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Der Plastikschaden der "Zivilisation" Meldungen 03 - ab 10.8.2018

10.3.2016: Bakterium frisst Plastik auf: Ideonella sakaiensis 201-F6
Forscher entdecken Plastik-fressendes Bakterium
http://www.watson.ch/Wissen/Umwelt/300443357-Forscher-entdecken-Plastik-fressendes-Bakterium

Meldungen zum PET-Fresser-Bakterium Ideonella sakaiensis - Link

13.2.2018: Bacterium Azotobacter vinelandii stellt biologisch abbaubares Plastik her
http://www.cronicaviva.com.pe/mexico-identifican-sistema-con-que-bacteria-produce-plasticos-biodegradables/

Karte des Pazifiks mit den Müllzonen 2018
Karte des Pazifiks mit den Müllzonen 2018

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Webseite für recyclebare Objekte: https://sfenvironment.org/reduceplastic

Plastikfreie Gemeinschaften: www.plasticfree.org



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10.8.2018:
Uruguay verbietet nicht biologisch abbaubare Plastiktüten – Neuseeland will Einweg-Tüten aus dem Handel nehmen
https://www.epochtimes.de/wirtschaft/wirtschaft-news/uruguay-verbietet-nicht-biologisch-abbaubare-plastiktueten-neuseeland-will-einweg-tueten-aus-dem-handel-nehmen-a2514030.html

<Zum Schutz der Weltmeere will Neuseeland künftig auf die Verwendung von Einweg-Plastiktüten verzichten. Auch Uruguay will die Verwendung von Plastiktüten stark einschränken.

Zum Schutz der Weltmeere will Neuseeland künftig auf die Verwendung von Einweg-Plastiktüten verzichten. Das Verbot soll nach einer sechsmonatigen Testphase im kommenden Jahr in Kraft treten.

Premierministerin Jacinda Ardern verwies in Wellington auf erfolgreiche Beispiele aus zahlreichen anderen Ländern. Die Details der Neuregelung sollen nun mit Supermärkten, Handelsverbänden und Verbrauchern ausgehandelt werden.

Trotz seines Images als „grünes Land“ gehört der Pazifikstaat zu den Ländern mit einem hohen Verbrauch an Plastiktüten. Im Durchschnitt verbraucht jeder Neuseeländer mehr als 150 Einweg-Tüten pro Jahr.

Auf die gesamte Nation gerechnet fallen insgesamt pro Jahr mehr als 750 Millionen Tüten an. Viele davon landen in Flüssen und im Meer.

Uruguay verbietet nicht biologisch abbaubare Plastiktüten

Auch Uruguay will die Verwendung von Plastiktüten stark einschränken. Ein vom Senat des südamerikanischen Landes verabschiedetes Gesetz verbietet Herstellung, Einfuhr, Vertrieb, Verkauf und die Lieferung von Plastiktüten, die nicht biologisch abbaubar oder kompostierbar sind.

Ausnahmen gibt es etwa für den Transport von Fleisch oder Fisch. Allerdings dürfen Tüten in Zukunft nicht mehr kostenfrei sein.

Nach in Kraft treten haben Läden ein Jahr Zeit für die Umstellung. Uruguay ist nach Chile das zweite Land Südamerikas, das die Verwendung von Plastiktüten beschränkt. Schätzungen zufolge nutzen die 3,4 Millionen Einwohner Uruguays jährlich etwa 1,2 Milliarden Plastiktüten. (dpa)>

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5.9.2018: Mikroplastik von Autoreifen - pro Jahr 446.000 Tonnen
Hauptsünder Autoreifen: 446.000 Tonnen Plastik landen jährlich in der Umwelt – Studie
https://de.sputniknews.com/wissen/20180905322223503-autoreifen-verschmutzen-umwelt/

<Kleine Plastikpartikel kommen nicht nur in den Weltmeeren vor, sondern überall. Die Hauptquelle in Sachen Mikroplastik sind Autoreifen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Fraunhofer-Studie. Ihr Autor fordert ein Umdenken beim Thema Kunststoffe und Maßnahmen aus der Politik.

Wenn es um Mikroplastik geht, denkt man derzeit vor allem an die Weltmeere und an Verpackungen, die sich darin langsam auflösen, bis kleinste Partikel daraus entstehen – Mikroplastik eben. In den Gewässern kommt in der Tat viel Mikroplastik vor, das nachgewiesenermaßen Vögel, Fische und Muscheln gefährdet, die es zu sich nehmen. Doch eine neue Studie des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik zeigt: Mikroplastik kommt geradezu überall vor. Die Studie benennt auch insgesamt 30 Hauptquellen für Mikroplastik.

Hauptsünder beim Mikroplastik sind Reifen

Ganz vorn mit dabei sind der Abrieb von Reifen mit 1228,5 Gramm pro Kopf pro Jahr, die Freisetzung bei der Abfallentsorgung mit 302,8 Gramm pro Kopf pro Jahr und der Abrieb des Bitumens im Asphalt mit 228 Gramm pro Kopf pro Jahr. Kosmetikartikel dagegen, die in den Medien in letzter Zeit stark präsent waren, landen mit 19 Gramm auf Platz 17 und sind damit wesentlich weniger bedenklich als gedacht.

Für Deutschland und seine Bürger gilt: Jeder Deutsche setzt 5,4 Kilogramm Mikro- und Makroplastik pro Jahr frei. Vier Kilogramm davon sind Mikroplastik und 1,4 Kilogramm Makroplastik. Insgesamt gelangen auf diese Weise 446.000 Tonnen Kunststoff jährlich in die Umwelt.

Keine große Gefahr für Menschen

Eine Entwarnung gibt Jürgen Bretling, Hauptautor der Studie, im Sputnik-Interview aber auch mit auf den Weg:

„Kunststoff selber ist ein Stoff, der weniger toxisch ist“, sagt er. „Gefahren für den Menschen sehe ich akut eher nicht.“

Trotzdem gilt: Einmal in der Umwelt, lange in der Umwelt. Denn Plastik ist sehr beständig und wird nur sehr langsam komplett abgebaut. Was derzeit nur ein Problem für Vögel, Fische und Muscheln ist, könnte sich in höheren Konzentrationen eventuell auch auf den Menschen auswirken, gibt der Forscher zu bedenken. Was an Plastikerzeugnissen problematischer ist, sind bestimmte hinzugesetzte Stoffe wie Weichmacher oder Stabilisatoren, die sich auch auf den Menschen negativ auswirken, betont Bretling.

Bewussterer Umgang in der Politik

„Das Verbot von Kunststoffen scheint mir generell keine Lösung zu sein“, betont Bretling.

„Wir müssen den Umgang mit Kunststoff verbessern. Wir müssen wieder lernen, dass der Kunststoff ein Wertstoff ist, den es sich lohnt, in die Wertstoffkreisläufe zurückzuführen und bei dem es sich auch lohnt, langlebige Produkte mit wenig Verschleiß, wenig Abrieb, wenig Neigung zu Verwitterung zu favorisieren.“

Also Mehrweg statt Einweg. Der Hauptautor der Studie wünscht sich auch „entsprechende Maßnahmen politischer Art“, damit die Kunststoff-Emissionen reduziert werden können.>

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18.9.2018: Jamaika ab 1.1.2019 ohne Plastik und Styropor, um die Insel zu schützen
Jamaika verbietet Plastiktüten und andere Kunststoffprodukte
https://www.epochtimes.de/genial/wissen-genial/jamaika-verbietet-plastiktueten-und-andere-kunststoffprodukte-a2643047.html?latest=1

<Nachdem Freiwillige im vergangenen Jahr 73 Tonnen Plastikmüll an Jamaikas Stränden sammelten, greift auch die Regierung ein. Ab Januar 2019 ist der "Gebrauch und die Verbreitung von Plastiktüten" und anderen Kunststoffprodukten verboten.

Jamaika hat ein Verbot von Plastikprodukten und Styropor-Verpackungen eingeführt. Ab Januar 2019 seien der Gebrauch und die Verbreitung von Plastiktüten, -strohhalmen und -flaschen sowie Styropor-Verpackungen für Essen verboten, teilte Minister Daryl Vaz am Montag bei einer Pressekonferenz mit. Gleichzeitig soll ein Aufklärungsprogramm die Menschen des Karibikstaats über den nachhaltigeren Umgang mit Plastik informieren, wie die Umweltbehörde der Insel auf Twitter mitteilte.

Ab 2021 dürften Tetrapacks zudem keine beigefügten Strohhalme mehr haben, teilte ein Regierungssprecher auf Twitter mit. Die Karibikinsel mit rund 2,9 Millionen Einwohnern kämpft gegen eine Vermüllung ihrer Strände. Im vergangenen Jahr hatten Freiwillige allein am nationalen Aktionstag gegen Müll an der Küste nach Angaben der Naturschutzorganisation Jamaica Environment Trust rund 73 Tonnen Plastikmüll gesammelt worden. (dpa/ts)>

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11.10.2018: EU-Umweltausschuss beschliesst Schluss mit Einwegplastik: Plastiksäckchen, Styroporbecher - Petition gegen Plastikflut zeigt Wirkung
„Krone“-Erfolg: EU-Ausschuss beschloss Verbot von Einwegplastik
https://www.krone.at/1786589

<Öko-Widerstand lohnt sich. Unter dem Druck Hunderttausender Bürger hat der EU-Umweltausschuss jetzt eine massive Verschärfung gegen das besonders schlimme Einwegplastik beschlossen. Bekanntlich hatten wir von der „Krone“ im Auftrag unserer Leser das Anliegen mit GLOBAL 2000 nach Brüssel getragen.

„Sehr leichte Plastiksackerln, wie sie in Supermärkten viel zu oft bei Gemüse und Obst zur freien Entnahme hängen, oder Becher aus Styropor werden verboten. Außerdem müssen Plastikflaschen künftig aus mindestens 35 Prozent recyceltem Kunststoff bestehen“, so GLOBAL-2000-Aktivistin Lisa Kernegger. Und auch EU-Mandatar Georg Mayer (FPÖ) sieht einen „wichtigen Etappensieg,“ die „unselige Verschmutzung der Natur“ zu stoppen.

Zum Meinungsumschwung bei der doch eher Konzern-freundlichen EU hat sicherlich die gewaltige Stimme gegen die Plastikflut auf unserem grünen Planeten beigetragen: 261.230 Menschen - mehr als 30.000 von ihnen innerhalb nur einer Woche in Österreich im Zuge der „Krone“-Öko-Kampagne - hatten die jüngste Petition der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 unterzeichnet.

„Es darf keine Schlupflöcher geben“
Die Unterschriftenliste war im Vorfeld der erfreulichen Abstimmung im Ausschuss in Brüssel an die Europa-Mandatarin Frédérique Ries, die Berichterstatterin der Richtlinie, übergeben worden. Dennoch mahnt GLOBAL 2000 zur Vorsicht: „Zwar wird die Zigarettenindustrie für Schäden durch Stummel zahlen müssen, doch auch Kunststoffkonzerne sollten zur Kassa gebeten werden. Es darf keine Schlupflöcher geben.“

Mark Perry und Christoph Budin, Kronen Zeitung>

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24.10.2018: EU macht Schluss mit Trinkhalm, Einweggeschirr, Wattestäbchen etc. gültig ab 2012 - und Plastikflaschenrecygling obligatorisch - ab 2025
EU-Parlament stimmt für Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik
https://www.epochtimes.de/politik/europa/eu-parlament-stimmt-fuer-verbot-von-wegwerfprodukten-aus-plastik-2-a2683380.html

<Mit einem Verbot von Trinkhalmen, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten will die EU der Verschmutzung der Ozeane durch Plastik den Kampf ansagen. Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmte das Europaparlament zu.

Mit einem Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik will die EU der Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoffmüll den Kampf ansagen.

Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmte das Europaparlament am Mittwoch in erster Lesung zu.

Die geplante Neuregelung sieht vor, eine Reihe von Einwegprodukten, für die es bereits Alternativen gibt, ab 2021 ganz aus der EU zu verbannen.

Plastikflaschen sollen der Vorlage zufolge separat gesammelt werden. Außerdem sollen die Mitgliedsstaaten die Auflage bekommen, bis 2025 Einweg-Plastikflaschen zu 90 Prozent zu recyclen.

Die Umweltminister der EU-Staaten wollen sich nach Angaben eines Diplomaten in Brüssel noch vor Jahresende auf eine gemeinsame Position verständigen. Anschließend können die Verhandlungen zwischen Vertretern des Parlaments, der Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission beginnen. Über die neue Richtlinie entscheiden das Europaparlament und die EU-Staaten gemeinsam. (afp)>

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Sputnik Ticker online, Logo

25.10.2018: Studie in Österreich mit klarem Resultat: Mikroplastik ist im Essen, im Magen, im Darm, in der Schweisse, überall:
Mikroplastik im Stuhlgang: „In allen Proben Kunststoff nachgewiesen“ – Studienautorin

Valentin Raskatov
https://de.sputniknews.com/wissen/20181024322741509-mikroplastik-kunststoffe-forschung/

<Menschen scheiden Mikroplastik aus, zeigt eine Pilotstudie aus Österreich. Es ist aber weiterhin nicht bekannt, ob Mikroplastik für den Menschen auch schädlich ist. Gezeigt wurde auch nicht, wie die Stoffe in den menschlichen Körper gelangen. Die Studie ist also nur ein Anstoß für die Forschung und kein Grund zur Panik.

Mikroplastik ist überall auf der Welt zu finden, nicht nur im Meer, sondern auch am Straßenrand, im Waldboden, in Tieren und Fischen. Es ist sprichwörtlich allgegenwärtig. Aber es wimmelt nicht nur um uns herum vor Mikroplastik, sondern wir scheiden es auch aus. Das haben Forscher der Medizinischen Universität Wien und des österreichischen Umweltbundesamts in einer Pilotstudie gezeigt.

100 Prozent: Alle Probanden schieden Mikroplastik aus

„Wir waren die ersten, die sich Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben angesehen haben“, betont Bettina Liebmann im Sputnik-Interview. Liebmann ist Mikroplastik-Expertin am österreichischen Umweltbundesamt und Koautorin der Pilotstudie. Die Betonung liegt auf „die Ersten“ und „Pilotstudie“, denn eine umfangreiche Studie kann diese nicht ersetzen – dafür ist auch die Probandenzahl zu gering. Aber das erste Ergebnis ist dennoch beachtlich: „Das war für uns das überraschende Ergebnis, dass wir in allen acht Proben tatsächlich Kunststoffe nachweisen konnten“, so Liebmann.

Quellen für Mikroplastik nicht untersucht

Da es keine Vorgaben gab und die Teilnehmerzahl so niedrig war, zeigt die Pilotstudie nur eins: Mikroplastik wird vom Menschen ausgeschieden, und vermutlich geschieht das oft. Was die Quellen angeht, so gibt es diverse Möglichkeiten, teilt die Forscherin mit, etwa Plastikverunreinigungen von Meerestieren, Getränke in Plastikflaschen oder die Verwendung von Plastik in der Küche zum Beispiel in Form von Schneidbrettern oder Lebensmittelverpackungen. Doch das sind nur Möglichkeiten. Es wäre Aufgabe der weiteren Forschung, zu zeigen, welche dieser Möglichkeiten tatsächlich ihren Weg in den menschlichen Körper finden.

Bewussterer Umgang kann nicht schaden

Eins steht für Liebmann fest: „Konsumenten könnten einen bewussteren Umgang mit Plastik als Material pflegen.“ Beim Einkauf einfach mal Verpackungen aus Plastik umgehen, Plastiktaschen vermeiden, Wasser in Glasflaschen kaufen und alternative Kosmetika ohne Mikroplastik kaufen – so ihre Tipps an die Verbraucher

Aber auch hier gilt nur: Es kann nicht schaden, darauf zu verzichten. Denn ob Mikroplastik für den Menschen wirklich schädlich ist und was es konkret auf seinem Weg durch den Magen-Darm-Trakt macht, ist der Forschung noch nicht bekannt. Liebmann betont entsprechend, dass die Pilotstudie als ein „Anstoß für weitere Studien“ betrachtet werden sollte. „Unser Plan ist es, die kleine Probandenzahl zu vergrößern und im Rahmen einer größeren Untersuchung Folgeforschung zu betreiben“, sagt die Mikroplastik-Expertin.>

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20 minuten online, Logo

Haiti 23.11.2018: Kommt Regen - kommt Plastik:
Flut in Haiti: Hier fliesst tonnenweise Plastikmüll ins Meer

https://www.20min.ch/panorama/news/story/10705998

<Heftige Regenfälle haben auf Haiti zu Überschwemmungen geführt. Ein Video zeigt, wie mehrere Tonnen Plastikabfälle Richtung Meer geschwemmt werden.>

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Netzfrauen online, Logo

Plastikschaden 7.12.2018: Plastikring im Meer verschliesst dem Zahnwahl (Flussdelphin) die Schnauze - Hungertod:
Der arme vom Aussterben bedrohte Zahnwal – er verhungerte elendig durch einen Plastikring!
https://netzfrauen.org/2018/12/07/plastic-7/

Zahnwal (Flussdelphin) verhungert
                              durch Plastikring an der Schnauze -
                              Meldung von Netzfrauen 7.12.2018
Zahnwal (Flussdelphin) verhungert durch Plastikring an der Schnauze - Meldung von Netzfrauen 7.12.2018

<Mit jedem Tag wird der von Menschen verursachte Schaden an der Umwelt deutlicher. Dieses Jahr wurden bereits mehrere Wale tot aufgefunden,weil sie Plastikt gefressen hatten. Nachdem man erst kürzlich wieder einen Wal mit fast 6 kg Plastik im Bauch in Indonesien tot aufgefunden hat, starb jetzt ein vom Aussterben bedrohter Zahnwal. Er konnte nicht fressen, da sein Maul mit einem Plastikring von einer Wasserflasche verschlossen war. Nur durch Zufall wurde dieser kleine Wal entdeckt. Fischer hatten den Wal in ihren Netzen gefangen, doch da war er bereits tot und elendig verhungert. 

Der arme Zahnwal – er verhungerte elendig durch einen Plastikring!

Der La-Plata-Delfin kommt entlang der südamerikanischen Ostküste etwa vom Rio Doce in Brasilien bis zur Bahía Blanca in Argentinien vor. Er  ernährt sich von Fischen, Tintenfischen und Krebstieren. Weil er seine Beute aufstöbert, indem er mit seiner langen Schnauze den schlammigen Boden durchwühlt, gelangte der Plastikring vermutlich um seine Schnauze und ließ ihn verhungern.

Er wurde in der Nähe der Küste von Praia Grande, São Paulo gefunden. Laut dem Biopesca-Institut, war das Tier bereits tot, unterernährt und hatte Plastik im Verdauungstrakt.

Der Zahnwal (Pontoporia blainvillei), eine Art kleinerer Delphin, der vom Aussterben bedroht ist,  wurde am Wochenende von einem Fischer im Netz gefangen. Das Tier, das ein ausgewachsener männlicher Zahnwal war, muss sehr gelitten haben.

„Während der Nekropsie fanden wir keine Nahrung in seinem Verdauungssystem, nur einige Plastikstücke“, sagte der Tierarzt Pryscilla Maracini von Biopesca.

Das tote Tier wurde an das Personal des Biopesca-Instituts übergeben, das für die Küstenüberwachung dieser Region verantwortlich ist. Seit Juni wurden dem Institut bereits 64 Meerestiere gebracht.

Die ringförmige Plastikdichtung verhinderte, dass sich das Maul öffnen konnte.

Der Tierarzt des Instituts, Rodrigo Valle, teilte der G1 mit, dass diese Tierart  vom Aussterben bedroht sei. Wegen seiner verborgenen Lebensweise und Scheuheit wird er kaum von Menschen gesehen und sein Verhalten ist noch weitgehend unbekannt. Allerdings verfangen sich jährlich etwa 1500 La-Plata-Delfine in Fischernetzen.

Für den Experten zeigt der Tod des Delphins die Auswirkungen des Menschen auf das Ökosystem der Meere in der Region.

„Wir hatten bereits viele verschiedene Arten, die so gestorben sind. Der Müll besteht zum großen Teil aus Plastik und die Situation ist sehr besorgniserregend“, sagte er.

Nach Angaben des Instituts werden etwa 70 überwiegend leblose Tiere monatlich an den 80 Kilometern Stränden der Region gefunden.

Nicht nur der Plastikmüll macht den Meerestieren zu schaffen, die weltweit größten Fischereiunternehmen tragen ebenfalls zum Tod von mehr als 100.000 Walen, Delfinen, Seehunden, Schildkröten und Seevögeln bei, die jedes Jahr durch ausrangierte Fangnetze getötet werden, heißt es in einem aktuellen Bericht. Siehe auch: Das Massensterben geht weiter! Grausiger Fund in Hawaii 100 Babyhaie wurden tot am Strand entdeckt und hunderte Haie in ‚Geisternetz‘ verheddert, das in der Karibik treibt – 100 baby hammerhead sharks wash ashore in Hawaii – Hundreds of sharks discovered tangled in ‚ghost net‘ drifting through Caribbean Sea

Viele der Meeresbewohner erleiden einen langwierigen und schmerzhaften Tod durch Ersticken oder, weil sie verhungern, da sie Plastik gefressen haben.

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler mehrfach darauf hingewiesen, dass Tiere von Plankton bis zum Walen regelmäßig Plastik konsumieren, da jährlich etwa 8 Millionen Tonnen im Meer landen. Große Wale sind bereits wegen Plastik gestorben, auch hier in Europa.

Netzfrau Doro Schreier>

Links

Studie! Es braucht nur 1 Stück Plastik, um eine Schildkröte zu töten – Just one piece of plastic enough to kill a turtle!

Dramatisches Massensterben im Meer weltweit! Wale, Robben, Pinguine, Schildkröten, Delfine, Fische … Dramatic mass extinction in the oceans worldwide! Whales, seals, penguins, turtles, dolphins, fish …

Die seltenste Meeresschildkröte der Welt tot, blutig und gefangen im Barhocker – Most endangered sea turtle in the world found dead and stuck inside bar stool

Alarmierend! Massensterben von Meeresschildkröten weltweit! – Alarming numbers of dead turtles washed up

Studien: Mikroplastik in Speisefischen und Pflanzenfressern – Austern: weniger Nachkommen!

Was Plastik anrichtet – toter Wal vor Spanischer Küste hatte fast 30 Kilogramm Müll in seinem Magen und Darm – Plastic pollution likely killed whale found with nearly 30kg of rubbish in its stomach>

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20 minuten online, Logo

Kapstadt 24.12.2018: Schildkröte verschluckte Plastiktüte - von Tierärzten gerettet:
Plastik verschluckt: Schildkröte vor dem Ersticken gerettet
https://www.20min.ch/panorama/news/story/Schildkroete-vor-dem-Ersticken-gerettet-24322922

<Eine Schildkröte wird mit Atemnot in ein Aquarium in Kapstadt eingeliefert. Bei der Röntgenaufnahme machen die Tierärzte eine grausige Entdeckung.>

Untertitel im Video:

Röntgenaufnahmen zeigten, dass das Tier einen Fremdkörper in der Speiseröhre hat. Der Fremdkörper entpuppte sich als Plastikstück [Plastiktüte].

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Epoch Times online, Logo

2.1.2019: Plastikmüllfänger ist nach 3 Monaten schon defekt:
Vorläufiges Aus für Plastikmüll-Fänger „Ocean-Cleanup“

Nach weniger als drei Monaten im Pazifik muss der Plastikmüll-Fänger „The Ocean Cleanup“ beschädigt wieder an Land geschleppt werden. Ein 18 Meter langes Endstück habe sich von der Anlage... Mehr»

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Schweinzer (schweizer)
                            Fernsehen online, Logo

4.2.2019: Walfische um die Britischen Inseln mit Plastik im Magen und sterben:

Wenn Meeresgiganten an winzigen Teilchen sterben
https://www.srf.ch/news/panorama/tueckisches-plastik-wenn-meeresgiganten-an-winzigen-teilchen-sterben

<Eine Studie zeigt: Rund um Grossbritannien gibt es kaum einen Meeressäuger ohne Mikroplastik im Bauch.

  • Forscher haben insgesamt 50 Delfine, Robben und Wale untersucht, die an der britischen Küste angespült wurden.
  • Sie haben bei allen Tieren mindestens ein Plastikteilchen gefunden, wie sie im Fachmagazin «Scientific Reports» schreiben.

«Es ist schockierend, aber nicht überraschend, dass jedes Tier Mikroplastik aufgenommen hat», erklärt Hauptautorin Sarah Nelms von der Universität Exeter laut einer Mitteilung. «Die Anzahl der Partikel war mit durchschnittlich 5,5 pro Tier relativ gering. Das legt nahe, dass die Teilchen letztendlich wieder ausgeschieden oder hochgewürgt werden», so Nelms. Um mögliche Auswirkungen der Teilchen oder der darin enthaltenen Chemikalien auf die Tiergesundheit zu verstehen, seien weitere Untersuchungen nötig.

Kleidung, Fischernetze oder Zahnbürsten

84 Prozent der gefundenen Plastikteilchen bestand den Forscher zufolge aus synthetischen Fasern, die von Kleidung, Fischernetzen oder Zahnbürsten stammen können. Die anderen Fragmente stammen wahrscheinlich von Gegenständen wie Lebensmittelverpackungen und Plastikflaschen.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass der Darm weniger Mikroplastik enthielt als der Magen der Tiere. Möglicherweise blieben dort die Teilchen vorerst liegen.

Allgegenwärtiger Schadstoff

Zudem entdeckte das Team einen möglichen Zusammenhang zwischen der Todesursache und der aufgenommenen Menge an Mikroplastik: So hatten die Tiere, die an einer Infektionskrankheit gestorben waren, etwas mehr Plastikpartikel in ihrem Verdauungstrakt.

«Wir können keine festen Schlüsse auf die mögliche biologische Bedeutung dieser Beobachtung ziehen», erklärt Mitautor Brendan Godley. «Wir stehen noch ganz am Anfang, diesen allgegenwärtigen Schadstoff zu verstehen. Wir haben jetzt aber einen Massstab, mit dem künftige Studien verglichen werden können.»>

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Schweizer Fernsehen online, Logo

4.2.2019: Auch KONTAKTLINSEN WERDEN zu Mikroplastik - es fehlt jeglicher Warnhinweis:
Mikroplastik im Meer Wie Kontaktlinsen die Ozeane vermüllen
https://www.srf.ch/news/panorama/mikroplastik-im-meer-wie-kontaktlinsen-die-ozeane-vermuellen

<Kontaktlinsen werden oft sorglos in Toiletten oder Waschbecken heruntergespült – die Folgen sind verheerend.
  • Kontaktlinsen landen häufig in der Toilette oder im Waschbecken. So kommen diese schliesslich als Mikroplastik ins Meer, warnen Forscher.
  • Alleine in den USA gelangen jährlich 20 Tonnen Kontaktlinsen ins Abwasser.

Einer Umfrage zufolge spülen 15 bis 20 Prozent aller Kontaktlinsen-Träger in den USA die kleinen Plastikteilchen ins Waschbecken oder die Toilette. Daraufhin gelangen sie in Kläranlagen, wo sie zwar auseinanderfallen, sich aber nicht völlig zersetzen. Später gelangen die Kontaktlinsen als Mikroplastikteilchen ins Meer.

Auch der Verpackungsmüll der Kontaktlinsen belastet die Umwelt mit weiteren 13'000 Tonnen. Dies erklärt Rolf Halden, Wissenschaftler der Arizona State University. Als Kontaktlinsen-Träger habe er sich irgendwann selber die Frage gestellt, was eigentlich mit den entsorgten Sehhilfen passiere.

Plastik mit Nahrung verwechselt

Kleine Fische und Plankton verwechseln Mikroplastik häufig mit Nahrung. Das ist nicht nur für die Tiere gefährlich, schliesslich gelangen dadurch die kleinen Plastikteilchen auch irgendwann in menschliches Essen.

Die Forscher wollen mit ihrer Studie nach eigenen Angaben auch die Hersteller von Kontaktlinsen ansprechen. Auf den Verpackungen werde nicht auf das Problem aufmerksam gemacht.

sda/zied; morr>

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Kronenzeitung online, Logo

5.2.2019: Plastikmüll im Meer: USB-Stick überlebt das Meer und den Seeleoparden-Magen:
Video und Bilder: Forscher finden USB-Stick in Seeleoparden-Kot
https://www.krone.at/1857905

<Der einzige Hinweis auf den möglichen Eigentümer sei ein blaues Kajak, das auf einem auf dem USB-Stick gespeicherten Video zu sehen sei, hieß es. Entstanden seien die Aufnahmen am Oreti Beach an der Südküste der Region Southland auf der Südinsel Neuseelands.

Über Twitter will das Forschungsinstitut nun den Eigentümer ausfindig machen. Sollte er sich finden, bekomme er den Stick aber nur im Tausch gegen weiteren Seeleoparden-Kot zurück, hieß es scherzhaft.

Die Ausscheidungen liefern Forschern wichtige Hinweise auf die Lebensweise der in südpolaren Gewässern verbreiteten Robbenart. Aus diesem Grund sammelt ein von der bei NIWA aktiven Meeresbiologin Krista Hupman ins Leben gerufenes Team von Freiwilligen die Ausscheidungen. Sie werden dann im Labor des National Institute of Water and Atmospheric Research (NIWA) untersucht.

Der Kot, in dem sich der USB-Stick fand, wurde schon im November 2017 bei NIWA eingeschickt, aber erst jetzt untersucht. Es sei sehr besorgniserregend, das sich solches Plastik in den Tieren fände, sagte eine der beiden Freiwilligen, die den USB-Stick beim Auftauen der Kotprobe entdeckt hatten.>

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2.2.2019: Welthandel verseucht die Meere mit gefüllten Containern - nicht nur mit Plastik:
281 Container der MSC Zoe
Milliardenwerte an Frachtgut gehen jährlich über Bord
https://www.srf.ch/news/international/281-container-der-msc-zoe-milliardenwerte-an-frachtgut-gehen-jaehrlich-ueber-bord

<Der Hochseefrachter MSC Zoe hat im Sturm Container verloren. Dies ist kein Einzelfall.

Am 2. Januar hat der Frachter MSC Zoe einer Schweizer Reederei im niederländischen Wattenmeer nach einem Sturm 281 Container verloren. Dieser Unfall zeigt die andere Seite des globalen Handels. Und die MSC Zoe ist kein Einzelfall. In den vergangenen fünf Jahren wurde Frachtgut auf Containerschiffen im Wert von sieben Milliarden Franken vernichtet.

Ein Hochseefrachter wie die MSC Zoe kann mit seiner Länge von fast 400 Metern 19’200 Container laden. Anfang Jahr brachten fünf Meter hohe Wellen den Frachter in Schwierigkeiten. Während des Sturms fielen 281 Container ins Wattenmeer und wurden vor der Insel Terschelling angeschwemmt.

Immer wieder Verluste

Hochsee-Container werden auf den Frachtern aufeinandergesetzt und an den Ecken mit sogenannten «Twist Locks» verriegelt. Ab dem Hafen Rotterdam, für den Transport auf hoher See, werden die Container dann noch zusätzlich mit Querverstrebungen gesichert.

Heinz Amacker, Chef der Speditions-Firma Danser, bestätigt, dass das Beladen von Hochsee-Frachtern oft unter grossem Zeitdruck erfolgt. Bei der MSC Zoe könne es durchaus sein, dass vielleicht eine Sicherung nicht sauber gemacht worden sei. «Aber in der Regel fahren tausende Container-Schiffe auf den Weltmeeren und auch in schwerer See, wo eigentlich nie oder fast keine Container verloren gehen», sagt Amacker.

Sieben Milliarden Franken Frachtverlust

Andere Zahlen kennt die internationale Frachtschiffindustrie: Rund 6000 Schiffe fahren pro Jahr mit 130 Millionen Containern um die Welt. Davon stürzen rund 1600 Container ins Meer. Für verlorene und zerstörte Container und Fracht bezahlten Versicherungen in den vergangenen fünf Jahren sieben Milliarden Franken.

Die Gründe lägen zuerst bei der Grösse der Schiffe, die heute gebaut würden, sagt René Kobelt, Chef Schadenversicherung der Allianz Global: «Alle Konsumenten wollen so billig wie möglich einkaufen. Das heisst, auf so einem Container-Schiff will man so viel Container wie möglich laden, damit die Fracht pro Container billiger wird. Das bedeutet, diese Schiffe sind so gross wie technisch nur irgendwie möglich. Und deshalb kann auch ein entsprechend grosser Schaden passieren.»

Gravierende Umweltverschmutzungen

Kommt es zu Unfällen mit Frachtschiffen, sind die Auswirkungen auf die Umwelt massiv. 2011 fuhr der Frachter Rhina vor Neuseeland auf ein Riff und sank. Zwei Jahre später brach der Super-Frachter MLO Comfort im Indischen Ozean mit 4300 Containern entzwei.

Die Umweltorganisation Greenpeace fordert darum, dass die Weltöffentlichkeit auf das Problem aufmerksam wird. Denn jeden dritten Tag laufe irgendwo auf der Welt ein Frachtschiff auf Grund, sagt Yves Zenger, Umweltexperte bei Greenpeace: «Da fliessen riesige Mengen Öl ins Meer. Container gehen verloren, die zum Teil hochgiftige Chemikalien enthalten.»

Die Reedereien müssten viel mehr zur Verantwortung gezogen werden, etwa, indem sie Peilsender an ihre Container anbringen müssten, so Zenger.

Für Reedereien kommt eine Ausrüstung der rund 30 Millionen zirkulierenden Schiffscontainer mit GPS-Tracker nicht in Frage. Die betroffene Reederei MSC nahm zum Unglück nur schriftlich Stellung. Das Unternehmen beteuert, dass es die Strände der niederländischen und deutschen Inseln im Wattenmeer restlos vom Strandgut säubern wolle.>

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12.2.2019: Plastik im Meer tötet massenweise Fische durch Verhungern - auch einen Walhai:
Größter Fisch der Welt stirbt durch Plastiktüten – sie führten zu Hunger und Tod! Whale shark died of starvation after eating plastic bag

<Schon wieder starb ein Wal grausam, weil er Plastik gefressen hatte. Der Walhai (Rhincodon typus) ist der größte Hai und zugleich der größte Fisch der Gegenwart, doch jetzt gibt es einen weniger. Er war 4,61 Meter lang und wurde am Strand tot angespült. Sein Tod war schrecklich, denn er verhungerte, nachdem er Plastiktüten gefressen  hatte. Es war sein Todesurteil,: Der Walhai verstarb an Darmverstopfung.  Weiterlesen →

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16.2.2019: Plastikfreier Supermarkt - geht in England:
Britischer Supermarkt macht es vor: „Plastikfrei“ und das in nur 10 Wochen!

Während andere Supermärkte oder Discounter behaupten, man brauche 10 Jahre, um plastikfrei zu werden, schaffte es dieser Supermarkt in nur 10 Wochen. Der britische Supermarkt ist einer der ersten der Welt, der plastikfreie Zonen hat und mehr als 1.700 Produkte ohne Plastik anbietet. Nachdem ein Supermarkt In Neuseeland nur noch unverpacktes Gemüse verkauft, steigt der Umsatz! Daran sehen Sie, wie sich die Verbraucher nach „nacktem Obst und Gemüse“ sehnen. Jetzt geht ein britischer Supermarkt noch weiter und wird ganz plastikfrei, egal ob Brot, Käse oder Gemüse – alles ohne Plastik. „Ich bin der festen Überzeugung, dass Lebensmittelgeschäfte ein zentraler Teil unserer Gemeinschaft sein sollten, so wie Lebensmittel ein so wichtiger Teil unseres Lebens sind. Für mich ist es wichtig, ein nachhaltiger Einzelhändler zu sein und umweltbewusst, “ so der Eigentümer  Andrew Thornton. Mit Erfolg, wie man jetzt sieht, denn er schafte es innerhalb kurzer Zeit, Plastik aus seinem Supermarkt zu verbannen.  Weiterlesen →

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25.2.2019: Supermarktkette Real will keine Plastikbeutel mehr für Obst und Gemüse:
Real verbannt Plastikbeutel für Obst und Gemüse


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27.2.2019: „Es ist überall!“: Nachweis in Krebsen: Mikroplastik erreicht Tiefsee

Selbst die entlegensten Winkel der Erde - etwa vor den Osterinseln - sind bereits von Plastikmüll verschmutzt. Das haben jüngst mehrere ...

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2.3.2019: Genf will keinen Gratis-Plastiksack mehr dulden:
In allen Geschäften: Genf verbietet Gratis-Plastiksäcke


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3.3.2019: McDonalds will weiter Plastikstrohhalme haben - Beschluss von Aktionären:
McDonalds-Aktionäre verhindern Verbot von Plastikstrohhalmen – McDonalds shareholders refused to ban plastic straws


Tagtäglich besuchen 68 Millionen Kunden McDonalds in den 37.000 Verkaufsstellen weltweit. Während in vielen Ländern weltweit ein Verbot von Trinkhalmen aus Plastik angestrebt wird, lehnten die Aktionäre von McDonalds ein Verbot der Plastik-Strohhalme ab. Erst 2018 hatte McDonalds verkündet, in Zukunft keine Plastikstrohhalme in Großbritannien mehr anbieten zu wollen, aber nur kurze Zeit später hielt der Konzern an seiner Haltung fest, sich den Bemühungen zu widersetzen, dasselbe auch in den Vereinigten Staaten. In Hongkong bekommt McDonalds die Wut der Verbraucher direkt in den Sozialen Medien zu spüren, nachdem Aufnahmen belegen, dass trotz der Aktion „No Straw Everyday“ nach wie vor Strohalme aus Plastik angeboten werden. Etwa 3-6 Milliarden Plastikstrohhalme werden pro Tag weltweit benutzt. Das sind ca. 900 Tonnen Plastikmüll. Weiterlesen →

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Kanton Aargau 5.3.2019: Kriminelle Kraftwerke lassen Tiere weiter am Plastik sterben - Aufwand zum Aussortieren sei "zu gross" (!):
Aargau: Kraftwerke kippen Plastik zurück in den Fluss
https://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Kraftwerke-kippen-Plastik-zurueck-in-den-Fluss-29922470

<Aargauer Kraftwerke fischen Plastikabfall aus dem Fluss und kippen ihn dann wieder hinein: eine zulässige Praxis.

PET-Flaschen und andere Plastikgefässe landen regelmässig in den Aargauer Flüssen. In den Rechen der Wasserkraftwerke bleibt der Müll hängen. Die Umweltorganisation Pro Natura kritisiert, dass die Betreiber den Müll zusammen mit Schwemmholz zwar herausfischen, ihn dann aber «ungesehen im Unterwasser entsorgen».

Dies ist laut Pro Natura problematisch, weil das Plastik «in den Wirbeln im Unterwasser der Kraftwerke zu winzigen Partikeln zerrieben» wird. Die kleinen Teile könnten dann nicht wieder aus dem Wasser entfernt werden.

Wird bei sechs Kraftwerken angewandt

Wie die «Aargauer Zeitung» schreibt, wird diese Praxis bei sechs Flusskraftwerken im Kanton angewandt. Aus einer Antwort des Regierungsrats geht zwar hervor, dass das Gewässerschutzgesetz es verbietet, herausgeholtes Treibgut in den Fluss zurückzugeben. In Ausnahmefällen sei es aber zulässig, zum Beispiel dann, «wenn sich an einem Fluss mehrere Staustufen folgen».

Damit seien die rechtlichen Vorgaben eingehalten, doch in den letzten Jahren habe die Abfallmenge im Treibgut zugenommen und Plastik in Flüssen könne problematisch sein, schreibt die Regierung. Daher solle die heutige Praxis überprüft werden. Die zuständigen Fachstellen haben nun gemäss der Regierung den Auftrag erhalten, mit Kraftwerksbetreibern «allfällige Verbesserungsmöglichkeiten» zu diskutieren.

Aufwand schlicht zu gross - [die kriminellen Kraftwerke im Aargau lassen die Tiere weiterhin am Plastik sterben]

Dass es auch anders geht, zeigt ein Beispiel aus der Stadt Zürich. Wie Harry Graf, Sprecher von EWZ, sagt, werden das Schwemmholz und der Müll vom Rechen der beiden städtischen Limmatkraftwerke in eine Mulde verfrachtet und dann entsorgt. «Dass man den Abfall einfach zum nächsten Kraftwerk weiterleitet, kommt für uns nicht infrage.» Trotzdem bleibe noch genug Schwemmholz – und leider auch Plastikabfall – im Fluss.

Beim Kraftwerkbetreiber Axpo heisst es auf Anfrage, dass man offen für eine akzeptable Lösung sei. Allerdings sei es schwierig, auf die Schnelle etwas zu ändern. «Der Aufwand wäre schlicht zu gross, überall den Plastikmüll zu sortieren», sagt Sprecher Tobias Kistner.

Denn die Kraftwerke liegen laut Kistner im Aargau relativ nahe beieinander. So wird etwa beim Standort Wildegg-Brugg das Geschwemmsel nicht herausgenommen, dafür aber wenige Kilometer weiter unten beim Wasserkraftwerk Beznau.

Mikroplastik, so wie das Pro Natura kritisiert, landet laut Kistner dadurch aber nicht im Wasser. «Es gilt dabei zu beachten, dass seitens der Ökologie gewünscht wird, dass ein Teil des organischen Schwemmguts wie Holz oder Laub im Wasser verbleibt.» Littering sei leider ein gesellschaftliches Problem, dessen sich die Axpo bewusst sei. Mit verschiedenen Massnahmen versuche dies die Axpo zu bekämpfen.

(som)>

Kommentar: Es fehlt ein Depotsystem für Plastikteile
Die Plastikproduzenten sollen für das Herausfischen bezahlen, oder endlich ein Rücknahmesystem einführen, das sich lohnt: 5 Franken Depot!
Michael Palomino, 5.3.2019


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9.3.2019: Container-Inhalt von 345 Containern von Schiff "MSC Zoe" in der Nordsee: Plastik verseucht Strände an der Nordsee:

Millionen Plastikteilchen verwüsten Nordseeinseln

<Nach der Container-Havarie des Frachters «MSC Zoe» wurden allein an niederländischen Küsten geschätzte 24 Millionen Plastikteilchen angeschwemmt. 

Allein im Gebiet der Groninger Wattküste und der vorgelagerten Inseln sind laut Angaben niederländischer Wissenschaftler geschätzt etwa 24 Millionen Plastikteilchen nach der Container-Havarie Anfang Januar in der Nordsee angeschwemmt worden.

Die höchste Konzentrationen sei an Stränden der bei Touristen beliebten Insel Schiermonnikoog ermittelt worden, teilte die Universität Groningen mit. Auch die unbewohnten Nachbarinseln Rottumeroog und Rottumerplaat seien stark betroffen. Auf Schiermonnikoog sollten in der kommenden Woche Reinigungsarbeiten mit Hilfe spezieller Sauggeräte beginnen, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Samstag.

Die «MSC Zoe» einer in Genf ansässigen Reederei – eines der grössten Containerschiffe der Welt – hatte auf dem Weg nach Bremerhaven in der stürmischen Nordsee mehr als 345 Transportbehälter verloren. Viele brachen beim Sturz ins Wasser auf.

Sortierter Plastikmüll von einem Strand auf Schiermonnikoog. (Bild: Twitter/Marco Glastra)

Tonnenweise wurde der Inhalt an Strände der Nordseeinseln vor den Niederlanden und Deutschland angespült. Die Universität Groningen begann kurz nach der Havarie eine Suchaktion, bei der freiwillige Helfer Sichtungen von Plastikmüll über eine App melden konnten. Seitdem gingen mehr als 300 Hinweise ein. (nag/sda)>

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27.3.2019: EU-Parlament will ab 2021 keine Plastik-Wegwerfprodukte mehr erlauben:
Teller, Strohhalme, Wattestäbchen: EU-Parlament verbietet Wegwerfprodukte aus Plastik



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27.3.2019: Hawaii ohne Plastikmüll:
Aloha – Hawaii macht es vor – Weg mit Plastik! – Hawaii could become the first state to ban most plastics !

<Während die Trump-Regierung den Umweltschutz aufhob, haben sich die Maßnahmen in Hawaii dagegen mehr als verdoppelt. Der Aloha-Staat hat ehrgeizige Gesetze verabschiedet, um die Umweltschäden einzudämmen, einschließlich eines Verbots bestimmter Sonnenschutzmittel, die Korallenriffe schädigen. Auch der Kampf gegen Plastik ist auf Hawaii nicht neu. Hawaii war der erste Staat in den USA, der 2015 die Plastiktüten verbot. Außerdem wurden auf zwei Inseln – Maui und Hawaii – die Polystyrolschaumbehälter bereits verboten. Ein weiteres Gesetz auf Hawaii sieht vor, diese Verbote auszuweiten und das Verbot von Lebensmittelbehältern aus Styropor landesweit zu verbreiten. Außerdem wird die Verwendung von Plastikartikeln jeglicher Art, einschließlich Plastikflaschen, Strohhalmen u.s.w. in Restaurants verboten. „Wir sind von einem Ozean umgeben und unsere Strände und Küsten sind ein großer Teil unseres täglichen Lebens“, so die Hawaiianer.  Weiterlesen →

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6.4.2019: Es braucht kein Plastik: Kaffeebecher aus Kürbisfasern:
Genial! Ökologisch abbaubare Kaffeebecher aus Kürbisfasern – Design firm creates biodegradable coffee cups that are grown from fruit

<Es gibt auch Alternativen, denn um Plastikmüll zu reduzieren wird zum Beispiel ein ökologisch abbaubarer Kaffeebecher entwickelt, der aus Pflanzenfasern hergestellt wird, und zwar aus Kürbis. >

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Patzcuaro de México online, Logo

Amsterdam 11.4.2019: Erster Supermarkt ohne Plastik eröffnet - Kette "Ekoplaza" bietet bereits über 700 Produkte ohne Plastikverpackung an
Ámsterdam abre el primer pasillo de supermercado sin plástico en el mundo - Cadena "Ekoplaza" ofrece más de 700 productos sin plásticos ya
https://patzcuaronoticias.com/amsterdam-abre-el-primer-pasillo-de-supermercado-sin-plastico-en-el-mundo/

Más de 700 productos estarán disponibles sin envoltorios de plástico en el pasillo que se está instalando en una nueva tienda piloto de la cadena de supermercados Ekoplaza en la ciudad holandesa, que incluye carne, arroz, salsas, lácteos, chocolate, cereales, fruta y vegetales.

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15.4.2019: „Um die Natur kümmern“: Disneyland Paris verzichtet auf Plastik-Strohhalme

Das Pariser Disneyland verzichtet auf Plastik-Trinkhalme. Der größte Freizeitpark Europas teilte am Montag mit, ab Donnerstag würden nur ...

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Genf 23.4.2019: Einweg-Plastik wird ab 2020 verboten:
«Schutz des Ökosystems»: Genf verbietet Einweg-Plastik ab 2020

https://www.20min.ch/schweiz/romandie/story/19713924

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Berlin und Greifswald 27.4.2019: Forschung mit Bakterium I. sakaiensis - damit das "Auffressen" von PET-Plastik vielleicht bald schneller geht:
Plastikfressende Bakterien: Die Zukunft des Recyclings?
https://de.sputniknews.com/wissen/20190427324798376-plastikfressende-bakterien-zukunft-recyclings/

<Das Bakterium I. sakaiensis kann den Kunststoff PET zerlegen. Allerdings arbeitet es dabei bislang sehr langsam. Forscher am Helmholtz-Zentrum Berlin und der Universität Greifswald haben die am Abbau beteiligten Enzyme isoliert und arbeiten an ihrer Verbesserung. In Zukunft könnte so ein nachhaltiges Recycling für Kunststoffe entstehen.

Plastikabfälle sind ein Problem, von welcher Seite aus man sie auch betrachtet: Ein Teil von ihnen landet in der Umwelt, zerfällt zu Mikro- und Nanoplastik, bildet eine Gefahr für einige Tierarten und ist in seinen Langzeitauswirkungen – auch auf den Menschen – noch nahezu unerforscht. Der größere Teil des Plastiks landet zwar im Mülleimer und wandert in die Recyclinganlage. Aber auch hier wird ein Teil unter Freisetzung von CO2 verbrannt und neue Produkte selten gänzlich aus recyceltem Material hergestellt.

Ein Bakterium, das Plastik frisst

Einen Weg aus dieser Situation hat das Bakterium Ideonella sakaiensis gefunden, das japanische Forscher im Jahr 2016 in einer Recycling-Anlage gefunden hatten. Es verfügt über die Fähigkeit, den Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) in seine Bestandteile aufzuspalten. Der Trick: Es erstellt zwei Enzyme, die PET spalten können. Die Namen der Enzyme lauten „PETase“ und „MHETase“ und sie werden gegenwärtig am Helmholtz-Zentrum in Berlin und an der Universität Greifswald untersucht und weiterentwickelt.

Kreislauf für PET in Sicht?

„Die PETase zerlegt das PET in größere Bausteine und die MHETase erledigt den Rest und spaltet die Bausteine in die Grundbausteine von PET, Ethylen, Glykol und Therephthalsäure auf. Die könnten dann theoretisch in Zukunft für eine Neusynthese von PET verwendet werden“, erklärt Dr. Gert Weber, Biochemiker und Strukturbiologe, gegenüber Sputnik die Funktionsweise der Enzyme. Energiesparend und bei Raumtemperatur kann PET wieder in seine Ausgangsstoffe aufgespalten werden, um diese für eine Neusynthese zu verwenden – das ist das Kreislaufszenario, das den Forschern vorschwebt.

So arbeitet die MHETase:

Eine Schwäche der bakterieneigenen Enzyme ist aber ihre Langsamkeit: „Wenn wir das in einer technischen Anlage einsetzen wollen, müssten wir sehr lange warten, bis unsere PET-Flasche zersetzt werden würde.“ Hinzu kämen schwerer verdaubare Formen des PET, bei denen der Prozess noch langsamer ablaufen würde. Und schließlich macht PET nur zehn Prozent von allem synthetisierten Plastik aus. „Wir hätten mit den Bakterien nur einen Teil der Lösung“. so Weber.

Verbesserte Enzyme arbeiten schneller und umfassender

Deswegen haben die Forscher im Labor mit Hilfe der DNA von I. sakaiensis die beiden Enzyme in größerer Menge hergestellt und die 3D-Struktur der MHETase ermittelt. Außerdem haben sie die entscheidende Stelle entdeckt, die das PET bindet und an der die Spaltung abläuft. Für diese Entdeckung wurde ein leicht abgewandeltes PET-Fragment eingesetzt, das zwar gebunden, aber wegen einer chemischen Abwandlung  nicht mehr gespalten werden kann. So blieben Enzym und PET in einer aneinander gebundenen Form ‚eingefroren‘ und die Gesamtstruktur konnte analysiert werden. Nachdem auf diese Weise die aktive Stelle bekannt war, konnte die Optimierungsarbeit beginnen. Dazu wurden die Bausteine (Aminosäuren) an der Bindestelle durch verschiedene andere Bausteine ausgetauscht und das Verhalten des abgewandelten Enzyms immer wieder getestet.

Das Ergebnis: „Wir haben eine effizientere MHETase-Variante gefunden, die PET zweimal schneller spalten kann. Was noch interessanter ist: Wir haben die MHETase auch dazu gekriegt, ein Substrat, was sie sonst nicht akzeptiert, zu spalten“, so Weber. MHETase verrichtet die Arbeit also schneller und beschränkt sich nicht nur auf ihr ursprüngliches Substrat. Die Vision wäre natürlich ein Enzym, das möglichst schnell arbeitet und so viele Polyester-Kunststoffe wie möglich abdeckt. Das Team stehe aber noch am Anfang der Arbeit, betont Weber.

Warum nicht einfach die Bakterien verbessern?

Theoretisch könnte die DNA eines verbesserten Enzyms auch in Bakterien eingeschleust werden, die dann das Plastik in freier Wildbahn effektiver angehen. Aber dieser Weg zur Bekämpfung von Mikroplastik kann unerwünschte Nebeneffekte haben und ist gesetzlich verboten: „Wir dürfen keine genetisch veränderten Organismen in die Umwelt entlassen. Das wäre auch fahrlässig, man weiß nicht, was dann passiert“, hebt der Strukturbiologe hervor.

Das Enzym in Flüsse zu schütten sei auch Unsinn, da es neben einer kurzen Lebensdauer viel zu teuer sei. Denkbar sei dagegen ein Einsatz in Kläranlagen: „Das System muss geschlossen sein“, so Weber.

Entscheidend sei aber beim Thema Mikroplastik doch das Verbraucherverhalten und der politische Wille, die Quellen von Mikroplastik einzudämmen. Die bestehenden Verfahren, etwa Plastik durch Schmelzen zu recyceln, kosten viel Energie und sind zudem abhängig von ‚frischen‘ Rohöl-basierten Bausteinen, um die Produktqualität zu erhalten. Die thermo-chemische Spaltung (Pyrolyse) von Plastik verursacht noch höhere Energiekosten und liefert relativ niedrige Ausbeuten an Öl – was dann nur der Ausgangspunt für eine kostenintensive Neusynthese von Plastik ist. Gleichermaßen scheitern Vorhaben, gesammeltes Plastik durch Enzyme nachhaltig wiederzuverwerten, oft an der fehlenden Wirtschaftlichkeit. „Daran wird sich nur etwas ändern, wenn der Rohölpreis vielleicht auf das 50-Fache steigt oder mehr Wert auf nachhaltige Ressourcennutzung als auf Wirtschaftlichkeit gelegt wird“, bemerkt Weber dazu.>

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29.4.2019: Bio-Plastik zerfällt an der Luft und im Wasser - aber nicht in der Erde:

Englische Studie: Auch Bio-Plastik nach drei Jahren nicht verrottet!
https://www.krone.at/1912948

<Auch Sackerln aus biologisch abbaubarem Kunststoff können die Natur viel länger belasten als wohl die meisten annehmen. Eine Studie aus England zeigt, dass sie nach drei Jahren im Boden oder im Meerwasser noch so stabil sein können, dass sie auch mit mehr als zwei Kilogramm Inhalt nicht reißen. Diese Untersuchung wirft eine Reihe von Fragen auf, was die Öffentlichkeit erwarten kann, wenn etwas als biologisch abbaubar bezeichnet wird.

Am stärksten zerfiel biologisch abbaubarer Kunststoff - wie auch gewöhnlicher Kunststoff -, wenn er Luft und Sonne ausgesetzt war, berichteten die Wissenschaftler Imogen Napper und Richard Thompson von der Universität Plymouth in Großbritannien im Fachmagazin „Environmental Science & Technology“.

„Biologisch abbaubare, oxo-abbaubare (das sind Kunststoffe, die Zusätze enthalten, die das Material rascher zerfallen lässt; Anm.) und kompostierbare Kunststoffe werden häufig als mögliche Lösung gegen die Ansammlung von Plastikmüll und Abfällen angesehen“, schreiben die Forscher. Sie wollten herausfinden, was tatsächlich mit den Materialien in verschiedenen Umgebungen geschieht und besorgten sich im lokalen Einzelhandel Sackerln verschiedener Kunststoffsorten, darunter Polyethylen (PE), aus dem die meisten Plastiksackerln bestehen.

Sackerl vergraben und in Meerwasser versenkt
Den Großteil der Sackerln schnitten sie in 15 mal 25 Millimeter große Stücke und legten sie in Netze aus Polyethylen hoher Dichte mit einer Maschengröße von einem Millimeter. Dann hängten die Wissenschaftler die Netze im Freien auf, vergruben sie im Boden oder versenkten sie, mit einem Gewicht beschwert, in Meerwasser. Nach neun, 18 und 27 Monaten nahmen sie jeweils Proben und untersuchten sie. Außerdem wurden ganze Plastiksackerln den entsprechenden Umgebungen ausgesetzt.

Alle Kunststoffstreifen einschließlich des Polyethylens waren nach spätestens 18 Monaten im Freien komplett zerfallen. „Die schnellere Fragmentierungsrate an der Luft dürfte auf höhere Anteile an ultravioletter Strahlung (UV) und Sauerstoff in Kombination mit höheren Temperaturen als in anderen Umgebungen zurückzuführen sein“, schreiben die Forscher.

Nach 18 Monaten hatte sich der kompostierbare Kunststoff zudem im Meer aufgelöst, während er im Boden auch nach 27 Monaten noch vorhanden war. Allerdings war seine Belastbarkeit durch Zugspannung zu mehr als 70 Prozent verringert. Die Sackerl aus kompostierbarem Kunststoff war die einzige, die nach drei Jahren keinen Inhalt mehr tragen konnte. Sackerln aus oxo-abbaubarem, biologisch abbaubarem und gewöhnlichem Plastik, die drei Jahre lang im Meer und in der Erde gewesen waren, hielten hingegen 2,25 Kilogramm Gewicht.

Umweltschützer raten von Bioplastiksackerln ab
„Diese Untersuchung wirft eine Reihe von Fragen auf, was die Öffentlichkeit erwarten kann, wenn etwas als biologisch abbaubar bezeichnet wird“, erklärte Thompson. Er betont die Notwendigkeit von Normen für abbaubare Materialien. Das Fazit der Forscher lautet: „Für viele Anwendungen, bei denen Kunststoff-Tragetaschen verwendet werden, stellt die Haltbarkeit in Form einer Tasche, die oft verwendet werden kann und wird, eine bessere Alternative zur Abbaubarkeit dar.“>

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29.4.2019: In Florida gestrandet: Delfin frisst Plastikmüll und stirbt

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London 6.5.2019: KEIN Plastik mehr: Ooho-Wasserhäppchen aus Meeresalgenextrakt kann man essen oder bauen sich in 1 Woche ab:
Toll! „Essbare“ Wasserflaschen als Alternative zu Plastikflaschen beim Marathon! London Marathon offers edible seaweed drinks capsules as alternative to plastic bottles
https://netzfrauen.org/2019/05/06/plastic-15/

<[...] Beim London-Marathon wurden anstelle von Kunststoffflaschen sogenannte essbare Wasserflaschen verwendet. Während des Marathons wurden die Kapseln mit dem Energy-Drink Lucozade Sport Orange gefüllt und an Läufer verteilt.

Bereits im September 2018 hatte man beim Marathon in London versucht, durch kompostierbare Becher das Volumen der Plastikflaschen zu reduzieren, die entlang der Strecke verwendet und weggeworfen werden. 90.000 der recycelbaren Becher wurden an drei Getränkestationen entlang der 42,1 km langen Route verteilt.

Um auch in London den Gebrauch von Plastikflaschen zu reduzieren, hatte der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan 2018 20 neue Wasserbrunnen  aufstellen lassen. London hat dem Plastikmüll den Kampf angesagt.

Auch bei dem diesjährigen Marathon sollte der Gebrauch von Plastikflaschen vermieden werden.

Etwa 30.000 essbare “Wasserflaschen” wurden beim London-Marathon an die teilnehmenden Läufer ausgehändigt. Die Ooho!-Kapseln bestehen aus einer Membran aus Meeresalgenextrakt und können einfach heruntergeschluckt werden. Auch wenn die „essbaren“ Hüllen weggeworfen werden, kein Problem, denn innerhalb nur weniger Wochen bauen sie sich selbst ab.

Ooho-Pods werden von Skipping Rocks Lab hergestellt, einem in London ansässigen Startup hergestellt, das von den Absolventen des Royal College of Art Rodrigo Garcia Gonzalez und Pierre Paslier geleitet wird.

Letztes Jahr wurden schätzungsweise 760.000 Plastikflaschen von Läufern und Zuschauern weggeworfen, das Ziel für 2019 war es, diese Zahl um 215.000 zu senken, was auch gelungen ist.

Der Marathon war der bisher größte Versuch von Ooho-Kapseln – biologisch abbaubaren Hülsen, die mit Wasser oder anderen Getränken gefüllt werden können

Die Hülsen sind essbar, sodass Sie sie als Ganzes konsumieren können

Leider wurden immer noch Plastikflaschen verwendet, aber um den CO2-Fußabdruck des Marathons weiter zu reduzieren, werden in den Londoner Stadtbezirken Tower Hamlets, Greenwich und Southwark benutzte Plastikflaschen in eine Recyclinganlage gebracht, wo sie als Teil eines Closed-Loop-Systems in neue Flaschen umgewandelt werden.

Ooho-Kapseln werden aus Meeresalgen hergestellt und sind auf natürliche Weise biologisch abbaubar>
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Genf 11.5.2019: Abkommen zum Export von Plastikmüll: Schluss mit Müllexporten in "Entwicklungsländer":
Rund 180 Staaten beschließen globalen Pakt gegen Plastikmüll
https://www.epochtimes.de/umwelt/rund-180-staaten-beschliessen-globalen-pakt-gegen-plastikmuell-a2882544.html

<Bei einem UN-Treffen in Genf unterzeichneten Regierungsvertreter am Freitag ein Abkommen zur Regulierung des Exports von Plastikmüll. Das Abkommen ist rechtlich bindend und ergänzt das Umweltabkommen von Basel.


Rund 180 Länder haben einen globalen Pakt im Kampf gegen den Plastikmüll geschlossen. Bei einem UN-Treffen in Genf unterzeichneten Regierungsvertreter am Freitag ein Abkommen zur Regulierung des Exports von Plastikmüll.

Jährlich landeten etwa acht Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren, hieß es auf der Konferenz. Die Einigung kam am Ende zwölftägiger Beratungen von 1400 Delegierten zu den Themen Plastikmüll und giftige Chemikalien zustande.

Nach Angaben von Rolph Payet vom UN-Umweltprogramm (UNEP) ist das Rahmenabkommen rechtlich bindend und ergänzt das internationale Umweltabkommen von Basel über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung von 1989.

Entwicklungsländer können Plastikmüll-Importe ablehnen

Wie das Umweltschutznetzwerk IPEN (International POPs Elimination Network) mitteilte, ermöglicht der Pakt Entwicklungsländern, die Annahme von Importabfall künftig abzulehnen.

Staaten wie die USA und Kanada exportieren laut IPEN schon seit viel zu langer Zeit ihren giftigen Plastikmüll in asiatische Länder; dabei behaupteten sie, dieser würde dort sachgemäß recycelt.

„Der Großteil des verunreinigten Mischabfalls kann aber nicht recycelt werden und wird daher auf Müllkippen gebracht, verbrannt oder findet seinen Weg in die Ozeane“, sagte die IPEN-Expertin Sara Brosche.

Laut UNO hat die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll inzwischen „epidemische Ausmaße“ erreicht. Bis zu 100 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmen derzeit in den Weltmeeren. (afp)>

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Isle of Arran (Schottland) 13.5.2019: Plastikfreies Leben ist die neue Mode - Plastikfrei-Label "Surfers Against Sewage Plastic Free Communities":
Isle of Arran ist Schottlands erste Gemeinde ohne Plastik – Isle Of Arran Becomes First ‚Plastic-Free Community‘ In Scotland
https://netzfrauen.org/2019/05/13/plasticfree-3/

<Isle of Arran darf sich die erste ‚Kunststoff-freie Gemeinschaft‘ in Schottland nennen. Die Bemühungen der Insel, den Plastikverbrauch zu senken, wurden offiziell anerkannt. Schottland hat schon lange dem Plastikmüll den Kampf angesagt und war das erste Land in Europa, welches u. a. die Plastikstrohhalme verbot. Doch Isle of Arran ging noch weiter, mit Erfolg. Arrans Einwohner sind stolz auf ihre Umwelt und möchten, dass alle wissen, dass die Inselbewohner alles tun werden, um sie zu erhalten. Schottland hat ein ehrgeiziges Ziel, ein plastikfreies Land. Unter dem Motto „Müll ist nicht nur teuer, sondern auch aus gutem Grund sehr unbeliebt“ wurde ein neues Pfandsystem für Plastikflaschen, Glasbehälter und Dosen eingeführt. Discounter und Supermärkte bieten unverpacktes Obst und Gemüse an, darunter auch Aldi. Jetzt gibt es in Schottland sogar eine plastikfreie Insel und vielleicht ist auch bald ganz Schottland plastikfrei. 

Isle of Arran ist Schottlands erste Gemeinde ohne Plastik

Es gibt viel Plastikmüll auf der ganzen Welt. So viel davon, dass es kaum begreiflich ist und dass man sich kaum vorstellen kann, was mit diesen Milliarden Tonnen geschehen kann, die jedes Jahr produziert werden. Allerdings kommen täglich innovative Lösungen zum Vorschein. Ein britischer Supermarkt hat gezeigt, dass man in nur 10 Wochen „plastikfrei“ werden kann, und in Schottland gibt es die erste plastikfreie Insel.

Die Isle of Arran ist die erste Gemeinde in Schottland, die den Status „Surfers Against Sewage Plastic Free Communities“ erhalten hat.

Die Auszeichnung wurde als Anerkennung der Bemühungen der Insel vergeben, die Auswirkungen von Einwegkunststoffen auf die Umwelt zu verringern. Das Community-Netzwerk Surfers Against Sewage Plastic Free hat bereits über 400 Communities akkreditiert, Arran ist die erste in Schottland.

Die Bewohner der Isle of Arran gründeten im Februar 2018 die Gruppe „Think About Plastic – Arran“ (TAP-Arran) und sie konzentrierten sich darauf, wie Organisationen und Unternehmen ihren Kunststoffverbrauch senken können.

Helen How, Vorsitzende von TAP-Arran, sagte in einem Interview mit dem heraldscotland.com „Wir freuen uns über die Unterstützung, die wir von Anwohnern und Unternehmen erfahren haben.“

Auch die Touristen, die die Insel besuchen, erleben jetzt eine plastikfreie Region, denn statt Seife in Plastikbehältern gibt es jetzt Seifenstücke und auch Mineralwasser gibt es nur noch in wiederverwendbaren Wasserflaschen. Auch die Milch in abgepackten Portionen wurden durch frische Milch in Kännchen ersetzt. Plastikbehälter gibt es nicht mehr in den Unterkünften.

Die Bewohner der Insel nehmen an organisierten Strandreinigungen teil und Einzelhändler verwenden plastikfreie Produkte.

„Nachdem wir diese Akkreditierung von SAS erhalten haben, werden wir die Kampagnen weiter ausbauen, um mehr Unternehmen einzubeziehen und die Botschaft an die vielen Besucher zu richten, die Arran anzieht, “ verkündete die Vorsitzende von Surfers Against Sewage Plastic Free Communities stolz.

Die Isle of Arran zieht jährlich über 400.000 Besucher an und wird oft als „Schottland im Kleinformat“ bezeichnet.

Mehr Informationen:

Plastikfreie Gemeinschaften: www.plasticfree.org

Surfer gegen Abwasser: www.sas.org.uk>

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15.5.2019: San Francisco bald ohne Plastikflaschen - dafür mit mehr Trinkwasserbrunnen - ab 2020 KEINE Plastikabfälle mehr in San Francisco:
San Francisco ist die erste Stadt, die Plastikflaschen verbietet – San Francisco Becomes First City To Ban The Sale Of Plastic Bottles
https://netzfrauen.org/2019/05/15/san-francisco-2/

Der europäische Flaschenwassermarkt wird auf rund 45 Milliarden Liter geschätzt, obwohl Leitungswasser häufig besser als Mineralwasser ist. In Deutschland sind es 13,8 Milliarden Liter Mineralwasser, die abgefüllt werden. Tendenz steigend. In Deutschland wird zu einem erheblichen Teil aus so genannten Einweg-Plastikflaschen Mineralwasser getrunken und zwar rund vier Milliarden Plastikflaschen mit einem Gesamtgewicht von rund 92.000 Tonnen jährlich.  Mit einer Abnahme von beeindruckenden 29 Milliarden Flaschen in jedem Jahr verbrauchen die USA mehr Wasser in Flaschen als jede andere Nation. Um all diese Flaschen herzustellen, werden 17 Mio. Barrel Rohöl benötigt. Das entspricht dem Kraftstoff, den 1 Million Fahrzeuge benötigen, um sie für 12 Monate auf den Straßen zu halten! Allein die Herstellung einer Kunststoffflasche erfordert mehr Wasser als die darin verpackte Menge. Weltweit werden 500 Milliarden PET-Flaschen pro Jahr hergestellt.  Coca-Cola produziert nach eigenen Angaben drei Millionen Tonnen Plastikverpackungen pro Jahr und Nestlè 1,7 Millionen Tonnen jährlich. San Francisco macht da nicht mehr mit und verbietet Plastikflaschen. Ist es nicht an der Zeit, überall Plastikflaschen zu boykottieren?

San Francisco verbietet den Verkauf von Plastikflaschen

Die Verschmutzung durch Plastik ist eine der größten Belastungen für die Umwelt . Ob Sie es glauben oder nicht, Plastik, welches jedes Jahr entsorgt wird, reicht, um den Globus vier Mal zu umrunden. Eine Plastikflasche benötigt 450 Jahre im Meer, um sich zu zersetzen.

Da jedes Jahr 8 Millionen Tonnen Kunststoff in den Ozean gelangen, müssen wir dringend die Art und Weise überdenken, in der wir Kunststoffe herstellen, verwenden und wiederverwenden.

Coca-Cola, Pepsi und Nestle sind die weltweit größten Produzenten von Kunststoffabfällen. Und genau diese Konzerne beherrschen den Weltmarkt für Mineralwasser.

Rund 1.000.000 Plastikflaschen pro Minute werden gekauft

  • Eine Kleinstadt mit tausend Familien, die jeweils nur vier Liter Getränke aus Plastikflaschen täglich trinken (und kaufen), bewegt dann bereits 2000 Tonnen Nutzlast jährlich. Das sind 100 vollbeladene LKWs…

Weltweit kommen „gigantische“ Mengen an Plastikflaschen zusammen. Denn auch Mineralwasser wird in der Regel seit vielen Jahren nicht mehr in Glas(pfand)flaschen angeboten, sondern vor allem in PET-Kunststoffflaschen abgefüllt, PET steht für PolyEthylen-Therephthalat, das aus Erdöl hergestellt wird. Aus einem Liter Erdöl entstehen ca. 12 PET-Getränkeflaschen.

Vielleicht ist es Zeit, unsere Abhängigkeit von Wasserflaschen aus Plastik zu überdenken und ehrgeizig eine Rückkehr zu der Zeit anzustreben, „in welcher Plastik (nur) 1% am Gesamtvolumen des kommunalen Abfallberges ausmachte“. Haben wir uns zu sehr der Bequemlichkeit eines Lebens mit Plastik und anderen komfortablen Annehmlichkeiten hingegeben, ohne darüber nachzudenken, mit welchen Folgen? Die Frage lässt sich schnell mit JA beantworten und unsere Bequemlichkeit wird von den großen Konzernen wie Nestlé und Coca Cola ausgenutzt und zu Geld gemacht. San Francisco zeigt, dass es auch anders geht.

San Francisco verbietet Plastikflaschen

Wir hatten bereits darüber berichtet, dass San Francisco ein Verbot für den Verkauf von Einweg-Wasserflaschen auf öffentlichen Grundstücken und bei städtischen Veranstaltungen ausgesprochen,hatte. Es waren die ersten Schritte, die die US-Stadt  unternimmt, um vollständig „grün“ zu werden. SF nimmt schon lange in den USA eine Vorreiterstellung ein. Das Verbot lautete, schrittweise alle Flaschen, die 21 Unzen (595,34 g) oder weniger wiegen, innerhalb der nächsten vier Jahre aus der Stadt zu verbannen, so unser Bericht aus 2016. 

Nun geht SF noch weiter. Im Rahmen des neuen Gesetzes haben die Beamten der Stadt dafür gestimmt, den Verkauf und den Vertrieb von Plastikflaschen auf allen öffentlichen Grundstücke zu verbieten. Vorher galt es nur für Plastikflaschen einer bestimmten Größe.

Im Jahr 2014 hat die Stadt San Francisco das erste Plastikflaschenverbot eingeführt und dem Plastikmüll den Kampf angesagt und sie  galt schon da in den USA als Vorreiter. Doch bei diesen damaligen Verboten blieb es nicht und weitere folgten. Die neuen Bestimmungen, die jetzt gelten, verbieten den Verkauf von Kunststoffflaschen bei Veranstaltungen auf stadteigenen Grundstücken. Darüber hinaus dürfen Regierungsbehörden kein Mineralwasser kaufen.

San Francisco hat bereits Plastiktüten und Schaumstoffbehälter verboten, sodass das Verbot von Plastikwasserflaschen für seine Bewohner keine Überraschung war. Trotz der Schädigung der Umwelt kann Kunststoff auf Grund der verschiedenen Chemikalien , die in Wasser sickern und in den menschlichen Körper gelangen, wie Bisphenol A oder BPA, gesundheitsschädlich sein .

„Wir müssen aufhören, unsere Ozeane und unseren Planeten wie einen Müllcontainer zu behandeln. Jeder Fünftklässler kann Ihnen sagen, dass unsere Abhängigkeit von Einwegkunststoffen unsere Ökosysteme zerstört, “ so die Stadt SF.

Die Stadt hofft, dass mehr Verbraucher den Wechsel zu normalem Leitungswasser anstelle teurer Flaschenware vollziehen. Die Stadt hat den Vorteil, qualitativ hochwertiges Leitungswasser zu besitzen, was dieses Ziel zumutbar macht.

Wer erwischt wird, muss zahlen, und zwar Geldstrafen von bis zu $ 1000. Das ist sicherlich ein Anreiz, in eine Glasflasche zu investieren. Und das, was in San Francisco begann, setzt sich in den übrigen USA fort

Alternativen wurden bereits geschaffen, damit der Verbraucher nicht zu einer Plastikflasche greifen muss. Vielen dürften diese Trinkbrunnen noch aus der Schulzeit bekannt sein.

Ab dem 1. Juli 2019 dürfen alle Einzelhändler und Lebensmittel- und Getränkehändler in San Francisco keine Einwegkunststoffe vertreiben.

Webseite für recyclebare Objekte: https://sfenvironment.org/reduceplastic

Am 1. Januar 2020 müssen alle kompostierbaren Lebensmittel, einschließlich hochbeständigem Papier, Papptellern und Transportbehältern, als biologisch abbaubar zertifiziert sein. Siehe https://sfenvironment.org/reduceplastic

Im Jahr 2007 war San Francisco die erste Stadt in den USA, die die Verwendung von Plastiktüten verbot oder regulierte, weitere Maßnahmen folgten, denn die Stadt will bis 2020 keine Abfälle mehr produzieren.

Bis 2020 will San Francisco keine Kunststoffabfälle mehr haben. Auf die Deponie darf nur noch Müll, welcher recycelbar ist.

Auch Konzerne wie Nestlé, Coca-Cola Co.und PepsiCo müssen sich dem Plastikflaschen-Verbot stellen, denn dieses Verbot dient dazu, den Abfall zu verringern. San Francisco ist der Anfang, andere werden folgen.

INFOBOX

San Francisco im Bundesstaat Kalifornien ist der U.S.-Spitzenreiter im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Die herausragenden Leistungen der Stadt gehen unter anderem auf die grünen Initiativen zurück wie beispielsweise bei der Förderung umweltfreundlicher Transportmittel.

Nachhaltige Wirtschaft, Recycling von Abfällen, Bio-Produkte – San Francisco hat sich an die Spitze der neuen Öko-Welle in den USA gesetzt. San Francisco schaffte bereits 2007 als erste Stadt die umweltschädlichen Beutel in den großen Lebensmittelläden ab.

Die Berufspendler nutzen öffentliche Verkehrsmittel und bereits die Hotels sind ökologisch, nehmen kein Chlor, aber dafür Bio-Produkte und entwickelt Programme, um Energie einzusparen.

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Kokosinseln 19.5.2019: Millionen Plastikteile an den Stränden:
373.000 Zahnbürsten: 414 Mio. Plastikteile auf Kokosinseln angeschwemmt

Vor zwei Jahren hat Jennifer Lavers von der University of Tasmania mit einem Bericht über eine entlegene unbewohnte Südseeinsel, auf der ...

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RT
                          deutsch online, Logo

Nach vielen anderen Ländern führt nun auch Tansania ein Verbot von Plastiktüten ein. Seit diesem Samstag dürfen in dem ostafrikanischen Land keine Tüten mehr importiert, exportiert, hergestellt, verkauft und genutzt werden. Bei Verstößen drohen Geldbußen und Haftstrafen.

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7.6.2019: Mikroplastik soll überall enthalten sein, auch im Leitungswasser und in der Luft:
Selbst über Luft: So gelangt Mikroplastik in Menschenkörper – Studie
https://de.sputniknews.com/wissen/20190607325176302-mikroplastik-menschenkoerper-studie/

<Forscher von der kanadischen University of Victoria (Provinz British Columbia) haben untersucht, wie viel Mikroplastik Menschen aufnehmen und auf welchen Wegen das vor sich geht. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden in der US-Fachzeitschrift „Environmental Science & Technology“ veröffentlicht.

Das Wissenschaftler-Team um Kieran Cox konzentrierte sich auf den Lebensstil eines Durchschnittsamerikaners und wertete 26 Studien zur Mikroplastikbelastung der Luft und von Nahrungsmitteln aus.

Diese Daten kombinierten die Forscher dann mit offiziellen Ernährungsempfehlungen und – falls verfügbar – Informationen zu den tatsächlich konsumierten Mengen der jeweiligen Lebensmittel. Die Aufnahme von Kunststoffteilchen aus der Luft schätzten sie anhand der durchschnittlichen Atmungsrate ab.

Jeder Erwachsene nimmt der Studie zufolge im Jahr im Schnitt 74.000 bis 120.000 Plastikteilchen zu sich. Ein Großteil dieser Belastung geht dabei auf die Luftverschmutzung sowie den Konsum von Fisch und Meeresfrüchten zurück. Darüber hinaus nehmen Menschen Plastikpartikel mit Honig, Zucker und Salz sowie Alkohol, Mineral- und Leitungswasser auf.

Menschen, die ihren kompletten Trinkwasserbedarf mit Wasser aus Flaschen decken, sind zudem besonders stark kontaminiert. Sie könnten zusätzlich noch einmal rund 90.000 Plastikteilchen mehr zu sich nehmen, im Vergleich zu 4000 Mikroplastikpartikeln, die in den Körper der Menschen gelangen, die nur Leitungswasser trinken.

Die Vorstellung von so viel Kunststoff in unserem Körper mag erschreckend sein. Ob die Plastikteilchen Folgen für unsere Gesundheit haben, wissen Cox und seine Kollegen allerdings nicht.

Vermutlich gelangen in der Realität noch weitaus mehr Partikel in unseren Organismus als die Studie bezifferte. Wichtige Gruppen von Lebensmitteln wie Fleisch, Getreide und Gemüse sind in die aktuellen Berechnungen gar nicht mit eingeflossen, weil es noch keine Daten zu ihrem Mikroplastikgehalt gibt.

mo>

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