 01.November 2018 in einer Erklärung, dass es „zusammen mit den lokalen Behörden die Untersuchung der Ermittlungen“ des Todes der jungen Frauen „intensiv überwacht“. Ebenso heißt es im Text, dass das Konsulat einen Anwalt bestellt hat, der den Fall verfolgt, und dass es den Angehörigen der Opfer, die Studenten in den USA waren, ihre Hilfe und Unterstützung angeboten habe. Der Polizeichef  Dermot Shea aus New York wies auf der gestrigen Pressekonferenz  darauf hin, dass sie nach Hinweisen in Virginia suchen würden, wo die beiden am 24. August  2018 verschwanden und was in den 2 Monaten ihres Verschwindens geschah.

Indonesische Frau in Saudi Arabien gehängt

Tuti Tursilawati aus Majalengka, Indonesien, wurde am Montag hingerichtet, sieben Jahre nachdem sie wegen Mordes an ihrem Arbeitgeber in der saudischen Stadt Taif verurteilt worden war. Die Menschenrechtsgruppe Migrant Care teilte mit, dass sie sich vor sexuellen Übergriffen verteidigt hatte. Tuti ist die vierte Indonesierin, die seit 2015 in Saudi-Arabien hingerichtet wurde, darunter Zaini Misri, die  im März zu Tode gekommen war. Alle Hinrichtungen wurden durchgeführt, ohne zuvor indonesische Beamte zu benachrichtigen. Andere Indonesier warten in Saudi-Arabien ebenfalls im Todestrakt. In Indonesien kommt es nach Bekanntgabe, von der Hinrichtung zu Protesten vor der Saudischen Botschaft in Indonesien.  Der indonesische Präsident Joko Widodo sagte am Mittwoch, er habe sich mit dem Außenminister von Saudi-Arabien, Adel al-Jubeir, in Verbindung gesetzt, um gegen die Handlungen des Königreichs zu protestieren. Erst letztes Jahr kam es zu einem heftigen Protest, als in Indonesien die Menschen erfuhren, dass 300 indonesische Arbeiterinnen in Saudi-Arabien eingesperrt, missbraucht – einige getötet und einfach weggeworfen wurden. 

Saudi-Arabien hat 11 Millionen ausländische Arbeitskräfte aus mehr als 100 Ländern, davon 2,3 Millionen Haushaltshilfen. Es gibt mehr als 200 000 Hausangestellte aus Sri Lanka. Mittlerweile verweigern viele Länder Saudi Arabien, ihre Mädchen und Frauen als Haushaltshilfen zu schicken. Aus diesem Grund rekrutiert Saudi Arabien Mädchen und Frauen aus Afrika. Doch auch bei den männlichen Arbeitern aus dem Ausland sieht es meist nicht besser aus. Siehe: Saudi Arabien -11 Millionen ausländische Arbeitskräfte – Überlastung, Zwangsarbeit, Lohnausfall, Nahrungsentzug sowie psychischem, physischem und sexuellem Missbrauch

Und obwohl alles bekannt war, wurde Saudi Arabien in die UN-Kommission für Frauenrechte gewählt und startete sogar im Mai 2018 eine Verhaftungswelle von Frauenrechtlerinnen. 

Während in den Medien berichtet wird, dass Frauen in Saudi Arabien endlich Auto fahren dürfen und  Volkswagen, die BMW-Tochter Mini CooperNissanJaguar, die GM-Tochter Chevrolet und Ford öffentlich sich schon über den Absatz in Saudi Arabien freuten und die Frauen unterstützten, begann in Saudi Arabien eine Welle der Verhaftungen von Aktivisten, die die Fahrerlaubnis erst möglich gemacht hatten. Noch vor dem 24. Juni, an dem die Frauen begannen zu fahren, begannen saudische Behörden, Frauenrechtsaktivisten zu verhaften . Die Auto-Industrie verstummte und  lokale Medien nannten die Aktivisten Verräterinnen und Verbrecherinnen. Mindestens 14 Aktivisten wurden seit Mai  verhaftet und  harren immer noch hinter Gittern aus. Auch der erste Besuch eines Konzertes blieb für eine Frau nicht ohne Folgen. Sie wurde verhaftet, nachdem sie den Künstler auf der Bühne umarmt hatte.

Saudi-Arabiens Wahl in die UN- Kommission für Frauenrechte, die von 47 Staaten, darunter mindestens drei europäischen Ländern, unterstützt wurde, ist ein Affront gegen die Mission der Kommission selbst und eine Zurechtweisung für saudische Frauen. Der belgische Ministerpräsident sagte später, er bedauere die Wahl seines Landes, doch damit ist den Frauen auch nicht geholfen.

Geld übertrumpft Mord

Der Chief Executive Officer von BlackRock Inc., Larry Fink, unterstützte am Donnerstag das mittlerweile krisengeschüttelte Saudi-Arabien   Er sagte, er rechne mit weiteren Investitionen im Land und es sei unklar, wer den Journalisten Jamal Khashoggi getötet habe. „Wir wissen nicht, wer für den Mord verantwortlich ist. Als Regierung haben sie die Verantwortung übernommen, dass es sich um einen Mord handelt. Sie behaupten nun, es sei eine abscheuliche Tat“, sagte Fink auf der Dealbook-Konferenz der New York Times. „Jeder hat seine eigenen Theorien.“ Er führte nicht weiter aus, betonte jedoch, dass „nichts schwarz oder weiß ist“. Brian Beades, ein BlackRock-Sprecher, lehnte weitere Kommentare ab. Siehe auch: Blackstone und BlackRock – Stephen A. Schwarzman und Larry Fink – eine „mächtige“Männerfreundschaft besonderer Art und die Arabische Liga

Und während weiter Menschenrechtsverletzungen in Saudi Arabien begannen werden, feiert man in Saudi Arabien die Ankunft von dem 30.  und letzten A320ceo mit 144 Sitzplätzen in Jeddah .

Der Deal war 2015 während des Besuchs von Kronprinz Mohammed bin Salman in Frankreich unterzeichnet worden, wodurch mehr als 6 Millionen Sitze im Inlandsflugnetz hinzukamen. Die saudi-arabische Luftfahrtgesellschaft und Airbus unterzeichneten einen Kaufvertrag über 50 Flugzeuge, darunter 20 regionale A330-300 – Airbus. Alle 20 Flugzeuge waren im Dezember 2017 angekommen, 21 Monate nach der Auslieferung des ersten Flugzeugs. Der Generaldirektor von Saudia, Saleh Al-Jasser, sagte, dass die beiden Unternehmen seit mehr als drei Jahrzehnten miteinander verbunden sind. „Die Verbindung hat sich zu einer strategischen Partnerschaft mit Saudia entwickelt, die einen Vertrag über den Erhalt von 50 Flugzeugen unterzeichnet.“

Und auch wenn man aus der EU gedroht hat, keine Waffen nach Saudi Arabien zu verkaufen, hat der französische Präsident Emmanuel Macron bereits bekannt gegeben, das Verbot von französischen Waffenlieferungen weitgehend ignorieren zu wollen. Im letzten Jahr beliefen sich die Rüstungsgeschäfte von Paris mit Riad auf rund 1,5 Milliarden Euro.. Die britische Regierung steht ebenfalls unter Beschuss für ihre Waffenexporte in das Königreich, die jährlich einen Wert von rund 1,4 Milliarden US-Dollar betrugen.

Im Mai 2015 suchte die saudi-arabische Regierung  per Anzeige acht Henker. Für die Arbeit sei keine besondere Qualifizierung oder Erfahrung nötig, hieß es in einer veröffentlichten Stellenausschreibung. Die Aufgabe der Henker ist es demnach, zum Tode verurteilte Menschen zu köpfen. Zudem sollen sie verurteilten Dieben Gliedmaßen amputieren. Siehe: Saudi Arabien – Öffnung der Börse für ausländische Investoren und sucht 8 Henker

Auch das hat die westlichen Länder nicht davon abgehalten, weiter Geschäfte mit Saudi Arabien zu machen. Und so geht es weiter – Geld übertrumpft Mord.

Und während dessen in Jemen: Die Saudi-geführte Koalition, die im Jemen kämpft, verhinderte sogar,  dass ein UN-Flugzeug mit Hilfsgütern für die Hauptstadt Sanaa landete, weil drei internationale Journalisten ebenfalls an Bord waren. Seit Saudi Arabien seine Luftangriffe im Jemen begonnen hat, sind Millionen Menschen auf der Flucht. Auf Zivilisten nehmen die ausschließlich aus der Luft operierenden saudischen Streitkräfte nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) kaum Rücksicht. Im Jemen sterben täglich Zivilisten in einem Krieg, den keine Seite gewinnen kann. Die Zivilisten zahlen den Preis für den saudisch-iranischen Machtkampf.Hier sterben jeden Tag Kindern, weil sie nichts zu essen bekommen. Auch diesen Krieg haben die westlichen Länder mit zu verantworten, denn Saudi Arabien verkaufte ihnen Öl und bekam dafür Waffen.  Siehe: Bizarr: „Experte“ für UN-Menschenrechtsrat aus Saudi Arabien: Im Jemen läuft eine Katastrophe ab, die Saudi Arabien mitzuverantworten hat und in Saudi Arabien tobt ein innerer Krieg wie in Syrien

Saudi-Arabien – Nichtbeachtung der Menschenrechte, aber Roboter Sophia bekommt die Staatsbürgerschaft

Saudi-Arabien ist ein Land, das Menschenrechte mit Füßen tritt. Trotzdem führte ein saudi-arabischer Vertreter eine Diplomatengruppe des UN-Menschenrechtsrates an.

Netzfrau Doro Schreier>

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2.11.2018: Khashoggi bleibt verschwunden - angeblich nun in Säure aufgelöst:
Türkische Justiz: Khashoggis Leiche wohl in Säure aufgelöst
https://www.20min.ch/ausland/news/story/29111685

<Jamal Khashoggi soll kurz nach dem Betreten des Konsulats erwürgt worden sein. Anschliessend wurde seine Leiche offenbar in Säure aufgelöst.

Die Leiche des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi ist nach Angaben eines Beraters des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zunächst zerstückelt und dann in Säure aufgelöst worden. «Sie sind den Leichnam losgeworden, indem sie ihn aufgelöst haben.»

Das sagte Yasin Aktay der Zeitung «Hürriyet» am Freitag. Seine Aussage deckt sich mit einem Bericht der «Washington Post», für die Khashoggi geschrieben hatte.

Neuesten Informationen zufolge «haben sie die Leiche zerstückelt, damit sie sich einfacher auflösen lässt», sagte Aktay. «Sie wollten sichergehen, dass nichts von der Leiche übrigbleibt.» Die «Washington Post» zitierte eine türkische Quelle, wonach «biologische Beweise» im Garten des saudi-arabischen Konsulats in Istanbul gefunden worden seien.>

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Sputnik-Ticker
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6.11.2018: Trump wirft Saudi-Arabien dilettantischen Umgang mit US-Waffen vor

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BRD-Schwindel online, Logo

8.11.2018: IL-Spionagesoftware von "NSO Group" in der Uhr von Khashoggi - er wurde vom Mossad ausspioniert - und am Ende wurde der Mord an ihm auch noch aufgenommen:
Snowden zu Khashoggi-Mord: Ich erzähle euch eine große Geschichte, über die nicht geschrieben wird
http://brd-schwindel.ru/snowden-zu-khashoggi-mord-ich-erzaehle-euch-eine-grosse-geschichte-ueber-die-nicht-geschrieben-wird/

<Der US-Whistleblower Edward Snowden beschuldigte auf einer Konferenz in Tel Aviv am Mittwoch ein israelisches Cybersicherheitsunternehmen, die Überwachungssoftware an Saudi-Arabien verkauft zu haben, die die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi ermöglichte.

Snowden, der auf dieser Konferenz per Videoschaltung von einem unbekannten Ort in Russland aus sprechen konnte, behauptete, dass die israelische Firma NSO Group an Saudi-Arabien Software verkauft habe, mit der das Telefon eines Freundes von Khashoggi ausgespäht wurde.

Er sagte, dass die Rolle, die diese Firma mit ihrer Software bei Khashoggis Mord gespielt habe, „eine der wichtigsten Geschichten ist, über die nicht geschrieben wird“.

Er betonte, dass es dabei irrelevant sei, ob diese Firma nun in Israel sitzt oder anderswo. Relevant sei einzig, dass solche Software an „einige sehr böse Akteure“ verkauft würde, um die Menschenrechte von Dissidenten, Oppositionellen und Aktivisten zu verletzen.

Es funktioniere so, dass diese Unternehmen Nachrichten an ein Handy senden, die dem Handynutzer unverdächtig und zugleich aber wichtig erscheinen, zum Beispiel mit dem Betreff eines erwarteten Pakets oder einer Lieferung.

„Sobald du auf den Link klickst – und jeder klickt irgendwann auf einen solchen Link, weil sie dies hundert Mal auf hundert verschiedene Arten ausprobieren können, immer wieder von einer anderen Nummer – gehört von nun an demjenigen dein Telefon, der dir diese Nachricht geschickt hat. Alles, die gesamte Historie in deinem Telefon, können sie nun sofort kopieren. Alles, was von diesem Tag an auf deinem Handy passieren wird – überall, wo du hingehst; jeder, den du anrufst; alles, was du liest; jedes Foto, das du machst, eigentlich alles, was du sagst, weil sie das Mikrofon aus der Ferne einschalten können, sie können auch die Kamera aus der Ferne einschalten, auch wenn du noch gar kein Foto gemacht hast, alles, was jetzt gerade mit diesem Gerät geschieht, alles, woran dein Handy beteiligt ist: diese Firma und ihre Kunden sind jetzt ein Teil davon.“

Jamal Khashoggi wurde am 2. Oktober 2018 nach dem Betreten des saudi-arabischen Konsulats in Istanbul ermordet. Dazu sollen 15 Personen aus Saudi Arabien angereist sein. Die Untersuchung seines Todes ist noch im Gange und bislang ist unklar, wer den Mord in Auftrag gegeben hat.

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu sagte zu dem Mord am Dienstag, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, wie er in einem Meinungsartikel in der Washington Post veröffentlichte, nicht glaube, dass der saudische König Salman den Mord in Auftrag gegeben habe.

Mevlüt Çavuşoğlu sagte:

„Aber es ist auch offensichtlich, dass diese 15 Personen nicht aus freien Stücken nach Istanbul gekommen sind, um Khashoggi zu ermorden. Also bekamen sie Anweisungen von jemandem. Nun müssen wir herausfinden, wer diese Anweisungen gegeben hat.“

„Präsident Erdogan hat zweimal mit König Salman telefoniert, und er kennt König Salman sehr gut, und er ist keine Person, die Menschen anweist, seine eigenen Bürger zu töten. Präsident Erdoğan war sich ziemlich sicher und er war überzeugt, dass König Salman nichts mit diesem Mord zu tun hatte.“>

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10.11.2018: Khashoggi-Mord in Istanbul mit Säure und Kanalisation - Spuren von Säure in Abwasserleitungen gefunden:
In Säure aufgelöst: Khashoggi: Leichenreste in Kanalisation geschüttet
https://www.krone.at/1806363

<Die Theorie, dass die Leiche des getöteten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi möglicherweise in Säure aufgelöst worden ist, wird immer konkreter. Einem türkischen Medienbericht zufolge wurden in Proben aus der Abwasserleitung der Residenz des saudi-arabischen Konsuls in Istanbul Spuren von Säure gefunden. Ermittler gehen nun davon aus, dass die verflüssigte Leiche über die Kanalisation entsorgt wurde.

„Mord an Khashoggi war bis ins Detail geplant“
Unter internationalem Druck gab Saudi-Arabien nach wochenlangen Dementis die Tötung des 59-jährigen „Washington Post“-Kolumnisten zu. Ende Oktober hatte die Istanbuler Staatsanwaltschaft erklärt, Khashoggi sei unmittelbar nach Betreten des Konsulats erwürgt und seine Leiche dann zerstückelt und beseitigt worden. Der Kritiker des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman war am 2. Oktober in das Istanbuler Konsulat Saudi-Arabiens gegangen, um ein Dokument für seine Heirat abzuholen. Khashoggi kam danach nicht mehr heraus und blieb verschwunden. „Dieses grausame Verbrechen wurde Tage im Voraus geplant“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Mitte Oktober.

Familie Khashoggis fordert Aufklärung 
Nach der Ermordung Khashoggis kämpft seine Familie mit der quälenden Ungewissheit, was wirklich im saudischen Generalkonsulat in Istanbul geschah. „Ich warte einfach darauf, dass die Fakten ans Tageslicht kommen“, sagte Khashoggis Sohn Salah Anfang dieser Woche. Khashoggis Verlobte, Hatice Cengiz, warf der saudischen Führung vor, den Leichnam zu verstecken.

In einem emotionalen Interview forderte die Türkin, dass alle „bösen Kriminellen und ihre feigen politischen Herren“ zur Rechenschaft gezogen werden. Bei der Aufklärung erwarte sie sich mehr Unterstützung seitens der USA und warnte vor einer Vertuschung des Mordes. Die US-Regierung verurteilte zuletzt zwar immer wieder den Mord, versuchte aber zugleich, Schaden für die Beziehungen zu dem engen Verbündeten Saudi-Arabien abzuwenden.>

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13.11.2018: Fall Khashoggi: Todeskommando brachte Spritzen und Scheren mit

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19.11.2018: Aussenministerium Maas stoppt Arabien-Deals: Reaktion auf Chaschukdschi-Mord: Bundesregierung stoppt alle Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien

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19.11.2018: Aussenministerium Maas sperrt Saudis aus: Mordfall Khashoggi: Deutschland verhängt 18 Einreisesperren

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21.11.2018: Nahost-Experte: „Saudi Arabien ist für die USA Tankstelle und Geldautomat“


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Die CIA hat die Aufzeichnung eines Telefonats erhalten, in dem der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman Anweisungen gibt, den Journalisten Jamal Khashoggi so schnell wie möglich zum Schweigen zu bringen, schreiben türkische Medien.

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22.11.2018: Saudis mit Kunstregen - Überschwemmungen ohne Vegetation:
Seit etwa 2015 haben Saudis Kunstregen-projekt

von Kommunikationspartner SJ in CH

Saudis forcierten Regen mittels Chemie über ihrer Halbinsel, doch stümperhaft. Dabei wurden auch Regionen überschwemmt.

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Der US-Präsident Donald Trump widerspricht der Einschätzung der CIA zum Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. Denn der Kronprinz, so Trump, leugne den Mord und es handle sich nur um "gefühlte" Vermutungen der CIA. Vielleicht sollte die Welt verantwortlich gemacht werden.

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28.11.2018: Pompeo: Keine Beweise für Befehlserteilung von Muhammad bin Salman zum Journalistenmord:
US-Aussenminister sieht keine Belege für Rolle des Kronprinzen

https://bazonline.ch/ausland/amerika/usaussenminister-sieht-keine-belege-fuer-rolle-des-kronprinzen/story/13943394

<Es gebe keine direkte Verbindung, die Muhammad bin Salman mit dem Befehl zur Ermordung des Journalisten in Verbindung bringt, sagt Mike Pompeo.

US-Aussenminister Mike Pompeo hat die Darstellung zurückgewiesen, der US-Geheimdienst CIA habe Belege für eine Verwicklung des saudischen Kronprinzen Muhammad bin Salman in den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi.

Er habe alle Geheimdienst-Informationen zu dem Fall gelesen, sagte Pompeo am Mittwoch in Washington. Es gebe «keine direkte Aussage» dazu, dass der saudische Kronprinz in den Mord verwickelt gewesen sei. Auch US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen betont, die CIA sei in der Frage «nicht zu einem abschliessenden Ergebnis gekommen».

Khashoggi war am 2. Oktober in das saudische Konsulat in Istanbul gegangen, um Papiere abzuholen und kam nie wieder heraus. Saudiarabien räumte erst nach massivem internationalen Druck ein, dass der Regierungskritiker dort getötet wurde. Das saudische Königshaus beteuert, nichts davon gewusst zu haben.

Die «Washington Post» hatte berichtet, der US-Geheimdienst CIA sehe Muhammad bin Salman – kurz MbS genannt – als Drahtzieher hinter dem Mord. Die türkische Zeitung «Hürriyet» hatte berichtet, die CIA habe Aufnahmen eines brisanten Telefongesprächs des Kronprinzen. Darin soll er gesagt haben, Khashoggi solle «so schnell wie möglich zum Schweigen gebracht werden». CIA-Direktorin Gina Haspel habe bei einem Türkei-Besuch «signalisiert», die CIA habe jenes Gespräch zwischen dem Kronprinzen und dessen Bruder abgehört.

Pompeo äusserte sich am Mittwoch nach einem nicht öffentlichen Treffen mit US-Senatoren, bei dem er gemeinsam mit US-Verteidigungsminister James Mattis dafür warb, die Beziehungen zu Saudiarabien nicht infrage zu stellen. Mehrere Senatoren hatten erfolglos darum gebeten, dass auch Haspel Rede und Antwort stehen würde. Pompeo wich der Frage aus, warum die CIA-Chefin nicht teilnahm. «Ich wurde gebeten, hier zu sein – und ich bin hier», sagte er. (nag/sda)>

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Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat beim Strafgericht einen Antrag auf Haftbefehle gegen den ehemaligen stellvertretenden Geheimdienstchef Saudi-Arabiens, General Ahmed Asiri, und Saud al-Qahtani, einem ehemaligen Adjutanten des saudischen Kronprinzen, eingereicht.

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13.12.2018: Fall Khashoggi: US-Senat macht Kronprinz für Tod verantwortlich

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24-12-2018: Trump afirma que Saudi Arabia vaya a pagar la reconstrucción de Siria - ¡el IS es de Saudi Arabia pues!
Donald Trump afirma que Arabia Saudí pagará por la reconstrucción en Siria
Se puede suponer que eso es un acuerdo secreto para otra cosa:
24.12.2018: Trump versichert, Saudi-Arabien wird den Wiederaufbau in Syrien bezahlen - und Erdogan wird den IS ausrotten:
SAUDIS BEZAHLEN DEN Wiederaufbau von Syrien - so Trump
Mit was für einem Kuhhandel ist nun das wieder verbunden?
http://www.cronicaviva.com.pe/donald-trump-afirma-que-arabia-saudi-pagara-por-la-reconstruccion-en-siria/

Original:

[Saudi Arabia paga la reconstrucción - "EUA" no tienen gastos]
<WASHINGTON.- El presidente estadounidense, Donald Trump, afirmó hoy que Arabia Saudí ha accedido a gastar “el dinero necesario” para reconstruir Siria, país del que EEUU ha anunciado su retirada.

“Arabia Saudí ahora está de acuerdo en gastar el dinero necesario para reconstruir Siria, en vez de EEUU ¿Lo ves? ¿No es agradable cuando países inmensamente ricos ayudan a reconstruir a sus vecinos, en vez de el Gran País que es EEUU, a 5.000 millas (8.000 kilómetros) de distancia”, dijo Trump.

El mandatario terminó su tuit con el mensaje: “¡Gracias Arabia Saudí!”.

La semana pasada Trump proclamó la “derrota” del Estado Islámico (EI) en Siria y ordenó el repliegue de los 2.000 soldados estadounidenses que, como parte de una coalición internacional, colaboraban con las Fuerzas de Siria Democrática (FSD), una alianza encabezada por milicias kurdas.

[El general Mattis se va fin de 2018]
Su decisión fue recibida con desagrado por el general James Mattis que presentó su renuncia como secretario de Defensa de EE.UU. y dejará su puesto a finales de año.

Además, el enviado especial EEUU para la coalición contra el EI, Brett McGurk, también dimitió en protesta por la salida de Siria.

Tanto Mattis como McGurk han expresado públicamente preocupación por la forma en que Washington ha tratado a sus aliados en ese país.

En su carta de renuncia, Mattis hizo una férrea defensa del sistema de alianzas de EEUU” en la forma en que lidia con sus competidores, entre los que mencionó a China y Rusia.

Frente a ello, en líneas generales, el mandatario apuesta por una estrategia aislacionista y considera que sus socios “se aprovechan” del liderazgo estadounidense.

[Trump da el comando contra el EI a Erdogan]

En el caso de Siria, Trump cree que ha cumplido su objetivo al derrotar militarmente a los yihadistas y considera que otros países, como Turquía, pueden terminar el trabajo que Estados Unidos ha iniciado en ese país.

De hecho, Erdogan ha dicho que él mismo prometió a Trump el 14 de diciembre que Turquía se encargará de “limpiar” Siria del EI.

[EI está todavía en Siria e Iraq]
Según la coalición internacional liderada por Estados Unidos, al Estado Islámico solo le queda en Siria e Irak un 1 % del territorio que llegó a dominar en 2014, cuando proclamó su califato.>

Übersetzung:

[Saudi-Arabien übernimmt den Wiederaufbau - "USA" haben keine Ausgaben]
<WASHINGTON: Der amerikanische Präsident Donald Trump hat heute bekräftigt, dass Saudi-Arabien zugestimmt hat, "das notwendige Geld" für den Wiederaufbau Syriens auszugeben, das Land, aus dem sich die "USA" zurückziehen werden.

"Saudi-Arabien willigt jetzt ein, das nötige Geld auszugeben, um Syrien wiederaufzubauen, so dass die "USA" damit keine Ausgaben haben. Sehen Sie das? Es ist nicht angenehm, wenn immens reiche Länder dabei helfen, ihre Nachbarn wieder aufzubauen, statt im eigenen Land für Ordnung zu sorgen, in den "USA", und das auch noch 5000 Meilen (8000km) weit weg", sagte Trump.

Der Präsident beendete seinen Tweet mit der Nachricht: "Danke, Saudi-Arabien!".

Letzte Woche proklamierte Trump die "Niederlage" des islamischen Staates (IS) in Syrien und ordnete den Abzug der 2.000 amerikanischen Soldaten an, die im Rahmen einer internationalen Koalition mit den Democratic Syrian Forces (FSD), einem Bündnis, zusammengeführt wurden Kurdische Milizen

[General Mattis geht Ende 2018]
Seine Entscheidung wurde von General James Mattis, der seinen Rücktritt als US-Verteidigungsminister eingereicht hatte, mit Unmut getroffen.< Ende Jahr wird er seinen Posten abgeben.

Auch der US-Sonderbeauftragte für die Koalition gegen die EI, Brett McGurk, trat aus Protest gegen den Abzug aus Syrien zurück.

Sowohl Mattis als auch McGurk haben öffentlich ihre Besorgnis darüber geäußert, wie Washington seine Verbündeten in diesem Land behandelt hat.

In seinem Rücktrittsschreiben verteidigte Mattis das US-amerikanische Bündnissystem "hart wie er mit seinen Konkurrenten umgeht, unter denen er China und Russland erwähnte.

Demgegenüber ist der Präsident im Allgemeinen einer Isolationsstrategie verpflichtet und ist der Ansicht, dass seine Partner die amerikanische Führung "nutzen".

[Trump übergibt Erdogan die Ausrottung des IS]
Im Falle Syriens glaubt Trump, dass er sein Ziel durch einen militärischen Sieg gegen die Dschihadisten erreicht hat, und ist der Ansicht, dass andere Länder wie die Türkei die Arbeit beenden können, die die USA in diesem Land begonnen haben.

In der Tat hat Erdogan gesagt, dass er Trump selbst am 14. Dezember versprochen hat, dass die Türkei für die "Reinigung" Syriens vom IS verantwortlich sein wird.

[IS ist immer noch im Syrien und Irak vorhanden]

Nach Angaben der internationalen Koalition, die von den Vereinigten Staaten angeführt wird, hat der Islamische Staat in Syrien und im Irak nur 1% des Territoriums verlassen, das er 2014 dominierte, als er sein Kalifat proklamierte.>


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2.1.2019: Merkel-Deutschland fördert das kriminelle Saudi-Arabien ohne Ende:
Alles super: Deutsche Geschäfte mit Saudi-Arabien erreichen neuen Höchststand


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https://deutsch.rt.com/international/81894-fur-zwei-handvoll-dollar-saudis-jemenkrieg-kindersoldaten/

<Der Jemenkrieg schafft es nicht aus dem Schatten der internationalen Berichterstattung. Dass sich nun heraustellte, dass Saudi-Arabien bei seinem verheerenden Feldzug auch auf Kindersoldaten aus dem Sudan setzt, wird daran mutmaßlich wenig ändern.

Auch wenn zuletzt vor allem die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien in Schweden die spärlichen Schlagzeilen bestimmten, geht der Jemenkrieg bereits in sein viertes Jahr und hat nichts an Brutalität eingebüßt. Der vom Goliath Saudi-Arabien und seiner Koalition geführte Krieg unter dem Feldherrn Mohammed bin Salman ist die größte humanitäre Katastrophe der jüngeren Zeitgeschichte. Zwölf Millionen Menschen stehen am Rand einer Hungersnot, 85.000 Kinder verloren nach aktuellen Angaben ihr Leben im Kampf des absolutistischen Königreichs gegen vermeintlich vom Iran logistisch unterstützte Huthi-Rebellen.

[Sudan mit Saudis gegen Jemen - viele Darfur-Kämpfer mit Jugendlichen ab 14 Jahren]

Wie sich nun herausstellte, greift Saudi-Arabien bei seinem Krieg nicht nur auf prominente Unterstützung seitens der transatlantischen Gemeinschaft zurück. Gern gesehen in den Reihen der Koalitionssoldaten sind auch Söldner aus aller Herren Länder. Der Petrodollar macht es möglich. Diese fließen auch in den Sudan, den nunmehr drittgrößten Flächenstaat Afrikas. Der von der sogenannten internationalen Gemeinschaft geächtete Sudan unter Staatschef Umar al-Baschir steht im Jemenkrieg eng an der Seite des saudischen Königshauses.

14.000 sudanesische Kämpfer unterstützen zu jedem Zeitpunkt in bald vier Jahren" den Jemenkrieg als Teil der saudischen Koalition, weiß die New York Times zu berichten.

Bei den gekauften Sudanesen handelt es sich überwiegend um ehemalige Darfur-Kämpfer, die sogenannten "Dschandschawid". Unter ihnen seien demnach viele Kinder im Alter von 14 bis 17 Jahre. Sie sind wesentlich billiger zu haben als etwa US-Söldner, die ebenfalls in den Reihen der Koalition Dienst tun.

Einige der Familien der ehemaligen "schnellen Eingreiftruppe", berüchtigt für ihr brutales und erbarmungsloses Vorgehen in Darfur, sind derart verzweifelt, dass sie demzufolge auch auf Bestechung zurückgreifen, um ihre Söhne gegen Bares in den Dienst der Saudis zu stellen. Der Anteil der Kinder in den Reihen der sudanesischen Jemen-Söldner schwankt dabei zwischen 20 und mehr als 40 Prozent.

Die Saudis haben uns gesagt, was wir mithilfe der Telefone und Geräte tun sollen. Sie haben nie mit uns gekämpft", sagte Mohamed Suleiman al-Fadil, ein 28-jähriges Mitglied des Stammes der Bani Hussein, das Ende letzten Jahres aus dem Jemen zurückkehrte.

Nach Angaben eines weiteren Kämpfers, der in den Kampf um die Hafenstadt Hudaida verwickelt war, verheizten die Saudis ihre Söldner aus dem Sudan "wie Feuerholz". Während die sudanesischen Söldner ins Feuer geschickt würden, zögen es die saudischen und emiratischen Kommandanten dabei vor, sicheren Abstand zur Front zu halten. Die Kommunikation finde aus weiter Distanz über Headsets und GPS statt, gaben Soldaten der Koalition an.

Dass die Monarchie am Persischen Golf auf Kindersoldaten zurückgreift, wird von offizieller Seite jedoch bestritten:

Die Behauptungen, dass es in den Reihen der sudanesischen Streitkräfte Kinder gibt, sind fiktiv und unbegründet", erklärte Koalitionssprecher Turki al-Malki in der Erklärung.

Vielmehr sei demnach das Gegenteil der Fall. Zumindest erklärte al-Malki Anfang Dezember während einer Pressekonferenz, dass die Militärkoalition 102 "Kinderrekruten" aus den Fängen der Huthi-Guerilla "befreit und rehabilitiert" habe.

Auch wenn sich die Angaben nicht verifizieren lassen, scheint eines sicher. Mit dem von saudischer Seite angebotenen Sold können die Huthis sicherlich nicht mithalten. "Sie kämpfen im Jemen, weil sie wissen, dass sie im Sudan keine Zukunft haben", erklärt der Wirtschaftsberater Hafiz Ismail Mohamed.

Wir exportieren Soldaten für den Kampf, als wären sie Ware, die wir in Fremdwährung umtauschen.

Mohamed beklagt den Zustand der sudanesischen Wirtschaft, wo ein qualifizierter Arzt höchstens 500 US-Dollar im Monat verdiene, während selbst ein unerfahrener Rekrut für einen Monat Söldnereinsatz 655 US-Dollar erhalte – plus 10.000 US-Dollar Bonus nach sechsmonatiger Dienstzeit.>

Links: Huthi-Rebellen übergeben wichtigen Hafen im Jemen an Küstenwache


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2.1.2019: Da soll ein Video sein, wie Leichenteile aus dem Konsulat von Istanbul geschmuggelt werden:
Video durchgesickert: Werden hier Khashoggis Leichenteile aus Saudi-Konsulat in Istanbul geschleppt?

https://deutsch.rt.com/kurzclips/81899-video-durchgesickert-werden-hier-khashoggis-leichenteile/


<Überwachungskamera-Aufnahmen, die an türkische Medien durchgesickert sind, zeigen angeblich saudische Beamte, die in einem Nebengebäude der Residenz des saudischen Generalkonsuls in Istanbul ankommen, an dem Tag, an dem der Journalist Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat getötet wurde. Außerdem sind Männer zu sehen, die große Säcke in das Haus tragen. Türkische Medien spekulieren, dass sich darin die zerstückelten Überreste des dissidenten Journalisten befunden haben.

Der Journalist Jamal Khashoggi wurde in dem Konsulat von mehreren Männern getötet. Diese sollen ihn lebendig mit einer Knochensäge zerstückelt haben, nachdem er am 2. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten hatte, um Dokumente für seine bevorstehende Hochzeit vorzubereiten. Dies behaupten türkische Quellen mit Berufung auf Audioaufnahmen aus dem Zimmer, in dem der Mord geschehen sein soll. Saudische Beamte behaupteten ursprünglich, Khashoggi habe das Gebäude unversehrt verlassen, räumten aber später ein, dass er bei einer "Schurkenoperation" getötet worden sei.

Die Residenz des saudischen Generalkonsuls, die in den Aufnahmen zu sehen ist, befindet sich mehrere hundert Meter vom Konsulat entfernt.>

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6.1.2019: Saudi-Arabien: Es gibt Frauen, die nicht mal informiert werden, wenn der Mann sich von ihr scheidet:
Frauen in Saudi-Arabien sollen per SMS über Scheidung informiert werden

Frauen sollen in Saudi-Arabien künftig vom Gericht per SMS über die Scheidung ihrer Ehe informiert werden. Bislang gab es immer wieder Fälle, in denen Männer sich scheiden ließen, ohne ihre... Mehr»


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11.1.2019: Asyl in Austrlalien für Saudiarabierin:
In Bangkok gestrandet: Saudiaraberin erhält Asyl in Australien


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26.1.2019: Kriminelle Saudis lassen Frauen foltern, die Frauenrechte anstreben: Psychoterror, Vergewaltigunge, Stromschläge, Auspeitschung etc.
So foltern die Saudis ihre Gefangenen
https://www.20min.ch/ausland/news/story/Folter-in-Saudiarabien-10363722

Fototexte:
1) Die Frauenrechtlerinnen Aziza al-Yousef, Iman al-Nafjan und Loujain al-Hathloul (von l. nach r.) sind seit Mai 2018 ohne Kontakt zur Aussenwelt inhaftiert. Laut einem Bericht von Amnesty International vom 25. Januar 2019 werden die inhaftierten Aktivistinnen gefoltert und sexuell missbraucht.
2)
Loujain al-Hathloul, die mit der Kampagne gegen das Fahrverbot für Frauen bekannt wurde, wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion und ohne Haftgründe festgenommen.
3)
Die Bloggerin Iman al-Nafjan kämpfte für die Abschaffung der männlichen Vormundschaft in Saudiarabien.
4)
Aziza al-Yousef kämpft in Saudiarabien seit Jahren für mehr Frauenrechte.

<Psycho-Druck, sexueller Missbrauch, Stromschläge: Amnesty legt einen Bericht über Saudi-Gefängnisse vor. Bringt dieser die Reisepläne von Bundespräsident Maurer ins Wackeln?

Die neuen Foltervorwürfe von Amnesty International (AI) wiegen schwer: Der Menschenrechtsorganisation liegen Berichte vor über schwere Folter und Misshandlung einer Gruppe von Menschenrechtsaktivisten in Saudiarabien. Beat Gerber von Amnesty International Schweiz schildert die Folterungen: «Einer Aktivistin wurde beim Verhör fälschlicherweise gesagt, dass ihre Familienmitglieder gestorben seien, und sie wurde einen ganzen Monat lang dazu gebracht, dies zu glauben. Andere berichteten uns, wie sie mit Stromschlägen gefoltert wurden. Eine Frau erzählte, dass ihr ihre Peiniger Wasser in den Mund pressten, während sie vor den Schmerzen der Folter schrie.»

Den Zeugenaussagen zufolge wurden zehn Frauen und Männer gefoltert und sexuell missbraucht, als sie nach ihrer Verhaftung im Mai 2018 während drei Monaten in einer Haftanstalt an einem unbekannten Ort festgehalten wurden.

«Jeder will Geschäfte machen mit den Saudis»

Amnesty International äussert sich sehr besorgt über das Wohlergehen der Aktivisten, die sich seit etwa neun Monaten in Haft befinden – und zwar «nur, weil sie es gewagt haben, sich für Menschenrechte einzusetzen», sagte Reto Rufer, Länderexperte von Amnesty International Schweiz. «Wir verlangen die sofortige Freilassung der willkürlich inhaftieren Frauen und Männer. Die Fakten müssen unparteiisch ermittelt und die Täter identifiziert werden.»

Nationalrätin Priska Seiler Graf teilt die Empörung. Umso mehr, weil Bundespräsident Ueli Maurer am WEF vor wenigen Tagen verlauten liess, er wolle die Beziehung zu Saudiarabien normalisieren, trotz der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi und des Verdachts, dass der saudische Kronprinz den Mord in Auftrag gegeben hatte.

«Der Bundespräsident fährt einen Kuschelkurs, obwohl die Menschenrechtslage in Saudiarabien mehr als fragwürdig ist», so die SP-Politikerin. «Die neuen Berichte von Amnesty International zeigen, dass man bezüglich Saudiarabien nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann.» Priska Seiler Graf fordert den Gesamtbundesrat zum Handeln auf. «Jeder will Geschäfte machen mit den Saudis. Aber bevor es so weit kommt, sollte die Schweiz die Situation aus einer aussenpolitischen Perspektive beurteilen und ihre diplomatischen Beziehungen als humanitäre Akteurin spielen lassen.»

Bläst Maurer seine Reisepläne nach Riad ab?

Der schon länger vorgesehene Besuch von Bundespräsident Ueli Maurer in Saudiarabien befindet sich nach wie vor in der Planung. Wie Sprecher Roland Meier sagt, sind die Vorwürfe der Menschenrechtsorganisation aber zur Kenntnis genommen worden. «Ob die Reise stattfindet wird oder nicht, wird nach wie vor geprüft und ist offen. Noch steht kein Datum für die Reise fest. Die Berichte von Amnesty International werden in diese Prüfung einbezogen», so Meier.

Auspeitschungen und Elektroschocks

Die aktuellen Foltervorwürfe sind nicht die ersten. Bereits Ende letzten Jahres erhielt die Organisation Berichte, dass Aktivisten in geheimen Haftanlagen mit Elektroschocks gequält und ausgepeitscht würden.

«Laut den Zeugen waren sie nach den Verhören nicht mehr in der Lage zu gehen oder aufrecht zu stehen. Ihre Hände zitterten unkontrolliert und ihre Körper waren mit Blutergüssen übersät. Auch von sexualisierten Übergriffen durch maskierte Aufseher wurde berichtet, eine Aktivistin habe wiederholt versucht, sich im Gefängnis das Leben zu nehmen», so Gerber.

Verschiedene Aktivistinnen, die in Zusammenhang mit ihrem Engagement für Frauenrechte im Mai 2018 willkürlich verhaftet worden waren, befinden sich weiterhin ohne Anklage und ohne rechtliche Vertretung in Haft.

(kle/zos)>

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31.1.2019: Saudis richten gerne Leute hin:
Saudi-Arabien richtet philippinisches Hausmädchen hin


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Saudi-Arabien 11.2.2019: Taxifahrer richtet Bub mit Glasscherbe hin, weil er Schiit ist:
Wegen seines Glaubens: 6-Jähriger mit Glasscherbe enthauptet

Der kleine Zakaria Bader Ali Al-Jabar wurde in Saudi-Arabien von einem Taxifahrer brutal hingerichtet. Sein Vergehen: Er war Schiit. Mehr»


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20.2.2019: Kriminelles Saudi-Arabien foltert Pionier-Frauen, die Rechte fordern:
Sie wollte Auto fahren, jetzt ist sie in Saudi Arabien eingesperrt und wird gefoltert!
https://netzfrauen.org/2019/02/20/saudi-arabia-2/

<Nach der Ermordung des Journalisten Khashoggi wurde es wieder ruhig um Saudi Arabien, doch die Gräueltaten gehen weiter. Die  prominente Frauenrechtsaktivistin Ludschain Hathlul wurde in einem saudischen Gefängnis gefoltert. Während die Medien verkündeten, dass die Frauen in Saudi Arabien endlich Auto fahren durften, startete in Saudi Arabien eine Verhaftungswelle von Frauenrechtlerinnen, darunter war auch von Ludschain. Paradox, im April 2017 wurde  Saudi Arabien in die UN- Kommission für Frauenrechte gewählt,  ein Gremium, das der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung der Rolle der Frau gewidmet ist. Im Gefängnis sei die Frauenrechtlerin Ludschain in Einzelhaft gesteckt worden, geschlagen, mit Elektroschocks behandelt und mit Vergewaltigung und Tod bedroht worden. Mit welcher Gewalt Saudi Arabien vorgeht, zeigen auch die rund 150 vollzogenen Todesstrafen im Jahr 2018.

Gefoltert, weil sie Auto fahren wollte

Erinnern Sie sich an diesen Namen? –  Loujain (ausgesprochen Loo-JAYNE) al-Hathloul. Sie ist 29 Jahre alt und kämpfte mutig für die Frauen in Saudi Arabien. Sie sitzt seit Mai 2018 in einem einem saudi-arabischen Gefängnis und wird gefoltert, sogar angeblich mittels Waterboarding.

Sie zog in die Emirate. Aber 2017 entführten die saudischen Sicherheitskräfte sie und ihren Mann und brachten sie in das Königreich zurück. Das Ehepaar hat sich scheiden lassen, und obwohl die Berichte unterschiedlich sind, glauben einige, dass dies auf Druck der Regierung auf den Ehemann zurückzuführen ist.

Kurz bevor Frauen im letzten Juni fahren durften, verhaftete die Regierung Hathloul zusammen mit anderen Frauenrechtlerinnen, die für das Recht gekämpft hatten, das die Regierung gerade zugestehen würde.

In Saudi-Arabien werden Menschenrechtsverteidiger_innen schikaniert, denunziert und immer häufiger in unfairen Verfahren zu langen Haftstrafen verurteilt.

Während in den Medien berichtet wird, dass Frauen in Saudi Arabien endlich Auto fahren dürfen und  Volkswagen, die BMW-Tochter Mini CooperNissanJaguar, die GM-Tochter Chevrolet und Ford öffentlich sich schon über den Absatz in Saudi Arabien freuten und die Frauen unterstützten, begann in Saudi Arabien eine Welle der Verhaftungen von Aktivisten, die die Fahrerlaubnis erst möglich gemacht hatten. Noch vor dem 24. Juni, an dem die Frauen begannen zu fahren, begannen saudische Behörden, Frauenrechtsaktivisten zu verhaften . Die Auto-Industrie verstummte und  lokale Medien nannten die Aktivisten Verräterinnen und Verbrecherinnen.

Verhaftungswelle von  Frauenrechtsaktivisten durch saudische Behörden

Am 24. Juni 2018  war es soweit: Frauen dürfen endlich Auto fahren, doch was viele nicht wissen: Die Frauen, die es ermöglichten, wurden inhaftiert.

Aziza al-Yousef, Eman al-Nafjan und Loujain al-Hathoul standen an der Spitze einer weltweiten Kampagne, als sie Frauen aufforderten, Videos und Bilder von sich selbst in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Sie stellten sich bei ihren Bemühungen einem großen persönlichen Risiko, ihre Regierung dazu aufzufordern, das Verbot des Autofahrens aufzuheben und es zu einer Priorität auf der politischen Reformagenda zu machen. Al-Yousef, al-Nafjan und al-Hathul sind unter denen, die noch im Gefängnis sind. Denn genau einen Monat, bevor das Verbot aufgehoben wurde, ging es los, da begannen saudische Behörden, Frauenrechtsaktivisten zu verhaften.

Auch wenn Saudi Arabien bekannt gab, dass Frauen ab Juni 2018 das Autofahren erlaubt ist, sind die Rechte von Frauen stark eingeschränkt. Was mit Frauen geschieht, die sich nicht an die frauenfeindlichen Gesetze halten, machte der Fall  Malak al-Shehri deutlich. Im Dezember 2016 wurde sie in Saudi Arabien verhaftet, nachdem sie beschlossen hatte, ohne Hijab und ohne Abaya auf die Straße zu gehen. Ihr wurde seitens der Polizei auch vorgeworfen, in der Öffentlichkeit über verbotene Beziehungen zu fremden Männern zu sprechen. Für solch ein Vergehen droht Frauen in Saudi Arabien die Auspeitschung. Bislang soll es kein Lebenszeichen von  Malak al-Shehri geben. 

Seit Mai 2018 wurden insgesamt mindestens zwölf prominente Menschenrechtsverteidiger_innen in Saudi-Arabien festgenommen. Darunter die bekannten Frauenrechtlerinnen Loujain al-Hathloul, Iman al-Nafjan und Aziza al-Youssef, die inzwischen seit über hundert Tagen ohne Anklageerhebung und Gerichtsverfahren inhaftiert sind.

Siehe Saudi Arabien wurde in die UN-Kommission für Frauenrechte gewählt und startet eine Verhaftungswelle von Frauenrechtlerinnen – Saudi authorities began arresting women’s rights activists


„Die Grausamkeit physischer und psychischer Folterungen und Belästigungen meiner Schwester Loujain AlHathloul nahm zu, nachdem sie das Angebot von Mabahith (der Geheimpolizeibehörde) abgelehnt hatte, eine „Geheimagentin“ zu sein, um saudische Frauenaktivisten ins Ausland zu locken.“

Im Gefängnis sei al-Hathloul in Einzelhaft gesteckt worden, geschlagen, mit Elektroschocks gefoltert und mit Vergewaltigung und Tod bedroht worden.

Geld übertrumpft Mord! Saudi Arabien – Raif Badawis Schwester inhaftiert, Frau gehängt, Tod von saudi-arabischen Schwestern in USA und eigene Studenten im Ausland bedroht!

„Sie sagte, dass sie in Einzelhaft sitze, geschlagen, Waterboarding und Elektroschocks ausgesetzt sei, sexuell belästigt und mit Vergewaltigung und Mord bedroht worden war“, schrieb ihre in Belgien lebende Schwester Alia al-Hathloul in einem brodelnden Op-Ed in Times.  „Meine Eltern haben dann gesehen, dass ihre Oberschenkel durch Prellungen schwarz waren.

Vor zwei Jahren hatte sie mit Meghan Markle, Emma Watson, Cher und dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau an einem humanitären One Young World-Gipfel teilgenommen.

In Juni 2017 wurde die  prominente Frauenrechtsaktivistin Ludschain Hathlul erneut verhaftet. Sie wurde immer wieder wegen ihrer friedlichen Arbeit als Verteidigerin der Menschenrechte ins Visier genommen, bei der sie sich für die Frauenrechte einsetzte, die in Saudi Arabien immer noch eingeschränkt werden.

Saudi-Arabiens Wahl in die UN- Kommission für Frauenrechte, die von 47 Staaten, darunter mindestens drei europäischen Ländern, unterstützt wurde, ist ein Affront gegen die Mission der Kommission selbst und eine Zurechtweisung für saudische Frauen. Der belgische Ministerpräsident sagte später, er bedauere die Wahl seines Landes, doch damit war den Frauen auch nicht geholfen.

Bei einem Besuch letzte Woche in Washington, DC, sagte der saudische Außenminister Adel al-Jubeir, dass die saudischen Behörden mutmaßliche Misshandlungen untersuchten. Er verteidigte die Inhaftierung der Frauen und beschuldigte sie, die nationale Sicherheit zu bedrohen.

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(original Spanisch: )

https://larepublica.pe/mundo/1419645-machismo-arabia-saudita-app-absher-permite-varones-controlen-movimientos-mujeres-violencia-genero


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25-2-2019: Hombres de Saudi-Arabia espían sistemáticamente a las mujeres, con un App de celular "Absher": viajes bloqueados, escuelas bloqueadas, licencias de conducir bloqueadas:
Los hombres de Arabia Saudita utilizan una app para 'controlar' la vida de las mujeres
Grausames Saudi-Arabien 25.2.2019: Arabische Männer spionieren systematisch alle Frauen aus - mit Handy-App "Absher": Blockierte Reisen, blockierte Schulen, blockierte Führerscheine etc.:
Die Männer in Saudi-Arabien benutzen eine App, um das Leben der Frauen zu "kontrollieren"
https://larepublica.pe/mundo/1419645-machismo-arabia-saudita-app-absher-permite-varones-controlen-movimientos-mujeres-violencia-genero
Original:

<La app Absher pertenece al Ministerio del Interior de Arabia Saudita y "persigue" los movimientos de las mujeres. Allí una mujer está controlada por un hombre desde su nacimiento hasta la muerte.

En un reino machista la tecnología también es utilizada para someter a las mujeres. La aplicación Absher es utilizada por los varones de Arabia Saudita  para controlar los movimientos de las saudíes. Una simple app les arrebata el poder de decidir sobre sus vidas, ya que, a través de ella, sus 'tutores' pueden evitar que ellas viajen al extranjero, se matriculen en alguna escuela o renueven sus permisos de conducir.

En síntesis, las mujeres de Arabia Saudita, necesitan obtener permiso de su "guardián" para ejecutar una simple decisión. Absher facilita, mediante su cuestionable sistema de tutela masculina, la prohibición de los derechos del género femenino y restricción de sus movimientos con un simple touch.

En realidad la aplicación solo replica el régimen de tutela del varón: en Arabia Saudita una mujer nace para ser controlada por un varón durante toda su vida. La libertad les es negada desde el primer día de su existencia. 

Los hombres reciben una notificación si una mujer que dependa de ellos trata de dejar el país. Y desde la comodidad de sus celulares ellos pueden rechazar el viaje electrónicamente.

Human Rights Watch declaró al medio español ABC.es que "aplicaciones como esta pueden facilitar el abuso de derechos humanos, incluida la discriminación hacia las mujeres".

Por otra parte, algunas mujeres han usado secretamente la aplicación para modificar la configuración establecida por su "guardián" y así poder viajar, se lee en el informe del medio especializado Business Insider.

[Arabia Saudita con terrorismo contra mujeres: permisos y siempre la amenaza de una prisión]

En Arabia Saudita las mujeres deben solicitar permiso para casarse, abrir una cuenta bancaria, salir de prisión tras cumplir una condena o viajar. Además, si desobedecen a sus padres pueden ser arrestadas.

La aplicación, que significa "el predicador",  pertenece al Ministerio del Interior del país y también sirve para que los ciudadanos realicen la mayor parte de sus trámites sin necesidad de apersonarse hasta una oficina gubernamental.

EE.UU., cuyas relaciones con Arabia Saudita se resintieron tras el asesinato del periodista saudí Jamal Khashoggi, se movilizó contra Absher. El senador de Oregon (EE.UU.), Ron Wyden, escribió a Tim Cook, CEO de Apple, y Sundar Pichai, CEO de Google, para que eliminen de sus tiendas dicha "app".

"Las compañías americanas no deben permitir ni facilitar el patriarcado del gobierno saudita", aseguró Wyden, que calificó de "aborrecible" el control masculino sobre la vida de la mujer en Arabia Saudita.

[Mujeres toman la fuga de Arabia Saudita por esclavitud y matrimonio esforzado]

La situación de "esclavitud" que padecen las sauditas cobró notoriedad mundial gracias al caso de Rahaf Mohammed al Qunun, la chica que huyó de su familia y de un matrimonio concertado y en enero obtuvo asilo en Canadá.

Amani al Ahmadi, asesora de la organización Euro-Mediterranean Human Rights Monitor, también es una de las pocas mujeres que logró huir del reino y señala que Google y Apple deberían retirar una aplicación que es "inmoral".

Absher vio la luz a mediados de 2015. Desde entonces, acumula 4.2 millones de descargas en App Store y 5 millones en Google Play, según la empresa especializada en métricas Apptopia.>

Übersetzung:

<Die app "Absher" ist vom saudi-arabischen Innenministerium und "verfolgt" jede Bewegung aller Frauen. Frauen werden also von ihrer Geburt an bis zum Tod verfolgt.

In einem Machisten-Königreich wird diese Technologie auch dazu benutzt, sich Frauen zu unterwerfen. Die Anwendung "Absher" wird von Männern in Saudi-Arabien genutzt, um jede Bewegung von Saudi-Frauen zu kontrollieren. Eine simple App gibt ihnen die Macht, über ihr Leben zu entscheiden, also, diese "Tutoren" können auch Reisen von Frauen ins Ausland verhindern, Immatriukationen in Schulen verhindern, oder die Verlängerung des Führerscheins verhindern.

Alles in allem brauchen Frauen in Saudi-Arabien immer die Erlaubnis ihres "Wächters", um einfache Entscheidungen zu treffen. "Absher" ist ein Machtinstrument des männlichens Tutor-Systems, damit verbunden ist das Verbot von Frauenrechten und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, einfach mit einer kleinen Berührung am Handy.

In Tat und Wahrheit spiegelt diese App nur das Wesen des Regimes wider, wie die Männer die Frauen "tutorieren": Eine Frau in Saudi-Arabien ist von Geburt an unter Kontrolle eines Mannes. Freiheit gibt es ab dem ersten Tag nicht.

Männer erhalten eine Warnung, wenn eine Frau eine Auslandsreise plant. Und seit es Handys gibt, können sie der Frau elektronisch die Reise blockieren.

Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Wach" erklärte gegenüber dem spanischen Kanal ABC.es, dass "mit der Anwendung dieser App Menschenrechte verletzt werden können, samt Diskriminierung von Frauen."

Andererseits haben manche Frauen stillschweigend die Anwendung im Handy ihres "Überwachers" abgeändert, um ohne Blockaden reisen zu können, so liest man in der spezialisierten Informationswebseite von "Business Insider".

[Saudi-Arabien mit Terror gegen Frauen: Erlaubnis und dauernd die Drohung mit Gefängnis]

In Saudi-Arabien müssen die Frauen für die Heirat, für die Eröffnung eines Bankkontos, für die Beendigung einer Haftstrafe nach deren Verbüssung oder zum Reisen eine Erlaubnis beantragen. Ausserdem können Frauen, wenn sie den Eltern nicht gehorchen, ins Gefängnis gesteckt werden.

Die App mit der Bedeutung "Der Prediger" gehört dem Innenministerium des Landes und dient auch dazu, den Bürgern bewusst zu machen, dass der Grossteil der Angelegenheiten mit Behörden heute elektronisch geht.

Die "USA" haben sich nach der Belastung der Beziehungen zu Saudi-Arabien wegen dem Mord an dem Saudi-Journalisten Jamal Khashoggi gegen "Absher" ausgesprochen. Senator Ron Wyden (Oregon) schrieb einen Appell an Tim Cook (CEO von Apple) und an Sundar Pichai (CEO von Google), diese App vom Netz zu nehmen.

"Die amerikanischen Firmen dürfen so was patriarchalisches durch die Saudi-Regierung nicht zulassen", versicherte Wyden, der die männliche Kontrolle über das Leben von Frauen in Saudi-Arabien als "abscheulich" bezeichnete.

[Frauen flüchten aus Saudi-Arabien wegen Sklaverei+Zwangsheirat]

Die Situation der "Sklaverei", unter der die Saudis litten, erlangte weltweite Bekanntheit durch den Fall von Rahaf Mohammed al Qunun, dem Mädchen, das aus ihrer Familie geflüchtet war, und einer arrangierten Ehe aus dem Wege ging. Im Januar erhielt sie in Kanada Asyl.

Amani al Ahmadi, Beraterin des Euro-Mediterranean Human Rights Monitor, ist auch eine der wenigen Frauen, die aus dem Königreich fliehen konnten, und weist darauf hin, dass Google und Apple eine "unmoralische" Anwendung zurückziehen müssen.

Absher wurde Mitte 2015 veröffentlicht. Seitdem hat der App Store 4,2 Millionen Downloads verzeichnet, und bei Google Play wurden 5 Millionen Downloads vorgenommen, so das auf Statistiken spezialisierte Unternehmen Apptopia.>

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2.4.2019: Wie sind die Gewinne der Ölkonzerne in Saudi-Arabien? Gigantisch...: Aramco mit 111,1 Milliarden Dollar Nettogewinn:
Der Konzern mit dem unfassbar hohen Gewinn
https://www.bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/der-konzern-mit-dem-unfassbar-hohen-gewinn/story/17441297

<Der saudische Ölriese Saudi Aramco hat sich erstmals in die Bücher schauen lassen – und dabei astronomische Gewinne enthüllt.

Wie die Ratingagentur Moody's am Montag mitteilte, summierte sich der Nettogewinn im vergangenen Jahr auf 111,1 Milliarden Dollar. Fitch Ratings zufolge betrug der Gewinn vor Steuern 224 Milliarden Dollar.

Damit stellt Saudi Aramco die bekanntesten Ölkonzerne der Welt in den Schatten. Die Profite von Chevron und Exxon Mobil aus den USA, von BP aus Grossbritannien, dem britisch-niederländischen Rivalen Royal Dutch Shell und Total aus Frankreich machten 2018 knapp 80 Milliarden Dollar aus – allerdings zusammengerechnet.

Saudi Aramco gilt als verschwiegen und gewährte nun erstmals seit der Verstaatlichung des Konzerns in den 70er-Jahren einen Blick in die Bilanzen. Hintergrund ist, dass Saudi Aramco derzeit die Übernahme eines 70-Prozent-Anteils am saudiarabischen Petrochemiekonzern Sabic anstrebt. Für diese Verschmelzung der beiden grössten Unternehmen des Königreichs, die sich Saudi Aramco 69,1 Milliarden Dollar kosten lässt, will der Konzern Anleihen an Investoren verkaufen. Im Zuge dessen erhielten Moody’s und Fitch Einblick in die Bücher.

Der Grossteil der Gewinne von Saudi Aramco geht an die saudiarabische Führung. Kronprinz Muhammad bin Salman will derzeit sein ehrgeiziges Reformprogramm Vision 2030 vorantreiben, mit dem das ölreiche Königreich sich wirtschaftlich breiter aufstellen und zu einem Zentrum für Technologie und Innovation werden will.

Quelle: AFP>

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5.4.2019: Saudi-Arabien schenkt dem Irak 1 Milliarde Dollar für den Bau einer "Sportstadt":
Irak bekommt eine Milliarde teures Geschenk aus Saudi-Arabien


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Saudi-Arabien droht Berichten zufolge, sein Öl in anderen Währungen als dem Dollar zu verkaufen, sollten die USA ein Gesetz verabschieden, wodurch OPEC-Mitglieder US-Kartellklagen ausgesetzt wären. Den ohnehin schwankenden Petrodollar würde dies dezimieren.

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9.4.2019: Trump gegen Saudi-Arabien: Sanktionen gegen 16 Leute:
Washington verhängt Sanktionen gegen saudi-arabische Bürger
https://de.sputniknews.com/politik/20190409324635085-usa-sanktionen-saudi-arabische-buerger-einreiseverbot-verwicklung-mord/

<Die USA haben gegen 16 saudi-arabische Staatsbürger ein Einreiseverbot wegen Verwicklung in den Mord am Journalisten Dschamal Chaschukdschi verhängt, teilte das US-Außenministerium mit.

Die USA wenden solche Strafmaßnahmen gegen ausländische Beamte in dem Fall an, wenn diese nach Meinung Washingtons „in einen schweren Korruptionsfall oder einen groben Verstoß gegen Menschenrechte verwickelt“ seien. Das Verbot gilt auch für die Angehörigen der betreffenden Personen.

Der am 2. Oktober 2018 verschwundene Journalist war am 23. Oktober tot aufgefunden worden. Die Leiche wies Folterspuren auf. Der US-Senat hat den saudischen Prinzen Mohammed bin Salman al-Saud für die Mordtat verantwortlich gemacht.>

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Die USA will weiterhin eine "arabische NATO" gegen den Iran. Ägypten will aber nicht Teil der Anti-Iran-Strategie werden und zweifelt an der Ernsthaftigkeit der Initiative. Während Washington den Druck erhöht, sorgt sich Kairo um die zunehmenden Spannungen mit dem Iran.

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Saudi-Arabien hat 37 Menschen wegen Terrorismusvorwürfen köpfen lassen, darunter einen Minderjährigen. Die Mehrzahl gehörte der schiitischen Minderheit an. Die Leiche einer Person wurde zur Schau gestellt. Amnesty spricht von "Todesstrafe als politisches Instrument".

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RT deutsch
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26.4.2019: BDI-Präsident meint, Business bleibt Business - auch mit den kriminellen Saudis:
BDI-Präsident: Bundespressekonferenz: Hinrichtungen in Saudi-Arabien sind schlimm, Business bleibt aber Business


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Anonymous
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27.4.2019: Saudi-Arabien mit 37 Hinrichtungen in 1 Woche - fast alles Schiiten - exemplarische Hinrichtungen von Unschuldigen gegen den Iran - Merkel+Trump ist das egal:
Saudi-Arabien im Blutrausch: Der beste Freund Merkels köpft und kreuzigt Menschen im Akkord
https://www.anonymousnews.ru/2019/04/26/saudi-arabien-im-blutrausch-der-beste-freund-merkels-koepft-und-kreuzigt-menschen-im-akkord/

<Eine neue Hinrichtungswelle in Saudi-Arabien erschüttert die Weltöffentlichkeit. In dieser Woche wurden in Saudi Arabien 37 Hinrichtungen durchgeführt. Das blutige Gemetzel richtet sich offenbar fast ausschließlich gegen die schiitische Minderheit im Land. Eine der Leichen wurde zur Abschreckung öffentlich ausgestellt. Hiesige Medien und die Bundesregierung schweigen zu den barbarischen Gräueltaten. Man möchte das Land, dem die BRD jährlich für mehrere Milliarden Euro Waffen verkauft, auf keinen Fall verärgern.

von Günther Strauß

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, der starke Mann im Wüstenkönigreich, sorgt weiterhin mit drakonischen Mitteln für Friedhofsruhe in seinem Land. Das saudische Innenministerium teilte zuletzt mit, dass am 23. April 37 Menschen in der Hauptstadt Riad, den heiligen Stätten Mekka und Medina, in der Provinz al-Kassim sowie in der Ostprovinz hingerichtet wurden. Die zum Tode Verurteilten wurden auf öffentlichen Plätzen enthauptet, der Leichnam eines der Opfer an ein Kreuz genagelt und zur Schau gestellt. Nach Angaben von Amnesty International (AI) wurden elf der Hingerichteten der Spionage für den Iran bezichtigt, mindestens 14 sollen wegen der Teilnahme an regierungskritischen Demonstrationen in den Jahren 2011 und 2012 zum Tode verurteilt worden sein.

[Studium verhindert durch willkürliche Festnahme - Folter - Hinrichtung]

Unter den Hingerichteten befanden sich auch zwei Personen, die zum Zeitpunkt ihrer Festnahme noch minderjährig waren. So wurde nach Angaben der „Detroit Free Press“ der damals gerade 17jährige Mujtaba al-Sweikat im Jahr 2012 am King Fahd International Airport in Dammam aus einem Passagierflugzeug gezerrt, das ihn gerade zu einem Studienaufenthalt in die USA bringen sollte, wo al-Sweikat die Western Michigan University in Kalamazoo besuchen wollte. In der Haft soll der junge Mann schwer gefoltert worden sein, um ein Geständnis aus ihm herauszupressen. Al-Sweikat zählte nun zu den Hinrichtungsopfern des 23. April.

[33 der 37 Opfer sollen Schiiten sein - exemplarische Hinrichtungen als Zeichen gegen den Iran - Merkel und den "USA" ist es egal] - Höhere Rüstungsausgaben als Russland

Mindestens 33 der 37 getöteten Personen sollen der schiitischen Minderheit Saudi-Arabiens angehört haben, die im Osten des Landes lebt und zwischen 10 und 15 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die Religionsfreiheit für diese konfessionelle Gruppe ist in Saudi-Arabien eingeschränkt. Seit sie im Jahr 1913 unter die Herrschaft des Königshauses Saud geriet, muss sie darauf achten, die mehrheitlich sunnitische Bevölkerung durch ihre Religionsausübung nicht zu „belästigen“.

In den vergangenen Jahren hat Riad die Drangsalierung der Minderheit nochmals verschärft, da seit dem Jahr 2015 eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Krieg gegen die schiitischen Huthi-Rebellen im Nachbarland Jemen führt. Diese werden nach Angaben der US-amerikanischen Regierung vom Iran unterstützt, was Teheran zurückweist.

Die jüngste Hinrichtungswelle in Saudi-Arabien dürfte als weiterer grausamer Akt in dem Stellvertreterkrieg zu interpretieren sein, den sich Saudi-Arabien und der Iran in der Region liefern, und den Riad auch gegen die eigene schiitische Minderheit im Land führt. Westliche Kritik muss das saudische Königshaus dabei nur in abgemilderter Form hinnehmen, Sanktionen bleiben die absolute Ausnahme. Die Bundesregierung hatte im vergangenen November nach der Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Kashoggi im saudischen Generalkonsulat in Istanbul zwar einen Rüstungsexportstopp verhängt, diesen in den vergangenen Wochen aber wieder durch über den Bundessicherheitsrat vergebene Sondergenehmigungen aufgeweicht.

Geld regiert die Welt – das wird beim Blick auf die Sonderrolle, die sich Saudi-Arabien im Mittleren Osten herausnehmen darf, einmal mehr deutlich. Das Land hat seit dem Jahr 2016 sogar Russland bei den Militärausgaben überholt und darf sich der besonderen Rückendeckung durch die derzeitige US-Regierung sicher sein, die Menschenrechtsverletzungen offenbar nur dann kritikwürdig findet, wenn diese sich im Iran oder in Syrien ereignen und sich somit politisch instrumentalisieren lassen. In Zukunft dürfte Washington das Wüstenkönigreich sogar noch dringender benötigen als zuvor, da dieses die wegen der Iran-Sanktionen ausfallenden Erdöllieferungen ausgleichen soll.>

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NZZ online, Logo

29.4.2019: Merkels Bundeswehr begeht Beihilfe zu Mord im Jemen:
Deutsche Bundeswehr bildet saudische Soldaten zu Offizieren aus


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RT deutsch
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Die Aufregung um die Ermordung Jamal Khashoggis hat sich längst gelegt. Jetzt holte Riad zum nächsten Schlag aus. 37 mutmaßliche Terrorsymphatisanten wurden vor wenigen Tagen hingerichtet - nachdem etliche Geständnisse unter Folter erzwungen oder erfunden wurden.

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NZZ online, Logo

10.5.2019: Saudi-Arabien ist KEINE Demokratie, sondern eine Diktatur:
Wer den saudischen Kronprinzen kritisiert, lebt gefährlich


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Sputnik-Ticker
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14.5.2019: Saudi-Arabien meldet bewaffnete Drohnen-Attacke auf Erdölpipeline


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EpochTimes online,
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Saudi-Arabien 16.5.2019: Ausweitung des Kriegs in Jemen auf Saudi-Arabien: Angriffe auf Ölstationen sollen von Huthi-Miliz aus Iran sein:
Saudi-Arabien macht Iran für Huthi-Angriff auf saudische Ölanlagen verantwortlich
https://www.epochtimes.de/politik/welt/riad-macht-iran-fuer-huthi-angriff-auf-saudiarabische-oelanlagen-verantwortlich-a2887306.html

<Die schiitische Huthi-Miliz hatte die Drohnenangriffe auf zwei Ölpumpstationen in Saudi-Arabien am Dienstag für sich reklamiert. Eine der beiden Anlagen wurde dabei beschädigt.

Zwei Tage nach den Drohnenangriffen der Huthi-Rebellen auf saudiarabische Ölpumpstationen hat Saudi-Arabien den Iran für die Attacken verantwortlich gemacht. Der vom Iran angeordnete „Terrorangriff“ zeige, dass die jemenitische Miliz „ein Instrument des iranischen Regimes ist“, um seine Interessen in der Region durchzusetzen, schrieb der saudiarabische Vize-Verteidigungsminister Prinz Chaled bin Salman am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Saudi-Arabien steht an der Spitze einer Militärallianz, die im Jemen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen bekämpft.

Die schiitische Huthi-Miliz hatte die Drohnenangriffe auf zwei Ölpumpstationen in Saudi-Arabien am Dienstag für sich reklamiert. Eine der beiden Anlagen wurde dabei beschädigt. Der Ölkonzern Aramco musste daraufhin den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline aus Sicherheitsgründen vorerst einstellen.

Kampfjets flogen Vergeltungsangriffe auf Huthi-Stellungen

Am Donnerstag flogen Kampfjets der von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz mehrere Vergeltungsangriffe auf Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen. Dabei seien unter anderem Ziele in der von den Huthis kontrollierten Hauptstadt Sanaa bombardiert worden, teilte die Koalition in der saudischen Hauptstadt Riad mit. Bei einem der Angriffe wurden nach Angaben eines Arztes sechs Menschen getötet. Zehn weitere Bewohner seien verletzt worden, sagte der Mediziner Mochtar Mohammed in Sanaa der Nachrichtenagentur AFP.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. (afp)>

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RT deutsch
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17.5.2019: Saudi-Arabien wusste eventuell von den Sri-Lanka-Anschlägen:
Geleaktes Memo: Riad soll von den Anschlägen am Ostersonntag in Sri Lanka gewußt haben
https://deutsch.rt.com/international/88247-berichte-riad-soll-kenntnisse-ueber-anschlaege-sri-lanka-ostersonntag/

<Laut Berichten ist ein Memo des saudischen Außenministers an den Botschafter in Sri Lanka im Vorfeld der Anschläge vom 21. April in Sri Lanka aufgetaucht. Neben anderen Verbindungen zwischen der Golfmonarchie und den Attentaten hatte Riad demnach möglicherweise Kenntnisse über die Pläne.

Laut Berichten ist ein Memo des saudischen Außenministers an den Botschafter in Sri Lanka im Vorfeld der Anschläge vom 21. April in Sri Lanka aufgetaucht. Neben anderen Verbindungen zwischen der Golfmonarchie und den Attentaten hatte Riad demnach möglicherweise Kenntnisse über die Pläne.

Nach der Angriffsserie auf mehrere christliche Kirchen, Hotels und in einer Wohngegend am Ostersonntag in Sri Lanka, bei denen mehr als 250 Menschen getötet und über 500 verletzt wurden, teilte der sri-lankische Regierungschef Ranil Wickremesinghe noch am gleichen Tag mit, dass die Sicherheitsbehörden auch mögliche Verbindungen ins Ausland nicht ausschließen und dem weiter nachgehen würde.

Tage nach dem Anschlag fanden Polizisten eine Flagge des sogenannten Islamischen Staates. Der Militärgeheimdienst bestätigte, dass der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge, Mohammed Zahran Hashim, Anführer einer islamistischen Gruppierung ist, die der Terrororganisation IS nahesteht. In einem IS-Video habe er sieben weitere Extremisten bei ihrem Treuegelübde für den IS und dessen Anführer Baghdadi angeleitet. Sri-lankische Behörden deckten zudem Verbindungen von Zahran Hashim nach Saudi-Arabien auf, welche zusätzlich zu aktuellen Berichten über ein verdächtiges diplomatisches Memo auf die Golfmonarchie verweisen.

Mehr zum Thema - Nach Attentaten in Sri Lanka: IS veröffentlicht Bild von angeblichen Selbstmordattentätern

Am vergangenen Wochenende verhafteten sri-lankische Behörden einen saudi-arabischen Wissenschaftler, Mohammed Alijar, 60 Jahre alt, wegen dessen angeblichen Verbindungen zu Zahran Hashim und möglicher Beteiligung an den Anschlägen.

Alijar ist der Gründer des Centre for Islamic Guidance, das über eine Moschee, eine Religionsschule und eine Bibliothek in Zahrans Heimatstadt Kattankudy verfügt, einer muslimisch dominierten Stadt am Ostufer Sri Lankas, wie Reuters berichtete. Alijar war demnach in die Ausbildung der für die Ostersonntags-Anschläge verantwortlichen Selbstmordattentäter involviert. Zudem soll er laut der von der sri-lankischen Polizei veröffentlichten Erklärung für Zahran Finanztransaktionen getätigt haben.

Reuters beruft sich weiterhin auf die Aussagen lokaler Muslime, die Zahran kannten und dessen Radikalisierung durch ultra-konservative Texte des Salafi-Wahhabismus schildern, die er in der Bibliothek des Centre for Islamic Guidance aufgegriffen hat. Demnach hatte es derartige Ansichten noch im Jahr 2016 nicht in Sri Lanka gegeben.

Obwohl Sri-Lanka bisher nicht das Ziel radikalislamistischer Anschläge war, scheint somit der Einfluss des salafistisch-wahhabitischen Islam auf die Muslime der Insel stärker zu sein als bisher bekannt.

Zahran Hashim gründete jedoch bereits früher eine konservative Gruppe namens "Darul Athar" und später um das Jahr 2014 die Hard Line National Thowheed Jamath (NTJ), welche von den Behörden für die Anschläge verantwortlich gemacht wurde.

Salafistische Interpretationen des Islam, die mit dem aus Saudi-Arabien stammenden Wahhabismus verbunden ist, wurde oft als Ideologie radikaler Islamisten kritisiert.

Alijar habe das Zentrum bereits kurz nach seinem Abschluss an der Imam Muhammad ibn Saud Islamischen Universität in Riad im Jahr 1990 gegründet. Finanziert wurde das Zentrum teilweise aus saudischen und kuwaitischen Quellen. Der South China Morning Post zufolge gehörten zu den Gebern auch ehemalige Kommilitonen Alijars aus Riad.

Mehr zum ThemaNach Attentaten in Sri Lanka: IS veröffentlicht Bild von angeblichen Selbstmordattentätern

Berichten zufolge ist zudem ein saudi-arabisches diplomatisches Memo aufgetaucht, welches der libanesischen Online-Zeitung Alahed News vorliegt und aus dem hervorgeht, dass die Regierung Saudi-Arabiens Vorkenntnisse der Osteranschläge hatte. Das Memo trägt das Siegel Saudi-Arabiens, entspricht dem Format anderer saudischer diplomatischer Memos, ist mit zwei Wasserzeichen versehen und mit "dringend" und "streng geheim" beschrieben. Datiert ist es auf den 11. August 1440 des islamischen Kalenders (Hedschra), das dem 17. April 2019 im gregorianischen Kalender entspricht. Angeschrieben wird der saudische Botschafter in Sri Lanka, Abdul Nasser bin Hussein al-Harethi, vom saudischen Außenminister, Ibrahim bin Abdul Aziz al-Assaf.

Drei Anweisungen werden auf Arabisch mit höchster Dringlichkeit vermittelt (hier aus der englischen Übersetzung von Alahed ins Deutsche übersetzt):

Erstens: Sie sollten alle Dokumente, Computerdaten und die letzte Korrespondenz mit in- und ausländischen Mitgliedern und Gruppen löschen und dem Botschaftspersonal eine Ausgangssperre auferlegen, es sei denn, es ist eine Reise erforderlich;

Zweitens: Sie sollten alle, die mit dem Königreich Saudi-Arabien zu tun haben - einschließlich Berater, Sicherheitskräfte und Geheimdienste während der drei kommenden Tage, insbesondere am christlichen Ostertag - informieren, um deren Anwesenheit an öffentlichen und überfüllten Orten, nämlich Kirchen, zu vermeiden;

Drittens: Sie sollten regelmäßig schriftliche Nachrichten über die sri-lankischen Behörden und ihre Standpunkte an dieses Ministerium senden.

Aufgrund verschiedener Berichte darüber, dass die koordinierte Anschlagsserie detailliert geplant worden sein muss, da sichere Häuser, ein gutes Netzwerk von Planern und Betreuern, Fachwissen über den Bombenbau und erhebliche finanzielle Mittel notwendig waren, lassen Alijars Verbindungen zu wohlhabenden saudischen Quellen den Schluss zu, dass er als Verbindungsglied fungiert haben könnte zwischen Geldgebern aus der Golfmonarchie und den Attentätern in Sri Lanka.

Laut BBC schien es den sri-lankischen Behörden nach den Anschlägen zunächst schwer erklärbar, dass Hashims NTJ die notwendigen Mittel hatte, eine solche Aktion durchzuführen.

Hashims Schwester habe kurz vor dem Anschlag die hohe Summe von zwei Millionen sri-lankischen Rupien (rund 12.000 US-Dollar), möglicherweise ausländischen Geldes von Zahran erhalten.

Dass private saudische Spendengelder den IS und andere Terrorgruppen finanzieren, ist seit Langem bekannt. Auch durch veröffentlichte E-Mails des US-Außenministeriums ist bekannt geworden, dass die US-Regierung seit Jahren weiß, dass Saudi-Arabien und Katar zu den wichtigsten Finanziers der Terrorgruppe Islamischer Staat und anderen gehören.

Auf Anfrage erhielt Reuters vom Kommunikationsbüro der saudischen Regierung mit Bitte um Stellungnahme keine Antwort.>

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21.5.2019: Huthi-Rebellen werfen Drohnenbombe auf Saudi-Flughafen in Nadschran - Angriff auf Waffendepot:
Iran-Verbündete: Huthi-Drohne bombardiert Flughafen in Saudi-Arabien
https://www.welt.de/politik/ausland/article193859277/Huthi-Drohne-bombardiert-Flughafen-in-Saudi-Arabien.html

<Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran spitzt sich zu. Die mit Teheran alliierten Huthi-Rebellen haben erneut einen Drohnenangriff geflogen. Der Schlag könnte eine Provokation in Richtung Washington sein.

Mit einer Drohne haben die Huthi-Rebellen im Jemen einen Bombenanschlag auf einen Flughafen in Saudi-Arabien verübt. Ein militärisches Waffendepot auf einem Flughafen in der saudischen Stadt Nadschran sei mit einer Qasef-2K-Drohne angegriffen worden, teilten die Huthis am frühen Dienstagmorgen über ihren Sender Al-Massirah mit. Auf dem Flughafengelände befindet sich auch eine Militärbasis. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.

Auch Saudi-Arabien bestätigte den Anschlag. Die staatliche saudische Nachrichtenagentur teilte unter Berufung auf den Sprecher der saudisch geführten Militärkoalition, Turki al-Maliki, am frühen Morgen mit, die Huthis hätten „versucht“, die südwestlich gelegene saudische Stadt Nadschran zu treffen. Nadschran liegt 840 Kilometer südwestlich von Riad nahe der Grenze zum Jemen und ist schon in der Vergangenheit von mit dem Iran alliierten Huthis angegriffen worden.

Al-Maliki warnte vor Abschreckungsmaßnahmen und beschrieb die Huthis als „terroristische Milizen des Iran“. Die Huthis sind mit dem Iran alliiert. In der Vergangenheit reagierte die Koalition auf derartige Angriffe mit Luftangriffen auf den Jemen. Diese wurden international kritisiert, weil dabei auch Unbeteiligte umkamen.

International verschärft dieser Angriff die Spannungen zwischen dem Iran und westlichen Mächten. Die Zeitung „New York Times“ hatte im vergangenen Jahr berichtet, US-Geheimdienstanalysten seien in Nadschran stationiert und unterstützten die Saudis und eine US-Spezialeinheit an der Grenze. Das Pentagon und das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht.

Iran vervierfacht Uran-Anreicherung

Erst in der vergangenen Woche hatten die Huthis einen Drohnenangriff auf eine saudische Ölpipeline verübt. Am Montag hatten iranische Nachrichtenagenturen berichtet, dass der Iran die Produktion von niedrig angereichertem Uran vervierfacht habe.

Der Iran hat den Angaben zufolge die Internationale Atomenergiebehörde IAEA über seinen Schritt informiert und unterstrichen, dass die Anreicherung der Energieerzeugung diene und die erforderliche Reinheit für Atomwaffen bei Weitem höher liege. Die IAEA reagierte zunächst nicht auf Anfragen. Sie hatte zuvor mehrfach bestätigt, dass Teheran sich bislang an seine Zusagen aus dem Abkommen gehalten hat.>

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RT
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20.5.2019: Saudi-Schiff "Bahri Yanbu" für Rüstungstransporte nach Saudi-Arabien wird von EU-Häfen in Italien+Spanien boykottiert:
Italien - Genua: Hafenarbeiter streiken aus Protest gegen saudische Waffenlieferungen

https://deutsch.rt.com/kurzclips/88332-italien-genua-hafenarbeiter-streiken-aus/

<Arbeiter im Hafen von Genua haben das Anlegebecken blockiert und am Montag zu einem Streik aufgerufen, um gegen ein saudisches Frachtschiff zu protestieren, das militärische Ausrüstung transportieren soll. Diese sollte angeblich im Krieg im Jemen eingesetzt werden. Das Frachtschiff mit dem Namen Bahri Yanbu kam am Montag um 5 Uhr morgens an und konnte wegen des Protests erst um 6.10 Uhr anlegen.

Ein Demonstrant sagte: "Das ist ein Schiff, das in unserem Hafen anlegt, um Ausrüstung zu beladen, die während eines Krieges wie dem im Jemen, in dem viele unter der Zivilbevölkerung gestorben sind, verwendet werden könnte. Wir dürfen uns daran nicht beteiligen."

Laut italienischen Medienberichten beteiligten sich etwa 100 Menschen an dem Protest.

Es ist nicht das erste Mal in diesem Monat, dass die Bahri Yanbu auf Protest stößt. Am 9. Mai konnte sie wegen eines Protests gegen Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien nicht im französischen Hafen von Le Havre anlegen und machte daraufhin kehrt. Dort sollte eigentlich Rüstung verladen werden. Es machte dann Kurs auf Spanien, wo es ebenfalls zum Protest kam. Es wurde am 13. Mai in der nordspanischen Stadt Santander ebenso von Demonstranten empfangen.>

Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion auf Youtube aktivieren.

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