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Der Plastikschaden der "Zivilisation" Meldungen 03 - ab 10.8.2018

10.3.2016: Bakterium frisst Plastik auf: Ideonella sakaiensis 201-F6
Forscher entdecken Plastik-fressendes Bakterium
http://www.watson.ch/Wissen/Umwelt/300443357-Forscher-entdecken-Plastik-fressendes-Bakterium

13.2.2018: Bacterium Azotobacter vinelandii stellt biologisch abbaubares Plastik her
http://www.cronicaviva.com.pe/mexico-identifican-sistema-con-que-bacteria-produce-plasticos-biodegradables/

Karte des Pazifiks mit den Müllzonen 2018
Karte des Pazifiks mit den Müllzonen 2018

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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10.8.2018:
Uruguay verbietet nicht biologisch abbaubare Plastiktüten – Neuseeland will Einweg-Tüten aus dem Handel nehmen
https://www.epochtimes.de/wirtschaft/wirtschaft-news/uruguay-verbietet-nicht-biologisch-abbaubare-plastiktueten-neuseeland-will-einweg-tueten-aus-dem-handel-nehmen-a2514030.html

<Zum Schutz der Weltmeere will Neuseeland künftig auf die Verwendung von Einweg-Plastiktüten verzichten. Auch Uruguay will die Verwendung von Plastiktüten stark einschränken.

Zum Schutz der Weltmeere will Neuseeland künftig auf die Verwendung von Einweg-Plastiktüten verzichten. Das Verbot soll nach einer sechsmonatigen Testphase im kommenden Jahr in Kraft treten.

Premierministerin Jacinda Ardern verwies in Wellington auf erfolgreiche Beispiele aus zahlreichen anderen Ländern. Die Details der Neuregelung sollen nun mit Supermärkten, Handelsverbänden und Verbrauchern ausgehandelt werden.

Trotz seines Images als „grünes Land“ gehört der Pazifikstaat zu den Ländern mit einem hohen Verbrauch an Plastiktüten. Im Durchschnitt verbraucht jeder Neuseeländer mehr als 150 Einweg-Tüten pro Jahr.

Auf die gesamte Nation gerechnet fallen insgesamt pro Jahr mehr als 750 Millionen Tüten an. Viele davon landen in Flüssen und im Meer.

Uruguay verbietet nicht biologisch abbaubare Plastiktüten

Auch Uruguay will die Verwendung von Plastiktüten stark einschränken. Ein vom Senat des südamerikanischen Landes verabschiedetes Gesetz verbietet Herstellung, Einfuhr, Vertrieb, Verkauf und die Lieferung von Plastiktüten, die nicht biologisch abbaubar oder kompostierbar sind.

Ausnahmen gibt es etwa für den Transport von Fleisch oder Fisch. Allerdings dürfen Tüten in Zukunft nicht mehr kostenfrei sein.

Nach in Kraft treten haben Läden ein Jahr Zeit für die Umstellung. Uruguay ist nach Chile das zweite Land Südamerikas, das die Verwendung von Plastiktüten beschränkt. Schätzungen zufolge nutzen die 3,4 Millionen Einwohner Uruguays jährlich etwa 1,2 Milliarden Plastiktüten. (dpa)>

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Sputnik Ticker online, Logo

5.9.2018: Mikroplastik von Autoreifen - pro Jahr 446.000 Tonnen
Hauptsünder Autoreifen: 446.000 Tonnen Plastik landen jährlich in der Umwelt – Studie
https://de.sputniknews.com/wissen/20180905322223503-autoreifen-verschmutzen-umwelt/

<Kleine Plastikpartikel kommen nicht nur in den Weltmeeren vor, sondern überall. Die Hauptquelle in Sachen Mikroplastik sind Autoreifen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Fraunhofer-Studie. Ihr Autor fordert ein Umdenken beim Thema Kunststoffe und Maßnahmen aus der Politik.

Wenn es um Mikroplastik geht, denkt man derzeit vor allem an die Weltmeere und an Verpackungen, die sich darin langsam auflösen, bis kleinste Partikel daraus entstehen – Mikroplastik eben. In den Gewässern kommt in der Tat viel Mikroplastik vor, das nachgewiesenermaßen Vögel, Fische und Muscheln gefährdet, die es zu sich nehmen. Doch eine neue Studie des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik zeigt: Mikroplastik kommt geradezu überall vor. Die Studie benennt auch insgesamt 30 Hauptquellen für Mikroplastik.

Hauptsünder beim Mikroplastik sind Reifen

Ganz vorn mit dabei sind der Abrieb von Reifen mit 1228,5 Gramm pro Kopf pro Jahr, die Freisetzung bei der Abfallentsorgung mit 302,8 Gramm pro Kopf pro Jahr und der Abrieb des Bitumens im Asphalt mit 228 Gramm pro Kopf pro Jahr. Kosmetikartikel dagegen, die in den Medien in letzter Zeit stark präsent waren, landen mit 19 Gramm auf Platz 17 und sind damit wesentlich weniger bedenklich als gedacht.

Für Deutschland und seine Bürger gilt: Jeder Deutsche setzt 5,4 Kilogramm Mikro- und Makroplastik pro Jahr frei. Vier Kilogramm davon sind Mikroplastik und 1,4 Kilogramm Makroplastik. Insgesamt gelangen auf diese Weise 446.000 Tonnen Kunststoff jährlich in die Umwelt.

Keine große Gefahr für Menschen

Eine Entwarnung gibt Jürgen Bretling, Hauptautor der Studie, im Sputnik-Interview aber auch mit auf den Weg:

„Kunststoff selber ist ein Stoff, der weniger toxisch ist“, sagt er. „Gefahren für den Menschen sehe ich akut eher nicht.“

Trotzdem gilt: Einmal in der Umwelt, lange in der Umwelt. Denn Plastik ist sehr beständig und wird nur sehr langsam komplett abgebaut. Was derzeit nur ein Problem für Vögel, Fische und Muscheln ist, könnte sich in höheren Konzentrationen eventuell auch auf den Menschen auswirken, gibt der Forscher zu bedenken. Was an Plastikerzeugnissen problematischer ist, sind bestimmte hinzugesetzte Stoffe wie Weichmacher oder Stabilisatoren, die sich auch auf den Menschen negativ auswirken, betont Bretling.

Bewussterer Umgang in der Politik

„Das Verbot von Kunststoffen scheint mir generell keine Lösung zu sein“, betont Bretling.

„Wir müssen den Umgang mit Kunststoff verbessern. Wir müssen wieder lernen, dass der Kunststoff ein Wertstoff ist, den es sich lohnt, in die Wertstoffkreisläufe zurückzuführen und bei dem es sich auch lohnt, langlebige Produkte mit wenig Verschleiß, wenig Abrieb, wenig Neigung zu Verwitterung zu favorisieren.“

Also Mehrweg statt Einweg. Der Hauptautor der Studie wünscht sich auch „entsprechende Maßnahmen politischer Art“, damit die Kunststoff-Emissionen reduziert werden können.>

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Epoch Times online, Logo

18.9.2018: Jamaika ab 1.1.2019 ohne Plastik und Styropor, um die Insel zu schützen
Jamaika verbietet Plastiktüten und andere Kunststoffprodukte
https://www.epochtimes.de/genial/wissen-genial/jamaika-verbietet-plastiktueten-und-andere-kunststoffprodukte-a2643047.html?latest=1

<Nachdem Freiwillige im vergangenen Jahr 73 Tonnen Plastikmüll an Jamaikas Stränden sammelten, greift auch die Regierung ein. Ab Januar 2019 ist der "Gebrauch und die Verbreitung von Plastiktüten" und anderen Kunststoffprodukten verboten.

Jamaika hat ein Verbot von Plastikprodukten und Styropor-Verpackungen eingeführt. Ab Januar 2019 seien der Gebrauch und die Verbreitung von Plastiktüten, -strohhalmen und -flaschen sowie Styropor-Verpackungen für Essen verboten, teilte Minister Daryl Vaz am Montag bei einer Pressekonferenz mit. Gleichzeitig soll ein Aufklärungsprogramm die Menschen des Karibikstaats über den nachhaltigeren Umgang mit Plastik informieren, wie die Umweltbehörde der Insel auf Twitter mitteilte.

Ab 2021 dürften Tetrapacks zudem keine beigefügten Strohhalme mehr haben, teilte ein Regierungssprecher auf Twitter mit. Die Karibikinsel mit rund 2,9 Millionen Einwohnern kämpft gegen eine Vermüllung ihrer Strände. Im vergangenen Jahr hatten Freiwillige allein am nationalen Aktionstag gegen Müll an der Küste nach Angaben der Naturschutzorganisation Jamaica Environment Trust rund 73 Tonnen Plastikmüll gesammelt worden. (dpa/ts)>

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Kronenzeitung online, Logo


11.10.2018: EU-Umweltausschuss beschliesst Schluss mit Einwegplastik: Plastiksäckchen, Styroporbecher - Petition gegen Plastikflut zeigt Wirkung
„Krone“-Erfolg: EU-Ausschuss beschloss Verbot von Einwegplastik
https://www.krone.at/1786589

<Öko-Widerstand lohnt sich. Unter dem Druck Hunderttausender Bürger hat der EU-Umweltausschuss jetzt eine massive Verschärfung gegen das besonders schlimme Einwegplastik beschlossen. Bekanntlich hatten wir von der „Krone“ im Auftrag unserer Leser das Anliegen mit GLOBAL 2000 nach Brüssel getragen.

„Sehr leichte Plastiksackerln, wie sie in Supermärkten viel zu oft bei Gemüse und Obst zur freien Entnahme hängen, oder Becher aus Styropor werden verboten. Außerdem müssen Plastikflaschen künftig aus mindestens 35 Prozent recyceltem Kunststoff bestehen“, so GLOBAL-2000-Aktivistin Lisa Kernegger. Und auch EU-Mandatar Georg Mayer (FPÖ) sieht einen „wichtigen Etappensieg,“ die „unselige Verschmutzung der Natur“ zu stoppen.

Zum Meinungsumschwung bei der doch eher Konzern-freundlichen EU hat sicherlich die gewaltige Stimme gegen die Plastikflut auf unserem grünen Planeten beigetragen: 261.230 Menschen - mehr als 30.000 von ihnen innerhalb nur einer Woche in Österreich im Zuge der „Krone“-Öko-Kampagne - hatten die jüngste Petition der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 unterzeichnet.

„Es darf keine Schlupflöcher geben“
Die Unterschriftenliste war im Vorfeld der erfreulichen Abstimmung im Ausschuss in Brüssel an die Europa-Mandatarin Frédérique Ries, die Berichterstatterin der Richtlinie, übergeben worden. Dennoch mahnt GLOBAL 2000 zur Vorsicht: „Zwar wird die Zigarettenindustrie für Schäden durch Stummel zahlen müssen, doch auch Kunststoffkonzerne sollten zur Kassa gebeten werden. Es darf keine Schlupflöcher geben.“

Mark Perry und Christoph Budin, Kronen Zeitung>

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Epoch Times online, Logo

24.10.2018: EU macht Schluss mit Trinkhalm, Einweggeschirr, Wattestäbchen etc. gültig ab 2012 - und Plastikflaschenrecygling obligatorisch - ab 2025
EU-Parlament stimmt für Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik
https://www.epochtimes.de/politik/europa/eu-parlament-stimmt-fuer-verbot-von-wegwerfprodukten-aus-plastik-2-a2683380.html

<Mit einem Verbot von Trinkhalmen, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten will die EU der Verschmutzung der Ozeane durch Plastik den Kampf ansagen. Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmte das Europaparlament zu.

Mit einem Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik will die EU der Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoffmüll den Kampf ansagen.

Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmte das Europaparlament am Mittwoch in erster Lesung zu.

Die geplante Neuregelung sieht vor, eine Reihe von Einwegprodukten, für die es bereits Alternativen gibt, ab 2021 ganz aus der EU zu verbannen.

Plastikflaschen sollen der Vorlage zufolge separat gesammelt werden. Außerdem sollen die Mitgliedsstaaten die Auflage bekommen, bis 2025 Einweg-Plastikflaschen zu 90 Prozent zu recyclen.

Die Umweltminister der EU-Staaten wollen sich nach Angaben eines Diplomaten in Brüssel noch vor Jahresende auf eine gemeinsame Position verständigen. Anschließend können die Verhandlungen zwischen Vertretern des Parlaments, der Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission beginnen. Über die neue Richtlinie entscheiden das Europaparlament und die EU-Staaten gemeinsam. (afp)>

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Sputnik Ticker online, Logo

25.10.2018: Studie in Österreich mit klarem Resultat: Mikroplastik ist im Essen, im Magen, im Darm, in der Schweisse, überall:
Mikroplastik im Stuhlgang: „In allen Proben Kunststoff nachgewiesen“ – Studienautorin

Valentin Raskatov
https://de.sputniknews.com/wissen/20181024322741509-mikroplastik-kunststoffe-forschung/

<Menschen scheiden Mikroplastik aus, zeigt eine Pilotstudie aus Österreich. Es ist aber weiterhin nicht bekannt, ob Mikroplastik für den Menschen auch schädlich ist. Gezeigt wurde auch nicht, wie die Stoffe in den menschlichen Körper gelangen. Die Studie ist also nur ein Anstoß für die Forschung und kein Grund zur Panik.

Mikroplastik ist überall auf der Welt zu finden, nicht nur im Meer, sondern auch am Straßenrand, im Waldboden, in Tieren und Fischen. Es ist sprichwörtlich allgegenwärtig. Aber es wimmelt nicht nur um uns herum vor Mikroplastik, sondern wir scheiden es auch aus. Das haben Forscher der Medizinischen Universität Wien und des österreichischen Umweltbundesamts in einer Pilotstudie gezeigt.

100 Prozent: Alle Probanden schieden Mikroplastik aus

„Wir waren die ersten, die sich Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben angesehen haben“, betont Bettina Liebmann im Sputnik-Interview. Liebmann ist Mikroplastik-Expertin am österreichischen Umweltbundesamt und Koautorin der Pilotstudie. Die Betonung liegt auf „die Ersten“ und „Pilotstudie“, denn eine umfangreiche Studie kann diese nicht ersetzen – dafür ist auch die Probandenzahl zu gering. Aber das erste Ergebnis ist dennoch beachtlich: „Das war für uns das überraschende Ergebnis, dass wir in allen acht Proben tatsächlich Kunststoffe nachweisen konnten“, so Liebmann.

Quellen für Mikroplastik nicht untersucht

Da es keine Vorgaben gab und die Teilnehmerzahl so niedrig war, zeigt die Pilotstudie nur eins: Mikroplastik wird vom Menschen ausgeschieden, und vermutlich geschieht das oft. Was die Quellen angeht, so gibt es diverse Möglichkeiten, teilt die Forscherin mit, etwa Plastikverunreinigungen von Meerestieren, Getränke in Plastikflaschen oder die Verwendung von Plastik in der Küche zum Beispiel in Form von Schneidbrettern oder Lebensmittelverpackungen. Doch das sind nur Möglichkeiten. Es wäre Aufgabe der weiteren Forschung, zu zeigen, welche dieser Möglichkeiten tatsächlich ihren Weg in den menschlichen Körper finden.

Bewussterer Umgang kann nicht schaden

Eins steht für Liebmann fest: „Konsumenten könnten einen bewussteren Umgang mit Plastik als Material pflegen.“ Beim Einkauf einfach mal Verpackungen aus Plastik umgehen, Plastiktaschen vermeiden, Wasser in Glasflaschen kaufen und alternative Kosmetika ohne Mikroplastik kaufen – so ihre Tipps an die Verbraucher

Aber auch hier gilt nur: Es kann nicht schaden, darauf zu verzichten. Denn ob Mikroplastik für den Menschen wirklich schädlich ist und was es konkret auf seinem Weg durch den Magen-Darm-Trakt macht, ist der Forschung noch nicht bekannt. Liebmann betont entsprechend, dass die Pilotstudie als ein „Anstoß für weitere Studien“ betrachtet werden sollte. „Unser Plan ist es, die kleine Probandenzahl zu vergrößern und im Rahmen einer größeren Untersuchung Folgeforschung zu betreiben“, sagt die Mikroplastik-Expertin.>

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