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Der kriminelle CIA: Manipulanten, Lügner, Rufmörder, Mörder - das ist ganz "normale" "US"-Kultur

Meldungen Teil 1

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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aus: COLBY CUTS HIS LOSSES (COLBY REDUZIERT SEINE VERLUSTE)
Journalisten-Spitzel für den kriminellen CIA:
-- Führungskräfte,
-- Reporter,
-- freie Mitarbeiter,
-- Fotografen,
-- Kolumnisten,
-- Büroangestellte und
-- Mitglieder des technischen Personals der Sendeanstalten.

Das Prinzip
Ein Journalist ist 20 Agenten Wert (One journalist is worth twenty agents). Er hat Zugang, er hat die Fähigkeit, Fragen zu stellen, ohne dabei Aufsehen zu erregen (He has access, the ability to ask questions without arousing suspicion).

aus: Colby cuts his losses; In: Carl Bernstein: The CiA and The Media; 1977
http://cryptocomb.org/?p=279#more-279

aus: DIE ROLLE DES CHURCH-KOMITEES (THE ROLE OF THE CHURCH COMMITTEE)

[Journalisten sind für den Geheimdienst Datenbeschaffer "erster Güte"]

Der Gebrauch [Missbrauch] von Reportern und der Leiter der Nachrichtendienste durch den Geheimdienst war ein Geheimposten erster Güte. Die Reporter wurden in fast jede denkbare Art Operation miteinbezogen. Es geht um:
-- Reporter,
-- Herausgeber,
-- Korrespondenten,
-- Fotografen, der Rest waren zumindest
-- nominelle Herausgeber von Büchern,
-- Herausgeber von Handelspublikationen und
-- Herausgeber von Newsletters.

Bader and others to whom he described the contents of the summaries immediately reached some general conclusions: the sheer number of covert relationships with journalists was far greater than the CIA had ever hinted; and the Agency’s use of reporters and news executives was an intelligence asset of the first magnitude. Reporters had been involved in almost every conceivable kind of operation. Of the 400‑plus individuals whose activities were summarized, between 200 and 250 were “working journalists” in the usual sense of the term—reporters, editors, correspondents, photographers; the rest were employed at least nominally) by book publishers, trade publications and newsletters.

Journalisten vertraglich beim CIA
Viele der Journalisten waren vertraglich angestellte Leute des Geheimdiensts, sagte Bush einmal, und der CIA war ihnen nicht weniger verpflichtet als jedem anderen Agenten.

 The CIA maintained it could not protect its legitimate intelligence operations or its employees if further disclosures were made to the committee. Many of the journalists were contract employees of the Agency, Bush said at one point, and the CIA was no less obligated to them than to any other agents.

TIME-Magazin ist ein CIA-Magazin

"Da ist schon eine unglaubliche Streuung von Kontakten", berichtete Bader den Senatoren. "Man muss das Time-Magazin zum Beispiel nicht manipulieren, weil da die CIA-Leute im Management sind."

“There is quite an incredible spread of relationships,” Bader reported to the senators. “You don’t need to manipulate Time magazine, for example, because there are Agency people at the management level.”

Nachrichtenagenturen als CIA-Agenturen: U.S. News und World Report
Ironischerweise war eine der Nachrichtendienste, die sich gemäss CIA-Leiteern selbst Schranken bei der Zusammenarbeit mit dem CIA auferlegte, eine von denen, deren Publikation die grösste Ählichkeit it den langfristischen Zielen und Politik des Geheimdienstes aufwies: "U.S. News" und "World Report".

Ironically, one major news organization that set limits on its dealings with the CIA, according to Agency officials, was the one with perhaps the greatest editorial affinity for the Agency’s long‑range goals and policies: U.S. News and World Report.

aus: The role of the Church Committee; In: Carl Bernstein: The CiA and The Media; 1977
http://cryptocomb.org/?p=279#more-279


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Oktober 1977: "Der CIA und die Medien" - krimineller CIA besticht den "amerikanischen" Journalismus - direkter Vertrag mit der Washington Post

Der Artikel von Carl Bernstein vom Oktober 1977 wird im Buch "Gekaufte Journalisten" von Udo Ulfkotte erwähnt. Er wurde 1977 im Magazin Rolling Stone produziert.

aus: Carl Bernstein: Der CIA und die Medien (original Englisch: The CIA and The Media); 1977
http://cryptocomb.org/?p=279#more-279

Übersetzung von Michael Palomino

<Der CIA und die Medien

Wie die mächtigsten "amerikanischen" Medien mit dem CIA Hand in Hand arbeiteten, und wieso das Church-Komitee (Church Committee) das gedeckt hat.

Von CARL BERNSTEIN
Dieser Artikel erschien zuerst in der Oktoberausgabe von Rolling Stones 1977.

Im Jahr 1953 war Joseph Alsop einer der führenden "amerikanischen" Verbands-Journalisten, der in einer Gewerkschaft war. Er ging in diesem Jahr auf die Philippinen, um eine Wahl zu beobachten. Aber ging nicht dorthin, weil der Verband ihn dies angewiesen hatte, oder weil die Zeitungen, die seine Spalte abdruckten, ihm dies so befohlen haben. Nein, er ging dorthin, weil der CIA das so wollte.

[Journalist] Alsop ist einer von über 400 "amerikanischen" Journalisten, die in den letzten 25 Jahren im Geheimen Aufgaben für den Geheimdienst CIA erledigt haben. Die bestätigen Dokumente aus dem CIA-Hauptquartier. Einige dieser Verbindungen zwischen den Journalisten und dem CIA - auch einfach "Agency" genannt - fanden heimlich statt. Es kam zur Kooperation, zur Unterbringung, und zu gemeinsamen Aktionen. Journalisten vollbrachten viele heimliche Dienstleistungen - vom einfachen Datensammeln bis hin zu Aktionen als Spion in kommunistischen Ländern. Reporter führten ihre Agenda in Abstimmung mit dem CIA. Zeitungsherausgeber teilten mit dem CIA ihr Personal. Einige der Journalisten waren sogar Träger des Pulitzer-Preises, spezialisierte Reporter, die sich selbst als Botschafter ohne Ministerium für ihre Land verstanden. Die meisten waren weniger begeistert: Sie waren Auslandskorrespondenten, die meinten, dass ihnen die Verbindung zum CIA ("Agency" genannt) für ihre Arbeit behilflich sein würde; da waren die freien Mitarbeiter der Zeitungen und die Freischaffenden, die ebenso auf Heldentaten beim Spionagedienst erpicht waren, so wie sie ihre Artikel produzierten; und die kleinste Kategorie waren die Vollzeit-CIA-Angestellten, die sich im Ausland als Journalisten verkleideten. In vielen Fällen beweisen CIA-Dokumente, dass Journalisten dafür angestellt wurden, Aufgaben des CIA auszuführen, und die Führungsetagen der führenden, "amerikanischen" Nachrichtenmedien waren damit einverstanden.

Die Geschichte der Einmischung des [hochkriminellen] CIA in die "amerikanische" Presse wurde dann weiterhin mit einer offiziellen Verdunkelungstaktik und Täuschungstaktik verschleiert, und zwar aus den folgenden Gründen:

■ Der Gebrauch [Missbrauch] von Journalisten erwies sich für die Datenspionage als das produktivste Manöver des CIA. Obwohl die "Agency" seit 1973 den Gebrauch von Journalisten drastisch zurückgefahren hat (vor allem wegen Druck aus den Medien), so werden aber immer noch einige Journalisten-Agenten im Ausland unterhalten.

■ Weitere Untersuchungen in dieser Angelegenheit würden - so CIA-Angestellte - unausweichlich eine Serie beschämender Beziehungen ans Licht bringen, die in den 1950er und 1960er Jahren stattgefunden haben, und zwar mit den mächtigsten Organisationen und Individualpersonen im "amerikanischen" Journalismus.

[CIA-Puppen in den "amerikanischen" Medien - eine Liste]

Unter den hohen Medienbossen, die in die Kooperation mit dem CIA (Agency) einwilligten, waren
-- William Paley von den Columbia-Medienwerken (Columbia Broadcasting System, [CBS]),
-- Henry Luce von "Time"
-- Arthur Hays Sulzberger von der New York Times
-- Barry Bingham Senior vom Louisville Courier-Journal, und
-- James Copley von der Copley News Service.

Unter den weiteren Firmen, die mit dem CIA kooperierten, sind
-- die American Broadcasting Company,
-- die National Broadcasting Company,
-- die Associated Press,
-- United Press International,
-- Reuters,
-- Hearst Newspapers,
-- Scripps‑Howard,
-- Newsweek
magazine,
-- das Mutual Broadcasting System,
-- der Miami Herald und die alten
-- Saturday Evening Post
sowie
-- New York Herald‑Tribune.


Unter den wertvollsten dieser Gesellschaften, so die Bewertung der CIA-Vertreter, war die New York Times, CBS und Time.

[CIA-Operationen mit Journalisten: Durch das komplette, kommunistische Osteuropa schleusen]

Der CIA brauchte [missbrauchte] die "amerikanischen" Nachrichtenmedien in weit grösserem Ausmass, als es die Vertreter des CIA ("Agency") öffentlich oder im privaten Gespräch mit Kongressabgeordneten zugegeben haben. Dabei sind die Dimensionen der Geschehnisse unbestreitbar; die Details werden dabei immer schlimmer. CIA-Quellen deuten an, dass ein einzelner Journalist vom CIA (Agency) durch ganz Osteuropa geschleust werden konnte; der Journalist sagt Nein, er habe doch nur mti dem Stationschef einen Lunch gegessen. CIA-Quellen besagen rundheraus, dass während des gesamten Jahres 1973 ein bekannter ABC-Korresopndent für die CIA (Agency) arbeitete; sie wollen aber seinen Namen nicht nennen. Ein hochrangiger CIA-Vertreter mit einem erstaunlichen Gehirn meint, dass die new York Times zwischen 1950 und 1966 ungefähr für zehn CIA-Geheimagenten den Schutz geleistet habe; er weiss aber nicht, wer die Leute waren, oder wer in der Konzernleitung der Zeitung die Angelegenheiten geregelt hat.

[Der CIA-Direktor oder der Vizedirektor arrangiert Verträge mit hohen Medienbossen]

Die spezielle Verbindung des CIA (Agency) mit den sogenannten "höheren Leuten" im Zeitungs- und Senderbereich gab dem CIA die Möglichkeit, im Ausland während über 20 Jahren gefahrenfrei einige der gefährlichsten Manöver durchzuführen. In den meisten Fällen zeigen die Dokumente des CIA (Agency) klar, dass höchste Angestellte des CIA (normalerweise der Direktor oder der Vizedirektor) persönliche  Abmachungen mit einer ausgewählten Einzelperson des Top-Managements der Medien trafen. Die Hilfe kam dabei oft auf die folgenden zwei Arten zustande:

-- es wurden neue Arbeitsstellen und Ausweise geschaffen ("Journalistische Deckung" in der CIA-Sprache) für CIA-Geheimagenten, die dann in ausländischen Hauptstädten platziert wurden; und

-- es wurden dem CIA (Agency) auch Reporter zur Verfügung gestellt, um Wühlarbeit und Spionagearbeiten auszuführen, darunter einiger der bekanntesten Korrespondenten des Mediengeschäfts.

[CIA-Journalisten rekrutieren neue Spione im Ausland]

Vor Ort wurden Journalisten dann gebraucht [missbraucht], um Ausländer als Spione zu rekrutieren und anzuleiten; um an Informationen zu gelangen und um Informationen zu erforschen, und um Desinformationen und Falschinformation bei den Vertretern der ausländischen Regierungen zu streuen. Viele haben Geheimabkommen unterschrieben, mit dem Schwur, niemals niemandem was über ihre Abkommen mit dem CIA (Agency) zu sagen; einige unterschrieben einen Angestelltenvertrag, einige leiteten nur spezielle Projekte (assigned case officers) und wurden mit aussergewöhnlicher Hochachtung behandelt. Andere hatten weniger strukturierte Beziehungen zum CIA (Agency), obwohl sie ähnliche Aufgaben hatten: Sie wurden vom CIA-Personal vor ihren Auslandsreisen instruiert, und danach wurden deren Berichte entgegengenommen. Sie wurden zusammen mit Auslandsagenten als Vermittler benutzt [missbraucht].

[Beispiel von Spionagefragen gegen Jugoslawien - Arbeit ohne Lohn im Namen der Heimat (!!!)]

Angemessenerweise benutzt der CIA den Begriff "Berichterstattung" ("reporting") als Umschreibung für vieles, was die kooperierenden Journalisten für die CIA (Agency) getan haben. "Wir fragten sie einfach: 'Würden Sie uns einen Gefallen tun?' " erzählte ein pensionierter CIA-Vertreter. " 'Wir wissen, dass Sie bald in Jugoslawien leben werden. Sind dort alle Strassen gepflastert? Wo haben Sie Flugzeuge gesehen? Gab es irgendwleche Anzeichen von Militärpräsenz? Wie viele Sowjets haben Sie gesehen? Wenn Sie einen Sowejt treffen, versuchen Sie, seinen Namen herauszufinden und wie man ihn richtig ausspricht ... Können Sie für uns ein Treffen arrangieren? Oder eine Meldung rüberschicken?' "

Viele der CIA-Angestellten betrachteten die hilfreichen Journalisten als Geheimagenten; die Journalisten tendierten dazu, sich selbst als Vertrauensfreunde des CIA (Agency) zu betrachten, die von Zeit zu Zeit einige Gefälligkeiten für sie erledigten - normalerweise ohne Bezahlung - einfach im nationalen Interesse.

"Ich bin stolz darauf, dass sie mich gefragt haben, und ich bin stolz darauf, dies getan zu haben", sagte Joseph Alsop, der - wie sein jüngerer Bruder, Kolumnist Stewart Alsop - Geheimaktionen für den CIA (Agency) durchgeführt hat. "Der Gedanke, dass ein Journalist eine Verpflichtung seinem Land gegenüber hat, ist die perfekte Anregung."

[Geheimdienst CIA kennt keine Moral]

Aus Sicht der CIA (Agency) ist bei solchen Beziehungen nichts unerwünschtes dabei, und ethische Fragen sollen nur eine Frage der Journalisten sein. Der Geheimdienst schert sich einen Dreck um die Moral. So hat es der einstige Korrespondent der Los Angeles Times - Stuart Loory - auch in der Columbia Journalism Review geschrieben: "Wenn sogar nur ein "amerikanischer" Überseekorrespondent mit einem Presseausweis ein bezahlter Informant des CIA ist, dann werden alle "Amerikaner" mit solchen Ausweisen verdächtig ... Wenn die Vertrauenskrise gegenüber den Nachrichtenagenturen - zusammen mit der Regierung - vorbei sein wird, müssen die Journalisten sich mit demselben Hingabe auf sich selbst konzentrieren, wie sie schonungslos andere zu ihrem Opfer machen!" Aber Loory sage auch: "Wenn da was berichtet wurde... dass Journalisten selbst beim CIA unter bezahltem Vertrag standen, verursachte die Story einen kurzen Aufschrei, und dann wurde die Sache fallengelassen."

[wohl auf Befehl des kriminell-faschistischen CIA selbst].

[Manipulationen von William Colby und George Bush für den Untersuchungsbericht von 1976: Verniedlichung des Missbrauchs von Journalisten - Verschweigen der Direktoren von Zeitungen und Sendeanstalten]

Während der Untersuchung des CIA im Jahre 1976 durch das CIA-Senatskomitee (Senate Intelligence Committee) unter Vorsitz von Senator Frank Church wurden die Dimensionen der CIA-Einmischung in die Presse auch bei einigen leitenden Köpfen offensichtlich, und sogar zwei oder drei Ermittler der Gruppe waren betroffen. Aber Top-Vertreter des CIA, darunter die ehemaligen Direktoren WIlliam Colby und George Bush, überzeugten das Komitee, ihre Untersuchungen auf die Angelegenheit zu beschränken und den tatsächlichen Spielraum der Aktivitäten im Abschlussbericht falsch auszulegen. Der gigantische Bericht enthält neun Seiten, wo der Gebrauch [Missbrauch] von Journalisten erörtert wird, und das auch nur in absichtlich wagen Formulierungen, und manchmal sogar mit Ausdrücken, die zu Fehlschlüssen führen. Es wird nicht einmal die Anzahl der Journalisten angegeben, die aktuell Geheimaktionen beim CIA ausführen. Noch beschreibt der Bericht die Rolle der Direktoren der Zeitungen und die Sendeanstalten, wie da genau mit dem CIA (Agency) kooperiert wird.

[Kooperation des kriminellen CIA mit den Journalisten ab 1950, um das Ausland auszuspionieren]

Die Zusammenarbeit mit den Agenturen begann während der ersten Zeit des Kalten Krieges. Allen Dulles, der 1953 der Direktor des CIA wurde, strebte danach, innerhalb der renommiertesten Journalisteninstitutionen eine Einheit mit Rekrutierungs- und Deckungsmöglichkeiten aufzustellen. Systematisch sollte der Titel eines akkreditierten Nachrichtenkorrespondenten missbraucht werden. So glaubte Dulles, dass CIA-Geheimagenten im Ausland viele Zugangsmöglichkeiten und Bewegungsfreiheit haben könnten, ohne dass man sie daran hintern könnte, was anders nicht möglich wäre.

["Kalter Krieg" als Vorwand für die Kooperation mit dem kriminellen, faschistischen CIA - ca. 25 Agenturen infiltriert]

Amerikanische Publizisten - wie so viele andere Unternehmensleiter und Bosse von Institutionen - stellten die Resourcen ihrer Firmen im Kamf gegen den "globalen Kommunismus" bereitwillig zur Verfügung. Dementsprechend wurde das traditionelle Prinzip der Trennung von "amerikanischem" Pressewesen und Regierung oft aufgegeben und die Arbeit vermischte sich: Selten wurde eine Nachrichtenagentur dafür gebraucht [missbraucht], bei CIA-Operationen im Ausland den Deckmantel zu spielen, ohne dass die Geschäftsleitung, die Publizisten oder leitenden Redakteure solcher Agenturen davon Kenntnis hatten. Somit hat der CIA auf heimtückische Weise das Journalistenwesen infiltriert, und es liegen haufenweise Beweise vor, dass die führenden, "amerikanischen" Verlage und Nachrichtenleiter selber die Erlaubnis gaben und so ihre Organisationen zu Erfüllungsgehilfen der Geheimdienste wurden. "Wir müssen doch nicht einige arme Reporter aufgabeln, um Gottes Willen", sagte William Colby zu einem gewissen Zeitpunkt den Ermittlern des Church-Komitees. "Lasst uns bei den Managern einsteigen. Die wissen alles." Insgesamt lieferten ungefähr 25 Organisationen (darunter auch jene, die am Anfang des Artikels aufgelistet wurden) Deckung für den CIA (Agency).

[Der spionagesüchtige Dulles führt die Befragung von Journalisten nach deren Heimkehr ein - die Journalisten fühlen sich stolz, befragt zu werden]

Ausserdem begann Dulles zum Test der Leistungsfähigkeit auch eine "Befragungsprozedur", wenn "amerikanische" Korresponden aus dem Ausland zurückkamen und ganz normal mit ihren Notizen zu arbeiten begannen und dabei ihre Eindrücke dem Personal des CIA (Agency) anboten. Solche Abmachungen, die auch unter den Nachfolgern von Dulles weiterliefen und bis heute [1977] weiterlaufen wurden sprichwörtlich mit Dutzenden Nachrichtenagenturen abgeschlossen. In den 1950er Jahren war es nichts Ungewöhnliches für nach Hause zurückkehrende Reporter, durch einen CIA-Offizier an Bord gebracht zu werden. "Da waren diese Typen vom CIA mit ihren leuchtenden ID-Karten, die so aussahen, wie wenn sie zu einem Yale-Club gehören würden", sagte Hugh Morrow, ein vormaliger Korrespondent der "Saturday Evening Post", der nun Pressesekretär des einstigen Vizepräsidenten Nelson Rockefeller ist. "Das wurde zu solch einer Routine, dass man sogar etwas muff wurde, wenn man nicht befragt wurde."

[CIA-Vertreter meinen, die Moral sei in den 1950er Jahren anders gewesen - "dem eigenen Land dienen"]

Die CIA-Vertreter verweigerten fast immer, die Namen der Journalisten zu nennen, die mit dem CIA (Agency) zusammengearbeitet haben. sie meinten, das sei unfair, diese Individualpersonen in einem anderen Zusammenhang zu beurteilen als die Sache, durch die die Beziehung zustandekam. "Es gab eine Zeit, da wurde es nicht als Verbrechen betrachtet, der eigenen Regierung zu dienen", sagte ein hochrangiger CIA-Angestellter, der über seine Verbitterung keinen Hehl macht. "All dies muss in dem Zusammenhang der Moral jener Zeit berücksichtigt werden, viel mehr als mit den späteren Standards - und hypothetischen Standards in diesem Zusammenhang."

[Nun, die "USA" haben ja 1945 in der Welt selber die moralischen Massstäbe gesetzt - und sie haben mit der Spionage, mit den kriminellen CIA-Manövern in der ganzen Welt und mit der Gründung der oberkriminellen NATO die moralischen Massstäbe selbst zerstört - der Standard sind seit 1990 Uraniumbomben und Ruinen - der Genozid gegen die ganze Welt].

[Weltkriegsveteranen vom OSS beim CIA - und neue Nachkriegs-Journalisten - Spionage ab 1945 ohne Ende - Bedenken ab dem Vietnamkrieg]

Viele Journalisten, die den Zweiten Weltkrieg erlebt hatten, standen dem OSS nah (Office of Strategic Services), der Vorläufer des CIA in der Kriegszeit; wichtiger ist aber, dass sie alle auf derselben Seite standen. Als der Krieg beendet war und viele OSS-Angestellte zum CIA gingen, war es nur natürlich, dass die Beziehungen weiterlaufen würden. Währenddessen kam dann die erste Nachkriegsgeneration in den Journalismus; sie teilten dieselben politischen und arbeitstechnischen Werte wie ihre Lehrmeister. "Da war eine Bande Leute, die während des Zweiten Weltkriegs zusammengearbeitet hatte, und diese Bande blieb erhalten", so die Angabe eines CIA-Vertreters. "Sie waren hochgradig motiviert und hochgradig empfänglich dafür, neue Intrigen anzustiften und im Innenleben [von Staatssystemen] zu spionieren. Dann in den 1950er und 1960er Jahren gab es einen nationalen Konsens über die nationale Bedrohung. Der Vietnamkrieg hat alles in Stücke geschlagen - hat den Konsens dann zerrissen und in Luft aufgelöst." Ein anderer CIA-Vertreter beobachtete folgendes: "Viele Journalisten haben keine Gedanken darüber verschwendet, wenn sie mit der CIA (Agency) zusammenarbeiteten. Aber plötzlich wurde es ihnen wichtig, als die ethischen Bedenken kamen, die dann bei den meisten Leuten aufkamen. Heute leugnen die meisten dieser Leute, dass sie mit dem CIA (Agency) in Verbindung standen." [Fussnote 1]

James Angleton, der kürzlich als Boss der Gegenspionage-Operationen des CIA entlassen wurde, hat eine komplett unabhängige Gruppe mit Journalisaten-Geheimagenten geleitet, die sensible und oft gefährliche Aufgaben übernahm; über diese Gruppe ist nur wenig bekannt, aus dem einfachen Grund, weil Angleton absichtlich kaum Dokumente aufbewahrt hat.

[Der CIA bildete teilweise seine Agenten als Journalisten aus (!!!)]

Der CIA hat in den 1950er Jahren sogar ein offizielles Trainingsprogramm betrieben, um seine Agenten als Journalisten auszubilden. Angestellte des Geheimdiensts wurden "angewiesen, wie Reporter Geräusche zu produzieren", erklärte ein hoher CIA-Vertreter, und dann wurden sie mit Hilfe des Managements der Nachrichtenagenturen dort platziert. "Dies waren die Typen, die an allen Dienstgraden vorbeigeleitet wurden und denen man sagte 'Du wird ein Journalist sein' ", so sagte der CIA-Vertreter. Jedoch waren es nur wenige der ungefähr 400 Beziehungen, die in den Berichten beschrieben sind, die so zustandekamen; die meisten involvierten Personen waren schon - ohne daran zu zweifeln - ausgebildete Journalisten, als sie Aufgaben für den CIA zu erfüllen begannen.

[Die Kategorien der Spionage-Kooperation mit dem kriminellen, faschistischen CIA]

Das Verhältnis des CIA (Agency) mit Journalisten, wie es in den Dokumenten des CIA beschrieben wird, umfasste die folgenden Kategorien:

[Journalisten, Fotografen, Verwaltung von Aussenministerien, technisches Personal von Sendeanstalten]

■ Da waren legitimierte und akkreditierte Angestellte der Nachrichtenagenturen - normalerweise Reporter. Einige wurden bezahlt; einige arbeiteten für die CIA (Agency) aber auch rein freiwillig. Diese Gruppe umfasst viele der bestbekannten Journalisten, die beim CIA bestimmte Aufgaben erfüllten. Die Dokumente zeigen auf, dass die den Reportern ausbezahlten Gehälter, die von den Zeitungen und Sendeanstalten geleistet wurden, manchmal durch symbolische Zahlungen des CIA ergänzt wurden, entweder als Vorschuss, oder als Reisegeld oder als Ausgaben für spezielle Dienste. Fast alle diese Zahlungen wurden in Bar geleistet. (Die zugelassene Kategorie umfasste auch Fotografen, Verwaltungspersonal der Aussenministerien und Mitglieder des Technikpersonals von Sendeanstalten).

[Spionage in Miami gegen Kubaner, auf Santo Domingo und in Haiti]

Gemäss CIA-Vertretern waren zwei der wertvollsten Beziehungen zu Agenturpersonal in den 1960er Jahren die Reporter, die in Latein-"Amerika" Operationen gedeckt haben - Jerry O'Leary vom "Washington Star" und Hal Hendrix von den "Miami news", ein Pulitzer-Preisträger, der bei der Internationalen Telefon- und Telegrafengesellschaft eine hoher Verantwortlicher wurde. Hendrix war dem CIA (Agency) extrem hilfreich, um Informationen über Personen der Exil-Kubaner in Miami zu besorgen. O'Leary wurde als wertvolle Investition in Haiti und in der Dominikanischen Republik betrachtet. Die CIA-Dokumente beinhalten ausführliche Berichte über die Aktivitäten der beiden zugunsten des CIA.

O'Leary behauptet, dass seine Abkommen auf einem normalen Geben-und-Nemen-Verhältnis beruhten, dass zwischen Auslandsreportern und ihren Quellen abläuft. CIA-Vertreter stellen diese Aussage aberin Frage: "Ohne Zweifel hat Jerry für uns berichtet", sagte einer. "Jerry hat Assistenzen und Spionage gemacht [bei zukünftigen Agenten], aber er was für uns besser als nur ein Reporter." Bei der Betrachtung von O'Learys Leugnungen fügte der Vertreter noch hinzu: "Ich weiss nicht, um was in der Welt er sich Sorgen macht, ausser er will sich nun mit einer Integrität schützen, die der Senat euch Journalisten gewährt."

O'Leary macht dabei weitere Abweichungen bei der Wortwahl. "Ich kann ihnen anrufen und etwas sagen wie "Papa Doc hat den Tripper, wussten Sie das?" Und dann haben sie das dokumentiert. Für mich ist das nicht wichtig, dass ich das denen gemeldet habe... Es ist allgemein nützlich, freundlich mit denen umzugehen. Ich habe mich bei denen immer wohlgefühlt. Aber ich denke, dass sie mir sogar mehr geholfen haben als ich ihnen." O'Leary hat ausdrücklich darauf hingedeutet, im Text nicht als Hendrix bezeichnet zu werden. "Hal hat für die wirklich gearbeitet", sagte O'Leary. "Ich bin immer noch beim Stern (Star). Bei ITT hat er aufgehört." Hendrix konnte für einen Kommentar nicht erreicht werden. Gemäss CIA-Vertretern wurden weder Hendrix noch O'Leary von der CIA bezahlt.

[Freie Mitarbeiter und Freiberufler arbeiten auch für den kriminellen CIA]

■ Freie Mitarbeiter und Freiberufler [Fussnote 2]. Die meisten beim CIA (Agency) auf der Gehaltsliste mit einem normalen Vertrag. Die journalistische Ausrüstung wurde ihnen oft durch die kooperierenden Nachrichtenagenguren beschafft; einige haben neue Geschichten zusammengetragen; andere waren ausschliesslich mit Berichten für den CIA beschäftigt. Bei einigen Angelegenheiten waren die Nachrichtenagenturen nicht durch den CIA informiert, dass ihre freien Mitarbeiter auch für den CIA (Agency) arbeiteten.

[Angestellte von sogenanntem CIA-Gelände: CIA kauft 1950-1975 massenweise Zeitungen (!!!)]

■ Angestellte auf sogenanntem CIA-"Gelände": Während der vergangenen 25 Jahre hat der CIA (Agency) im Geheimen viele ausländische Pressedienste aufgekauft, Zeitschriften und Zeitungen - englische und in ausländischen Sprachen - und diese Einrichtungen sind seither die perfekte Deckung für die CIA-Geheimagenten. Eine dieser Zeitungen ist die "Rome Daily American", 40% davon wurde bis in die 1970er Jahre vom CIA gehalten. Der "Daily American" wurde dieses Jahr eingestellt.

[Wenn der "Daily American" eingestellt wurde, heisst das nicht, dass das Personal nicht mehr arbeitet, sondern da wurde wahrscheinlich die Zeitung einfach umbenannt].

[Chefs von Verlagen, Zeitungen und Sendeanstalten: Kaum Verträge, meist mündliche Abmachungen]

■ Chefs von Verlagen, Zeitungen und Sendeanstalten. Die Beziehungen des CIA mit den meisten Nachrichtenbossen ist von Grund auf unterschiedlich zu den Beziehungen zu den arbeitenden Reportern und freien Mitarbeitern, die viel eher das Ziel der CIA (Agency) waren. Einige wenige Bosse - Arthur Hays Sulzberger von der "New York Times" war einer von ihnen - unterschrieb geheime Abkommen. Aber solche förmlichen Abkommen waren selten: Die beziehungen zwischen den CIA-Vertretern und den Medienbossen waren normalerweise menschliche Verhältnisse - "Die P- und Q-Strassenkreuzung in Georgetown", so berichtet eine Quelle. "Da erzählst du William Paley nicht, dass er ein Dokument unterschreiben soll. Einfach sagen nichts verpfeifen."

[Kolumnisten und Kommentatoren]

■ Kolumnisten und Kommentatoren. Da sind vielleicht ein Dutzend gutbekannte Kolumnisten und Sendungskommentatoren, deren Beziehung zum CIA weit über das hinausgeht, was normalerweise zwischen Reportern und ihren Quellengebern üblich ist. Sie werden bei der CIA (Agency) als "bekanntes Aktivum" ("known assets") geführt und können weiterhin zu denjenigen gezählt werden, die weiterhin eine ganze Palette von Geheimprojekten übernehmen; sie werden als für den Gesichtspunkt des CIA empfänglich betrachtet, was einige Theman angeht. Drei der am meisten gelesenen Kolumnisten, die Bindungen mit dem CIA unerhielten, sind
-- C.L. Slzberger von der New York Times
-- Joseph Alsop, und
-- der verstorbene Stewart Alsop, dessen Kolumne in der New York Herald Tribune, in der Saturday Evening Post und bei Newsweek erscheint.

[Sulzberger hat nur ein paar Informationen gegeben

Die CIA-Dokumente enthalten Berichte über Spezialaufgaben, die alle drei jeweils erfüllt haben. Sulzberger wird bei der CIA (Agency) immer noch als aktiver Posten betrachtet. Gemäss einem leitenden CIA-Beamten "brachte der junge Cy Sulzberger einigen Nutzen... Er unterschrieb ein Geheimabkommen, weil wir ihm qualifizierte Informationen gegeben haben... Das war eine Win-Win-Situation. Wir sagten, 'Wir würden das gerne kennenlernen; wenn wir Ihnen dies sagen, dann wird das Ihnen helfen, Zugang zu dem oder dem zu erhalten?' Wegen seinem Zugang in Europa hatte er einen geheimen Schlüssel. Wir baten ihn, einfach zu berichten: 'Was hat der oder der gesagt, wie sah er aus, ist er gesund?' Er war sehr eifrig darin, die Zusammenarbeit hat ihm gefallen." Gemäss den CIA-Leitern wurde Sulzberger bei einer Gelegenheit mit einem Test des CIAs überprüft, der fast wörtlich in einer Kolumne in der Times abgedruckt wurde. "Cy kam heraus und sagte, 'ich denke da an ein Projekt, können Sie mir einige Hintergrundinfomationen beschaffen?' " so berichtete der CIA-Leiter. "Wir gaben das Cy als Hintergrundinformation und Cy gab es den druckern weiter und hat seinen Namen daruntergesetzt." Sulzberger verneint, dass jemals irgendsowas vorgefallen ist. "Das ist einfach nur Quatsch", meinte er.

Sulzberger behauptet, dass er von der CIA (Agency) nie formell "befragt" worden sei, und dass "er sich nie von Geschäften der Unterwelt vereinnahmen lassen würde. Meine Beziehungen waren total formell - Ich hatte dort viele gute Freunde", gab er an. "Ich bin sicher, dass die mich dort als Posten führen. Sie können mir Fragen stellen. Sie finden heraus, dass man nach Nimmerland fährt und dann sagen sie: 'Können wir mit Ihnen sprechen, wenn sie zurückkommen?' ... Oder sie werden wissen wollen, ob der Präsident des Europalandes XY an Schuppenflechte leidet. Aber ich habe von niemandem dieser Typen eine Aufgabe erhalten ... Ich kannte Wisner sehr gut, und Helms und sogar McCone [einstiger CIA-Direktor John McCone]. Ich pflegte, mit ihm Golf zu spielen. Aber die hätten das wirklich grausam subtil anstellen müssen, wenn die mich benutzt hätten.

Sulzberger gibt an, dass er in den 1950er Jahren darum gebeten worden war, ein Geheimabkommen zu unterschreiben. "Da kam ein Typ zu mir und sagte, 'Sie sind der verantwortliche Nachrichtenmann und wir wollen, dass Sie das da unterschreiben, wenn wir Ihnen irgendwelche Top-Sachen liefern sollten.' Ich sagte, ich wollte so eine Verbindung mit ihm nicht. 'Gehen Sie zu meinem Onkel [Arthur Hays Sulzberger, der damals Verleger der New York Times war] und wenn er sagt, dass man das utnerschreiben soll, dann tu ich das.' " Sein Onkel hat dann ein solches Abkommen unterschrieben, so Sulzberger, und er denkt, dass er das auch getan hat, obwohl er sich nicht mehr ganz sicher ist. "Ich weiss nicht, 20 Jahre sind eine lange Zeit." Er beschrieb die ganze Frage als "eine Badewannenblase.".

[Stewart Alsop: Desinformation im Sinne der "USA" streuen - neue Agenten im Ausland rekrutieren]

Stewart Alsops Beziehung mit dem CIA (Agency) war sehr viel vielfältiger als die von Sulzberger. Ein hochrangiger CIA-Leiter sagte rundheraus: "Stew Alsop war ein CIA-Agent." Ein gleichrangiger hoher Leiter lehnte die Definition der Beziehung zwischen Alsop und dem CIA (Agency) ab und sagte nur, dass sie formell war. Andere Quellen gaben an, dass Alsop für den CIA speziell hilfreich war, wenn es um Diskussionen um Funktionäre  bei ausländischen Regierungen ging - da waren Fragen, auf die der CIA dann die Antwort herausfand, oder es wurde Desinformation gegeben, die der "amerikanischen" Politik nützlich war, so dass sich dem CIA neue Gelegenheiten eröffneten, an guten Orten im Ausland bei Ausländern neue Agenten zu finden.

Alsop ist willig, nur über zwei Angelegenheit der Vergangenheit zu diskutieren: Da war auf Bitten von Frank Wisner ein Besuch in Laos im Jahre 1952, der fühlte, dass andere "amerikanische" Reporter antiamerikanische Quellen über die dortigen Aufstände benutzten; und da war ein Besuch auf den Philippinen im Jahre 1953, als der CIA dachte, ass seine Präsenz dort durch den Wahlausgang beeinträchtigt werden könnte. "Des FitzGerald zwang mich zu gehen", erinnerte sich Alsop. "Dabei war es nicht so wahrschenilich, dass die Wahl ein Fehlschlag werden sollte [durch den Oppositionsführer Ramon Magsaysay], wenn die Augen der Welt auf sie starrten. Ich war mit dem Botschafter anwesend und schrieb über die Geschehnisse."

[Stewart Alsop: Der kriminelle CIA versagte total bezüglich Sowjetunion und Vietnamkrieg]

Alsop behauptet, dass er vom CIA (Agency) nie manipuliert worden sei. "Man kann sich nicht dahineinverstricken, also haben sie Einfluss auf dich", sagte er. "Aber was ich schrieb, war die Wahrheit. Meine Sicht war die Wahrheit der Dinge. Wenn jemand im CIA (Agency) falsch lag, dann stoppte ich ihn beim Reden - die haben mir sogar gefälschte Sachen untergeschoben." Bei einer Gelegenheit sagte Alsop, Richard Helms habe den Direktor der Analytikabteilung des CIA autorisiert, um Alsop mit Informationen über die sowjetische Militärpräsenz entlang der chinesischen Grenze zu versorgen. "Die Analytikabteilung des CIA (Agency) lag ja total falsch, was den Vietnamkrieg anging - die dachten, dass man den gewinnen könnte", berichtete Alsop. "Und sie lagen auch beim Aufbau der Sowjetunion falsch. Ich stoppte die dann einfach beim Reden." Heute sagt er: "Die Menschen in unserem Geschäftsfeld würden wütend werden, wenn sie über die Vorschläge Bescheid wüssten, die mir damals gemacht worden sind. So was sollte es nicht geben. Der CIA hat sich denjenigen Menschen, denen man nicht vertraute, nicht geöffnet. Stew und ich wurde vertraut, und darauf bin ich stolz."

[1973: Die Spionageverhältnisse beim kriminellen CIA werden aufgedeckt]

Die düsteren Details des CIA mit seinen Verbindungen mit Individualpersonen und Nachrichtenagenturen begannen 1973 durchzusickern, als zum ersten Mal klar wurde, dass der CIA mit angestellten Journalisten zusammenarbeitete. Diese Berichte, kombiniert mit neuer Informationen, dienen als Handbuch der CIA-Praxis, die Journalisten für Geheimdienstzwecke gebraucht [missbraucht] wurden. Darunter sind:

[Die kriminelle New York Times - eine CIA-Zeitung]

Die New York Times. Das Verhältnis mit der [New York] Times war unter den Verhältnissen zu Zeitungen das wertvollste, so die Aussagen von CIA-Leitern. Von 1950 bis 1966 wurde ungefähr zehn CIA-Leute die Deckung der Times gewährt. Dies geschaht durch Abkommen durch den letzten Verleger der Zeitung, Arthur Hays Sulzberger. Die Abmachung zur Deckung waren ein Teil der generellen Politik der Times - aufgesetzt von Sulzberger - um dem CIA wenn immer möglich Hilfe zu leisten.

Sulzberger hatte speziell zu Allen Dulles ein enges Verhältnis. "Auf diesem Niveau von Kontakten sprach der Höchste mit dem Höchsten", so die Angabe eines hochrangigen CIA-Leiters, der bei einigen Diskussionen anwesend war. "Es gab da ein Grundsatzabkommen, ja tatsächlich, dass wir einander helfen würden. Die Frage der Deckung ergab sich bei mehreren Gelegenheiten. Die Übereinkunft bestand daraus, dass die aktuellen Abkommen durch Untergebene geregelt würden.... die Höchsten wollten die Deteils gar nicht wissen; die wollten nur plausible Vorwände wissen, um das dann zu verleugnen.

Ein leitender CIA-Angestellter, der am 15. September 1977 einen Teil der CIA-Dokumente über Journalisten zwei stunden lang durchgesehen hat, sagte, er habe über 5 Fälle Dokumente gefunden, wo die [New York] Times einigen CIA-Angestellten zwischen 1954 und 1962 Deckung gegeben habe. Bei jedem Fall, meinter er, wurden die Abmachungen durch die Leiter der Times arrangiert; die Dokumente enthielten dabei die Standard-Spracher des CIA (Agency) "und das zeigt doch, dass das alles von höchster Ebene der New York Times ausging", gab der leitende Angestellte an. Der Name "Sulzberger" wurde dabei nirgendwo erwähnt, sondern - nur diejenigen der unteren Grade, wobei der leitende Angestellte sich weigerte, diese zu identifizieren.

Leitende Angestellte des CIA erwähnen zwei Gründe, warum der CIA (Agency) eine engere und ausgiebigere Beziehung mit der [New York] TImes führte als mit allen anderen Zeitungen: Da war die Tatsache, dass die [New York] Times das grösste Auslandsnachrichtennetz im "amerikanischen" Tagesjournalismus unterhielt; und da existierten auch enge persönliche Bindungen zwischen den Leuten beider Institutionen.

Sulzberger informierte eine Anzahl Reporter und Verleger über seine generelle Politik der Kooperation mit dem CIA. "Wir waren mit denen in Kontakt - sie würden mit uns sprechen und einige haben dann mit denen zusamengearbeitet", so ein CIA-Leiter. Die Kooperaiton umfasste normalerweise die Informationsbeschaffung und die "Ausschau" auf potentielle Agenten bei den Ausländern.

In den 1950er Jahren unterschrieb Arthur Sulzberger unterschrieb mit dem CIA ein Geheimabkommen, so die CIA-Leiter - und diese Tatsache wird durch seinen Neffen bestätigt, C.L. Sulzberger. Jedoch gibt es da verschiedene Interpretationen, was den Zweck des Abkommens angeht: C.L. Sulzberger meint, dass da nichts weiter als eine Zusage gewesen sei, klassifizierte Informationen geheimzuhalten, die den Verlegern zugespielt worden waren. Dieser Punkt wird von CIA-Leitern bestätigt. Andere Leute in der Agency beharren darauf, dass das Abkommen den Punkt beinhaltete, niemals das Abkommen zwischen der [New York] Times und dem CIA zu enthüllen, speziell bei denjenigen Leuten, die gedeckt werden sollten. Und nochmals andere CIA-Leiter geben an, dass alle konspirativen Deckungsaktionen als qualifiziert eingestuft wurden, und deswegen würde ein Geheimabkommen diese Leute automatisch miteinschliessen.

Versuche herauzufinden, welche Personen im Betrieb der [New York] Times die Abkommen zur Belieferung mit den Times-Ausrüstungsgegenständen an CIA-Personal abgeschlossen haben, blieben erfolglos. In einem Brief an Reporter Stuard Loory im Jahre 1974 schrieb der Hauptverleger, Turner Catledge (1951-1964), dass die Annäherung des CIA durch die Zeitung abgelehnt worden sei. "Ich wusste nichts über irgendeine Einmischung durch den CIA... nichts über irgendeinen Auslandskorrespondenten der New York Times. Ich hörte oft über CIA-Angebote an unsere Leute, weil sie deren Privilegien, Kontakte und die Immunität ausnutzen wollten, um, wie sollen wir sagen, höhere Spionage im schmutzigen Spionage- und Informationsgeschäft zu betreiben. Wenn irgendeiner von denen den Bestechungsversuchen erleben ist, dann habe ich das nicht gemerkt. Der CIA und andere kriminelle Organisationen haben wiederholt Angebote für 'Kooperationsabkommen' gemacht, auch beim Management der NY Times, speziell während oder gleich nach dem Zweiten Weltkrieg, aber wir haben das immer abgelehnt. Unser Motiv war es, die Glaubwürdigkeit zu bewahren."

Gemäss Wayne Phillips, ein ehemaliger Reporter der NY Times, erwähnte der CIA den Namen von Arthur Hays Sulzberger, als der CIA versuchte, ihn 1952 als Geheimagenten zu gewinnen, während er noch am Russischen Institut der Columbia-Universität studierte. Phillips gab an, dass ihm ein leitender CIA-Angestellter erzählt habe, dass der CIA mit dem Verleger ein "Arbeitsabkommen" habe, in dem andere Auslandsreporter  auf eine Lohnliste des CIA gesetzt worden waren. Phillips, der bis 1961 bei der NY Times blieb, bekam dann später unter dem Freie-Information-Gesetz (Freedom of Information Act) CIA-Dokumente zur Einsicht, die zeigten, dass die Agency versuchte, ihn als "Geheimposten" für den Gebrauch [Missbrauch] im Ausland zu entwickeln.

Am 31. Januar 1976 brachte die NY Timies einen kleinen Bericht mit der Beschreibung, wie der CIA versuchte, Phillips zu rekrutieren. Da war das Zitat von Arthur Ochs Sulzberger, der gegenwärtige Verleger, der sagte: "Ich hörte nie, dass die NY Times angegangen wurde, weder in meiner Zeit als Verleger noch als Sohn des verstorbenen Herrn Sulzberger." Die Geschichte der NY Times, geschrieben von John M. Crewdson, berichteten auch, dass Arthur Hays Sulzberger über einen nicht genannten, vorherigen Korrespondenten berichtete, den er durch den CIA getroffen haben könnte, als er im Ausland mit einer neuen Arbeitsstelle begann. Sulzberger sagte ihm, dass er dabei "zu keinem Zugeständnis verpflichtet war", so beschrieb es die Geschichte, und dass der Verleger selbst "glücklicher" sein würde, wenn er die Kooperation ablehnen würde. "Aber er überliess es in einer gewissen Art und Weise mir selbst", so zitierte die NY Times den ehemaligen Berichterstatter. "Die Botschaft war, wenn ich das wirklich machen wollte, dann ist es o.k., aber er er fand es für einen Korrespondenten der NY Times kein passendes Verhalten.

C.L. Sulzberger sagte in einem Telefoninterview, dass er keine Kenntnis über irgendwelche CIA-Personen habe, die die NY Times als Deckung benutzten, oder über Reporter der Zeitung, die aktiv für die Agency arbeiten würden. Er war von 1944 bis 1954 der Leiter der Auslandsnachrichtenabteilung gewesen und drückte seine Zweifel aus, dass sein Onkel solche Abkommen bewilligt hätte. Sulzberger meinte weiter, es sei für den verstorbenen Verleger eher typisch, ein Versprechen dem Bruder von Allen Dulles, John Foster, abzugeben, der damals der Aussenminister war, mit der Versicherung, dass keinen Angestellten der NY Times eine Einladung mit dem Besuch der Volksrepublik China erlaubt würde, ohne dass John Foster Dulles das Einverständnis dazu gab. Solch eine Einladung wurde dem Neffen des Verleger in den 1950er Jahren angeboten; Arthur Sulzberger verbiet ihm, die Einladung anzunehmen. "Das war 17 Jahre, bevor ein weiterer Korrespondent der NY Times eingeladen wurde", so erinnterte sich C.L. Sulzberger.

[Die CBS kollaborierte voll mit dem kriminellen CIA]

■ Die Columbia-Sendegesellschaft (Columbia Broadcasting System, CBS). Die CBS war unzweifelhaft eine der wertvollsten Sendeposten des CIA. Der CBS-Präsident William Paley und [der kriminelle CIA-Boss] Allen Dulles genossen eine lockere Zusammenarbeit und eine lockere, soziale Beziehung. Die Jahre hindurch
-- besorgte CBS vielen CIA-Angestellten die Deckung, darunter auch ein gutbekannter Auslandskorrespondent und einige frei Mitarbeiter;
-- CBS besorgte dem CIA Filmausschnitte aus neuen Nachrichtenfilmen [Fussnote 3];
-- CBS richtete für die Kommunikation des Washingtoner Bürochefs mit dem CIA einen formellen Sendekanal ein;
-- CBS erlaubte dem CIA den Zugang zur CBS-Filmbibliothek mit den Nachrichtenfilmen; und
-- CBS erlaubte, dass Berichte von CBS-Korrespondenten in die Nachrichtenbüros in Washington und New York routinemässig vom CIA kontrolliert wurden.

Während der 1950er und 1960er Jahre trafen sich die CBS-Korrespondenten einmal jährlich mit der CIA-Hierarchie zu einem privaten Abendessen und Beratungen.

Die Details der Abkommen zwischen CBS und CIA wurden durch untere Angestellte von Dulles und Paley abgeschlossen. "Der Kopf der Firma will nichts über die Details wissen, auch der Direktor nicht", so sagte ein CIA-Leiter. "Beide bestimmen die Helfer, die das ausarbeiten sollen. Das hält die dann auf Trab." Dr. Frank Stanton, der 25 Jahre lang der CBS-Präsident war, war sich über das Generalabkommen bewusst. Paley machte das mit Dulles - miteingeschlossen die Deckungsarbeit, so die CIA-Leiter. Stanton sagte letztes Jahr [1976] in einem Interview, dass er sich nicht an ein einziges Spionageabkommen erinnern konnte. Aber Paley's bevorzugter Kontakt zum CIA war Sig Mickelson, der Präsident der CBS-Nachrichten zwischen 1954 und 1961. Bei Gelegenheit sagte Mickelson, dass er sich bei Stanton beschwert habe, dass er eine Telefonkabine benutzen musste, wenn er dem CIA anrufen wollte, und Stanton empfahl ihm, zu diesem Zweck eine private Leitung zu installieren, die die CBS-Zentrale umging. Gemäss Mickelson machte er das auch. Mickelson ist nun Präsident von Radio Freies Europa (Radio Free Europe) und des Freiheitsradios (Radio Liberty), wobei beide Radiostationen über Jahre hinweg dem CIA angegliedert waren.

Im Jahr 1976 befahl der CBS-Präsident Richard Salant dann eine innere Betriebsuntersuchung, was die Abkommen von CBS mit dem CIA betraf. Einige der ersten Funde kamen zuerst durch Robert Scheer in der Los Angeles Times ans Licht. Aber der Bericht von Salant verschweigt einige seiner eigenen Abkommen mit der CIA, die bis in die 1970er Jahre noch weiterliefen.

Viele Details über das Verhältnis zwischen CBS und CIA wurden in den Dokumenten von Mickelson entdeckt. Zwei Ermittler sicherten für Salant die Daten. Unter den gefundenen Dokumenten war eines vom 13. September 1957, eine Mitteilung von Ted Koop an Mickelson. Ted Koop war von 1948 bis 1961 der CBS-Nachrichtenchef in Washington. Die Mitteilung beschreibt einen Telefonanruf von Oberst Stanley Grogan vom CIA an Koop:

Original Englisch:
“Grogan phoned to say that Reeves [J. B. Love Reeves, another CIA official] is going to New York to be in charge of the CIA contact office there and will call to see you and some of your confreres. Grogan says normal activities will continue to channel through the Washington office of CBS News.”


Übersetzung:
"Grogan rief an, um zu sagen, dass Reeves [J.B. Love Reeves, ein weiterer CIA-Leiter] nach New York geht, um für das dortige CIA-Kontaktbüro zu arbeiten. Er wird dich anrufen, um dich mit einigen deiner Kollegen zu treffen. Grogan meint, dass die normalen Aktivitäten weiterlaufen, geleitet durch das Washingtoner Büro der Nachrichtenagentur CBS."

Der Bericht für Salant berichtet auf folgendes:

Original Englisch:
“Further investigation of Mickelson’s files reveals some details of the relationship between the CIA and CBS News…. Two key administrators of this relationship were Mickelson and Koop…. The main activity appeared to be the delivery of CBS news film to the CIA…. In addition there is evidence that, during 1964 to 1971, film material, including some outtakes, were supplied by the CBS News film Library to the CIA through and at the direction of Mr. Koop [foot note 4]…. Notes in Mr. Mickelson’s files indicate that the CIA used CBS films for training… All of the above Mickelson activities were handled on a confidential basis without mentioning the words Central Intelligence Agency. The films were sent to individuals at post‑office box numbers and were paid for by individual, nor government, checks. …”


Übersetzung:
"Weitere Ermittlungen mit den Mickelson-Dokumenten decken einige Details über die Beziehung zwischen CIA und CBS-Nachrichtenbüro auf.... Zwei Schlüssel-Verwalter in der Beziehung waren Mickelson und Koop.... Die Hauptaktivität schien darin zu bestehen, dass CBS dem CIA Nachrichtenfilme ablieferte..... Ausserdem sing Beweise vorhanden, dass zwischen 1964 und 1971 Filmmaterial von der CBS-Filmbibliothek an die CIA geliefert wurde, durch und unter Leitung von Herrn Koop [Fussnote 4].... Bemerkungen in den Dokumenten von Herrn Mickelson geben an, dass der CIA CBS-Filme für Ausbildungszwecke benutzte.... Alle oben genannten Aktivitäten von Mickelson liefen auf einer vertraulichen Basis ab, ohne dass das Wort "Geheimcienst" jemals erwähnt worden wäre. Die Filme wurden an Individualpersonen unter Postfachnummern gesandt und wurden von den Individualpersonen bezahlt, keine Bezahlungen durch die Regierungen, keine Schecks..."


Mickelson sandte auch regelmässig einen internen CBS-Newsletter an das CIA, so der Bericht.

Salants Untersuchung führte ihn zur Schlussfolgerung, dass Frank Kearns, ein CBS-Fernsehreporter von 1958 bis 1971, "ein CIA-Spion war, der irgendwie durch einen CIA-Kontakt mit jemandem bei der CBS auf die Lohnliste des CIA gelangte." Kearns und Austin Goodrich, ein freier Mitarbeiter von CBS, waren Geheimagenten des CIA, die durch ein Abkommen unter Palay angestellt waren.

Letztes Jahr leugnete ein Sprecher Paleys den Bericht des vormaligen CBS-Korrespondenten Daniel Schorr, dass Mickelson und er den Status von Goodrich beim CIA diskutiert hätten, was während eines Treffens mit zwei CIA-Vertretern 1954 abgelaufen sein soll. Der Sprecher behauptete, dass Paley nicht gewusst habe, dass Goodrich für den CIA arbeitete. "Als ich mit meinem Job begann, wurde mir von Paley gesagt, dass eine dauerhafte Beziehung mit dem CIA besteht", sagte Mickelson in einem kürzlichen Interview. "Er stellte mich zwei Agenten vor, die gemäss seinen Angaben in Verbindung bleiben würden. Wir diskutierten alle die Situation von Goodrich und die Abmachungen für die Filme. Ich nahm an, dass dies zu dieser Zeit ein normales Verhältnis war. Dies geschah auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges und ich nahm an, dass die Kommunikationsmedien da zusammenarbeiteten - obwohl die Sache mit Goodrich kompromittierend war.

Beim Hauptquartier der Nachrichtenagentur CBS in New York wird die Kooperation von Paley mit dem CIA durch viele Nachrichtenleiter und Reporter als selbstverständlich betrachtet, manchmal auch verneint. Paley, 76 Jahre alt, wurde von Salants Ermittlern nicht befragt. "Das würde nicht gut herauskommen", sagte ein CBS-Leiter. "Das ist das einzige Thema, wo sein Gedächtnich versagt."

Salant diskutierte seine eigenen Kontakte mit dem CIA, und die Tatsache, dass viele seiner vorherigen Praktiken einfach weiterliefen. Das kam alles in einem Interview mit dem Reporter von letztem Jahr [1976] heraus. Die Kontakte, so sagte er, begannen im Februar 1961, "als ich einen Anruf von einem CIA-Mann bekam, der sagte, er habe mti Sig Mickelson ein Arbeitsverhältnis. Der Mann sagte, 'Ihr Chef weiss alles darüber'." Gemäss Salant bat der CIA-Vertreter darum, dass CBS mit der Unterstützung des CIA weitermache, mit uneröffentlichten Videos, um diese seinen Korrespondenten für eine Nachbesprechung durch CIA-Leiter zugänglich zu machen. Da sagte Salant: "Ich sagte doch Nein, was Gespräche über die Berichte angeht, und ich liess sie die gesendeten Videos sehen, aber keine Filmausschnitte. Das ging dann so ein paar Jahre lang weiter - bis in die frühen 1970er Jahre."

Im Jahre 1964 und 1965 arbeitete Salant bei einer supergeheimen CIA-Arbeistgruppe mit, die die Methoden untersuchte, wie "amerikanische" Propaganda in der Volksrepublik China ausgestrahlt werden könnte. Andere Mitglieder des Viererteams warn Zbigniew Brzezinski, der damals Professor an der Columbia-Universität war; William Griffith, der Professor für Politikwissenschaften am Massachusetts-Institut für Technologie; sowie John Hayes, damals Vizepräsident beim Radio-TV [Fussnote 5] bei der Washington Post. Die Hauptregierungsvertreter, die am Projekt beteiligt waren, waren Cord Meyer von der CIA; McGeorge Bundy, damals Spezialassistent des Präsidenten für nationale Sicherheit; Leonard Marks, damals Direktor der USIA (Informationsamt der "US"-Regierung, United States Information Agency [web01]); und Bill Moyers, damals Spezialassistent von Präsident Lyndon Johnson und heute CBS-Korrespondent.

Die Beteiligung von Salant beim Projekt begann mit einem Telefonanruf von Leonard Marks, "der mir sagte, dass das Weisse haus ein vierköpfiges Komitee gründen wollte um eine Studie über die Möglichkeiten von Überseeradio hinter dem Eisernen Vorhang auszuarbeiten." Als Salant für das erste Treffen in Washington ankam, wurde ihm gesagt, dass das Projekt vom CIA finanziert würde. "Der Zweck", sagte er, "war zu bestimmen, wie man in Rot-China am besaten Kurzwellensendungen ausstrahlt." Begleitet von einem CIA-Offizier genannt Paul Henzie reiste dann das vierköpfige Komitee um die Welt und inspizierte Einrichtungen, die von Radio Freies Europa (Radio Free Europe) und dem Freiheitsradio (Radio Liberty) betrieben wurden, beide zu der Zeit vom CIA betrieben), sowie die Stimme Amerikas (Voice of America) und das Militärradio (Armed Forces Radio). Nach über einem Jahr Unersuchung legten sie Moyers einen Bericht vor und empfahlen, dass die Regierung ein Radio durch die Stimme Amerikas ein Radio betreiben solle, das dann auch in der Republik China ausgestrahlt werden solle. Salant hat als CBS-Nachrichtenchef bisher zwei Arbeitsverträge, von 1961-1964 und von 1966 bis heute. Zur Zeit des China-Projekts war er bei CBS Direktor (corporate executive).

[Die Magazine "Time" und "Newsweek" kollaborierten mit dem kriminellen CIA]

Time und Newsweek. Gemäss den Quellen von CIA und des Senats enthalten die CIA-Dokumente schriftliche Abkommen mit ehemaligen Auslandskorrespondenten und freien Mitarbeitern beider Wochenmagazine. Dieselben Quellen lehnten es ab zu sagen, ob der CIA seine Verhältnisse mit Individualpersonen beendet hat, die für die beiden Publikationen arbeiten. Allen Dulles verkehrte oft mit seinen guten Freunden, dem verstorbenen Henry Luce, Gründer der Magazine "Time" und "Life", die bereitwillig gewissen Mitgliedern seiner Belegschaft erlaubten, für den CIA (Agency) zu arbeiten, und sie stimmten auch zu, Arbeitsstellen und Presseausweise für andere CIA-Geheimagenten zu beschaffen, denen die journalistische Erfahrung fehlte.

Über viele Jahre war C.D. Jackson der persönliche Gesandte von Luce mit dem Kontakt zum CIA. Jackson war ein Vizepräsident von Time (Time Incorporation), der Verleger des Life-Magazins von 1960 bis zu seinem Tod im Jahre 1964. Als er Leiter des Magazins Time war, war Jackson Mitherausgeber einer vom CIA finanzierten Studie, die empfahl, den "amerikanischen" Geheimdienst der frühen 1950er Jahre zu reorganisieren. Jackson war bis auf ein Jahr immer der Leiter von Time und Life. In diesem einen Zwischenjahr war er im Weissen Haus ein Assistent von Präsident Dwight Eisenhower. Er liess dort spezielle Abkommen zu, CIA-Agenten unter dem Deckmantel von Time und Life zuzulassen. Einige dieser Abkommen wurden unter Mitwisserschaft der Ehefrau von Luce, Clare Boothe durchgeführt. Andere Abkommen für einen Deckmantel von Time wurden unter Mitwisserschaft von Hedley Donovan abgeschlossen, so sagen CIA-Leiter, darunter auch diejenigen, die mit Luce Abmachungen trafen. Donovan ist heute der Chefredakteur von Time (Time Inc.). Donovan, der 1959 die Verlagsführung bei der Time Inc. übernommen hat, verneinten in einem Telefongespräch, dass er von solchen Abkommen Kenntnis habe. "Ich wurde nie aufgesucht und ich wäre sehr erstaunt, wenn Luce solche Abkommen zugelassen hat", sagte Donovan. "Luce hatte sehr gewissenhafte Ansichten über den Unterschied zwischen journalistische Tätigkeit und Regierungstätigkeit."

In den 1950er und frühen 1960er Jahren nahmen Auslandskorrespondenten der Wochenzeitschrift "Time" bei "Vorstellungs"-Abendessen des CIA teil, ähnlich wie sie vom CIA für CBS organisiert waren. Und Luce - so die CIA-Leiter - machte es zu einer regelmässigen Praxis, Dulles oder andere hohen CIA-Leiter zu überprüfen, wenn dieer von einer seiner vielen Auslandsreisen zurückkam. Luce und die Leute, die sein Magazin in den 1950er und 1960er Jahren leiteten, ermunterten seine Auslandskorrespondenten, dem CIA Hilfe zu leisten, vor allem Information, die für den CIA (Agency) für Spiongedienste nützlich sein konnte, oder um Ausländer zu rekrutieren.

Bei der Wochenzeitschrift Newsweek, so die Quellen des CIA, hatte der CIA mehrere Auslandskorrespondenten und freie Mitarbeiter unter Vertrag, was von den Verlagsleitern des Magazins bewilligt worden war. Der freie Mitarbeiter von Newsweek in Rom mahcte in der Mitte der 1950er Jahre keinen Hehl daraus, dass er für den CIA arbeitete. Malcolm Muir, der herausgeber von Newsweek seit der Gründung 1937 bis zum Verkauf an die Washington Company 1961, sagte in einem kürzlichen Interview, dass seine Abkommen mit dem CIA auf private Überprüfungen beschränkt waren die er Allen Dulles nach Auslandsreisen leistete, und auf Abmachungen, die reguläre Überprüfungen von Newsweek-Auslandskorrespondenten durch die CIA erlaubte. Er sagte, dass er nie irgendeine Deckung für CIA-Geheimagenten gewährt habe, sondern dass andere hohe Leute in der Organisation von Newsweek dies getan haben könnten, von dem er aber keine Kenntnis habe.

"Ich könnte mir schon denken, dass da irgendwo freie Mitarbeiter herumlaufen, die gleichzeitig Spione sind, aber ich wusste nicht, wo die genau sind", sagte Muir. "Ich denke an die Tage, als der CIA sich zimlich eng an alle Auslandsreporter herangemacht hat. Wo immer ich etwas hörte, das für Allen Dulles von Interesse sein könnte, rief ich ihn an.... Einmal bestimmte er einen seiner CIA-Männer, mit unseren Reportern in regelmässigem Kontakt zu bleiben, einen Kerl, den ich kannte, aber an dessen Name ich mich nicht erinnern kann. Ich hatte eine Azahl Freunde in der Organisation Alien Dulles." Muir sagte aus, dass Harry Kern, der Auslandskorrespondent von Newsweek von 1945 bis 1956, und Ernest K. Lindley, der Boss vom Washingtoner Büro des Magazins während derselben Zeit "regelmässig mit verschiedenen Leuten beim CIA ein und aus gingen."

"So viel ich weiss", so Kern, "arbeitete niemand von Newsweek beim CIA... Da waren unregelmässige Verbindungen. Warum hat niemand etwas unterschrieben? WAs wir wussten, das haben wir ihnen [dem CIA] und dem Aussenministerium gesagt.... Als ich nach Washington ging, sprach ich jeweils zu Foster oder Allen Dulles über das, was gerade los war. ... Wir dachten, das sei in dieser Zeit bewundernswert. Wir waren alle auf derselben Seite." CIA-Leiter sagen, dass Kerns Abmachungen mit dem CIA (Agency) sehr weitläufig waren. Im Jahre 1956 verliess er das Magazin Newsweek, um Foreign Reports zu leiten, ein Newsletter aus Washington, dessen Abonennten Kern nicht nennen wollte.

Ernest Lindley, der bis 1961 bei Newsweek blieb, sagte in einem kürzlich gegebenen Interview, dass er Dulles und andere hohe CIA-Tiere regelmässig traf, bevor er ins Ausland ging und bis zu seiner Rückkehr überprüfte. "Allen war für mich sehr hilfreich und ich versuchte, ihm ebenso behilflich zu sein, wenn ds möglich war", sagte er. "Ich gab ihm meine Eindrücke über Leute, die ich in Übersee gesehen hatte. Ein- oder zweimal frgte er mich, ob man eine grosse Gruppe Intellektueller überprüfen könne; als ich zum Beispiel im Jahre 1955 von einer Asien-Afrika-Konferenz zurückkam; sie wollten einfach einige Daten über verschiedene Leute wissen."

Lindley sagte, als ein Büroleiter in Washington habe er von Malcolm Muir erfahren, dass der freie Mitarbeiter des Magazins in Südosteuropa ein vertraglicher Angestellter des CIA war - wobei dieser freie Mitarbeiter den Presseausweis erhielt, indem er dort arrangierte Arbeiten in Abstimmung mit dem Mangement ausführte. "Ich erinnere mich noch, als das aufkam - ob das eine gute Idee war, diese Person vom CIA bei uns zu haben; eventuell wurde dann entschieden, die Verbindung nicht mehr weiterzuführen", so Lindley.

Als das Magazin Newsweek von der Washington Post aufgekauft wurde, wurde der Verleger Philip L. Graham von CIA-Leitern informiert, dass der CIA manchmal das Magazin als Deckung benutzt, besagen CIA-Quellen. "Es war weitherum bekannt, dass Phil Graham jemand war, bei dem man um Hilfe bitten konnte", sagte ein früherer stellvertretender Direktor (deputy director) des Geheimdienst. "Frank Wisner hat mit ihm zu tun gehabt." Wisner, der stellvertretende Direktor des CIA von 1950 bis kurz bis vor seinem Selbstmord im Jahre 1965, war der erste Kriminelle in der CIA, der "schwarze" Operationen arrangierte, miteingeschlossen viele, wo dann auch Journalisten involviert waren. Wisner mochte gerne damit prahlen, dass er mit dem "hohen Wurlitzer" Kontakte pflegte, ein wundersames Propagandainstrument hatte er da gebaut, und spielte es mit Hilfe der Presse. Phil Graham war wahrscheinlich Wisners nahester Freund. Aber Graham, der 1963 dann Selbstmord beging, wusste scheinbar nur wenig über die Einzelheiten der verschiedenen verdeckten Abmachungen bei Newsweek Bescheid, so die CIA-Quellen.

In den Jahren 1965 und 1966 war ein freier Mitarbeiter von Newsweek im Nahen Osten tatsächlich ein Spion, der beim CIA unter Vertrag stand, mit einem jährlichen CIA-Gehalt von 10.000 Dollar, so Robert T. Wood. Danach wurde derselbe ein CIA-Offizier im CIA-Büro von Hongkong. Einige der Korrespondenten und freien Mitarbeiter von Newsweek unterhielten weiterhin ihre verdeckten Verbindungen zum Geheimdienst bis in die 1970er Jahre, so die CIA-Quellen.

Informationen über den CIA und seine Abmachungen mit der Washington Post sind extrem dürftig. Gemäss CIA-Leitern waren einige frei Mitarbeiter der Washington Post auch CIA-Angestellte, aber diese CIA-Leiter sagten, dass sie nicht wissen würden, ob jemand beim Management der Washington Post etwas von diesen Abmachungen wusste.

Alle Chefredaktoren und verleger der Washington Post seit 1950 geben an, dass sie über vertragliche Beziehungen zwischen freien Mitarbeitern oder Personal der Washington Post mit dem CIA keine Kenntnis hatten. "Wenn etwas gemacht wurde, dann war das über Phil ohne unser Wissen", sagte einer. CIA-Leiter machen dagegen keinen Hehl daraus, dass Personal der Washington Post verdeckte Verbindungen mit dem Geheimdienst hatten, während sie für die Zeitung arbeiteten [Fussnote 6].

Katharine Graham, Philip Grahams Witwe und die derzeitige Verlegerin der Washington Post sagte, sie habe nie über Beziehungen zum CIA Informationen erhalten, weder über das Personal der Washington Post noch über dasjenige von Newsweek. Im November 1973 rief Frau Graham William Colby an und fragte, ob irgendwelche freien Mitarbeiter oder Personal der Washington Post mit dem CIA in Verbindung standen. Colby versicherte iher, dass beim GEheimdienst kein Personal angestellt war, und ausserdem lehnte er es ab, die Frage über die freien Mitarbeiter zu diskutieren.

[Die Zeitung "Louisville Courier-Journal" kollaborierte mit dem kriminellen CIA]

■ Das Louisville Courier‑Journal. Von Dezember 1964 bis März 1965 arbeitete ein CIA-Geheimagent namens Robert H. Campbell beim Courier-Journal. Gemäss hochrangigen CIA-Quellen wurde Campbell von der Zeitung angestellt. Verhandlungspartner für dieses Abkommen war auf der Seite des Journals Norman E. Isaacs, der damals der Chefredakteur des Courier-Journal war. Barry Bingham Senior, der Verleger der Zeitung, wusste über das Abkommen Bescheid, so die Quellen. Beide, Isaacs und Bingham, verneinten zu wissen, dass Campbell ein Spion und Agent war, als er angestellt wurde.

Die komplexe Geschichte der Anstellung von Campbell wurde am 17. März 1976 durch James R. Herzog in einer Geschichte im Courier-Journal während der Untersuchung des Senatskomitees aufgedeckt. Der Bericht von Herzog begann so: "Als der 28 Jahre alte Robert H. Campbell beim Courier-Journal im Dezember 1964 als Reporter angesatellt wurde, konnte er nicht einmal Schreibmaschine schreiben und wusste nur wenig darüber, wie man Nachrichten formuliert." Der Bericht zitiert dann den ehemaligen Redaktionsleiter, der sagte, dass Isaacs ihn angewiesen habe, Campbell anzustellen, und dies sei auf das Verlangen des CIA so erfolgt:  "Norman sagte, als er [1964] in Washington war, er sei mit einem seiner Freunde zum Mittagessen gerufen worden, der beim CIA war, [und dass] er ihm diesen Typen andrehen wollte, um ihn ein bisschen im Nachrichtenjournalismus auszubilden." Alle Aspekte einer Anstellung dieses Campbell waren höchst ungewöhnlich. Es wurden nicht einmal seine Berufsunterlagen untersucht, und die Aufzeichnungen über seine Anstellung beinhalteten die beiden folgenden Bezeichnungen:

Original Englisch:
“Isaacs has files of correspondence and investigation of this man”; and, “Hired for temporary work—no reference checks completed or needed.”


Übersetzung:
"Isaacs hat die Dokumente der Korrespondenz und der Ermittlungen bei diesem Mann"; und: "Teilzeitangestellter - keine Referenzüberprüfung beendet oder benötigt."

Das Niveau der journalistischen Fähigkeiten des Herrn Campbell blieb während seiner Zeit bei der Zeitung scheinbar konstant. "Der Stoff, den Campbell abgab, war fast unleserlich", sagte ein ein ehemaliger Redaktionsassistent im städtischen Raum. Eines der Hauptprojekte von Campbell war ein Film über Holzskulpturen von Ureinwohnern (wooden Indians). Das wurde aber nie publiziert. Während seiner Zeit bei der Zeitung besuchte Cambell eine Bar ein paar Schritte vom Büro entfernt, und bei Gelegenheti erzählte er einigen Saufbrüdern dort, dass er ein Angestellter des CIA sei.

Die Zahl von 400 Journalisten, die Geheimbeziehungen mit dem CIA unterhielten, bezieht sich nur auf jene, die zu ihrer Untergrundtätigkeit berufen worden waren, oder die ein mündliches Abkommen erfüllten, dass sie dem CIA behilflich sein würden oder sonst wie an den CIA vertraglich gebunden waren. Die Zahl beinhaltet nicht die viel grössere Zahl derjenigen Journalisten, die den CIA-Offizieren von Zeit zu Zeit Daten auf der normal existierenden Basis des Gebens und Nehmens lieferten, so wie es zwischen Reportern und ihren Quellen abläuft. Deren Aktivitäten werden in den Dokumenten des CIA aber auch detailliert dokumentiert.

Gemäss den CIA-Quellen war die Zeit von Campbell beim Courier-Journal deswegen arrangiert worden, um ihm eine journalistische Erfahrung zukommen zu lassen, so dass er in Zukunft als Deckberuf als Journalist auftreten konnte, und es sollte ihm auch etwas über den Zeitungsbetrieb beigebracht werden. Die Untersuchung beim Courier Journal deckte auch die Tatsache auf, dass vor seiner Ankunft in Louisville derselbe Campbell schon eine kurze Zeit für die Hornell "Evening Tribune" in New York gearbeitet hatte, die von den Freedom News (Freedom News Inc.) herausgegeben wurde. Die CIA-Quellen besagten, dass der CIA mit dem Management dieser Zeitung ein Abkommen geschlossen habe, um Campbell anzustellen. [Fussnote 7]

Beim Courier-Journal wurde Campbell unter den Bedingungen des Abkommens mit Isaacs angestellt, das von Bingham dann gewährt wurde, so die CIA- und Senatsquellen. "Wir bezahlten das Courier-Journal, so dass sie ihm sein Gehalt bezahlen konnten", sagte ein CIA-Leiter, der in die Transaktionen verwickelt war. Isaacs antowrtete auf diese Aufdeckungen schriftlich. Er hatte ja das Courier-Journal und Louisville verlassen und war Präsident und Herausgeber der Zeitung "News&Journal" in Wilminton im Bundesstaat Delaware geworden: "Alles, was ich tun kann, ist die einfache Wahrheit zu widerholen - dass nie unter keinen Umständen oder zu keiner Zeit ich jemals bewusst einen Agenten der Regierung angestellt habe. Ich habe auch versucht, mich an alles zu erinnern, aber Campbells Anstellung hat mir so wenig bedeutet, dass nichts über ihn in mein Bewusstein kam.... Ich kann nichts mehr darüber sagen als das, was da war." Barry Bingham Senior sagte letzte Jahr in einem Telefoninterview, dass er keine spezielle Erinnerung an die Anstellung von Campbell mehr habe, und er verneinte, dass er von irgendeiner Übereinkunft zwischen der Zeitungsleitung und dem CIA irgendetwas wusste. Jedoch sagten CIA-Leiter, dass das Courrier-Journal durch Kontakte mit Bingham dem CIA in den 1950er und 1960er Jahren andere, nicht weiter beschriebene Hilfestellung gab. Das Courier-Journal führte aus, dass der Posten mit der Anstellung von Campbell durch Barry Bingham Junior eingeleitet worden war, der seinem Vater als Herausgeber und Verleger der Zeitung 1971 nachgefolgt war. Der Artikel ist das einzige grössere Werk mit Selbstuntersuchung einer Zeitung, das über dieses Thema erschienen ist. [Fussnote 8]

[ABC und NBC kollaborierten mit dem kriminellen CIA]

■ Die Leiter der "Amerikanischen" Sendegesellschaft (American Broadcasting Company, ABC) und der Nationalen Sendegesellschaft (National Broadcasting Company, NBC)  haben mit der Deckung einiger CIA-Geheimagenten auch in den 1960er Jahren weitergemacht. Einer davon war Sam Jaffe, der gemäss CIA-Leitern heimlich Aufgaben des Geheimdiensts ausführte. Jaffe hat nur bestätigt, dem CIA Informationen geliefert zu haben. Ausserdem hat eine andere weitherum bekannte Korrespondentenperson Aufgaben für den Geheimdienst ausgeführt, so die CIA-Quellen.

Während der Senatsanhörungen lehnten es CIA-Leiter, die auf höchster Ebene gedient hatten, ab zu sagen, ob der CIA immer noch aktive Verbindungen mit den Mitgliedern von ABC-News unterhält. Alle Spionageabkommen wurden mit Kenntnis der ABC-Leiter abgeschlossen, so die Quellen.

Dieselben Quellen gaben nur wenig Details über die Beziehung zwischen dem CIA und der NBC an, ausser dass da mehrere Auslandskorrespondenten im Netz waren, die in den 1950er und 1960er Jahren einige Aufgaben für den CIA erfüllten. "Das waren Sachen, die die Leute damals machten", sagte Richard Wald, Präsident der NBC-News seit 1973. "Ich wäre nicht überrascht, wenn die Leute hier - miteingeschlossen einige der heutigen Korrespondenten - ebenfalls Kontakte zum CIA unterhalten."

[Der Medienkonzern Copley Press und seine Unterabteilung Copley-Nachrichtendienst]

■ Der Medienkonzern "Copley Press" und seine Unterabteilung Copley-Nachrichtendienst (Copley News Service). Diese Beziehung wurde erstmals durch die Reporter Joe Trento und Dave Roman im Penthouse-Magazin aufgedeckt. CIA-Leiter geben an, dass dies f¨ru den CIA eine der produktivsten Posten war, um Angestellte mit einer Deckung "draussen" zu versehen. Copley besitzt in Kalifornien und in Illinois neun Zeitungen - darunter die "San Diego Union" und die "Evening Tribune". Der Bericht von Trento und Roman (Trento-Roman account), der durch ein Stipendium des Untersuchungsausschusses für Journalismus finanziert wurde, berichtetee, dass mindestens 23 Angestellte der Nachrichtenabteilung "Copley News Service" Arbeiten für den CIA ausgeführt haben.

Original Englisch:
“The Agency’s involvement with the Copley organization is so extensive that it’s almost impossible to sort out,”


Übersetzung:
"Der CIA ist derart intensiv mit dem Copley-Konzern verflochten, dass man die beiden kaum noch voneinander trennen kann",

sagte ein CIA-Leiter, der im Spätjahr 1976 über dieses Verhältnis befragt wurde. Andere CIA-Leiter gaben damals an, dass James S. Copley, der Besitzer des Konzerns bis zu seinem Tod im Jahre 1973, die meisten der Abkommen mit dem CIA persönlich abgeschlossen hat.

Gemäss Trento und Roman bot Copley persönlich seinen Nachrichtendienst dem damaligen Präsidenten Eisenhower an, um als "Augen und Ohren" für "unseren Geheimdienst" gegen "die kommunistische Bedrohung in Latein-"Amerika" und Zentral-"Amerika" zu agieren." James Copley war auch die leitende Hand hinter der Interamerikanischen Pressegesellschaft (Inter-American Press Association), eine vom CIA gegründete Organisation mit einer weiten Mitgliedschaft unter den rechtsgerichteten, latein-"amerikanischen" Zeitungsverlegern.

[Weitere Nachrichtendienste, die mit dem kriminellen CIA kollaborierten]

■ Weitere grosse Nachrichtendienste. Gemäss den CIA-Leitern dokumentieren die CIA-Dokumente weitere Abkommen mit den folgenden Nachrichtendiensten, darunter:
-- die New York Herald‑Tribune,
-- die Saturday‑Evening Post,
-- Scripps‑Howard Newspapers,
-- Hearst Newspapers Seymour K. Freidin, der Büroleiter von Hearst in London, und
-- ein ehemaliger Herausgeber und Korrespondent der Herald‑Tribune, der durch die CIA-Quellen als CIA-Geheimagent aufgedeckt wurde,
-- Associated Press [foot note 9]
-- United Press International,
-- die Mutual Broadcasting System,
-- Reuters sowie
-- der Miami Herald.

Abkommen über verdeckte Agitation beim Herald waren gemäss CIA-Leitern eher ungewöhnlich insofern sie "auf dem Boden der CIA-Station in Miami und nicht vom Hauptquartier des CIA abgeschlossen wurden."

"Und das ist ja nur ein kleiner Teil der ganzen Liste", so die Worte eines Leiters der CIA-Hierarchie. Wie andere Quellen auch gab dieser CIA-Leiter an, dass der einzige Weg, die Unsicherheiten über die Hilfe zu beseitigen, die die Journalisten dem CIA geleistet haben, über die Aufdeckung der gesamten CIA-Dokumente geht - dem jedoch stehen die gegenwärtigen und ehemaligen 35 CIA-Leiter entgegen, die darüber im Laufe eines Jahres befragt wurden.

COLBY REDUZIERT SEINE VERLUSTE (COLBY CUTS HIS LOSSES)

Der Gebrauch [Missbrauch] von Journalisten ging in Tat und Wahrheit unvermindert bis 1973 weiter, als öffentlich aufgedeckt wurde, dass der CIA im Geheimen "amerikanische" Reporter angestellt hatte. Erst dann begann William Colby, sein Programm herunterzufahren. In seiner ersten Stellungnahme übermittelte Colby den Eindruck, dass der Gebrauch [Missbrauch] von Journalisten minimal gewesen sei und für den Geheimdienst eher unwichtig gewesen sei.

Dann begann er eine Serie von Massnahmen mit der Absicht, die Presse, den Kongress und die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass der CIA sich aus dem Zeitungsbusiness zurückgezogen habe. Aber gemäss den CIA-Leitern hatte Colby in Tat und Wahrheit ein Schutznetz um sein wertvolles Informantennetz mit den Journalisten aufgezogen. Er befahl seinen Stellvertretern, die Bindungen des CIA mit den besten Journalisten zu behalten, während formelle Verbindungen mit vielen Leuten abgesichert wruden, die als inaktiv betrachtet wurden, relativ unproduktiv, oder nur am Rande wichtig. Bei der Untersuchung der Geheimdienstakten in Bezug auf Colbys Befehle fanden die Untersuchungsleiter heraus, dass viele Journalisten für den CIA während Jahren gar keine nützliche Funktion mehr ausführten. Solche Beziehungen - es waren vielleicht um die 100 - wurden zwischen 1973 und 1976 beendet.

Inzwischen wurde wichtigen CIA-Leitern, die bei einigen wichtigen Zeitungen und Sendeanstalten platziert worden waren, befohlen, ihre Arbeit dort jeweils aufzugeben und freie Mitarbeiter oder Freiberufler zu werden. Dies ermöglichte es Colby, besorgte Verleger zu vergewissern, dass Mitglieder ihres Personals keine Angestellten des CIA waren. Colby befürchtete auch, dass einige wertvolle freie Mitarbeiter-Spione auffliegen könnten, wenn die Überprüfung der Geheimdienstverbindungen mit Journalisten weitergeführt würde. Einigen dieser Personen wurden dann andere Arbeitsorte zugewiesen, also bei sogenannten Medien unter Eigenbesitz - das waren ausländische Zeitschriften und Sendungen, die im Geheimen durch den CIA finanziert und mit Personal ausgestattet wruden. Andere Journalisten, die formelle Verträge mit dem CIA abgeschlossen hatten - die also Angestellte des Geheimdienst waren - wurden aus ihrem Vertrag entlassen und konnten dann auf Wunsch unter weniger formellen Vertragsbedingungen weiterarbeiten.

Im November 1973 nach der Durchführung der vielen Wechsel erzählte Colby den Reportern und Herausgebern der New York Times und des Washington Star, dass der Geheimdienst "ungefähr drei Dutzend" amerikanische Nachrichtenreporter "beim CIA auf der Lohnliste hatte", darunter fünf, die für "grosse Nachrichtendienste" arbeiteten. Noch während der Anhörung durch das Senats-Geheimdienstkomitee im Jahre 1976 - so besagen hochrangige CIA-Quellen - behielt der CIA seine Bindungen mit 75 bis 90 Journalisten jeglicher Art - Führungskräfte, Reporter, freie Mitarbeiter, Fotografen, Kolumnisten, Büroangestellte und Mitglieder des technischen Personals der Sendeanstalten. über die Hälfte von ihnen war aus den CIA-Verträgen entlassen und von den Lohnlisten gestrichen worden, machten aber mit ihrer Spionage unter anderen Abkommen mit dem Geheimdienst weiter. Gemäss einem nicht publizierten Bericht des Geheimdienst-Sonderausschusses des [Weissen] Hauses unter dem Vorsitz des Abgeordneten Otis Pike lieferten auch noch im Jahre 1976 mindestens 15 Nachrichtendienste immer noch die Deckung für CIA-Operationen.

Colby, der sich als einer der begabtesten Geheimtaktiker der CIA-Geschichte einen Ruf erwarb, hatte selbst Journalisten bei Geheimoperationen angeleitet, bevor er 1973 Direktor wurde. Aber sogar über ihn wurde gesagt - und das waren seine engsten Freunde - dass er schon ziemlich erschüttert gewesen sei, wie ausgiebig seiner Ansicht nach der CIA einfach mit dem Gebrauch [Missbrauch] der Journalisten weitermachte, als er den Laden übernahm. "Zu prominent", so sagte der Direktor oft ¨buer einige seiner Leute und Nachrichtendienste, die mit dem CIA zusammenarbeiteten. Andere im CIA zählen zu den bestbekannten Journalistenposten ganze "Firmennahmen" (brand names).

"Colbys Sorge war, dass er auf einen Schlag alle Quellen verlieren könnte, wenn wir nicht etwas vorsichtiger werden würden bei der Auswahl, wen wir da gebrauchten [missbrauchten] und wie wir sie kriegen [verführen] würden", erklärte einer der ehemaligen stellvertretenden Direktoren. Es folgte bei Colby folglich eine Aktionswelle, um die Spione von den sogenannten "Hauptmedien" bei kleineren Zeitungshäusern und Sendeanstalten einzuschleusen, und bei solchen Publikationen, die auf Reisezeitungen und Newsletters spezialisiert waren.

[Colby verlässt den CIA - 28. Januar 1976 - neuer CIA-Boss George Bush verbietet die CIA-Spionage durch Journalisten nicht, aber sie muss nun gratis sein...]

Nachdem Colby am 28. Januar 1976 den CIA verlassen hatte, war George Bush sein Nachfolger. Nun gab der CIA eine neue Politik bekannt:

Original englisch:
“Effective immediately, the CIA will not enter into any paid or contractual relationship with any full‑time or part‑time news correspondent accredited by any U.S. news service, newspaper, periodical, radio or television network or station”


Übersetzung:
"Ab sofort wird der CIA keine bezahlten oder vertragsmässigen Verhältnisse mit Vollzeit- oder Teilzeit-Nachrichtenreportern mehr eingehen, die bei Nachrichtendiensten, Zeitunge, Zeitschriften, Radio oder Fernsehstationen der "USA" akkreditiert sind."

Als dies verkündet wurde, gab der Geheimdienst (die Agency) zu, dass die Politik weniger als die Hälfte der Verbindungen mit den 50 "US"-Journalisten kündigen werde, die gerüchteweise immer noch beim Geheimdienst angestellt waren. Der Text der Verkündigung erwähnte, dass der CIA weiterhin freiwillige, und unbezahlte Kooperation mit Journalisten weiterhin "begrüssen" würde. Folglich blieben viele Verbindungen weiterhin erlaubt.

Der Unwille des Geheimdienst, endlich mit dem Gebrauch [Missbrauch] von Journalisten Schluss zu machen und mit den Spionageverhältnissen mit einigen Führungskräften der Nachrichtenmedien weiterzumachen, ist vor allem das Produkt zweier Tatsachen im Spiel der Geheimdienste: Die Deckung als Journalist ist ideal, weil der Beruf als Reporter eben auch ein Schnüfflerjob ist; und viele andere Quellen, die Institutionen sind, haben in den letzten Jahren jegliche Beziehungen zum CIA abgelehnt. Das waren Unternehmen, Stiftungen und Erziehungseinrichtungen, die einstmal mit dem Geheimdienst kooperiert hatten.

"Das ist schon hart, einen Geheimdienst in diesem Land zu betreiben", erklärte ein hochrangiger CIA-Angestellter. "Es existiert da eine eigenartige Ambivalenz über Geheimdienste. Wenn wir in Übersee Daten beschaffen sollen, brauchen wir einen Deckmantel. Aber schon die Beschaffung dieser Deckung war eine versteckte Aktion. Die Friedenstruppen sind in Sperrbereichen, so ist es auch mit USIA (Informationsagentur), die Stiftungen und die Freiwilligenorganisationen sind seit 1967, und bei den Fulbrights [Fulbright-Gelehrte] wirkt ein selbstauferlegtes Verbot. Wenn man die "amerikanische" Gemeinde betrachtet und auflistet, wer für den CIA arbeiten könnte und wer nicht, dann gibt es nur ein sehr dünnes Potential. Nicht einmal der Auslandsdienst will uns haben. Wohin soll man dann gehen zum Teufel nochmal? Geschäft ist ja schön und gut, aber bei der Presse kommt ja alles von allein zustande. Ein Journalist ist 20 Agenten Wert (One journalist is worth twenty agents). Er hat Zugang, er hat die Fähigkeit, Fragen zu stellen, ohne dabei Aufsehen zu erregen (He has access, the ability to ask questions without arousing suspicion).”

DIE ROLLE DES CHURCH-KOMITEES (ROLE OF THE CHURCH COMMITTEE)

Trotz der Beweise für den ausgedehnten Gebrauch [Missbrauch] von Journalisten entschied das Senats-Geheimdienstkomitee gegen eine Befragung von Reportern, Herausgebern, Verlegern oder der Führungskräfte von Sendeanstalten, deren Abkommen mit dem Geheimdienst in den CIA-Dokumenten detailliert genannt sind.

Gemäss den Quellen im Senat und im Geheimdienst war der Gebrauch [Missbrauch] von Journalisten nur eines von zwei Untersuchungsgebieten, wo der CIA über weite Strecken seine Kosten senkte. Das andere Gebiet war der Gebrauch [Missbrauch] von Akademikern zum Zwecke der Rekrutierungen und Informationsbeschaffung.

In beiden Fällen besagten die Quellen, dass die ehemaligen Direktoren Colby und Bush sowie der Spezialrat des CIA Herr Mitchell rogovin die Schlüsselfiguren des Komitees überzeugen konnten, dass eine volle Untersuchung oder auch nur eine teilweise Aufdeckung der Dimensionen der Aktivitäten einen irreparablen Schaden für den nationalen Geheimdienst anrichten würden. Ausserdem würde der Ruf von 100en Personen geschädigt. Über Colby wurde berichtet, speziell überzeugend gewirkt zu haben mit seiner Argumentation, dass eine Aufdeckung eine "Hexenjagd" erzeugen würde, wo die Opfer dann die Reporter, Herausgeber und Verleger sein würden.

Walter Elder, der Stellvertreter des ehemaligen CIA-Direktors McCone und die Hauptverbindung des CIA zum Church-Komitee, argumentierte, dass das Komitee gar keine Missetat begangen habe, weil dort keine Journalisten durch den CIA missbraucht worden seien; die Abkommen seien alle auf freiwilliger Basis gewesen. Elder zitierte als Beispiel den Fall des Louisville Courier-Journal. "Herr Church und andere Leute beim Komitee waren vom Courier-Journal ganz begeistert (on the chandelier), so sagte ein CIA-Leiter, "bis wir betonten, dass wir beim Verleger ein Deckmantelabkommen abgeschlossen hatten, und dass der Verleger gesagt hatte: 'Sehr gut' ('fine')."

Einige Mitglieder des Church-Komitees und Personal befürchtete, dass Geheimdienstagenten die Kontrolle der Befragung übernommen haben könnten, und dass sie getäuscht worden wären. "Der Geheimdienst war extrem schlau damit und das Komitee hat geradezu in seine Hände gespielt", sagte eine Person des Kongress, die nahe zur Untersuchung steht. "Herr Church und einige der anderen Mitglieder waren viel interessierter daran, Schlagzeilen zu produzieren, als seriöse und harte Untersuchungsarbeit zu leisten. Der Geheimdienst gab vor, viel abgeben zu müssen, wenn immer er über dieses auffällige Thema befragt wurde - Morde und Geheimwaffen und Operationen à la James Bond. Dann, als Dinge bekannt wurden, die sie nicht hergeben wollten, die dem Geheimdienst wichtiger waren, sagte speziell Colby dann irgendwas (called in his chits). Und das Komitee hat ihm das abgekauft."

Die Untersuchung des Senatskomitees betreffs des Gebrauchs [Missbrauchs] von Journalisten wurde von William B. Bader überwacht, ein ehemaliger CIA-Geheimdienstoffiziert, der dieses Jahr kurz zum Geheimdienst zurückkehrte, nun als Stellvertreter des CIA-Direktors Stansfield Turner, und nun ist er ein hochgradiger Geheimdienst-Leiter im Verteidigungsministerium. Bader wurde von David Aaron assistiert, der jetzt als Vertreter für Zbigniew Brzezinski arbeitet, der Sicherheitsberater von Präsident Carter.

[Eine neue Aufsichtskommission - ein neues Reglement für den kriminellen CIA]

Gemäss Kollegen beim Personal der Senatsuntersuchung waren Bader und Aaron beunruhigt über die Informationen, die die CIA-Dokumente über Journalisten enthielten; sie drängten dazu, dass die weitere Untersuchung durch eine neue CIA-Aufsichtskommission (oversight committee) des Senats durchgeführt werden solle. Diese Kommission hat dann das erste Jahr ihrer Existenz mit der Formulierung eines neuen Reglements (charter) für den CIA zugebracht, und Mitglieder sagen, dass nur wenig Interesse bestehen würde, den Gebrauch [Missbrauch] der Presse durch den CIA weiter zu erforschen.

[CIA-Direktor George Bush lässt nur allgemeine Berichte ohne Namensnennung zu - ungefähr 400 Berichte]

Baders Untersuchung wurde unter ungewöhnlich schwierigen Bedingungen durchgeführt. Seine erste Forderung nach detaillierten Informationen über den Gebrauch [Missbrauch] von Journalisten wurde vom CIA mit der Begründung abgelehnt, dass da gar kein Amtsmissbrauch stattgefunden hätte, und dass derzeitig laufende Geheimdienstoperationen gefährdet werden könnten. Die Senatoren Walter Huddleston, Howard Baker, Gary Hart, Walter Mondale und Charles Mathias - die am Thema der Presse mit dem CIA Interesse gezeigt hatten - teilten Baders Besorgnis bei der Reaktion des CIA. In einer Serie von Telefonanrufen und Treffen mit dem CIA-Direktor George Bush und anderen Geheimdienstoffizieren bestanden die Senatoren darauf, dass die Leute vom Komitee mit Informationen über das Ausmass der CIA-Medien-Kollaboration versorgt werden sollten. Erst am Ende stimmte Bush einer Nachforschung bei den Dokumenten zu, wobei diejenigen Ordner zum Zuge kommen sollten, wo die Absprachen mit Operationen aufgezeichnet sind, wo Journalisten dafür gebraucht [missbraucht] wurden. Die wirklichen Dokumente konnten dann Bader und dem Komitee gar nicht zur Verfügung gestellt werden, denn Bush erhob Einsprache. Stattdessen entschied der Direktor [George Bush], dass seine Stellvertreter das Material in kleinen Artikeln zusammenfassen würden, die in allgemein gefassten Worten die Aktivitäten jedes einzelnen Journalisten beschreiben sollten. Das Wichtigste, so entschied Bush, war dabei, die Namen der Journalisten und der Nachrichtendienste, zu denen sie jeweils gehörten, in diesen Berichten nicht erscheinen würden. Es würden dann doch noch einige Informationen gegeben wie die Region, wo der Journalist gearbeitet hatte und eine allgemeine Beschreibung des Typs von Nachrichtendienst, für den er gearbeitet hat.

Diese Zusammenfassungen zu erstellen war schwierig, so ein CIA-Leiter, der diese Arbeit überwachte. Es gab keine "Journalisten-Dokumente" an sich, und die Daten mussten aus den verschiedenen Quellen zusammengetragen werden. So wurde einem der unterteilte Apparat des CIA lebendig vor Augen geführt. Offiziere, die mit Journalisten angeleitet hatten, gaben ein paar Namen bekannt. Dokumente wurden auch für verschiedene Geheimoperaitonen gebraucht, wo es logisch schien, dass dafur Journaliten benutzt [missbraucht] worden waren. Vor allem wurde das Material durchforstet, das von Reportern dem CIA in der Kategorie "Verdeckte Aktionen" abgegeben worden war und nicht das Material, das ausländische Geheimdienste abgegeben hatten. Alte Dokumente wurden aussortiert. "Wir mussten waren da wirklich hart an der Arbeit", so ein CIA-Leiter.

Nach einigen Wochen trudelten bei Bader die Zusammenfassungen ein. Am Ende waren es über 400 Berichte. Mit der Zeit sagte dann der Geheimdienst, dass die Durchforstung der Dokumente zu Ende sei.

Der Geheimdienst spielte dann mit dem Komitee noch ein Intrigenspiel mit Nummern. Jene, die das Material aufbereiteten, sagten, dass es physisch unmöglich gewesen sei, all die Geheimdienstdokumente zu kontrollieren, ob da Journalisten gebraucht [missbraucht] wurden. "Wir gaben ihnen ein breites, repräsentatives Bild", sagte einer der Geheimdienstleiter. "Wir haben nie vorgegeben, dass das eine komplette Beschreibung der ganzen Bandbreite der Akfitiäten in den letzten 25 Jahren war, oder daass da die gesamte Anzahl Journalisten vorkommen würde, die für uns Aktionen durchgeführt hat." Eine relativ kleine Anzahl der Zusammenfassungen beschrieb die Aktivitäten ausländischer Journalisten - darunter jene, die als freie Mitarbeiter für "amerikanische" Publikationen arbeiteten. Jene Leiter, die über die Themen am besten Bescheid wussten, sagen, dass die Anzahl von 400 "amerikanischen" Journalisten eher die Untergrenze der aktuellen Anzahl ist, die unter unter dem Deckmantel als Journalist für den CIA Geheimaufgaben ausführt.

[Journalisten sind für den Geheimdienst Datenbeschaffer "erster Güte"]

Bader und andere, denen er die Inhalte der Zusammenfassungen sofort beschrieb, kamen zu einigen allgemeinen Schlussfolgerungen: Die Anzahl der Deckmantel-Beziehungen mit Journalisten war viel grösser, als der CIA es jemals angedeutet hatte; und der Gebrauch [Missbrauch] von Reportern und der Leiter der Nachrichtendienste durch den Geheimdienst war ein Geheimposten erster Güte. Die Reporter wurden in fast jede denkbare Art Operation miteinbezogen. Von den 400 bis unbestimmt Personen, deren Aktivitäten da zusammengefasst wurden, waren zwischen 200 und 250 "arbeitende Journalisten" im normalen Sinn - Reporter, herausgeber, Korrespondenten, Fotografen, der Rest waren zumindest nominelle Herausgeber von Büchern, Handelspublikationen und Newsletters.

Und diese Zusammenfassungen waren gerade mal so: Rumpfgeschichten, wage, kaum Details und unvollständig. Viele Interpretationen blieben offen. Und sie enthielten keine Empfehlung, dass der CIA seine Autorität missbraucht hatte, indem er den publizierten Inhalt "amerikanischer" Zeitungen und Nachrichtensendungen manipuliert hatte.

[Forderung nach mehr Details zur Ergänzung der Zusammenfassungen wird abgelehnt]

Baders Unzufriedenheit mit dem, was ihm da präsentiert wurde, gab ihm den Impuls, sich von verschiedenen erfahrenen Leuten Rat zu holen, was die Auslandsbeziehungen und den Geheimdienst betraf. Diese erfahrenen Leute empfahlen, dass er auf mehr Informationen dringen solle, und dass er den Leuten, mit denen er im Komitee am meisten vertraut war, die generelle Idee vermitteln sollte, was die Zusammenfassungen da aufdeckten. Bader ging dann nochmals zu den Senatoren Huddleston, Baker, Hart, Mondale und Mathias. Währenddessen erzählte dem CIA, dass er mehr sehen wolle - die vollen Dokumente betreffs vielleicht 100 Fälle oder so, wo Aktivitäten von Privatpersonen zusammengefasst worden waren. Die Forderung wurde komplett abgelehnt. Der Geheimdienst würde nicht mehr Information über dieses Thema herausgeben.

[Das Abendessen-Treffen im März 1976 - das Abkommen für 25 geschwärzte Dokumentensammlungen - und 5 ungeschwärzte als Beweis der Korrektheit]

Die Unnachgiebigkeit des CIA führte im März 1976 zu einem ausserordentlichen Abendessen-Treffen im Hauptquartier des Geheimdiensts. Unter den Anwesenden waren die Senatoren Frank Church, der nun durch Bader instruiert worden war, und John Tower, der Vizevorsitzende des Komitees, Bader selbst; William Miller, der Direktor der Leute des Komitees; der CIA-Direktor Bush; der Rat des Geheimdiensts Rogovin; und Seymor Bolten, ein hochrangiger CIA-Geheimagent, der jahrelang der Stationsleiter in Deutschland und der Offizier im Fall von Willy Brandt gewesen war. Bolten war von Bush beauftragt worden, die Forderungen des Komitees nach Informationen über Journalisten und Akademiker zu beantworten. Beim Abendessen hielt der Geheimdienst an seiner Verweigerungshaltung fest und verweigerte weiterhin die vollen Dokumente. Auch Namen von Einzelpersonen, die kollaborierende Journalisten oder Mitarbeiter bei den Nachrichtendiensten waren, die da in de 400 Zusammenfassungen beschrieben waren, wollte der Geheimdienst nicht herausrücken. Die Diskussion wurde hitzig, so berichteten später die teilnehmenden Personen. Die Vertreter des Komitees sagten, dass sie ohne zusätzliche Informationen ihr Mandat nicht erfüllen könnten - um festzustellen, ob der CIA seine Autorität missbraucht habe oder nicht. Der CIA dagegen behauptete, sie könnten ihre laufenden Geheimdienstoperationen oder die Angestellten nicht mehr schützen, wenn dem Komitee weitere Aufdeckungen gewährt würden. Viele der Journalisten waren vertraglich angestellte Leute des Geheimdiensts, sagte Bush einmal, und der CIA war ihnen nicht weniger verpflichtt als jedem anderen Agenten.

Schlussendlich wurde ein sehr ungewöhnliches Abkommen ausgehandelt: Bader und Miller sollte es erlaubt werden, "gesäuberte" Versionen der vollen Dokumente über 25 Journalisten zu studieren, die aus den Zusammenfassungen ausgewählt wurden; aber die Namen der Journalisten und der Nachrichtendienste, bei denen sie angestellt waren, würden geschwärzt sein wie auch die Identitäten der anderen CIA-Angestellten, wenn diese in den Dokumenten erwähnt wurden. Church und Tower würde es erlaubt werden, die ungeschwärzten Versionen von fünf der 25 Dokumentensammlungen zu studieren - um zu beweisen, dass der CIA nichts anderes als die Namen gestrichen hatte. Das ganze Abkommen stand unter der Bedingung, dass weder Bader, Miner, Tower oder Church den Inhalt der Dokumente anderen Komiteemitgliedern oder Leuten vom Komitee weitergeben würden.

[Die 25 Dokumentensammlungen über Journalisten beim kriminellen CIA - weitläufige CIA-Manipulationen in den "US"-Medien]

Bader begann, die ungefähr 400 Zusammenfassungen noch einmal durchzugehen. Sein Thema war, davon 25 auszuwählen, dies die aufgrund der spärlichen Informationen, die sie enthielten. Man sollte damit eine Gesamtübersicht erhalten. Daten über die CIA-Aktivität, allgemeine Beschreibungen von Nachrichtendiensten, Typen von Journalisten und Arten der Deckmantel-Geheimoperationen sollten hier alles aufgezeigt werden.

Durch die 25 Dokumentenmappen, die er erhielt, kam es zu einer unausweichlichen Schlussfolgerung - so besagen Senatsquellen und CIA-Leiter: Der kriminelle CIA hatte in den 1950er, 1960er und in den frühen 1970er Jahren seine Beziehungen zu Journalisten bei den bekanntesten, "amerikanischen" Presseerzeugnissen, miteingeschlossen vier oder fünf der grössten Zeitungen und Sendeanstalten des Landes, sowie bei zwei grossen Wochenmagazinen. Trotz der Weglassung von Namen und Beziehungen in diesen 25 detaillierten Dokumentenmappen war jede zwischen 3 bis 11 Zoll dick [7,6-28cm] dick). Die Daten reichten normalerweise aus, um entweder den Spion, seine Bezugspeson oder beide zu identifizieren - vor allem, weil so viele von ihnen in ihren Berufen so prominent waren.

"Da ist schon eine unglaubliche Streuung von Kontakten", berichtete Bader den Senatoren. "Man muss das Time-Magazin zum Beispiel nicht manipulieren, weil da die CIA-Leute im Management sind."

Ironischerweise war eine der Nachrichtendienste, die sich gemäss CIA-Leiteern selbst Schranken bei der Zusammenarbeit mit dem CIA auferlegte, eine von denen, deren Publikation die grösste Ählichkeit it den langfristischen Zielen und Politik des Geheimdienstes aufwies: "U.S. News" und "World Report". Der verstorbene Kolumnist und Gründer der "U.S. News", David Lawrence, war ein enger Freund von Allen Dulles. Aber er lehnte die Befragung durch den CIA-Direktor mehrfach ab, das Magazin für Deckmantel-Ziele benutzt zu haben, so sagen die Quellen. Gemäss einem hohen CIA-Leiter gab Lawrence dann ab einem bestimmten Zeitpunkt seinen unterstellten Redakteuren Befehle mit der Drohung, alle Angestellten von "U.S. News" zu entlassen, die ein formelles Verhältnis mit dem Geheimdienst eingegangen waren. Frühere Redaktionsleiter beim Magazin bestätigten, dass solche Befehle ausgegeben worden waren. CIA-Quellen verweigerten die Angabe jedoch, ob das Magazin nach dem Tod von Lawrence im Jahre 1973 weiterhin eine Quelle für den Geheimdienst war, oder ob die Befehle von Lawrence befolgt worden waren.

[Baders Manöver für mehr Informationen sind erfolglos - die Wand des kriminellen CIA]

Währenddessen versuchte Bader, noch mehr Informationen aus dem CIA herauszuholen, vor speziell über die gegenwärtigen Beziehungen des Geheimdiensts mit Journalisten. Er stiess auf eine Wand. "Bush hat keine gegenwärtigen Informationen geliefert", berichtete Bader seinen Freunden. "Keine der wichtigen Operationen werden auch nur in geringer Weise berührt." Der CIA verweigerte auch die Befragung von Personal, um mehr informationen über den Gebrauch [Missbrauch] von Akademikern zu erhalten. Bush begann, die Komiteemitglieder dazu zu drängen, die Befragungen in beiden Sektoren zu beschränken und die Resultate im Abschlussbericht zu verbergen. "Er sagte immerzu, 'Lasst diese Leute in der Presse und in den Universitäten nicht auffliegen', also, er bat immerzu, dass das doch die einzigen Bereiche des öffentlichen Lebens blieben, die noch Glaubwürdigkeit besassen", berichtete eine Senatsquelle. Colby, Elder und Rogovin baten auch dringend die einzelnen Komiteemitglieder geheimzuhalten, was sie da gefunden hatten. "Und da waren viele Darstellungen mit der Angabe, dass wenn dieser Stoff irgendwie bekannt würde, dann die grössten Namen im Journalismus angeschmiert seien", sagte eine andere Quelle. Die Veröffentlichung der CIA-Beziehungen zu Journalisten und Akademikern, so ängstigte sich der Geheimdienst, würde zwei der wenigen Zugänge zu den noch offenen Rekrutierungsquellen stilllegen. "Die Gefahr der Veröffentlichung ist nicht die andere Seite", erklärte ein CIA-Experte, der bei verdeckten Aktionen mitarbeitete.

Original Englisch:
 “The danger of exposure is not the other side,” explained one CIA expert in covert operations. “This is not stuff the other side doesn’t know about. The concern of the Agency is that another area of cover will be denied.” [and will be lost].


Übersetzung:
"Dies ist nicht Stoff, über die die andere Seite nicht Bescheid weiss. Die Sorge der CIA ist, dass ein anderer verdeckter Bereich dann verneint wird." [und verloren geht]

[Die Vertuschungsaktion des kriminellen CIA]

Ein Senator, der das Thema der Lobbyarbeit des Geheimdiensts war, sagte später: "Vom Standpunkt des CIA aus gesehen war dies das höchste, sensibelste Geheimprogramm von allen.... Es war ein weit grösserer Teil des operationellen Systems betroffen, als da angegeben wurde." Er fügte hinzu: "Ich hatte einen grossen Drang, da den Knopf zu drücken, aber es war zu spät .... Wenn wir darum gebeten hätten, dann wären sie den Gesetzesweg gegangen, um gegen uns zu kämpfen."

Tatsächlich rannte dem Komitee die Zeit davon. Aus der Sicht von vielen Leuten des Komitees wurden da bei der Suche nach CIA-Mordkomplotts und Giftstift-Briefen Ressourcen verschwendet. Die Befragung der Journalisten war eigentlich eher ein Nebenthema. Die Dimensionen des Programms und die Sensibilität des CIA, Informationen dem Komitee herauszugeben, hatte die Leute des Komitees überraschenderweise auf Trab gehalten. Die CIA-Aufsichtskommission, das den Ausschuss unter Herrn Church ablösen würde, würde die Neigung und die Zeit für methodische Untersuchungen bezüglich des Themas haben; wenn, so wie es wahrscheinlich schien, der CIA eine weitere Zusammenarbeit verweigern sollte, dann würde das Mandat des Nachfolgekomitees für eine vorteilhaftere Position sorgen, um den langen Kampf auch tatsächlich zu führen .... Irgendwie so war die Argumentation, als Herr Church und die wenigen anderen Senatoren, die die Funde ggggg

 Or so the reasoning went as Church and the few other senators even vaguely familiar with Bader’s findings reached a decision not to pursue the matter further. No journalists would be interviewed about their dealings with the Agency—either by the staff or by the senators, in secret or in open session. The specter, first raised by CIA officials, of a witch hunt in the press corps haunted some members of the staff and the committee. “We weren’t about to bring up guys to the committee and then have everybody say they’ve been traitors to the ideals of their profession,” said a senator.

Bader, according to associates, was satisfied with the decision and believed that the successor committee would pick up the inquiry where he had left it. He was opposed to making public the names of individual journalists. He had been concerned all along that he had entered a “gray area” in which there were no moral absolutes. Had the CIA “manipulated” the press in the classic sense of the term? Probably not, he concluded; the major news organizations and their executives had willingly lent their resources to the Agency; foreign correspondents had regarded work for the CIA as a national service and a way of getting better stories and climbing to the top of their profession. Had the CIA abused its authority? It had dealt with the press almost exactly as it had dealt with other institutions from which it sought cover — the diplomatic service, academia, corporations. There was nothing in the CIA’s charter which declared any of these institutions off‑limits to America’s intelligence service. And, in the case of the press, the Agency had exercised more care in its dealings than with many other institutions; it had gone to considerable lengths to restrict its role to information‑gathering and cover. [Fussnote 10]

Bader was also said to be concerned that his knowledge was so heavily based on information furnished by the CIA; he hadn’t gotten the other side of the story from those journalists who had associated with the Agency. He could be seeing only “the lantern show,” he told associates. Still, Bader was reasonably sure that he had seen pretty much the full panoply of what was in the files. If the CIA had wanted to deceive him it would have never given away so much, he reasoned. “It was smart of the Agency to cooperate to the extent of showing the material to Bader,” observed a committee source. “That way, if one fine day a file popped up, the Agency would be covered. They could say they had already informed the Congress.”

The dependence on CIA files posed another problem. The CIA’s perception of a relationship with a journalist might be quite different than that of the journalist: a CIA official might think he had exercised control over a journalist; the journalist might think he had simply had a few drinks with a spook. It was possible that CIA case officers had written self‑serving memos for the files about their dealings with journalists, that the CIA was just as subject to common bureaucratic “cover‑your‑ass” paperwork as any other agency of government.

A CIA official who attempted to persuade members of the Senate committee that the Agency’s use of journalists had been innocuous maintained that the files were indeed filled with “puffing” by case officers. “You can’t establish what is puff and what isn’t,” he claimed. Many reporters, he added, “were recruited for finite [specific] undertakings and would be appalled to find that they were listed [in Agency files] as CIA operatives.” This same official estimated that the files contained descriptions of about half a dozen reporters and correspondents who would be considered “famous”—that is, their names would be recognized by most Americans. “The files show that the CIA goes to the press for and just as often that the press comes to the CIA,” he observed. “…There is a tacit agreement in many of these cases that there is going to be a quid pro quo”—i.e., that the reporter is going to get good stories from the Agency and that the CIA will pick up some valuable services from the reporter.

Whatever the interpretation, the findings of the Senate committees inquiry into the use of journalists were deliberately buried—from the full membership of the committee, from the Senate and from the public. “There was a difference of opinion on how to treat the subject,” explained one source. “Some [senators] thought these were abuses which should be exorcized and there were those who said, ‘We don’t know if this is bad or not.’”

Bader’s findings on the subject were never discussed with the full committee, even in executive session. That might have led to leaks—especially in view of the explosive nature of the facts. Since the beginning of the Church committee’s investigation, leaks had been the panel’s biggest collective fear, a real threat to its mission. At the slightest sign of a leak the CIA might cut off the flow of sensitive information as it did, several times in other areas), claiming that the committee could not be trusted with secrets. “It was as if we were on trial—not the CIA,” said a member of the committee staff. To describe in the committee’s final report the true dimensions of the Agency’s use of journalists would cause a furor in the press and on the Senate floor. And it would result in heavy pressure on the CIA to end its use of journalists altogether. “We just weren’t ready to take that step,” said a senator. A similar decision was made to conceal the results of the staff’s inquiry into the use of academics. Bader, who supervised both areas of inquiry, concurred in the decisions and drafted those sections of the committee’s final report. Pages 191 to 201 were entitled “Covert Relationships with the United States Media.” “It hardly reflects what we found,” stated Senator Gary Hart. “There was a prolonged and elaborate negotiation [with the CIA] over what would be said.”

Obscuring the facts was relatively simple. No mention was made of the 400 summaries or what they showed. Instead the report noted blandly that some fifty recent contacts with journalists had been studied by the committee staff—thus conveying the impression that the Agency’s dealings with the press had been limited to those instances. The Agency files, the report noted, contained little evidence that the editorial content of American news reports had been affected by the CIA’s dealings with journalists. Colby’s misleading public statements about the use of journalists were repeated without serious contradiction or elaboration. The role of cooperating news executives was given short shrift. The fact that the Agency had concentrated its relationships in the most prominent sectors of the press went unmentioned. That the CIA continued to regard the press as up for grabs was not even suggested.

Fussnoten:

1. John McCone, von 1961 bis 1965 Direktor des Geheimdiensts, sagte in einem kürzlichen Interview, dass er über "den grossen Deal über Befragungen [nach Auslandsreisen] und über gegenseitige Hilfe" Bescheid wusste, jedoch nichts über die Deckungs-Abkommen , die der CIA mit Medienkonzernen hatte. "Ich konnte nicht unbedingt etwas darüber wissen", sagte er. "Helms hat so was immer gemacht. Es wäre für ihn ungewöhnlich, zu mir zu kommen und zu sagen: 'Wir benutzen nun Journalisten als Deckmantel' ('We're going to use journalists for cover'). Er musste seinen Job machen. Während meiner Zeit gab es keine Politik, die sagte 'Tu so was nicht', noch war da jemand, der sagte 'Mach es nur!' " Während der Aktivitäten des Komitees unter Herrn Church (Church-Komitees) bezeugte McCone, dass seine Untergebenen über nationale Überwachungsaktivitäten nie etwas berichtet haben, oder dass sie an Plänen arbeiteten, Fidel Castro zu ermorden. Richard Helms war in dieser Zeit der Vizedirektor des Geheimdiensts; er wurde 1966 dann der Direktor.

2. Ein freier Mitarbeiter ist ein Reporter, der für einen oder mehrere Nachrichtendienste arbeitet, auf der Basis von Vorschuss oder von Bericht zu Bericht.

3. Aus der Sicht des CIA ist der Zugang zu Filmausschnitten und Fotobibliotheken eine extrem wichtige Sache. Das Fotoarchiv des Geheimdiensts ist vielleicht das grösste der Erde; die Quellen umfassen Satellitenfotos, Foto-Aufklärung, Flugzeuge, Minikameras ... und die "amerikanische" Presse. Während der 1950er und 1960er Jahre besass der Geheimdienst eine Blankovollmacht, um mit Privilegien an Fotobibliotheken von sprichwörtlich Dutzenden von "amerikanischen" Zeitungen, Magazinen, Fernsehstationen und Verkaufsstellen zu gelangen. Aus offensichtlichen Gründen definierte der CIA auch eine hohe Priorität bei der Rekrutierung von Fotojournalisten, speziell Leute, die im Ausland sassen, oder Kamerateams von Sendeanstalten.

4. Am 3. April 1961 verliess Koop das Washingtoner Büro, um der Leiter der Regierungsstelle (Government Relations Department) bei CBS zu werden - eine Position, die er bis zu seiner Pensionierung am 31. März 1972 behielt. Koop, der als während des Zweiten Weltkriegs als ein Stellvertreter im Zensurbüro arbeitete, machte dann in seiner neuen Nachrichten-Position bei CBS mit dem CIA weiter, besagen Quellen von CBS.

5. Hayes verliess 1965 die Washington Post und wurde "US"-Botschafter in der Schweiz. Jetzt ist er Vorsitzender des Vorstands von "Radio Freies Europa" ("Radio Free Europe") und dem "Freiheitsradio" ("Radio Liberty") - beide haben im Jahre 1971 ihre Bindungen zum CIA abgebrochen. Hayes gab an, dass er seine Beteiligung am China-Projekt mit dem verstorbenen Frederick S. Beebe aufgegeben habe, der damals der Vorsitzende des Vorstands des Washington Post-Konzerns war. Katharine Graham, die Herausgeberin der Washington Post, war sich über die Natur der Verpflichtung nicht bewusst, sagte er. Teilnehmer am Projekt haben Geheimabkommen unterschrieben.

6. Philip Geyelin, der Herausgeber der Herausgeber-Seite (editorial page) der Washington Post, arbeitete für den Geheimdienst, bevor er zur Washington Post ging.

7. Louis Buisch, der Präsident des Hornell-Verlagshauses in New York mit der "Evening Tribune", erzählte dem Courier-Journali 1976, dass er nur wenig über die Anstellung von Rober Campbell erinnern könne. "Er war da nicht lange, und er hat auch keinen grossen Eindruck hinterlassen", sagte Buisch, der sich seitdem vom aktiven Management bei der Zeitung zurückgezogen hat.

8. Vielleicht ist der Artikel, der betreffs Presse und CIA am betroffendsten macht, von Stuart H. Loory, der in der September/Oktober-Ausgabe von 1974 im Magazin "Columbia Journalism Review" erschien.

9. Herr Wes Gallagher, der Generaldirektor der Associated Press von 1962 bis 1976, legt grossen Wert auf die Feststellung, dass Associated Press dem Geheimdienst geholfen haben könnte. "Wir haben dem CIA das immer klargemacht; ich hätte jeden entlassen, der für ihn gearbeitet hätte. Wir lassen nicht einmal die Berichterstattung nach Rückkehr von Auslandsreisen zu." Zu dieser Zeit der ersten Aufdeckungen, dass Reporter mit dem CIA zusammengearbeitet hatten, ging Gallagher zu Colby. "ir versuchten, Namen herauszufinden. Alles, was er sagte, war, dass es kein Vollzeitangestellter von Associated Press beim Geheimdienst angestellt war. Wir besprachen das mit Bush. Er sagte dasselbe." Wenn da irgendeiner vom Geheimdienst in den Büros der Associated Press platziert wroden wäre, so Gallagher, dann sei dies ohne die Konsultation des Radio-Managements passiert. Aber Geheimdienst-Leiter bestehen darauf, dass es ihnen möglich gewesen sei, Deckmangel-Abkommen mit jemandem im höheren Management von Associated Press abzuschliessen, wobei sie die Identifizierung der Person verweigern.

10. Viele Journalisten und einige CIA-Funktionäre widersprechen den Behauptungen des Geheimdiensts, dass das bezüglich der Integrität des "amerikanischen" Medienwesens bedenklich gewesen sei.>

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1977 ca.: <Nelson Rockefeller beim CIA> - CIA und manöver in Afrika, im Iran und in Chile - wegen Kupfer und Öl

Ein Datum fehlt leider. Es kann angenommen werden, dass der Artikel 1977 publiziert wurde. Der Artikel ist auf derselben Webseite wie "CIA und die Medien" publiziert. Am Ende des Artikels wird David Harris genannt. Vielleicht wurde der Artikel ursprünglich auch im Magazin "Rolling Stone" publiziert.

aus: Cryptocomb: Nelson Rockefeller on the CIA; Übersetzung von Michael Palomino;
http://cryptocomb.org/wp-content/uploads/2014/01/THE-CIA-AND-THE-MEDIA.pdf

[David Harris]

<WENN MAN SIE BESITZT, DANN BESITZT MAN SIE - NELSON ROCKEFELLER BEIM CIA

Als Gerald Ford beschloss, dass Nelson Rockefeller sein Vizepräsident werden sollte, war er schnell mit der Feststellung, dass sein Kandidat sehr nützlich sein werde. Rockefeller, so sagte Ford der Zeitung "Evening News", war ein Mann mit vielen Talenten. Der Präsident erzählte da keine Lügen. Nelson Rockefeller ist wirklich überall nützlich, wo er eingesetzt wird.

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Less than a month after his confirmation the new vice president found a ready outlet for his skills. The Central Intelligence Agency was accused of spying stateside, and Rockefeller was called upon to head the Blue Ribbon Commission to investigate the CIA. Fort was sure that Rockefeller was just the man to sort the charges out. A few folks have cried foul, pointing to the former New York governor's five-year stint on the committee that oversees the agency he is now to investigate. But Rockefeller views his appointment differently. his prior job was, he explained, all part of his "working knowledge of intelligence", and a central resource for a man conducting investigations such as the Blue Ribbon Commission. That kind of working knowledge, shouldn't be squandered.

If it weren't for his family's business, Nelson Rockefeller might not know nearly as much about intelligence as he does. The Rockefellers' business is money - it's management and it's accumulation. In three generations the family has bought control of 250 billion dollars worth of corporations. It has also cornered one-half of the total of American private investments in Asia, Africa, and Latin America. Inevitably, the CIA and the family business crossed paths early in the agency's career.

Allen Dulles was appointed director of the CIA in 1953 - he came to government service straight from a job as a Rockefeller lawyer. That same year, the CIA, worried that the existing Iranian government might nationalize foreign investments, engineered a coup and replaced the premier with a former Nazi. Shortly thereafter, Standard Oil, the foundation of the Rockefellers' family business, began to tap Iranian oil reserves. In 1961, the same script was acted out in the Congo-Patrice Lumumbe, that country's premier, was murdered by his own army and replaced by a soldier named Mobutu. In the aftermath of the Congolese revolution, David Rockefeller, chairman of Chase Manhattan Bank and Nelson's brother, led an expedition of businessmen into Mobutu-land to explore the "investment climate". It must have been good. Using Rockefeller financing, Pan Am acquired the local airline, AT&T built a subsidiary, Esso drilled for oil, and Standard of Indiana went into the copper business.

The next CIA director, John McCone, took over the reins of intelligence after working as a Standard Oil attorney. Following McCone's appointment the familiar pattern of CIA intervention in foreign governments recurred. Salvador Allende, the first Communist president in Chile's history, was overthrown by a CIA-financed coup in 1973. The year before, Allende had expropriated the Anaconda copper mines, an important wing of the Rockefellers' family business. Henry Kissinger - chairman of the security council that approved, and may even have ordered, CIA Intervention in Chile - is a longtime Rockefeller family employee.

With a background like that, Nelson Rockefeller is establishing a whole new level of expertise in government service. He is also insuring himself of a lot of work in the future. It will be nearly impossible to convene any more commissions without calling on Nelson Rockefeller's mass of "working knowledge".

The commission on high interest rates will certainly need the counsel of a man whose family controls 20 percent of the banks in the United States, it would be foolish to pass over his experience. And the commission on gas prices is a natural, too. The Rockefeller family has controlling interests in Standard, Mobil, Amoco, Arco, Esso, American, Citgo, Exxon, and Humble oil companies.

[Criminal Rockefeller clan with 25% of the life insurances in the "USA"]

If Gerald Ford decides to take on the insurance companies, we can all rest easy knowing he has expert help. The Rockefellers have their hands on one-quarter of all the life insurance sold in this country

[Gerald Ford and the Rockefellers]

After that we can look forward to the Blue Ribbon Commission on Consumer Prices. With Nelson Rockefeller in the administration, Gerald Ford has the inside track here as well. The vice president is one of the owners of Mazola Corn Oil, Karo Syrup, Kleanex, Nuco Margarine, Kotex Sanitary Napkins, Skippy Peanut Butter, Best Food Mayonnaise, Orange Crush, and the American Sugar Company.

It's hard to imagine that the commission on corporate taxation would get far without the man whose company, Standard Oil of Ohio, earned $66 million last year and paid no taxes. Or that the commission on the distribution of wealth would be complete without the leadership of a man whose family's personal fortune is larger than the total worth of 100 million Americans. And just think how useful the vice president could be to the commission on urban renewal and safer neighborhoods. The Rockefeller Pocantico Hills estate, which is staffed by five hundred servants and protected by thirty-five armed guards, covers five square miles and is surrounded by electric barbed wire. Living like that must have taught Nelson Rockefeller a lot. It's a shame not to put his knowledge to good use.

Gerald Ford made a shrewed appointment: whatever the subject, Nelson Rockefeller knows it like he owns it. - David Harris>

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1977 appr.: <Working press - CIA style> - how to manipulate journalists for CIA - the "methods"

There is no date indication. It can be admitted that this article is also published in 1977. It is published on the same web site as the article "The CIA and the media" is published, so there can be assumed that the article is also from Carl Bernstein or from David Harris. May be the article was published originally also in the magazine "Rolling Stone".

from: http://cryptocomb.org/wp-content/uploads/2014/01/THE-CIA-AND-THE-MEDIA.pdf

[Carl Bernstein ?]

<To understand the role of most journalist-operatives, it is necessary to dismiss some myths about undercover work for American intelligence services. Few American agents are "spies" in the popularly accepted sense of the term. "Spying" - the acquisition of secrets from a foreign government - is almost always done by foreign nationals who have been recruited by the CIA and are under CIA control in their own countries. Thus the primary role of an American working undercover abroad is often to aid in the recruitment and "handling" of foreign nationals who are channels of secret information reaching American intelligence.

[Journalists can travel around, can read, can recruit more spies abroad]

Many journalists were used by the CIA to assist in this process and they had the reputation of being among the best in the business. The peculiar nature of the job of the foreign correspondent is ideal for such work: he is accorded unusual access by his host country, permitted to travel in areas often off-limits to other Americans, spends much of his time cultivating sources in governments, academic institutions, the military establishment and the scientific communities. He has the opportunity to form longterm personal relationships with sources and - perhaps more than any other category of American operative - is in a position to make correct judgments about the susceptibility and availability of foreign nationals for recruitment as spies.

"After a foreigner is recruited, a case officer often has to stay in the background", explained a CIA official. "So you use a journalist to carry messages to and from both parties."

Journalists in the field generally took their assignments in the same manner as any other undercover operative. If, for instance, a journalist was based in Austria, he ordinarily would be under the general direction of the Vienna station chief and report to a case officer. Some, particularly roving correspondents or U.S.-based reporters who made frequent trips abroad, reported directly to CIA officials in Langley, Virginia.

The tasks they performed sometimes consisted of little more than serving as "eyes and ears" for the CIA; reporting on what they had seen or overheard in an Eastern European factory, at a diplomatic reception in Bonn, on the perimeter of a military base in Portugal. On other occasions, their assignments were more complex: planting subtly concocted pieces of misinformation; hosting parties or receptions designed to bring together American agents and foreign spies; serving up "black" propaganda to leading foreign journalists at lunch or dinner; providing their hotel rooms or bureau offices as "drops" for highly sensitive information moving to and from foreign agents; conveying instructions and dollars to CIA controlled members of foreign governments.

[Manipulation of journalists by criminal CIA]

Often the CIA relationship with a journalist might begin informally with a lunch, a drink, a casual exchange of information. An Agency official might then offer a favor - for example, a trip to a country difficult to reach;  in return, he would seek nothing more than the opportunity to debrief the reporter afterward. A few more lunches, a few more favors, and only then might there be a mention of a formal arrangement - "That came later", said a CIA official, "after you had the journalist on a string."

Another official described a typical example of the way accredited journalists (either paid or unpaid by the CIA) might be used by the Agency: "In return for our giving them information, we'd ask them to do things that fit their roles as journalists but that they wouldn't have thought of unless we put it in their minds. For instance, a reporter in Vienna would say to our man, 'I met an interesting second secretary at the Czech Embassy.' We'd say: 'Can you get to know him? And after you get to know him, can you assess him? And then, can you put him in touch with us - would you mind us using your apartment?' "

Formal recruitment of reporters was generally handled at high levels - after the journalist had undergone a thorough background check. The actual approach might even be made by a deputy director or division chief. On some occasions, no discussion would be entered into until the journalist had signed a pledge of secrecy.

[The caught journalist has to follow the CIA "rules"]

"The secrecy agreement was the sort of ritual that got you into the tabernacle", said a former assistant to the Director of Central Intelligence. "After that you had to play by the rules." David Attlee Phillips, former Western Hemisphere chief of clandestine services and a former journalist himself, estimated in an interview that at least 200 journalists signed secrecy agreements or employment contracts with the Agency in the past twenty-five years. Phillips, who owned a small English-language newspaper in Santiago, Chile, when he was recruited by the CIA in 1950, described the approach: "Somebody from the Agency says, 'I want you to help me. I know you are a true-blue American, but I want you to sign a piece of paper before I tell you what it's about.' I didn't hesitate to sign, and a lot of newsmen didn't hesitate over the next twenty years."

"One of the things we always had going for us in terms of enticing reporters", observed a CIA official who coordinated some of the arrangements with journalists, "was that we could make them look better with their home offices. A foreign correspondent with ties to the Company [the CIA] stood a much better chance than his competitors of getting the good stories."

Within the CIA, journalist operatives were accorded elite status, a consequence of the common experience journalists shared with high-level CIA officials. Many had gone to the same schools as their CIA handlers, moved in the same circles, shared fashionably liberal, anti-Communist political values, and were part of the same "old boy" network that constituted something of an establishment elite in the media, politics and academia of postwar America. The most valued of these lent themselves for reasons of national service, not money.

The Agency's use of journalists in undercover operations has been most extensive in Western Europe ("That was the big focus, where the threat was", said one CIA official), Latin America and the Far East. In the 1950s and 1960s journalists were used as intermediaries - spotting, paying, passing instructions - to members of the Christian Democratic party in Italy and the social Democrats in Germany, both of which coverdy [?] received millions of dollars from the CIA. During those years "we had journalists all over Berlin and Vienna just to keep track of who the hell was coming in from the East and what they were up to", explained a CIA official.

[Military maneuvers against Chile with CIA journalist slaves]
In the Sixties, reporters were used extensively in the CIA offensive against Salvador Allende in Chile; they provided funds to Allende's opponents and wrote anti-Allende propaganda for CIA proprietary publications that were distributed in Chile. (CIA officials insist that they make no attempt to influence the content of American newspapers, but some fallout is inevitable: during the Chilean offensive, CIA-generated black propaganda transmitted on the wire services out of Santiago often turned up in American publications).

According to CIA officials, the Agency has been particularly sparing in its use of journalist agents in Eastern Europe on grounds that exposure might result in diplomatic sanctions against the United States or in permanent prohibitions against American correspondents serving in some countries. The same officials claim that their use of journalists in the Soviet Union has been even more limited, but they remain extremely guarded in discussing the subject. They are insistent, however, in maintaining that the Moscow correspondents of major news organizations have not been "tasked" or controlled by the Agency.

[Criminal CIA claims that Soviets would lie about "American" reporters]

The Soviets, according to CIA officials, have consistently raised false charges of CIA affiliation against individual American reporters as part of a continuing diplomatic game that often follows the ups and downs of Soviet-American relations. The latest such charge by the Russians - against Christopher Wren of the "New York Times" and Alfred Friendly Jr., formerly of "Newsweek", has no basis in fact, they insist.

[Well, CIA is the criminal part, not Russia. CIA is lying, not Russia].

CIA officials acknowledge, however, that such charges will persist as long as the CIA continues to use journalistic cover and maintain covert affiliations with individuals in the profession. But even an absolute prohibition against Agency use of journalists would not free reporters from suspicion, according to many Agency officials. "Look at the Peace Corps", said one source. "We have had no affiliation there and they [foreign governments] still throw them out.>

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1977 appr.: <Words of Disguise> - CIA="The Agency" etc.

There is no date indication. It can be admitted that this article is also published in 1977. It is published on the same web site as the article "The CIA and the media" is published, so there can be assumed that the article is also from Carl Bernstein or from David Harris. May be the article was published originally also in the magazine "Rolling Stone".

from: http://cryptocomb.org/wp-content/uploads/2014/01/THE-CIA-AND-THE-MEDIA.pdf

[Benjamin Bernstein?]

<Part of the confusion surrounding the use of American journalists by the CIA stems from semantic distinctions peculiar to the intelligence-gathering profession. By carefully (and often misleadingly) using such spyspeak terms as "contract employee", "agent", "control capability", "unilateral memo of understanding", "agent of opportunity" and "intelligence asset", the Agency has made it virtually impossible for almost any layman - including reporters experienced in covering intelligence activities and senators accustomed to being briefed by intelligence officers - to determine the exact nature of many relationships maintained by the CIA over the years with individual journalists. The Agency has also managed to obscure the most elemental fact about the relationships detailed in its files: i.e. that there was recognition by all parties involved that the cooperating journalists were working for the CIA - whether or not they were paid or had signed employment contracts.

The problem of determining the precise role of individual journalists has been compounded by the CIA's use of equally technical terms peculiar to the profession of journalism - among them "stringer", "accredited correspondent", "editorial employee", "general circulation", "freelance" and even "reporter". CIA officials, particularly Colby, have consistently entangled in a semantic thicket the answers to such seemingly simple questions as: "Has Stewart Also ever worked for the CIA?" or "Has the Agency ever used 'Time' magazine correspondents as undercover operatives?" The answer to both questions is yes, although Colby has refused to answer either.

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26.11.2006: CIA-Schweine spionierten systematisch linke Intellektuelle in Europa aus - mit der Kulturplattform "Kongress für kulturelle Freiheit" - CIA-Schweinestall in Köln

<Deutsche Künstler und Journalisten als "IM" der USA?>

26.11.2006

Selbst Heinrich Böll arbeitete jahrelang – möglicherweise unwissentlich – dem CIA zu.

Jedes große Unternehmen zahlt heute seine Spin-Doctors und Lobbyisten, um seine Interessen durchzusetzen. Der US-amerikanische Geheimdienst CIA war in den späten 50ern seiner Zeit bereits weit voraus, wie eine ZDF-Dokumentation belegt: ob Literaten, Musiker, Mitarbeiter von Verlagen oder des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – alle wurden aus Washington ferngesteuert.

Dass im Osten keine Freiheit herrschte, ist hinlänglich bekannt: in der DDR war ein immer größerer Teil der Bevölkerung damit beschäftigt, den Rest zu überwachen und der große Bruder in Moskau hatte mit dem KGB seine Finger ohnehin überall drin. Dissidenten erhofften sich im Westen, nun von den Nachstellungen der Geheimdienste sicher zu sein – und waren doch wieder schneller in deren Fängen, als sie sich vorstellen konnten, nur diesmal denen der anderen Seite im Kalten Krieg.

[Kongress für kulturelle Freiheit"]

Mehrere hundert Millionen Dollar investierte der US-Auslandsgeheimdienst CIA, um in einer der größten Nachkriegsoperationen ein weltweites Kulturnetz zu knüpfen. Zentrum der CIA-Aktivitäten war der bis vor kurzem noch hochgelobte "Kongress für kulturelle Freiheit" – eine Organisation mit Sitz in Paris unter vollständiger Kontrolle der dort tätigen US-Agenten. Der "Kongress" unterhielt in sämtlichen Staaten Westeuropas nationale Zweigorganisationen und die Pariser Zentrale finanzierte in großem Stil "Kongress"-Zeitschriften für den Einsatz in Afrika, Lateinamerika und den arabischen Ländern. Ziel war der Kampf für amerikanische Werte in Bildender Kunst, Literatur und Musik. Insbesondere sozialkritische Intellektuelle und Künstler aus dem linken Lager waren für den "Kongress" von Interesse. Mit geheimdienstlichen Mitteln sollten sie marxistischen Einflüssen entzogen und für den Einsatz an der US-Kulturfront bereitgemacht werden.

[Böll als Diener des CIA - Solschenizyn kommt zu Böll]

Als Alexander Solschenizyn 1974 aus der Sowjetunion ausgebürgert wurde und bei Heinrich Böll Zuflucht fand, war dies kein Zufall: Böll wurde vom CIA überwacht und alle Treffen des Literaten mit literarischen und politischen Persönlichkeiten des Ostblocks landeten in vertraulichen westlichen Geheimdienstprotokollen. Der "Kongress für kulturelle Freiheit" praktizierte realen Orwellschen Neusprech: Kulturell waren die Literaten wohl frei – sonst aber nicht.

Unter dem Motto "Freie Kultur in einer freie Welt" tagte der Verein unter anderem drei Tage in Berlin unter dem Funkturm und zum Abschluss sagte der englische Schriftsteller Arthur Köstler in einer Ansprache in sehr militaristischer Sprachwahl schließlich, es sei an der Zeit, der Neutralität Lebewohl zu sagen und verriet damit beinahe mehr über die Veranstaltung, als deren Initiatoren lieb war.

Die Intellektuellen des Westens haben ihre Defensivpositionen verlassen. Freunde, die Freiheit hat die Offensive ergriffen!

[Der CIA-Schweinestall in Köln mit kiepenheuer&Witsch, WDR etc. ]

Heimlicher Kopf der Kölner Gruppe der CIA-Organisation war Josef Caspar Witsch, ein ehemaliger nationalsozialistischer Kulturfunktionär und SA-Mann, so die ZDF-Dokumentation, der den Literaturverlag Kiepenheuer & Witsch gegründet hatte. Reinhold Neven Du Mont, der 1963 bei Kiepenheuer & Witsch einstieg und 1969 den Verlag übernahm, sagt hierzu aus, dass es neben den seriösen, literarischen Werken im Programm von Kiepenheuer & Witsch auch eine ganze Reihe zwar ebenso seriöser, aus den USA stammende Werke im Kiepenheuer & Witsch-Fundus gab, bei denen man sich aber doch fragte, wie diese anspruchsvollen Übersetzungen wohl finanziert worden seien.

Schon damals vermutete man den CIA als heimlichen Geldgeber, so Du Mont. Wie weit Böll von seinem Verleger Witsch über die Hintergründe des "Kongress für kulturelle Freiheit" aufgeklärt wurde, ist offen. Jedoch lieferte er die Berichte über seine Besuche im Ostblock bei Witsch ab, der sie an den CIA weiter gab und tauchte dort auch namentlich auf den Listen mit Finanztransfers auf.

Mit im Kölner Kreis waren neben Rundfunk- und Fernsehleuten des westdeutschen Rundfunks der ehemalige Agent der NS-Auslandsspionage und SS-Untersturmführer Behrend von Nottbeck und der frühere Gestapo-Lockspitzel und USA-Feind Hans Otto Wesemann, so die ZDF-Dokumentation. Erst Mitte der 60er sickert durch, dass das Geld für die Aktivitäten vom CIA kommt – offiziell war die Ford-Stiftung der Sponsor. Die Beteiligten akzeptieren dies, "na endlich geben sie ihr Geld einmal für etwas richtig Gutes aus", so Sabine Brandt, Kongress-Geschäftsführerin in Köln von 1959 bis 1961.

[CIA-Schweine finanzieren und observieren "Kulturzeitschriften" in ganz Europa]

Als französische Plattform der Einflussnahme diente die Zeitschrift "Preuves" unter dem Soziologen Raymond Aron. In Deutschland sammelte der "Kongress" seine ahnungslosen Kulturträger im Umkreis des Blattes "Der Monat". In England war es der "Encounter". Die Finanzierung übernahm ab etwa 1958 die CIA. Wie Tom Braden, Ex-CIA-Agent, berichtet, sprach der CIA reiche US-Bürger an, dass er Stiftungen in ihrem Namen gründen wolle. Ein "o.k." des Namensgebers, ein Hotelzimmer als Postadresse, ein Briefkopf – und fertig war die Stiftung, die nun die Literatenvereine finanzieren konnte, ohne dass der CIA direkt namentlich in Erscheinung treten musste.

Ziel der Unterwanderung waren linke Intellektuellenkreise. Diese durften durchaus Kritik an den USA äußern, sollten aber nicht kommunistisch aktiv werden – die Angst vor der roten Gefahr war groß, es war das Zeitalter von McCarthy. Man wollte die gemäßigte Linke, die engagierten Intellektuellen ohne deren Wissen als Verbündete gewinnen, so Erich Schmidt-Eenboom. Carola Stern, die frühere US-Agentin in der DDR, spätere Fernsehjournalistin des westdeutschen Rundfunks und zeitweise Freundin von Heinrich Böll, arbeitete als Lektorin bei Kiepenheuer & Witsch.

[CIA-Schweine diskriminieren Thomas Mann, Sartre, Beauvoir etc.]

Thomas Mann war beim "Kongress für kulturelle Freiheit" beispielsweise unerwünscht. Ebenso Jean-Paul Sarte und Simone de Beauvoir, die nach Äußerungen über die Unterschätzung des Hitlerregimes durch die seinerzeitige französische Regierung von Raymond Aron in der Zeitschrift "Preuves" auch bezüglich ihrer Liebesbeziehung mit Sartre ohne Trauschein attackiert wird. Grund für diese durch CIA-Gelder finanzierten persönlichen Attacken war eine Sympathie Sartres für den "dritten Weg" von Fidel Castro.

[Fascho-CIA manipuliert auch Orwells "Animal Farm"]

Die Verfilmung von George Orwells "1984", dessen Beschreibungen monströser Bauten durchaus an die Ost-Monsterbauten beispielsweise in Berlin Mitte erinnern und der mit der Farm der Tiere ("Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher!") ja tatsächlich den Kommunismus kritisierte, was aber in der heute bekannten Form auch auf Eingriffen des CIA beruhte, wurde auf Wirken des CIA gegenüber dem Buch noch deutlich verschärft und zu einem kommunismuskritischen Manifest.

[Das eigene Genozid-Programm der Fascho-"USA" seit 1776 zieht der CIA aber nie in Zweifel...]

[Fascho-CIA schützt Dirigenten - und manipuliert die ganze Welt gegen den chilenischen Schriftsteller Neruda]

Als die Dirigenten Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan wegen ihrer NS-Vergangenheit in die Kritik kamen, hielt der "Kongress für kulturelle Freiheit" nach einer Verpflichtung die schützende Hand über sie.

Bei der Malerei war abstrakter Expressionismus gewünscht, das galt als modern. Günter Grass war dagegen, er bevorzugte gegenständliche Malerei. Ebenso wurde der als Nobelpreiskandidat gehandelte chilenische Dichter Pablo Neruda gezielt mit CIA-Mitteln diskreditiert, um dies zu verhindern.

[Der Fascho-CIA fliegt 1966 auf - aber die "Kontakte" bleiben...]

Am 27. April 1966 berichtete die New York Times über die CIA-Finanzierung des "Kongress für kulturelle Freiheit". Damit war es mit all den von ihm getragenen Literaturzeitschriften vorbei. Die US-Kontakte blieben jedoch, ebenso die Finanzierungen. Den "Monat" kaufte die "Zeit" auf.

[Die Dokumentation von 2006]

Die auf Arte TV erstmals ausgestrahlte Dokumentation "Benutzt und gesteuert – Künstler im Netz der CIA" entstand nach dreijähriger Recherchearbeit in zahlreichen Dokumenten, die in US-Archiven lagern und über die damaligen Arbeitszentren in der Bundesrepublik Auskunft geben. Sie gibt Anlass zur Neubewertung der Kulturszene im Nachkriegseuropa.

Benutzt und gesteuert, Künstler im Netz der CIA, Dokumentation, Regie: Hans-Rüdiger Minow , Zweites Deutsches Fernsehen, Deutschland 2006, 52 Minuten. Erstausstrahlung Arte TV, Mittwoch, den 29. November 2006, 20.40 Uhr>

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23.4.2014: CIA-Handbuch zum Manipulieren von ganzen Staatssystemen in eine Revolution - der kriminelle CIA hat System...

aus: Politplatschquatsch online: CIA-Handbuch: Wie man eine Revolution anschiebt
http://www.politplatschquatsch.com/2014/04/cia-handbuch-wie-man-eine-revolution.html

Handbuch des kriminellen CIA, um eine
                  Revolution anzuschieben
Handbuch des kriminellen CIA, um eine Revolution anzuschieben [1]

<Jahrelang hielt der amerikanische Geheimdienst CIA seine Akten geheim, über die Methoden der Geheimagenten war nicht viel bekannt. Auch heute noch sind viele Akten unter Verschluss, einige sind verschwunden. Keith Melton, Experte auf dem Gebiet der Spionagetechnik, und Robert Wallace, über 30 Jahre lang Agent der CIA, haben allerdings nun bei Recherchen das Handbuch "How to inject a revolution" entdeckt, nach dem der US-Auslandsgeheimdienst seit Jahrzehnten in aller Welt dafür sorgt, dass Frieden, Freiheit und Demokratie zu den Menschen kommen. Derzeit steckt „Wie man eine Revolution initiiert" beim Eichsack-Verlag in Görzig noch im Übersetzungsprozess ins Deutsche, PPQ hat aber bereits die grundsätzlichen Regeln für die Durchführung erfolgreicher Volksaufstände daraus zusammengefasst.

Nach dem Handbuch müssen friedliche und auf Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe zielende Rebellionen nach einem festen Strickmuster ablaufen, um erfolgreich abgeschlossen werden zu können. Chronologisch geordnet geben die CIA-Instrukteure dabei folgende Empfehlungen für die drei Phasen eines Aufstandes bis hin zur endgültigen Befreiung bzw. Machtübernahme durch die zuvor unterdrückte Gruppe oder Schicht der Bevölkerung.

In der ersten Phase, die die CIA "Erosion" nennt - auf Deutsch "Erosion" oder auch "Zerfall" - geht es darum, sogenannte Nuklei zu finden ("nuclei"), aus denen mit finanzieller, ideeller, kommunikativer und logistischer Unterstützung von außen eine Widerstandsbewegung aufgebaut werden kann. Hier kommen nach CIA-Auffassung religiöse, ideologische, aber aus ethnische oder sich einer anderen Sprache oder eines anderen Dialekts bedienende Bevölkerungsgruppen infrage. In DDR etwa setzten die Verantwortlichen auf christlich geprägte Kreise, pazifistische Künstler und Vertreter von Jugendkulturen, in der früheren Sowjetunion auf Reformkommunisten, in Ägypten auf strenggläubige Moslems und in der Ukraine jüngst erst auf die eher westlich orientierten West-Ukrainer, deren Kultur immer noch eher von der Zugehörigkeit zum Habsburger Reich als von der zum Reich der roten Zaren geprägt ist.

Sind entsprechende Gruppen definiert, gelte es, heißt es im Handbuch, mit gezielten Aktionen auf eine Reaktion des Staates hinzuarbeiten. Dazu dienen am besten öffentlichkeitswirksame Auftritte, die zu Verhaftungen führen, weil das herrschende Regime sie nicht dulden kann. Reagiert die herrschende Macht nach diesem Drehbuch, verliert sie bereits die von der CIA "offense" genannte Spielkontrolle: Wahlweise kann die als friedliche Opposition tätige Widerstandsbewegung jetzt gegen Verhaftung, widerrechtlichen Prozess oder dessen Ausbleiben protestieren. Unterstützung in dieser Phase muss aus dem Ausland kommen, dessen Medien aufgefordert sind, die inhaftierten Widerständler zu Märtyrern für eine gute Sache aufzubauen, deren unendlichem Leid kein anständiger Mensch zuschauen kann.

Damit setzt Phase zwei ein, von der CIA "crystallization" genannt. Während im Inneren des Zielstaates fortlaufen weitere Protestaktionen der Widerstandsgruppen laufen, die das Regime zwar nicht wirklich bedrohen, die es aber auch nicht dulden kann, wenn es nicht schwach erscheinen will, mobilisiert die mediale Begleitung der im Grunde genommen von völlig randständigen Proteste weitere Bevölkerungskreise. Durch die Berichterstattung sind diese Kreise der "second wave" (CIA) nicht mehr durch das ursprüngliche Benachteiligungsgefühl motiviert, sondern der ehrlichen Ansicht, das bereits im Schwinden begriffene Regime gehe brutal gegen die eigenen Bürger vor und delegitimiere sich damit selbst.

Um diesen Eindruck zu vertiefen, sind laut Handbuch nun "martyrs" (CIA) gefragt. Damit sind je nach kulturellem Hintergrund des Ziellandes Märtyrer gemeint, die wie jugendliche Protestierer in der DDR des Jahres 1989 einfach nur zusammengeschlagen, wie arabische Rebellen im Ägypten des Jahres 2011 von Kamelreitern niedergeritten oder wie Maidan-Aufständische in der Ukraine von Scharfschützen getötet werden. Wichtig sei nicht das einzelne Opfer, wichtig sei die Möglichkeit, aus eine wirkliche oder herleitbare Reaktion der Herrschenden zur weiteren Mobilisierung verwenden zu können. "Spiral" nennt die CIA das: Eine Protestspirale, die mit jeder Drehung schneller wird.

Demselben Zweck dient auch die Aufdeckung von märchenhaftem Reichtum der ins Visier genommenen Potentaten. Vom Dörfchen Wandlitz des Jahres 1989 führt das CIA-Handbuch zu den Milliarden von Mubarak, dem Märchenschatz Gaddafis und über das obszöne Schloss Janukowitschs direkt zum geheimen Reichtum Wladimir Putin. Der Wahrheitsgehalt dieser Berichte ist völlig nebensächlich, wichtig sei nur, dass Summen jenseits jeder Vorstellungskraft genannt würden, Sex eine Rolle spiele und moralischer Verfall deutliche werde.

Im letzten Zug, "pliers" genannt, gehe schließlich darum, die Legitimation der Regime in die Zange zu nehmen ("take the pliers"), heißt es im Handbuch: Während es als verzweifelt brutal dargestellt wird, soll es auf der anderen Seite korrupt und zynisch aussehen. In dieser Phase ist die Regierung des Ziellandes nach CIA-Auffassung bereits verloren. Es bleibe ihm nun nur noch ein interner Stabwechsel von den Angehörigen der ersten Reihe zu denen der zweiten, der aber ebenfalls als Schwäche ausgelegt und zur Mobilisierung weiteren Proteste benutzt werden könne. Oder ein wirklich brutales Vorgehen gegen die Protestbewegung, das allerdings - so die CIA - sei langfristig gehalten, die Legitimität des Regimes nur umso nachhaltiger zu zerstören.>

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Krimineller CIA zensiert überall im besetzten Deutschland:

Gulli online, Log

15.10.2014: Udo Ulfkotte: <Ex-FAZ-Redakteur: Deutsche Medien von CIA kontrolliert>

aus: Gulli online; 15.10.2014;
http://www.gulli.com/news/24871-ex-faz-redakteur-deutsche-medien-von-cia-kontrolliert-2014-10-15

<Udo Ulfkotte im Video-Interview mit RT Ende September.

Der staatlich finanzierte Fernsehsender RT veröffentlichte Ende September ein Video-Interview mit Udo Ulfkotte, einem ehemaligen Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der zuerst zum Islam konvertierte und sich mittlerweile als "wiedergeborener Christ" versteht. Darin behauptet Ulfkotte, dass deutsche Medien von der CIA kontrolliert würden.

Der 54-jährige Deutsche Udo Konstantin Ulfkotte hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. In den 80er Jahren studierte er Kriminologie und Islamkunde an der Uni Freiburg und schrieb von 1986 bis 2003 über außenpolitische Themen mit Fokus Afrika und arabische Staaten für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Während seiner vielfachen Reisen in den arabischen Raum konvertierte Ulfkotte zum Islam, versteht sich heute allerdings als "wiedergeborener Christ". Auch als Chefkorrespondent für Park Avenue und als Referent für die Bundesakademie für Sicherheitspolitik war Ulfkotte tätig. Mitte der vergangenen Dekade begann der 54-Jährige sich öffentlich kritisch über den Islam zu äußern und gilt als Mitgründer des Vereins Pax Europa als Rechtspopulist. Sein Buch "Der Krieg in unseren Städten", ein Pamphlet über die angebliche "Islamisierung" Deutschlands, wurde per einstweiliger Verfügung, ausgestellt durch das Berliner Landgericht, noch im Jahr der Veröffentlichung vom Markt genommen. Auch Ulfkottes Buch "Heiliger Krieg in Europa" strotzt nur so vor Islamophobie. Darin schreibt der ehemalige FAZ-Redakteur beispielsweise über einen "zentralen Geheimbund, der mit grenzenlosem Hass und einer langfristigen Strategie die europäische Kultur zu zerstören sucht: der Muslimbruderschaft".

Gegenüber RT (ehemals Russia Today) gibt Ulfkotte gerne Interviews. Auch die Information über die religiöse Wandelbarkeit des Mannes stammt aus einem solchen Gespräch. Im aktuellen Fall behauptet Ulfkotte, die gesamte journalistische Landschaft in Deutschland stünde unter der Kontrolle der CIA und würde gezielt einen Krieg zwischen Europa und Russland provozieren wollen. Was Ulfkotte vom Stapel lässt, dürfte RT das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, so schön eignet sich das Geseiere des Rechtspopulisten als recyclebares Propaganda-Material.

Ulfkotte: Journalisten und Politiker in Europa wollen Krieg provozieren

"Die deutschen und amerikanischen Medien versuchen Krieg nach Europa und Russland zu bringen", so Ulfkotte gegenüber RT. "Wir sind an einem Punkt angekommen, da es keine Rückkehr mehr gibt und ich erhebe mich und sage, es ist nicht richtig, was ich in der Vergangenheit getan habe. Menschen zu manipulieren, Propaganda gegen Russland zu betreiben. Und es ist nicht richtig, was meine Kollegen tun und getan haben, da sie bestochen wurden, um nicht nur die Menschen in Deutschland, sondern überall in Europa zu verraten. […] Ich fürchte mit sehr vor einem neuen Krieg in Europa […] Da Krieg nie von selbst ausbricht, gibt es immer Leute, die sich für Krieg einsetzen und zwar nicht nur Politiker, sondern auch Journalisten." Weiter behauptet er, die FAZ hätte ihn gezwungen pro-amerikanisch zu schreiben. Kritische Artikel über Amerika wären nicht gestattet gewesen. Ob diese Behauptung korrekt ist, kann ein jeder selbst im Artikel-Archiv der FAZ überprüfen. Wie Ulfkotte wirklich tickt, wird mehr als deutlich, als er Deutschland als Kolonie der Vereinigten Staaten darzustellen versucht und daraus ableitet, dass junge Journalisten entsprechend der US-Regierung hörig seien. Dass Ulfkotte gerade ein neues Buch veröffentlicht hat, spielt bei seinen provokanten Behauptungen natürlich überhaupt keine Rolle. /hk>

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Kopp-Verlag online, Logo

23.10.2014: <Das geheime Untergrundnetzwerk der CIA> - bezahlte Jugendgruppen und Propagandagruppen im besetzen Deutschland

-- Bund deutscher Jugend - Technischer Dienst
-- Presseabteilungen

aus: Kopp-Verlag online; 23.10.2014;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/andreas-von-r-tyi/das-geheime-untergrundnetzwerk-der-cia.html

<Andreas von Rétyi

Die CIA hat mitten in Deutschland ein geheimes Netzwerk von gewaltbereiten Jugendlichen und medialen Desinformationstruppen aufgebaut. Dazu gehören etwa der Der »Bund deutscher Jugend – Technischer Dienst« und viele »Presseabteilungen«.

Vor einigen Jahren platzte gleichsam die »Bombe«: Im August 1990 enthüllte der italienische Premierminister Giulio Andreotti die Existenz von Operation Gladio. Sie wurde zwar vom landeseigenen Geheimdienst getragen, doch in dessen Hintergrund standen NATO und CIA.

Gladio allerdings war nur Teil eines größeren Geheimprojekts, das auch in Deutschland existierte. Doch selbst heute wissen nur relativ wenige Menschen davon.

Im kommenden Jahr werden seit der Preisgabe von Gladio immerhin 25 Jahre vergangen sein. Dennoch sind die Hintergründe bis heute bei den meisten Menschen schlicht unbekannt. In dem Bestseller Gekaufte Journalisten enthüllt Autor Udo Ulfkotte zum ersten Mal, welche Presseabteilungen auch heute bei uns noch von US-Geheimdiensten gesteuert werden.

Doch es gibt da noch viel mehr unglaubliche Geheimnisse. Kein Wunder, dass unsere Medien dazu schweigen. Schließlich werden die Journalisten ja sonst gefeuert.>

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Quellen
[web01] USIA: http://usa-lexikondigital.de/ce/united-states-information-agency-usia/detail.html

Fotoquellen
[1] Handbuch des kriminellen CIA, um eine Revolution anzuschieben: http://www.politplatschquatsch.com/2014/04/cia-handbuch-wie-man-eine-revolution.html


Kopp-Verlag
                online, Logo  heise online, Logo    Politplatschquatsch online, Logo

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