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Sexsklaverei mit Mädchen- und Frauenhandel in Asien
(aus: Sex slaves: trafficking of women in Asia)

Kapitel 9: Die Schande - Teil 1

Teil 1: 9.1. Erfolgreiche Prostituierte kehren Heim - und nicht erfolgreiche werden stigmatisiert -- 9.2: Prostituierte kommen nach Hause: Hartes Stigma und Diskriminierung im Heimatdorf - Fälle -- 9.3: Prostituierte gehen nicht nach Hause sondern bleiben in der Stadt mit neuer Arbeit -- 9.4: Flucht und Entwischen - männliche Kunden geben Hilfe für die Flucht -- 9.5: Rettung für nur einen kleinen Teil der Mädchen - die Schutzeinrichtungen -- 9.6: Die Diskriminierung nach der Rettung - kriminelles Asien verstösst die verkauften Opfer und Ex-Prostituierten -- 9.7: Autorin Louise Brown beschuldigt nur die Männer - kriminelle, asiatische Frauen organisieren das System der Sexsklaverei in Asien -- 9.8: Mädchen und Frauen opfern sich gegen die Armut auf dem Land -- 9.9: Autorin Louise Brown beschuldigt die Männer, "macht" über junge Frauen zu haben - aber die Sklaverei kommt von den Müttern, die die Töchter verkaufen, und von den kriminellen mama-sans - und viele Männer helfen den Opfern

von Louise Brown (2000)

übersetzt, präsentiert und mit Untertiteln von Michael  Palomino (2014)

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Literaturempfehlung
-- Beyrer: War in the Blood [über Thailand]
-- Skrobanek: Traffic in Women
--- Archavanitkul: Trafficking in Children [ganz Asien]
-- Gracy Fernandes: 'Report on the Rescue of Commercial Sex Workers'
-- Phan and Paterson: Men are Gold, Women are Cloth [über Kambodscha].


9.1. Erfolgreiche Prostituierte kehren Heim - und nicht erfolgreiche werden stigmatisiert

Zerstörter Ruf

Mann kann immer leicht mit der Sexarbeit beginnen. Das Schwierige daran ist, dass in vielen Gesellschaften - und speziell in den asiatischen Gesellschaften - man dort kaum wieder rauskommt. Dies ist deswegen so, weil in grossen Teilen der Region [Asien] die Frauen über ihren Beziehung zu Männern definiert werden. Sie sind Mütter, Witwen, Töchter, oder sie sind öffentliche Frauen. Es sind Frauen, die etwas auswählen, oder die dazu gezwungen werden. Mit der Sexarbeit ist der Erwerb einer Identität verbunden, die so bleibt, für den ganzen Rest des Lebens. Sie können physisch aus der Prostitution fliehen, aber sie können nicht davor fliehen, in den Augen der Gesellschaft als eine Hure gebrandmarkt zu werden.
[Das hochkriminelle Asien verweigert also nicht nur die sexuelle Aufklärung, das Gleitmittel, Sexspielzeuge und schöne Pornofilme, sondern es lässt Millionen Mädchen in die Prostitution verkaufen, foltern, manipulieren und erpressen UND beschuldigt die Opfer dann am Ende auch noch, dass jemand anders sie dorthin verkauft hat und dass sie Opfer geworden sind...]

Perverse, asiatische Medien degradieren Prostituierte als "moralisch herabgestufte Kriminelle"

Frauen werden durch ihre Erfahrung laufend beschuldigt und können dann kaum noch über ihre Leben sprechen, sogar, wenn ein sympathisches Publikum gerne zuhören würde. Ihr Schweigen und ihre Scham werden dem sexuellen Trauma übergestülpt und werden von der öffentlichen Meinung noch bestärkt: Prostituierte werden moralisch eher als Kriminelle eingestuft als denn als Opfer und Überlebende in einem kriminellen, sozialen System mit perversen, sexuellen Verhaltensregeln.

Das Ende des Lebens: AIDS - Drogensucht - Alkoholismus - Armutskrankheiten

Wo gehen denn all die Frauen hin, wenn sie nicht länger Sexsklaven und Bordellprostituierte sein wollen [oder können, weil sie zu alt sind]? Dies ist eine der schwierigsten (S.233)

Fragen. Traurigerweise sterben viele ältere Prostituierte, bevor sie überhaupt so alt werden. AIDS ist ein unschöner aber gewöhnlicher Weg, Sexarbeiterinnen loszuwerden, die nur noch Umstände machen und das mittlere Alter erreichen und somit weniger gekauft werden. Drogensucht, Alkoholismus und Armutskrankheiten tragen ebenfalls dazu bei, die Anzahl unnötiger, alter Frauen zu reduzieren.

In Gemeinden, wo Sexarbeit eine Karriereoption für Mädchen ist, ist es vielleicht möglich, dass Ex-Prostituierte als freigiebige Töchter nach ungefähr einem Jahrzehnt nach Hause zurückkehren können. Die Mädchen, die ihre Teilen von Nord-Thailand und in Nepal als 13-Jährige ihr Zuhause verlassen, kommen dann mit Mitte 20 zurück. Sie werden ihre Ersparnisse mitbringen und einige werden auch AIDS mitbringen. Über 40% der weiblichen Sexarbeiterinnen, die nach Nord-Thailand zurückkehren, werden als AIDS-Trägerinnen eingeschätzt [1].

[1] Beyrer: War in the Blood, p.27

Erfolgreiche Prostituierte mit starkem Ruf in der Familie mit "besseren" Häusern und "Konsumgütern"

Generell kehren nur erfolgreiche Mädchen zurück. Dies geschieht deswegen, weil das Stigma im Zusammenhang mit der Prostitution nicht total ausgerottet ist. Es kann eliminiert werden, wenn das Mädchen genug Geld angehäuft hat; mit ihrem relativen Wohlstand inmitten einer armen Gemeinde erkauft sie sich ihren sozialen Status. Die erfolgreichen Frauen erkaufen sich den Respekt durch auffällige Konsumgüter, und sie zeigen ihren Reichtum auch, den sie sich durch Sexarbeit erarbeitet haben, indem die Häuser ihrer Familie verbessert werden und Konsumgüter gekauft werden, die man herzeigen kann [2].

[2] Skrobanek: Traffic in Women, S.92

Arme, nicht erfolgreiche Prostituierte als Versager

Ein Mädchen, das von einem Bordell ohne Geld zurückkommt, kann sich diesen Status nicht erkaufen, um ihr soziales Stigma des Sexgewerbes zu kompensieren, und deswegen "verliert sie ihr Gesicht". In Teilen von Nord-Thailand wird eine arme Prostituierte verachtet, weil sie beides ist, arm und eine Sexarbeiterin, die versagt hat.

Dieses Verhaltensmuster tritt vor allem im Mekong-Becken auf. Die sozialen Verhaltensweisen gegenüber Prostitution sind in benachteiligten Gemeinden dann aber abgewandelt, weil die finanziellen Profite der erfolgreich zurückkehrenden Prostituierten dann den armen Familien jeweils vorgezeigt werden.
[Die Prahlerei mit Konsumgütern rettet den erfolgreichen Prostituierten ihren Ruf - auch wenn ganz Asien nicht weiss, was ein Gleitgel ist...]

Erfolgreiche Prostituierte sind das Modell für junge Frauen auf dem Dorf - sie eröffnen Geschäfte - oder heiraten ins Ausland

Der relative Erfolg der zurückkehrenden Prostituierten macht aus ihnen aufregende Vorbilder für die Mädchen, die kaum eine Ausbildung erhalten, die dann auch Ambitionen haben, aber kaum aus der Armut fliehen können und dann auf den Feldern oder in den Fabriken arbeiten. Die Zurückkehrenden eröffnen dann mit ihrem zusammengesparten Geld einen Kleinhandel wie ein Lebensmittelgeschäft oder Schönheitssalons [3].

[3] Archavanitkul: Trafficking in Children, S.59

Andere können (S.234)

heiraten, weil ihr Wohlstand sei als Braut für finanziell unsichere Ehemänner attraktiv macht.

Burmesische Ex-Prostituierte in Thailand werden mama-san in Burma

Burmesische Sexarbeiterinnen, die von Thailand nach Hause zurückkehren, eröffnen auch ihr Geschäft. Die ehrgeizigsten unter ihnen eröffnen Bordelle und verwenden ihre Fähigkeiten der Geschäftsleitung, die sie in Thailand abgeschaut haben. [In der burmesischen Stadt] Tachilek an der thailändisch-burmesischen Grenze [auf der anderen Seite von Mae Sai] werden die Bordelle von ehemaligen Sexarbeiterinnen geführt. Obwohl sie etwas grober und billiger sind als die Bordelle auf der thailändischen Seite, so unterscheiden sie sich doch wesentlich von den Bordellen in Mae Sai auf der anderen Seite der Grenze.

Erfolgreiche, nepalesische Prostituierte kommen von Indien nach Hause - mit hohem Ruf - schöne Kleider und Schmuck sind entscheidend als Vorbild für die Sexarbeit

Frauen, die in ihre Gemeinden in den Bergen von Nepal zurückkehren, wo Prostitution als Überlebensstrategie akzeptiert ist, werden auch gerne wiederaufgenommen - vorausgesetzt sie haben zum Wohlstand der Familie beigetragen. Erfolgreiche Sexarbeiterinnen sind in einer Umgebung respektiert, wo die Prostitution der Familie mehr Geld einbringt als die Landwirtschaft oder die ungelernte Lohnarbeit der Männer. Wieder ist die Rolle des Vorbilds entscheidend.

Der folgende Bericht stammt von einer nepalesischen Frau, die ihre Entscheidung beschrieb, nach Indien zu gehen und dort eine Sexarbeiterin zu werden:

<My family were poor and we didn't have enough land. Sometimes my father worked as a porter and my brothers and I looked after animals but there were lots of children so we never got enough to eat. I was always hungry. There was a woman in the village who worked in India and she used to send money to her family so they had good food with rice and meat. She left her work in India and she came home with lots of money and nice things. She had nice clothes and gold jewelry and bangles and she had different colors of paint for her nails. I wanted to be like her so I said I would go back to India with her and do the same kind of work.>

Übersetzung: <Meine Familie war arm und wir hatten nicht genug Land. Manchmal arbeitete mein Vater als Träger und meine Brüder und ich hüteten die Tiere, aber wir waren viele Kinder, so dass wir nie genug zu Essen hatten. Ich war immer hungrig. Dann war da eine Frau im Dorf, die in Indien arbeitete und sie schickte immer wieder mal Geld an ihre Familie, so dass sie gutes Essen mit Reis und Fleisch hatten. Sie beendete dann ihre Arbeit in Indien und kam mit viel Geld und vielen schönen Sachen nach Hause zurück. Sie hatte hübsche Kleider an, trug Goldschmuck und Armreife und ihre Fingernägel waren mit verschiedenen Farben angemalt. Ich wollte so sei wie sie und deswegen sagte ich, ich würde mit ihr zurück nach Indien gehen und dieselbe Art Arbeit machen.>

Einige dieser Frauen, die die Rückkehr nach Nepal schaffen, heiraten dann, weil sie sich selber eine Mitgift kaufen können, die derart gross ist (S.235),

so dass der verarmte Mann dann von der Arbeit der Ehefrau überzeugt wird. Einige dieser Frauen, wie ihre thailändischen Kolleginnen, siedeln sich mit einem glücklichen Eheleben mit einem neuen Partner an. Sie haben dann Kinder und leben zufrieden. Und einige auch nicht.
[Der Alkoholismus in Asien verhindert oft ein friedliches Zusammenleben. Frauen, die zurückkehren, sind oft zur Alkoholikerin geworden, wobei die Kunden all den Alkohol bezahlt haben und die Prostituierte an jeder bezahlten Flasche einen Anteil erhalten hat - und der entsprechende Anteil im Hirn wurde dann durch den Alkohol zerstört. Aber Kinder meinen, dieser Alkoholismus in Asien sei normal und sehen das gar nicht...]
Heiraten ohne Kinder wegen vielen durchgemachten Krankheiten

Viele der Heiraten, die durch nepalesische Ex-Prostituierte geschlossen werden, dauern aber nur so lange, wie das Geld ausreicht. Darüberhinaus sind viele Frauen, die aus Bordellen zurückkehren, sogar unfruchtbar oder nur beschränkt fruchtbar, dies deswegen, weil die sexuell übertragbaren Krankheiten ihre Spuren hinterlassen haben. Da in einer hochgradig traditionellen Gesellschaft eine Frau nach ihren Kindern beurteilt wird, so ist die Unfähigkeit, Kinder zu gebären, dann wiederum ein Grund, sie als Versagerinnen hinzustellen. Sie haben bei der wichtigsten Aufgabe versagt, die gute Frauen zu erfüllen haben, keusch und fruchtbar zu sein. In diesem Fall werden sie dann gleich wegen beidem verachtet, eine Hure gewesen zu sein, bzw. sogar unfruchtbare Huren zu sein.

Erfolgreiche Prostituierte sind nur eine Seite der Medaille - Asiens Kultur schweigt über schlechte Dinge - die Familie soll vor der Schande bewahrt werden

Die Geschichten der Sexarbeiterinnen, die als selbstbewusste Frauen mit versteckten Sachen des Reichtums in ihre Heimat zurückkehren, sind wahr. Aber das ist eben nur die halbe Wahrheit. In Tat und Wahrheit ist es nur eine erschreckend einseitige Geschichte. Die falsche Interpretation der Prostitution, dass arme Landgemeinden Geld dadurch erhalten, dient nur dazu, der Sexindustrie noch mehr Mädchen zu liefern. Mit diesen einseitigen Geschichten wird das durchwegs traurige, oft gewalttätige Business als eine Art Entwicklungsprojekt präsentiert und gibt vor, den armen Mädchen zu helfen, die aus diskriminierten Dörfern kommen.

Reiche Prostituierte in Dörfern, wo der Überlebenskampf normal ist, vermitteln den Eindruck, dass es leicht sei, durch den Verkauf sexueller Dienstleistungen Geld zu verdienen. Thailändische Agenten [meistens FRAUEN] zum Beispiel stellen Familien mit Teenager-Töchtern jenen Frauen vor, die mit der Prostitution eine Erfolgsgeschichte geworden sind. Aber natürlich werden Frauen, die in der Prostitution nicht erfolgreich waren, nie als Werbung für eine Karriere im Sexgewerbe benutzt. Ausserdem werden nur wenige Heimkehrende sich über die Bedingungen beklagen, die sie erlebt haben. Einige wollen ihren Familien die Schmerzen ersparen, die Wahrheit darüber zu wissen, was sie durchgemacht haben, um der Familie das Essen und die Schule ihrer Geschwister zu ermöglichen, oder den Bau eines neuen Stockwerks am Haus der Familie zu ermöglichen. Die Frauen wollen nicht, dass andere Frauen in der Gemeinde wissen, was sie erlitten haben. Sie wollen nicht über die unersättliche Nachfrage der Kunden erzählen und wie machtlos sie waren, weil sie nie jemanden ablehnen konnten. Sie werden nie über die Machtlosigkeit und über die Furcht sprechen. Öffentliche Beichten über Schande und Schmerz (S.236)

werden nur bewirken, dass sie noch mehr das Gesicht verlieren. Stattdessen bleiben sie stumm. Sie hüllen den Mantel des Schweigens über den Missbrauch und betonen jeweils ihren Erfolg im Geldverdienen. Und weil niemand darüber spricht, dass Sexarbeit wirklich ein schreckliches Martyrium ist, so denken die Frauen dann oft, dass ihre Erfahrungen einmalig seien - dass es nicht für jede andere Frau gleich ist, und dass sie vielleicht nur Pech gehabt haben oder vielleicht, dass sie es irgendwie verdient haben. Wenn sie glauben, dass sie ihr eigenes Unglück nicht mit anderen Frauen teilen können, dann werden sie sogar noch weniger darüber sprechen, weil sie glauben, sie würden Schande über sich selbst und über ihre Familie bringen.

Die Prostituierten sind in Asien meistens stigmatisiert - Anzeichen für einen falschen Job - aber alle profitieren

Es gibt noch nicht viele Gemeinden, wo die Sexarbeit als normal akzeptiert ist. In den meisten Teilen Asiens ist Prostitution eine stigmatisierte Arbeit. Dies hält aber Familien nicht davon ab, die Abwanderung der Töchter in Städte zu erlauben, oder sogar in andere Länder zu erlauben, um dort Arbeit zu suchen - wobei diese Arbeit dann oft in der Prostitution endet. Wenn diese Mädchen dann nach Hause kommen, reden sie nicht über ihre Erfahrungen, weil dies in jedermanns Interesse ist, eine Fiktion aufrechtzuerhalten, dass sie wirklich eine respektable Arbeit als Haushaltshilfe in einem reichen Haushalt oder als Kellnerin in einem Restaurant gefunden hat. Die Familie profitiert von diesem Schweigen, weil sie nicht von der Schande betroffen wird, dass ein Kind der Familie in der Prostitution gelandet ist - und gleichzeitig werden die Früchte ihrer Arbeit genossen; ein Mädchen profitiert auch von diesem Schweigen, weil sie nicht öffentlich belästigt wird, und die Sexindustrie profitiert auch von diesem Schweigen, weil wieder einmal ein Opfer sich zu sehr schämt und alles geheimhält. Das Opfer ist zu isoliert, um ihre eigene Macht zu entwickeln.


9.2: Prostituierte kommen nach Hause: Hartes Stigma und Diskriminierung im Heimatdorf - Fälle

China: Hartes Stigma und Diskriminierung erlaubt den Prostituierten die Heimkehr nicht

In anderen Gemeinden ist das Stigma gegen die Prostitution unausrottbar - oder zumindest ist es das noch im Moment [Jahr 2000]. Wir können aber sicher annehmen, dass sich das ändern wird, wenn der Beruf als Ursache der hohen Löhne festgemacht wird, so dass die Leute dann vergessen, wie das Geld erwirtschaftet wurde. Sexarbeiterinnen, die in die Provinz Yunnan in Süd-China zurückkehren, berichten, dass das soziale Stigma durch die lokale Bevölkerung die grösste Bürde für sie sei, das grösste Hindernis für eine Reintegration in die Gemeinde sei [4].

[4] Archavanitkul: Trafficking in Children, S.57

Stigma für asiatische Prostituierte in ganz Asien

Prostitution für Frauen wird als Sünde angesehen, und es gibt keine Vergebung dafür und in grossen Teilen Asiens gibt es dann keine Rückkehr. Dabei ist es unwichtig, ob die Frau sich selbst den Verkauf sexueller Dienstleistungen ausgewählt hat, ob sie durch wirtschaftliche Umstände dazu gezwungen wurde, oder ob sie (S.237)

physisch dazu gezwungen wurde. Eine verheiratete Frau, die Sex mit jedem Mann ausser mit ihrem Ehemann hat, oder eine unverheiratete Frau, die Sex mit jedem Mann hat, ist [in den Augen der brutalen, meistens alkoholisierten Asiaten-Männer und der unwissenden Asiaten-Frauen] eine Hure, egal wie die Umstände dabei sind.

Vietnam: Hartes Stigma und Diskriminierung akzeptiert die Heimkehr von Prostituierten nicht - immerwährende Verdächtigung

Vietnamesische Frauen, die nach Kambodscha verkauft wurden, oder die es sich ausgewählt haben, dorthin auszuwandern, um als Prostituierte zu arbeiten, erleiden nach ihrer "Rettung" oder Inhaftierung schlimme Diskriminierungen. Sie können nur wenig Hilfe erwarten, sogar wenn sie die Opfer von Sexsklaverei geworden sind. Repatriierte Frauen, die in der Sexsklaverei gehalten wurden, werden noch immer als moralisch suspekt betrachtet - und alle Prostituierte werden so beurteilt, wie wenn sie eine Rehabilitation benötigen würden. Sie werden stark stigmatisiert, und sie werden zu einem Leben unter einem Regime gezwungen, das ähnlich dem Leben ist, als sie eingesperrt waren, von wo sie ja eigentlich erst vor kurzer Zeit geflohen sind. Sie sind dann Mitarbeiterinnen in Rehabilitierungsprogrammen und es wird ihnen beigebracht, wie sie ein vernünftiges Leben führen können. Zu der Ungerechtigkeit dazu kommt, dass die Frauen auch noch als illegale Einwanderer betrachtet werden und auch noch vor der Öffentlichkeit blossgestellt werden. In einigen Fällen erlaubt diese Propaganda, die Opfer noch ungerecht zu behandeln, obwohl die Opfer ja zuerst durch Menschenhändler verkauft worden waren [meistens zuerst durch die kriminelle MUTTER]. Deswegen ist es kein Wunder, dass nur wenige vietnamesische Opfer der Sexsklaverei und des sexuellen Missbrauchs das Schweigen brechen, das sich um diese Industrie windet, wo die Männer die Frauen ausbeuten, und wo die Scheinheiligkeit in der Gesellschaft die ganze Ungerechtigkeit auch noch erlaubt, einfach indem weiterhin darüber geschwiegen wird.

Nepal: Hartes Stigma und Diskriminierung akzeptiert die Heimkehr von Prostituierten nicht - immerwährende Verdächtigung

Die traurigsten Geschichten werden von jenen Mädchen erzählt, die in die Gesellschaft hineingeboren werden, wo eine Prostituierte nie "rehabilitiert" werden kann. Diese Geschichten sind speziell in Südasien immer wieder anzutreffen. Nepalesische Mädchen aus Gebieten, wo Prostitution keine Tradition hat, werden bei ihrer Rückkehr mit einer schrecklichen Diskriminierung konfrontiert, wenn ihnen die Rückkehr aus dem Bordell gelingt. Dabei ist es absolut egal, auf welche Weise das Opfer in die Prostitution gelangt ist. Nepalesische Mädchen, denen die Rückkehr gelang, berichten über Verbannung durch andere Dorfbewohner, und einige beschreiben sogar, dass sie von der Familie abgelehnt wurden, die sie selbst nach Indien geschickt hat, als sie noch Kinder waren.

Hier ist die Erfahrung einer nepalesischen Frau mit dem Dorfleben, die nach 8 Jahren in Mumbai zurückgekehrt ist:

<It is very hard because I am not used to life in the village (p.238)

There is no electricity and the food is not good. But the worst thing is how people treat me. They think I am not a proper person and that I don't have feelings. When I walk down the road people avoid me and no one wants to talk to me. When I go to the shop the women who are there talking just leave. The men talk about me and sometimes they make rude comments and call me a prostitute. The young boys throw things at me and the other people in the village don't let me take water from the well. They say it is because I am bad and that I will do something to the water. I want to tell them that I am just like everyone else but no one wants to listen to me.>


Übersetzung: <Es ist sehr hart hier, weil ich nicht im Dorf gelebt habe (S.238).

Es gibt keinen Strom, und das Essen ist schlecht. Aber das Schlimmste ist, wie die Leute mich behandeln. Sie denken, ich sei keine saubere Person, und sie meinen, ich hätte keine Gefühle. Wenn ich die Strasse abwärts laufe, dann meiden mich die Leute und niemand will mit mir sprechen. Wenn ich einkaufen gehen, dann verlassen die Frauen das Geschäft, wenn sie dort gerade geschwatzt haben. Die Männer sprechen über mich und manchmal fallen sie durch grobe Kommentare auf und nennen mich eine Prostituierte. Die jungen Buben werfen Gegenstände gegen mich und andere Leute im Dorf blockieren mich am Brunnen, so dass ich kein Wasser holen kann. Sie sagen, sie machen das deswegen, weil ich schlecht sei und ich mit dem Wasser etwas anstellen würde. Ich will ihnen sagen, dass ich wie jedermann bin, aber niemand will mir zuhören.>


Bangladesch: Hartes Stigma und Diskriminierung akzeptiert die Heimkehr von Prostituierten nicht - der Vater will sie nicht in seinem Haus

Die Nationale Frauenrechtsorganisation von Bangladesch (Bangladesh National Women Lawyers' Association) ist die führende Organisation in Bangladesch, die auf diesem Gebiet der verkauften Kinder und der Kinderprostitution arbeitet. Die Präsidentin Salma Ali ist dabei auf enorme Schwierigkeiten gestossen, prostituierte und verkaufte Mädchen wieder mit ihren Familien zusammenzuführen. Sie bringt hier ein Beispiel, das für ihre betreuten Fälle nicht untypisch ist. Ein jugendliches Mädchen wurde von ihrem mehrfach verheirateten Vater einem Agenten [meistens kriminelle FRAUEN] übergeben, wobei der Vater von mehreren Frauen viel Kinder hatte. Sie wurde nicht für Bargeld verkauft, weil ihr Vater auf einfachste Weise das Mädchen loswerden wollte und meinte, dies sei eine Möglichkeit, dass die Tochter eines Tages dann Geld nach Hause senden würde. Dann hat der Vater aber andere Ideen und verweigert ihr die Heimkehr. Die zurückkehrende Tochter, so erklärt er Frau Ali, sei eine Schande für seine Familie und es sei eine Belastung, sie in seinem Hause leben zu lassen. Er oder andere könnten ihr nicht helfen. Sie sei eine Prostituierte und deswegen sei dies ihr Ende.

Feste für die Tochter, wenn sie von der Prostitution nach Hause kommt

Prostituierte Mädchen werden nicht immer durch geldgierige Familien in die Sexarbeit geschickt. Dabei ist es unmöglich abzuschätzen, wie viele Familie ihre Töchter bewusst in Bordelle schicken. Aber es ist viel einfacher zu sagen, dass (S.239)

viele Familien in einer hoffnungslosen Lage sind und sich über das Schicksal ihrer Mädchen Sorgen machen, und dass sie überglücklich sind, wenn sie sicher zurückkehren. Frau Chanthol Oung, die Direktorin des Kambodschanischen Frauenkrisenzentrums (Cambodian Women's Crisis Center) hat die Wiedervereinigung von Dutzenden Mädchen mit ihren Familien herbeigeführt. Sie erzählte mir, bei diesen Wiedervereinigungen dabeizusein sei manchmal ein immens bewegendes Erlebnis. Natürlich werden nicht alle Mädchen von ihren Familien in ein Leben in die Prostitution geschickt, und ihre Rückkehr aus einem Bordell wird dann oft ein Grund für eine Feier, und ist sicher keine Schande. Wenn dies nur immer so wäre.

Nepal:  Die Regierung lehnt Heimkehr von Prostituierten aus Indien ab - öffentliche Schande, AIDS ist die "Hurenkrankheit" und Beschuldigung in Zeitungen

Die nepalesischen Frauen, die im Jahre 1996 aus den Bordellen in Mumbai nach Hause zurückgebracht wurden, waren zu Hause nicht willkommen. Ehrlich gesagt, die Regierung wollte sie nicht. Sie versagten einfach bei der Abwicklung für die Repatriierung. Stattdessen versuchten dann eine Handvoll schlecht ausgerüstete NGOs, die Frauen unterzubringen, trotz aller Kritik und öffentlicher Blossstellungen, die die Mädchen als AIDS-Trägerinnen erlitten. Wie so viele asiatische Länder kümmert sich in Nepal kaum einer um die Töchter. Ehemalige Sexarbeiterinnen werden in der nepalesischen Gesellschaft diskriminiert. Frauen mit AIDS werden als Trägerinnen der "Hurenkrankheit" abqualifiziert, und zurückkehrende Prostituierte werden öffentlich fertiggemacht, indem ihre Fotos in den Zeitungen publiziert werden, in Kombination mit erotischen Beschreibungen ihrer Arbeit.
[Das Tabu der Sexualität in Asien mit all ihren kompensativen Handlungen, Lügen und Diffamierungen ist die "asiatische Seuche"...]

9.3: Prostituierte gehen nicht nach Hause sondern bleiben in der Stadt mit neuer Arbeit

Prostituierte, die keine Kraft haben, nach Hause zu gehen

Die am meisten geschädigten Frauen schaffen es dann nicht mehr nach Hause. Sie sterben schon vorher. Oder sie sind emotional dermassen zerschlissen, dass sie sich gar keine Reintegration in ihre Gemeinden mehr vorstellen können, wo sie einmal geboren wurden. Dies gilt speziell für Frauen in weniger entwickelten Teilen von Asien [wo alles Sexuelle noch ein Tabu ist und als "schmutzig" gilt]. Einige wollen keine Heimkehr nach Hause in ihre Heimat, die sie als Kind verlassen haben. Wie andere Migranten sehen sie sich zwischen zwei Welten. Sie haben ein Leben in der Stadt oder in einer ausländischen Stadt aufgebaut. Für einige mag dies ein gutes leben sein, aber für die meisten wird es die einzige Art Leben sein, die sie sich noch vorstellen können, und für einige ist dieses Leben das einzige Leben, an das sie sich wirklich erinnern können.

Clevere Prostituierte werden mama-sans und Bordellleiterinnen oder werben neue Mädchen an - und "sie halten das System am Laufen"

Einigen Bordellarbeiterinnen gelingt eventuell der Aufstieg in Managerpositionen. Diese Frauen sind beim Verkauf sexueller Dienstleistungen erfolgreich, und sie sind clevere Geschäftsfrauen. Ironischerweise ist es sogar möglich, dass auch anfangs verkaufte (S.240)

und in die Prostitution verkaufte Mädchen sich dann genau zu jenen Frauen entwickeln, die das System am Laufen halten. Diese Frauen sind die absoluten Überlebenden der Industrie, weil sie als Überlebensstrategie sich die Werte des Systems zu eigen gemacht und es zu ihrem eigenen System gemacht haben. Solche Höhepunkte innerhalb der Industrie sind aber einer winzigen Minderheit von Frauen vorbehalten. Eine kleine Anzahl wird dann selbst wieder mama-san und wird in einigen Jahren dann zu einem Manager-Girl, das ein Bordell führt. Eine noch kleinere Anzahl wird dann auch noch Bordellbesitzerin.

Einer grösseren Anzahl gelingt es, in einem niedrigeren Management-Bereich Fuss zu fassen und sie werden dann zur Agentin. Der lange Dressurprozess und die dadurch eintretende Amnesie und die immerwährende Armut macht es möglich, dass ältere Sexarbeiterinnen dann das Vehikel werden, die Industrie weiterzuentwickeln. Um das eigene Überleben zu retten, verdienen sie dann das Geld nur mit ihrem Know-How: Sie werben junge Mädchen vom Lande an und aus armen Gemeinden in den Städten an, und dann stecken sie sie wiederum in die Prostitution. 20 Jahre zuvor wurden sie selbst auf genau dieselbe Art und Weise in die Prostitution gesteckt. Und so geht der [Teufels]-Kreislauf immer weiter.
[Die Hauptkriminellen bei der Prostitution sind die FRAUEN:
-- die kriminelle Mutter verkauft die Tochter
-- die kriminelle Ex-Prostituierte arbeitet als Agentin und betrügt mit Lockvögeln wieder viele Mädchen in die Prostitution
-- die kriminelle Ex-Prostituierte wird mama-san und foltert, manipuliert und erpresst die neuen Opfer, um deren Körper als Prostituierte an Männer zu verkaufen].
Ex-Prostituierte werden Babysitter, Köchinnen, Verkäuferinnen, Raumpflegerinnen, Bettlerinnen - oder arbeiten bei AIDS-Projekten mit

Frauen, die es nicht ins Management schaffen, und die nicht als Agentinnen arbeiten wolle, finden oft kleine Nischen innerhalb der Industrie als Haushaltshilfe, um den Prostituierten zuzuarbeiten. Sie können dann Babysitter sein, oder Köchinnen, oder Putzfrauen. Wenn die Ex-Prostituierten innerhalb der Sexindustrie keine Arbeit finden, dann verschwinden sie in den ungeregelten Sektor. Sie werden dann Strassenverkäuferinnen, Putzfrauen und Bettlerinnen.

Frauen, die bald das mittlere Alter erreichen, und die auf dem Sexmarkt nicht länger begehrt sind, können dann noch glücklich sein, wenn sie einen sicheren Job als Angestellte und Lehrerin in einem AIDS-Erziehungsprojekt erhalten. Diese Arbeitsstellen erhalten sie, weil sei viel Erfahrung in der Industrie haben, und auch, weil sie keine Kunden mehr bekommen, so dass sie Zeit haben, sich dem Projekt zu widmen. Gleichzeitig brauchen sie unbedingt den Lohn. Den Luxus einer solchen Arbeit kommt jedoch nur für eine sehr kleine Anzahl Frauen in Frage.

Ältere Prostituierte bieten mehr Variationen beim Sex an: Abgewerteter Oralsex und Analsex in Asien

Andere Frauen, die die Bordellprostitution verlassen haben, bleiben bei der Sexarbeit, aber sie tun dies (S.241)

unter sehr erniedrigenden Umständen. Sie müssen dabei dauernd die Konkurrenz der jüngeren Frauen aushalten, erhalten nur niedrige Bezahlung und erweitern dafür ihr Repertoire, je fortgeschrittener ihr Alter ist. Sexarbeiterinnen, die in jungem Alter Oralsex verweigert haben (ausser unter der Bedingungen der Schuldensklaverei), werden dies im mittleren Alter nun zulassen. Ebenso wird dann Analsex eine der Spielarten, um noch ein Einkommen zu haben [für das kriminelle Asien so ziemlich das "Schmutzigste" und "Schmerzhafteste", was es gibt, weil niemand über Gleitmittel oder Einläufe Bescheid weiss]. Diese Frauen bleiben dann im unteren Bereich der Karriereleiter. Sie werden Strassenprostituierte oder die billigsten Prostituierten am Rande des Bordellsektors. Sie verkaufen ihre sexuellen Dienstleistungen dann zum Preis einer Schale Reis oder zum Preis eines Kessels Wasser. In Indien und Bangladesch habe ich ältere Frauen getroffen, die Tag und Nacht die Männer bedient haben, nur um ihre paar Rupien oder Taka zu verdienen, die sie für eine Mahlzeit brauchen. Und einige Leute werden dabei immer noch erzählen, dass man in der Prostitution gut verdient.


9.4: Flucht und Entwischen - männliche Kunden geben Hilfe für die Flucht

Einige Fälle von Flucht: Sprung aus dem Fenster, das Loch der Klimaanlage, oder Kunden helfen

Die Schwierigkeiten, denen die Frauen in der Sexsklaverei gegenüberstehen, verschwinden nicht,wenn sie einmal aus der Gefangenschaft gerettet worden sind, oder wenn ihnen die Flucht gelungen ist. Einige flüchten durch Weglaufen. Ich traf ein nepalesisches Mädchen, das ihr Bein gebrochen hatte, indem sie von einem oberen Stock ihres Bordells gesprungen ist. Einem Mädchen auf den Philippinen gelang die Flucht, indem sie die Klimaanlage verschob und durch das Loch gekrochen ist, das dann in der Wand auftauchte. Andere Frauen bilden mit sympathischen Kunden ein Komplott, die dann einwilligen, ihnen zu helfen.

Flucht zu guten NGOs - und schlechte NGOs mit einer "Rehabilitierung" für neue Prostitution mit neuen Techniken

Für einige der geretteten Mädchen und Frauen kommt diese Rettung aber unerwarteterweise gar nicht gelegen. In einigen Fällen flüchten die geretteten Mädchen von einer Form des sexuellen Missbrauchs in die andere. Obwohl eine Anzahl ausgezeichneter NGOs Schutzeinrichtungen für Kinderprostituierte eingerichtet hat, sind da auch andere, die wie eine Art Bordell funktionieren, wo die ehemalige Sexarbeiterin oder Kinderprostituierte dann innerhalb gesetzlicher Absicherung wieder missbraucht wird. In Kalkutta traf ich eine wütende Frau, die sich beklagte, dass sie "rehabilitiert" worden sei, dann aber in Heimen platziert worden sei, wo sie neue Fähigkeiten erlernt haben. Sie sagte, dass die männlichen Instruktoren in diesem Programm sie wiederholt sexuell missbraucht hätten, und dass sie - nicht wo wie die Kunden zuvor - diese neuen Männer nichts bezahlt hätten. Und so überrascht es nicht, dass diese junge Frau in die Prostitution zurückkehrte, als das "Rehabilitationsprogramm" vorbei war (S.242).


9.5: Rettung für nur einen kleinen Teil der Mädchen - die Schutzeinrichtungen

Schutzeinrichtungen in schlechtem Zustand

Die physischen Bedingungen in vielen Schutzeinrichtungen und Frauenzentren sind in den armen Gebieten der Region [Asien] wiederum scheinheilig und sind noch schlechter als die Bordelle, von wo die Frauen und Mädchen gerettet worden sind. Die Zufluchtstätten der indischen Regierung sind berüchtigtermassen schlecht. Frauen und Mädchen sind in überfüllten Behausungen mit nur minderwertigen, sanitären Einrichtungen. Ein ähnliches Szenario kann in Pakistan beobachtet werden, so die (staatlichen Zufluchtstätten) von Dar-ul Aman sogar gefürchtet sind, und wo eine führende Wohlfahrt, die Edhi-Stiftung (Edhi Foundation) Zufluchtstätten führt, die eher zu einem drakonischen Lebensstil neigen.

Nicht genügend Schutzeinrichtungen und Ausrüstung

Nur ein kleiner Teil der Opfer des Menschenhandels und der Sexsklaverei werden jemals gerettet. Aber sogar für die wenigen geretteten Opfer sind nicht genügend Rettungsplätze vorhanden, um nach der Flucht Hilfe zu erhalten und eine Vorbereitung auf ein normales Leben zu erhalten. Es gibt nicht einmal genug Sympathie dafür.

Beispiel Kalkutta: Jugendliche Prostituierte mit AIDS wird an Spitälern mehrfach abgewiesen

Ich traf eine entzückende Jugendliche in Kalkutta, die AIDS bekam, nachdem sie zum Verkauf sexueller Dienstleistungen gezwungen worden war. Sie war klein gewachsen. Die NGO, bei der sie untergekommen war, erzählte mir, dass sie kaum einen Arzt finden würde, um sie zu behandeln, und dass sie auch bei vielen Spitälern waren, wo sie immer vom medizinischen Personal abgelehnt worden war.

Beispiel Japan: Vietnamesische Frau, die von Thailand nach Japan verkauft wurde, stirbt - niemand will die Verantwortung übernehmen

Diese Art von Verhalten ist typisch für alle Gesellschaften [im kriminellen Asien], egal ob arm oder reich. In Japan traf ich eine vietnamesische Frau, die in Thailand gearbeitet hatte und die nach Japan verkauft worden war, um dort zu sexuellen Dienstleistungen gezwungen zu werden. Eventuell wurde sie dann von ihrem "Snack"-Bordell verstossen, weil sie sich entweder in Japan oder schon davor mit AIDS angesteckt hatte. Da sie aber eine illegale Einwanderin und nicht einmal ihre Nationalität beweisen konnte, verweigerte die vietnamesische Regierung die Repatriierung. Thailand wies jede Verantwortung von sich, und die Japaner lehnten die Bezahlung einer medizinischen Behandlung ab, weil sie keine Japanerin sei. Im Moment, wo ich dies hier schreibe [Jahr 2000], lebt sie noch, ist aber in einem instabilen Zustand - eine staatenlose Person und ein Opfer des Menschenhandels.

Schutzeinrichtungen als "Reformschulen" - die Reise nach Hause falls möglich

Einige der schlimmsten [besten?] Schutzeinrichtungen sind eine Art Reformschule. Die besten sind dabei die Orte, wo der Kummer und das Leid der Mädchen ausgedrückt werden kann, und wo ihr Wert als Mensch betont wird. Sie versorgen die Frauen mit der psychologischen Unterstützung, die ihnen hilft (S.243),

sich neu anzupassen. Sanlaap, eine NGO, die mit Kinderprostituierten in Kalkutta arbeitet, ist ein positives Beispiel für weitere Schutzeinrichtungen. Es bringt den Mädchen eine Therapie. Die jüngsten werden erzogen und die älteren Mädchen erhalten eine Berufsausbildung in Form einer Anlehre. Wo immer es möglich ist, werden die Mädchen dann nach Hause gebracht, und wenn dies nicht möglich ist, dann bleiben sie in der Zufluchtstätte, bis sie erwachsen sind.

Psychologische Probleme nach der Rettung von Mädchen - Handarbeiten bringen keinen Gewinn

Die Rettung von Mädchen und jungen Frauen kann schwierig sein, aber es ist doch viel einfacher, als zu entscheiden, was mit ihnen nach der Rettung geschehen soll. Viele leiden unter psychologischen Problemen und das Personal in einigen Zufluchtsstätten spricht offen über die Schwierigkeiten, diese Kinderprostituierten zu erziehen. Die Mädchen sind daran gewöhnt worden, nach unregelmässigen Zeitplänen zu leben und modische Kleider und Schmuck zu tragen. In einer Zufluchtsstätte wird ihnen dann ein regelmässiger Lebenswandel auferlegt, und sie müssen sich von ihren hübschen Kleidern trennen. Sie sind auch daran gewöhnt worden, laufend sexuelle Aufmerksamkeit zu erregen. Folglich sind da grosse Verhaltensprobleme wie Zerstörertum, Konzentrationsschwäche, Aggressionen und Konflikte auch zwischen den Mädchen und dem Personal, gewalttätige Phasen, Selbstverstümmelung und lange Zeiten der Depression. Selbstmord ist auch nicht ungewöhnlich.

Die Reintegration der Mädchen und Frauen in die Mainstream-Gesellschaft stellt noch grössere Schwierigkeiten dar. Die Fähigkeiten der ehemaligen Sexarbeiterinnen sind nach der Prostitution kaum genügend, um das eigene Leben zu unterhalten. Im unterentwickelten Asien sind die Mädchen und Frauen, die Opfer von Menschenhandel und Sexsklaverei geworden sind, nur schwach ausgebildet. Deswegen fanden sie sich auch zuerst in der Prostitution wieder und deswegen ist es für sie auch schwierig, daraus zu fliehen. Fähigkeiten wie Modeldruck [für Kleider], die Borstgrasweberei und Kerzenziehen, das den ehemaligen Sexarbeiterinnen beigebracht wird, können der Frau das Selbstwertgefühl zurückbringen, wieder eigene Sachen herzustellen, aber unglücklicherweise ist damit kaum ein Einkommen verbunden, das für das Leben reicht.

Flucht zurück ins Bordell

Frauen, die gerettet wurden, und denen ein "wertvollerer" Stil des Geldverdienens beigebracht wurde, enden somit oft schnurstracks wieder in den Bordellen, von wo sie geflüchtet sind. Speziell in Südasien gibt es von der Strasse in die Prostitution kein Zurück. Es ist für sie praktisch unmöglich (S.244)

wieder in die Gesellschaft integriert zu werden oder zu heiraten. Für die meisten bleibt die Prostitution ihre einzige Option.

Beispiel: "Rettung" durch eine Razzia in Mumbai mit Rettung von AIDS-infizierten Prostituierten - und dann kommen einfach neue Mädchen

Im Jahre 1996 entschieden die Polizeibehörden in Mumbai, bei einer ihrer Razzien gegen das Laster Prostituierte zu inhaftieren. Angeblich war diese Aktion ein Schlag gegen die Kinderprostitution. In Tat und Wahrheit aber war es gar nichts davon. Gerüchte, die auf harten Fakten basierten, gingen umher, dass die AIDS-Rate in den Rotlichtbezirken der Stadt um die 60% betrug. Nur deswegen waren Aktionen notwendig, um die Industrie zu säubern, um die kranken Frauen rauszuwerfen, und wahrscheinlich neue saubere Frauen hereinzubringen.

Über 200 nepalesische Frauen und Mädchen wurden bei dieser Operation "gerettet". Ein bedeutender Teil dieser Frauen wollten gar nicht "gerettet" werden. In einer Untersuchung über die geretteten Frauen sagten 56% derjenigen, die antworteten, dass sie nicht ins Bordell zurückkehren wollten. Von den 44%, die zurückkehren wollten, gaben 29% an, dass sie als Sexarbeiterin glücklich seien, während der Rest andere Gründe vorbrachte. Die Gründe, die am meisten genannt wurden, waren eine fehlende Berufsausbildung, die Unmöglichkeit einer Rückkehr in die Gesellschaft, dass ihre Familien von der Unterstützung abhängig seien, und dass sie sonst mit leeren Händen dastehen würden [5].

[5] Gracy Fernandes: 'Report on the Rescue of Commercial Sex Workers', S.15

Viele Sexarbeiterinnen wollen keine "Rettung" sondern haben sich daran gewöhnt

Sexarbeiterinnen in Südasien erzählen immer wieder ähnliche Geschichten über die Akzeptanz von Prostitution. Eine Frau in Lahore [in Pakistan] beschrieb ihre Verwicklung in die Industrie mit diesen Worten:

<I don't like this work but there is nothing else that I can do, I haven't got a good husband and family. I haven't got an education. I am an ignorant woman. This thing - entertaining men - is the only thing I can do.>

Übersetzung: <Ich mag diese Arbeit nicht, aber es gibt keine andere Arbeit. Ich habe keinen guten Ehemann und keine gute Familie gehabt. Ich habe keine Ausbildung. Ich bin eine nicht ausgebildete Frau. Das da - Männer zu unterhalten - ist das einzige, was ich kann.>


9.6: Die Diskriminierung nach der Rettung - kriminelles Asien verstösst die verkauften Opfer und Ex-Prostituierten

Die normale Gesellschaft im kriminellen Asien diskriminiert die Ex-Prostituierten

In der Mainstream-Gesellschaft werden diese Frauen als soziale Aussenseiter diskriminiert. Im Bordell sind sie akzeptiert. Sie sind verletzlich, was physischen und sexuellen Missbrauch angeht, aber wenn sie unter anderen Frauen ihresgleichen sind, dann schützen sie sich vor der Verachtung der Gesellschaft. Sie sind dann vor Diskriminierung geschützt - wie ein Puffer.

Beispiel Bangladesch: Diskriminierung von Ex-Prostituierten und deren Familien

Prostituierte aus dem Bordell Goalunda in Bangladesch werden fertiggemacht, und die Täter sind hohe Leute der respektablen Gesellschaft. Sie (S.245)

dürfen dann an öffentlichen Orten keine Schuhe tragen, und es wird ihnen die Beerdigung oder Kremation von Toten der Familie verboten. Stattdessen werden die Leichen dann in den Fluss geworfen. Aber innerhalb der Bordellgemeinde finden die Frauen dann Akzeptanz. Wo auf der Erde sollten sie den Mut haben, die einzigen Leute zu verlassen, von denen sie menschlich behandelt werden?

Die Diskriminierung sperrt die Prostituierten in die Bordellgefängnisse ein

Soziale Verachtung und ein Sinn, an den Pranger gestellt zu werden, schliesst die Frauen in den Ländern Südasiens in die Bordelle ein. Die Internationalisierung des Rufs der Prostituierten ist eine der effektivsten Ketten, um die Frauen in der Sexarbeit zu halten. Diese Frauen und Mädchen tragen die schwerste Bürde des sexuellen Doppelverhaltens. Ein Sprichwort der Khmer sagt: "Männer sind Gold, Frauen sind nur Stoff" ("Men are gold, women are cloth"). Auf diese Weise wird die Mentalität noch gefestigt, die die meisten asiatischen Gesellschaften durchdringt - so wie es in den westlichen Gesellschaften bis noch vor Kurzem war. Eine junge, kambodschanische Frau erklärte dieses Sprichwort in einer Studie von 1993:

<The men look like gold. When it drops in mud we can clean it, but the women look like white clothes: when it drops in mud we cannot clean it to be white again.> [6]

Übersetzung: <Die Männer sehen wie Gold aus. Wenn es aber in den Matsch fällt, dann müssen wir es putzen, aber die Frau ist wie weisser Stoff: Wenn der in den Matsch fällt, dann können wir das nicht reinigen, so dass es wieder weiss wird.> [6]

[6] Phan and Paterson: Men are Gold, Women are Cloth, S.19

Es kann kaum mehr Ungerechtigkeit geben, als Prostituierte in Gesellschaften zu stigmatisieren, wo viele - und oft sogar die meisten - Männer sexuelle Dienstleistungen kaufen.
[Das kriminelle Asien sichert sich das "Vergnügen" in den Bordellen, indem die Prostituierten stigmatisiert werden und gefangengehalten werden. Und die Täter sind dabei meistens FRAUEN...]

9.7: Autorin Louise Brown beschuldigt nur die Männer - kriminelle, asiatische Frauen organisieren das System der Sexsklaverei in Asien

Es sind die Männer, die diese verzerrten und schrecklichen Sexualsysteme geschaffen haben und dafür die individuellen Frauen auch noch an den Pranger stellen.
[FALSCH! Autorin Louise Brown unterschlägt schon wieder alle kriminellen FRAUEN in diesem System:
-- da sind die kriminellen Mütter, die ihre Töchter verkaufen
-- auch die Agentinnen sind meistens asiatische Frauen
-- die kriminellen mama-sans leiten Bordelle und kaufen die Mädchen
-- die kriminellen mama-sans leiten Bordelle und foltern, manipulieren und erpressen die Mädchen und jungen Frauen mit der Schuldensklaverei
-- die kriminellen mama-sans sind es, die den Mädchen und jungen Frauen oft über 10 Kunden oder sogar 15 bis 20 Kunden pro Tag aufbürden
Und die Männer - die Kunden - sehen die Opfer nur für wenige Minuten oder helfen ihnen sogar zur Flucht. Mehr Kriminalität durch ASIATISCHE FRAUEN ist nicht möglich - und die ASIATISCHEN MINISTERINNEN in den Regierungen sind es, die dieses Foltersystem tolerieren, das meistens von KRIMINELLEN, ASIATISCHEN FRAUEN geleitet wird
].
Aber die Erkenntnis, dass die Stigmatisierung von Prostitution falsch ist, sollte nicht zur Schlussfolgerung führen, dass Prostitution akzeptabel sei. Ich kann nicht glauben, dass Prostituierte als Individualpersonen in Gefangenschaft gehalten werden sollten. Es ist die Institution der Prostitution, die Leute, die davon profitieren, und die Männer, die sie geniessen - diese Leute verdienen unsere unbeschränkte Verdammung.
[Leider hat Autorin Louise Brown auch hier wieder all die KRIMINELLEN ASIATISCHEN FRAUEN im System der Prostitution übersehen].

9.8: Mädchen und Frauen opfern sich gegen die Armut auf dem Land

Bei einer Frage wurde ein junger Kambodschaner in einer NGO sehr bewegt, als ich ihn über die vietnamesischen Prostituierten in Phnom Penh fragte.

<"Some people", he insisted, "say that they are immoral women... but they have so much honor. They choose to come here because their families are so poor and there is nothing for them in Vietnam.">

Übersetzung: "Einige Leute", so schränkte er ein, "sagen, dass dies unmoralische Frauen seien... Aber sie haben eine so grosse Ehre. Sie wählen es sich aus, hierherzukommen, weil ihre Familien so arm sind und es dort in Vietnam nichts für sie gibt."

Ich wusste genau, was er meinte. Viele der Frauen (S.246),

die ich im Verlauf meiner Forschung für dieses Buch angetroffen habe, waren alles andere als unmoralisch. Sie haben den Missbrauch und die Ausbeutung überlebt und sie strebten danach, mit so viel Würde wie möglich zu leben, wie es ihre Beschäftigung erlaubte. Sie sind Mütter, die sexuelle Dienstleistungen verkauft haben, um ihren Kindern genug Essen zu ermöglichen, sie sind kleine Kinder, die von einem verarmten Zuhause geflohen sind, und sie sind junge Frauen, die wegen Sex verkauft wurden, so dass ihre Brüder und Schwestern eine bessere Chance im Leben haben als sie selber.

Prostitution ist in diesen Fällen ein Missbrauch der Menschenrechte.
[Die kriminellen Regierungen mit ihren KRIMINELLEN MINISTERINNEN installieren nirgendwo soziale Netzwerke - auch das wird NIE erwähnt!]
Und deswegen provoziert die Armut und die beschränkte Lebensdauer immer wieder, dass junge Frauen dazu ermuntert werden, ihren Körper zu verkaufen, zumindest im ersten Fall.


9.9: Autorin Louise Brown beschuldigt die Männer, "macht" über junge Frauen zu haben - aber die Sklaverei kommt von den Müttern, die die Töchter verkaufen, und von den kriminellen mama-sans - und viele Männer helfen den Opfern

Bei der Prostitution geht es nicht immer um Gewalt, aber immer um Macht. Es geht um die Macht, intime Kontakte zu kaufen und um die Macht, eine Beziehung der Dominanz aufzubauen.
[Auch das ist absolut FALSCH, denn viele Männer helfen sogar oft dem Mädchen oder der Frau zur Flucht, wie es oben beschrieben wurde].
Die offensichtlich zivilisierte Abwicklung von Vorgängen zwischen Elite-Prostituierten und ihren Kunden in Luxushotels wird durch dieselben logischen Verhältnisse unterstützt, die den Mädchenhandel in einem Bordell in Bangladesch fördert. Diese Logik basiert auf einem Wertesystem, das die Mädchen und Frauen - und manchmal auch Männer und Buben - gemäss ihrem sexuellen Wert beschreibt. Diese Logik wird durch die Leer bei jenen Männern zugelassen, die sexuelle Dienstleistungen kaufen, und durch die Kommerzialisierung des Lebens, wodurch Prostitution überhaupt erst möglich wird.
[FALSCH: Asiatische Frauen ermöglichen die Prostitution in Asien
Es sind die asiatischen Frauen zu Hause, die den guten Sex zu Hause ablehnen, weil sie nichts über guten Sex wissen, nicht einmal Gleitmittel und Öle oder Spielzeuge kennen. Diese asiatischen Frauen zu Hause kennen auch die Punkte in ihrer Vagina nicht, und guter Sex würde bei ihnen nur Schmerzen verursachen, weil sie meinen, dass Schmerz normal sei - und dann schicken genau diese asiatischen Frauen ihre Ehemänner in die Bordelle, die auch von asiatischen Frauen geleitet werden].

Noch mehr kriminelle Propaganda von Autorin Louise Brown gegen Männer, sie würden die Prostitution organisieren - alles falsch

Prostitution findet nicht nur wegen der Ästhetik statt, und auch nicht wegen der Wichtigkeit, das Sexleben als eine Feierstunde des Lebens zu betrachten und nicht als einen mechanischen und wirtschaftlichen Ablauf. Es ist auch keine Angelegenheit des religiösen Puritanismus. Prostitution sollte verbannt werden, weil es die schlechtesten, menschlichen Fehler in sich vereint: Die Ausbeutung der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft; die Macht des Geldes; die Oberflächlichkeit der Erscheinung; der Machtmissbrauch durch Männer; und die Kategorisierung von Frauen gemäss ihrer sexuellen Verwendung und ihrer Beziehungen zu Männern.
[Prostitution verdammen?
Nun, Prostitution zu verdammen würde heissen, dass ASIATISCHE FRAUEN endlich mehr über Sex lernen müssten - was sie aber bis heute (2013) nicht wollen. Auch die KULTURMINISTERINNEN, ERZIEHUNGSMINISTERINNEN und FRAUEN MINISTERINNEN wollen sicher nichts über Sexualität lernen, sondern sie behalten das Thema als Tabu, so wie es schon 2000 Jahre lang im geisteskranken Asien mit Bordellsystemen abgelaufen ist, wobei die Bordelle durch FRAUEN für die Männer am Laufen gehalten werden und die FRAUEN dabei das Geld verdienen - und gleichzeitig wird Sexualität als "schmutzig" betrachtet].

Dieses Buch hat die Bordelle, den Bordellsektor des Massenmarkts Prostitution sowie die am meisten ausgebeuteten Menschen in der Sexindustrie zum Thema. Die Skala des Missbrauchs, die die betroffenen Mädchen und Frauen durchgemacht haben, wird dabei immer wieder beschönigt, je weiter wir die Hierarchie der Prostitution hinaufgehen. Regelrechte Kreuzzüge gegen die Prostitution haben zwar (S.247)

die Grausamkeiten innerhalb der Industrie festgestellt, um sie zu diskreditieren und hat für moralische Empörung gesorgt. Diese Arten von Kreuzzügen sind dann der Boden für Gerüchte und sie verbreiten Angst und Schrecken.


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Quellen


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